Mittwoch, 10. März 2021

SO FREI


Das Büchersichten ist eine wahre Fundgrube.
Es ist viel Esoterik, Körperarbeit, Heilung etc. dabei.
Alles 70er, 80er Jahre.
Bei einem Partnermassagebuch, wo auf den Fotos alle nackt sind,
ist mir eine Begebenheit eingefallen.
Einmal war ich für ein Wochenende mit einem Mann, den ich gerne gehabt hätte,
auf einem total verwahrlosten, dreckigen Gutshof im Marchfeld.
Wo vorher eine Schweinemast war.
Der Geruch haftete.
Ich kann mich an fast nix erinnern.
Irgendein österreichischer Schamane hatte dort seine Jünger um sich versammelt.
Ich weiß nur, dass wir alle nackt waren,
ich in einem stinkenden vergammelten Schlafsack in einer Scheune geschlafen habe,
der Mann, den ich gerne gehabt hätte, war verschwunden
und der Besitzer des Schlafsacks hat sich freundlich massierend um mich bemüht.
Richtig absurd war alles inklusive dem Guru.
Wenn mir heute solche Begebenheiten einfallen,
muss ich lachen.
Eine richtig gute Zeit hatte ich in der Zeit.
So wild, so frei, so abenteuerlich, so bunt.





 

Kommentare:

  1. guten morgen,ja unsere junge,wilde zeit war einfach schön! einenlieben schneegruß aus dem innviertel

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    1. ja. war schön.
      liebe grüße aus dem leicht verschneiten waldviertel

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  2. Ich finde auch, die Möglichkeit, Erinnerungen wieder in die Gegenwart zu holen, kann wirklich lustvoll sein und fröhlich machen. Kann gern auch exzessiv tagelang so gehen... ich lese in dieser Pandemie auch in meinen über 70 Tagebüchern und staune darüber, was ich alles gar nicht mehr wusste.. viel Spass weiterhin, Ursula

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    1. tagebücher, das hatte ich schon. aber bei den 2000 büchern ist auch viel erinnerung dabei.
      liebe grüße

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  3. Wow! Was für wilde Erinnerungen! :--)
    Ich bewundere Menschen, die sich gerne auf solche und weitere Experimente einlassen.
    Selber konnte und wollte ich das nie.
    Geniess deine spannenden Rückblicke! Die schönen und die skurrilen. :--)
    Frohen Gruss,
    Brigitte

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    1. ja. ich genieße. denn das sichten macht richtig spaß. wenn es auch arbeit ist und die bücherkisten sind schwer.
      abner draußen schneit es sowieso und die wettervoraussage ich schlecht
      liebe grüße

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  4. meine Güte, im ehemaligen Schweinestall... aber es klingt nach witzigen und für dich zum Glück unpeinlichen Erinnerungen :-))
    das waren auch die Zeiten bevor Aids auftauchte,
    lg

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    1. also, es war ja nicht im stall. habe gegoogelt. heute ist es ein reiterhof und ein ayurveda-zentrum. so ändern sich die zeiten.
      liebe grüße

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  5. Unsere Generation war einmalig, uns hat es vor nix gegraust! Was für tolle Zeiten das waren.

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    1. ja. keine angst vor bakterien und viren. und vor schmutz. tolle zeiten. ja.
      liebe grüße

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  6. Jo, wir konnten noch was aushalten. Für Gurus war ich nie anfällig, aber ansonsten für alles mögliche

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    1. wir waren so frei. das war richtig gut und schön.
      liebe grüße

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  7. Auf der Suche nach neuen Erfahrungen und Grenzerweiterungen, um das Vergangene
    hintanzustellen, gab es genug zum Ausprobieren.
    In einem Zentrum, das ich damals besuchte, gab es eine riesige Wanne. Da tummelten wir uns nackt und wurden mit kübelweise warmem Öl eingeschmiert. Da flutschten wir wie die Fische im Meer
    herum, übereinander und untereinander....es ging wie von selbst.
    Etwa 20 Menschen suchten körperliche Nähe. Zwischen Anziehung und Abstoßung glitschten
    wir liegend ins Nirvana. Am Ende war es ein Gekreische und jeder war glücklich.
    Das Öl habe ich lange Zeit nicht aus den Haaren herausgebracht. Die halbe Nacht standen wir dann unter der Dusche, um uns vom Sardinendasein zu befreien. Es war echt saugeil!
    Kichergrüße
    hibisca

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    1. das klingt witzig. die therapie hatte sicher auch einen speziellen namen. was es alles gab!
      dicke schneeflocken fallen gerade
      liebe grüße aus dem winter

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  8. In den Achtzigern in der Punkszene gab‘s nur die Schweineställe, nicht mehr die Nacktparties. Da sind die Erinnerungen anders, aber auch noch kurios.

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    1. die 70/80er jahre waren einfach gut. schon wegen der schweineställe.

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