Freitag, 9. Dezember 2022

SATURN/KRONOS



Votivgabenwand in der Kirche.
Darunter liegt ein Buch für Bitten, Wünsche und Danksagungen.
In höchster Not eine Ansprechstelle.
Ob dadurch Tränen getrocknet werden?

Die Weihnachtskrippe ist schon aufgebaut.

Meine Hüfte widersetzt sich den Heilungsbemühungen.
Das Interessantere sind die Dialoge, die ich mit ihr führe.
Wohin willst du mich leiten?
Was willst du mir sagen?
Die Einschränkungen geben eine Richtung vor
und machen alte gewohnte Abläufe schwieriger.
Diese erzwungenen Wendungen sind herausfordernd.
Zu gerne möchte man in herkömmlichen Schienen bleiben.
Saturn, dem astrologisch das Skelett zugeordnet wird, setzt Grenzen.
Wie leicht sind sie zu akzeptieren?
Innerhalb von Beschränkungen kann man sich auch geborgen fühlen,
oder man geht dagegen an,
sprengt die Behinderungen.
Die Zeit wird den Weg weisen.





 

Mittwoch, 7. Dezember 2022

KLETTVERSCHLÜSSE FÜR DIE OHREN


 Nachdem ich schon die längere Zeit mit dem Aussehen meiner Haare unzufrieden war,
habe ich die Schere angesetzt und ein Stück Länge abgeschnitten.
Alles muss verwertet werden - der Oleander wird sich über die Düngung freuen.
Und dann habe ich eine Uralttönung in meinem Fundus entdeckt.
Grau - sieht gut aus.
Also, man sieht nix, aber ich bin beruhigt.
Keinerlei Aufwand, keinerlei zukünftiger Aufwand.
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Wieder über die tschechische Grenze gefahren und in einem Supermarkt eingekauft.
Das Angebot ist ausgedünnt.
Manche Dinge habe ich nicht bekommen.
Karlsbader Oblaten z.B.
Dafür Pilsner Bier erstanden. Für mich das beste Bier der Welt.
Ich denke, die Kaufkraft in dem Land hat nachgelassen.
Ca. 3 Jahre war ich in keinem tschechischen Geschäft.
Dafür habe ich für die Lebensmittel in etwa nur die Hälfte von unseren Preisen bezahlt.
(Ausgenommen das Bier).
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In meinem Bad ist eine Sauna. Mit Holzofen.
Ich gehe eher nicht gerne in so eine Schwitzkammer.
Deshalb habe ich Kleidung, die ich gerade brauche (und auch mehr), dort eingelagert.
Weil die Kleiderkammer ist im ersten Stock.
Und ich mag die steile Treppe nicht ständig auf- und absteigen.
Meine Katastrophenüberlegungen - wenn kalt, wenn Strom weg, wenn Heizung ausgefallen - haben mich dazu gebracht, den Raum halbwegs benützbar zu machen.
Also, Kleidung und ich.
Dem Gwand ist ja wohl ein wenig Wärme egal.
Und ich kann mich jetzt gemütlich bei 60 Grad durchheizen.
Das ist ziemlich gut, wenn man hausen (hausen – Wiktionary) kann, wie man will.
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Ich brauche Klettverschlüsse für meine Ohren.
Im Lagerhaus (Die Kraft am Land) habe ich eine Haube gekauft.
Meine Kopfform lässt alle Mützen rutschen.
Sodass ich immer daran herumzerre.
Wenn an den Ohren Haftstreifen montiert wären,
hätte das Problem eine Lösung.
So einfach.
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Den Link ins aserbaidschanische Dorf lasse ich euch da.
Ich denke, das ist ein Show-Kochen für YouTube.
Aber trotzdem amüsant und entspannend.






Montag, 5. Dezember 2022

NOCH EIN VERLORENER PLATZ




Der Platz wurde bereits im 16. Jahrhundert als Mühle genutzt.
Später fast 2 Jahrhunderte lang als Weberei, bis die Fabrik vor 20 Jahren schließen musste.
An der Hauptstraße gibt es eine eigene Bushaltestelle für  Arbeiter,
die hier zur Hoch-Zeit der Textilindustrie im Waldviertel beschäftigt waren.
Rasch greift sich die Natur Bauwerk zurück.
Verwendet menschengemachte Materialien für ihren Neubeginn.
Das Areal wurde verkauft und es gibt Pläne zur Wiederbelebung.
Verfall birgt Geheimnisse und bietet Platz für eigene Vorstellungen.
Ein Fantasie-Gedankenroman kann entstehen.











 

Freitag, 2. Dezember 2022

GEDANKENSPLITTER

Baumgöttin


Einen Schokoladeadventkalender habe ich gekauft.
Nicht sehr erfolgreich war ich in den letzten Jahren damit.
So um den 5. waren bereits alle Türchen leergefressen.
Vielleicht ist heuer mein Schokowiderstand stärker.
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Meine Verschwörungtheorie:
Ein Buch eines afghanischen Flüchtlings gelesen.
Ich kenne mich mit den Wirrnissen in diesen Ländern gar nicht aus.
Wer gegen wen und alle gegen alle.
Aber der Gedanke bleibt bestehen,
dass im Hintergrund kräftig an der Kriegsschraube gedreht wird,
um durch  unaufhörliche Flüchtlingsströme Europa zu destabilisieren.
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Manche Meisen sind Futterverschwender.
Sie haben noch nix von der neuen Sparsamkeit gehört.
Werfen einen Kern nach dem anderen aus dem Futterhaus,
bis sie einen fressgenehmen finden.
Im feuchten Laub bleibt dann alles liegen.
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Wenn ich den Fernseher aufdrehe, gibt es auf den meisten Kanälen Sport.
Und das in der heiligen Vorweihnachtszeit.
Wo bleiben die christlichen Werte?
Statt Heizung gibt es Spiele fürs Volk.



Mittwoch, 30. November 2022

KREISLAUFWIRTSCHAFT; NÄCHSTE RUNDE


Im Waldviertel und im angrenzenden Mühlviertel waren zahlreiche
kleine und große Textilbetriebe angesiedelt.
Auch Heimarbeit war weit verbreitet.
Billige Arbeitskräfte förderten das Wachstum der Industrie.
Heute sind nur mehr ganz wenige Betriebe übrig,
die sich auf hochpreisige, hochwertige Waren spezialisiert haben.
Kürzlich wollte ich im Mühlviertel ein Unternehmen besuchen,
die schönstes Leinen für Tisch und Bettwäsche weben.
Das prächtige Wetter hat mich dann über den Nordwald ins angrenzende Tschechien getrieben.
Aber die Visite steht noch an.
Ob ich bei Bettwäschegarnitur schwach werde,
weiß ich noch nicht.
Denn die Preise lassen mich schlucken.
Jetzt habe ich einem Freund von der Bettwäsche erzählt,
und daraufhin vier  alte originalverpackte Damastgarnituren geschenkt bekommen.
Sehr schön. Edel.
Eine Garnitur ist bereits in der Waschmaschine und ich werde langsam meine
ganze bunte Sammlung in schlicht verwandeln.
Ich habe viele Rosen und sonstige Muster.
Die können gut im Secondhandladen landen.
Und ich bette mich zukünftig in edles Weiß.



 

Montag, 28. November 2022

BAUMGESICHTER




In dieser alten Allee fühle ich mich beobachtet.
Aus knorrigen Gesichtern sehen Baummethusaleme versteckt auf mich.
Runzelig, vermoost, verwachsen ....
Fest in der Erde verwurzelt, schweigend im Laufe der Zeit.
Viel Vergangenheit, wieviel Zukunft?
Vom Weltgeschehen unbehelligt.
Doch endlich sind auch sie.







 

Freitag, 25. November 2022

KONTINUITÄT


Leben ist für mich nicht kontinuierlich.
Schon, aber auch nicht.
Was mich gestern interessiert hat,
ist heute bereits der Schnee davon.
Der ständige Fluss fließt,
die Ufer verändern sich.
Vieles verstehe ich nicht,
aber ich spüre die immer vorhandene Wandlung.
Bei Terminen bin ich die größte Absagerin.
Wie soll ich heute wissen,
was in einigen Tagen sein wird?
Deswegen treffe ich ungern Vereinbarungen.
Schon gar nicht in eine weitere Zukunft.
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Gerade gelesen:
Ein wirklich lebendiger Mensch fühlt sich immer unsicher.
Welche Sicherheit kann es schon geben?



 

Mittwoch, 23. November 2022

WO BLEIBT DIE LEICHTIGKEIT DES SEINS?


Der erste Schnee macht ein bisserl das Gefühl von Weihnachten.
Und schön ist er auch.
Trotz Winter und kalt und dunkel.
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Die Vögel haben problemlos ihr Futter gekriegt.
Einige kommen bereits zum Hausbaum.
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Überlegt, wenn man sich immer nur richtig verhält,
ob dann das Leben besser, schöner ist.
Gute Taten setzt, ein liebendes Herz hat,
gesund isst, Sport macht.
 Also ganz rigide tut,
was empfohlen wird.
Fürs wohlgefällige Leben kommen ständig neue Disziplinen dazu:
gendern, Rollkragenpullover tragen (zum Energiesparen), niemals diskriminieren (wen oder was auch immer). Etc.
So ganz sicher bin ich nicht, ob sich das lohnt.
Das ständige mühselige Überlegen, ob man auch nie auf eine Ameise tritt.....
Wo bleibt die Hingabe an die Leichtigkeit des Seins?
Meinen neuen Lieblingsausdruck gelesen:
"Disziplin der Klimazerknirrschung."
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Ein wenig Seinsleichtigkeit:
Andre Heller und Hubert von Goisern und andere bei der Hausmusik
Schön. Berührend.






 

Montag, 21. November 2022

BÜCHERKISTENFUND




Meine Bücherkistenfunde arten langsam aber sicher zum Hobby aus.
Ich bin völlig entzückt,
was mir zufällt.
Kriege ein schlechtes Gewissen,
weil ich kaum solch sensationellen Ersatz biete.
Eher die langweilige Art verlässt mich.
Romane oder Ratgeber oder Bildbände.
Diesmal war aus dem Fischer Verlag ein dicker Wälzer
"Frauen und Kleider"
"Was wir tragen, was wir sind"
weggelegt.
Weggelegt - ein Findelkind sozusagen.
Viele Fotos - z.B. getragene Wimpern einer Woche.
eine Fleckengalerie ....
Spannend, spaßig, witzig, überraschend.
Eigentlich regt das zum Nachahmen an.
 Gebrauchte Papiertaschentücher.
Oder Tascheninhalte.
Tascheninhalt ein Reizthema -
dieser Tage meine Tasche ausgeleert, 
weil die Brille verschwunden war.
Auf meinem Autositz vor den Augen einer Freundin alles ausgekippt.
Nein, ich schäme mich über das Chaos nicht.
Aber ich könnte das tun.
Die Brille war nicht dabei.
Die fand sich dann am Hals unter einem Tuch, wo ich sie gedankenlos verwahrt hatte.
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Mit der Post habe ich Probleme.
Das ist bekannt.
Es gibt immer neue Variationen an Zustellversagen.
Das letzte Päckchen hat die Abholstation versteckt.
Nachdem ich dreimal dort war und dann meinte,
ob ein wenig Suchen nicht doch eine Option wäre,
fand es sich hinter irgendeiner Kiste.
Dort hätte es ewig gut ruhen gehabt.
Aber jetzt habe ich eine echte Challenge gestartet:
ich habe bei einem Samenhändler Vogelfutter bestellt.
30 kg und 25 kg.
Kommen mit der Post.
Das finde ich sehr interessant.
Die Order habe ich getätigt, weil im Einzelhandel die Preise in schwindelnde Höhen gestiegen sind.
Schau ma mal.
Schneien soll es in der Zwischenzeit auch.
Seit ein paar Jahren fährt dann sowieso kein Zusteller zu mir.
Werbung in Österreich:
"Die Post bringt allen was"
wird zu
"Die Post bringt vielen nichts."





 

Freitag, 18. November 2022

EIN TAG


 Am Computer frühstücke ich.
Pfefferminztee und Haferflocken.
Den Kaffee danach und die 2 kleinen Krapfen zeige ich nicht.


Vogelfutterutensilien gereinigt


Einen kleinen Baum herausgeschnitten


Den Stamm des Hausbaumes mit Zweigen und der kleinen Fichte verkleidet.
Damit Federbällchen bei Wind und Wetter etwas geschützt sind.


Einen alten kranken Apfelbaum an der Hausmauer umgesägt.
Geplagt.


Lieblingsspielzeug.


Noch etwas Holz auf der Kreissäge geschnitten.
Dann war es ohnedies bereits Mittag.
Und der Arbeitseinsatz für den Tag war viel genug.
Nur mehr gemütlich auf der Ofenbank gelegen, gelesen, gespielt, ferngeschaut .....
Später gebügelt, Fensterläden im ersten Stock winterdicht geschlossen.
Noch eine Decke über mein Bett gelegt.
Letzte Nacht bin ich zitternd erwacht.
War aber selber schuld. Weil ich vorher nur im dünnen Nachtgwand lange herumgesessen bin und gespielt habe.

Mittwoch, 16. November 2022

LOST PLACE - ERINNERUNGEN







Das Premium-Resort-Projekt ist gestorben.
Den Bauzaun räumt sicher keiner weg.
Bleibt liegen. Zuerst wird immer ein Parkplatz betoniert.
Gleich daneben ist das ehemalige Camphotel.
In kommunistischen Zeiten ein Jugendferienlager.
Nach der Wende auch noch einige Jahre.
Ich habe ein paarmal in einem Hüttchen genächtigt.
Später bin ich mit meinem Wohnmobil gekommen.
Standplatz mit Blick auf den See.
Alles sehr entspannt und angenehm.
Irgendwann wurde das Hotel und die Anlage geschlossen und verfällt nun.
Ein Riesenareal in schönster Lage.
Mit Sportplätzen. Mit Strand.
Viele glückliche Stunden habe ich hier über Jahre weg verbracht.
Gute Erinnerungen.














Im Eingangsbereich das
"Revizni kniha vytahu"
musste ich unter Zuhilfenahme eines Stockes bergen
und an mich nehmen.
Die letzten Einträge sind von 2003.
Herr Google sagt mir, 
dass es sich um das Revisionsprotokoll des Aufzugs handelt.
Warum werde ich so nostalgisch?