Donnerstag, 19. September 2019

HOCHBEET


Das Hochbeet für ungrüne Daumen.
Im linken Teil Plastikpflanzen.
Könnte man mir auch  schenken.
Mäuseresistent.
Mäuse:
Seit ich das Auto hinters Haus stelle,
fange ich keine kleinen Fellmonster mehr.
Der Zugang zum Innenraum hat sich unter der Schädlingspopulation noch nicht herumgesprochen.
Langsam bröckelt mein Widerstand gegen neue Katzen.
Sogar die Fußpflegerin meines Vertrauens hat mir ein Foto von den süßesten Babykatzen,
die zu haben wären, gezeigt.
Weiters kriege ich Problemtiere angetragen.
Aber die möchte ich sicher nicht.
Habe kein weites Herz und ich weiß,
dass unnette Tiere schnell meine Zuneigung verlieren.
Aber noch hält die Katzenbarriere.


Mittwoch, 18. September 2019

HUNGRIG AM ROLLER


Es ist kaum zu glauben,
aber es gibt Teiche,
wo ich seit Jahren nicht war.
Ausführlich gerollert
und am Wasser gesessen.
Besonders gut.
Nur mit dem Essen bin ich unzufrieden.
Ich nehme nix mit,
dann bin ich viel länger als geplant unterwegs,
Wirtshaus freut mich meist nicht
(also, zum Wochenende nicht)
und für andere Möglichkeiten war ich zu früh dran
(Teichimbiss oder Pfarrcafe).
Und dann komme ich irgendwann heißhungrig heim,
wo auch nur mehr Zeit für etwas ganz Schnelles bleibt.
Weil dann brauche ich Futter sofort.
Aber  alles ist sehr gut.



Dienstag, 17. September 2019

ROST


 Die Laterne hat schon bessere Zeiten gesehen.
Ich finde ihr Rost hat Charme.
Mäusefront:
Im Auto kann ich jede Nacht einen Nager in der Falle fangen.
Ich finde, das hat keine Zukunft.
Und weil der Autoschrauber aus widrigen Umständen keine Zeit hat,
werde ich selber versuchen, die Sitze auszubauen.
Um meinen Adrelaninausstoß brauche ich mir keine Sorgen zu machen.
Der ist hoch genug.
Steinzeitmenschenhoch auf der Flucht vorm Säbelzahntiger.

Montag, 16. September 2019

VERFALL


Verfallen und ein wenig unheimlich sehen die alten Gebäude aus.
Ein seltsamer Platz.
Wind und Wetter, Sonne und Schnee,
Pflanzen und Tiere bemühen sich darum,
das was Menschen hinterlassen haben,
unsichtbar zu machen.
Es wird ihnen gelingen.
Gerade schlafe ich viel und träume intensiv.
In der Anderswelt reise ich mit Bahn und Flugzeug nach Tibet,
habe dort Frau und ein bezauberndes Kind.
Diese Gegenwelt kenne ich gut,
ist mir vertraut, wie eine Realität.
Ein Leben in zwei Formen.
Hier und dort.
Körperlos und in die Materie gebunden.





Freitag, 13. September 2019

DAS UND DAS



Der Autoschrauber hat keine Maus gefunden.
Auch keinen Zugang.
Was mich keinesfalls beruhigt,
weil damit weiteren Abenteuern mit Nagern 
sozusagen Tür und Tor geöffnet sind.
Mausfallen kaufen und im Fahrzeug aufstellen.
Mysteriöse Geschichte sowieso.
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Beim Rollern ist es schon reichlich kühl.
Ich muss mich auf Herbst einstellen und mehr Schichten anziehen.
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Rollern:
an die 4000 km bin ich wieder in den Sommermonaten in der Gegend herumgegondelt.
Sehr sehr gut.
Und ein bisserl geht noch.
Aber an den Tagen, an denen ich unterwegs bin,
kann ich sonst gar nix machen.
Essen muss ich, wenn ich heimkomme
und dann muss ich rasten
und dann ist es ohnedies schon bald Abend.
Ich bin Dauerferienlebende.
 
 
 

Donnerstag, 12. September 2019

ALLES GUT IM HERBST

Es sind gute Tage.
Der Frühherbst zeigt sich von seiner nettesten Seite.
Sonne, die wärmt,
Luft, die schmeichelt,
Licht, das sanft ins Auge fließt,
Wald, der nach Erde und Blättern riecht,
nach Feuchtigkeit und ein wenig Moder.
Wenn ich jetzt das Gras mähe,
weiß ich,
es ist ein letztes Mal.
Bald wird die Kälte jedes Wachstum stoppen.
Ich habe Pläne gemacht
und es sieht danach aus,
im Herbst werde ich sie auch ausführen können.
Alles ist sehr leicht.
Eine Runde bei Ärzten gedreht.
Letztlich habe ich endlich Ärzte, die ich mag.
Alle nicht aus dem Waldviertel,
denn mit den Landärzten und mir,
das geht gar nicht.
Und ich werde immer gesünder
(was auch mit dem unfreiwilligen Abnehmen im Zusammenhang steht).
Wenn  ich jetzt noch meine Probleme mit den Augen hinkriege,
dann bin ich ziemlich zufrieden.
Alles ist gut.


Mittwoch, 11. September 2019

NICHTWISSEN


Manchmal habe ich das Gefühl,
dass ich alt bin
und gar nix weiß.
Gerade beschäftigt mich das Wesen der Bäume und Pflanzen -
hochinteressant -
und meine Wahrnehmung der Geheimnisse tendiert gegen null.
Aber die Welt ist komplex
und das Nichtwissen ist immer größer als das Wissen.
Ab und an macht sich ein wenig Verzweiflung breit.
Dafür bin ich dann auf banale Dinge stolz.
Wenn ich z.B.einen Nagel einschlagen kann.
Oder so.


Dienstag, 10. September 2019

SINNSPRÜCHE

 
 
Mit Sinnsprüchen habe ich es ohnehin nicht so.
Aber bei dem frage ich mich:
"Wie soll das gehen?"
Menschen leben ihre Zeit ab
und ganz, ganz wenige bleiben nachhaltig positiv in Erinnerung.
Und wenn, waren sie meist nicht um gute Taten bemüht,
sondern sie haben Eindruck hinterlassen,
weil sie speziell und besonders waren.
Künstler oder ganz einfache Menschen.
Naturliebhaber, Menschen mit offenem, weitem Herzen.
Und Welt ist, wie sie ist.
 Erde können wir verändern,
Welt nicht.
 
 
 
 


Montag, 9. September 2019

MÄUSEWELTHERRSCHAFT

Also, in meiner Welt haben die Mäuse die Herrschaft,
zumindest stundenweise, über mich übernommen.
Wenn man weiß, wie sehr mir ekelt und dass ich wirklich kreischend auf einen Tisch springen könnte,
wird mich verstehen.
Ich habe vor drei Tagen Gift gekauft und das im Kofferraum des Autos gelassen.
Und heute, als ich losfahren wollte,
habe ich bemerkt, dass der Karton angefressen ist.
Das Auto stinkt und ich habe überall Mäusepemmerln gefunden.
Sobald der Regen aufhört ist eine gründliche Innenreinigung angesagt.
Irgendwelche Jacken von mir liegen immer im Vierradler herum.
Ganz genau habe ich sie kontrolliert,
damit ich nicht mit einem ausgefressenen Riesenloch herumgehe.
Während der Fahrt habe ich mir dann die ganze Zeit vorstellen müssen,
dass mich aus dem Hinterhalt eine Nagerhorde anspringt.
Zwischendurch habe ich meinem Unmut laut schreiend Luft gemacht.
Weil ich so sehr neben mir war,
habe ich beim Bezahlen an der Kassa 3 x einen falschen Code eingegeben.
Na, super.
so oft kann ich gar nicht Hände waschen wie mir graust.
Interessanten Film gesehen:
Yoga, die Kraft des Lebens.
Schön, wenn der Geist die Herrschaft über den Körper hat.
Im Kino habe ich daran denken müssen,
dass vielleicht zwischenzeitlich die Mäuse die Extrabitterschokolade anknabbern.
Oder sie sind doch daheim geblieben.
Im Filmtheater waren sie nicht dabei.



Freitag, 6. September 2019

ALTES, NEUES UND GEBRAUCHTES


Mein Küchenherd war uralt.
Und ich war noch immer zufrieden mit ihm.
Meine Kochkünste sind unbedeutend
und meine Ansprüche an Küchengeräte auch.
Aber das Ceranfeld hatte einen Sprung und war nicht mehr im Ersatz zu kriegen.
Deshalb alles neu.
Das wäre somit auch erledigt.



Ich musste diese Woche kurz auf einen Freund warten.
Leider war ein Secondhandladen gleich daneben.
Also sind diese beiden Stücke mitgekommen.
Für ganz kleines Geld.
Es ist immer lustig,
was zu mir findet.
Würde ich in einem normalen Geschäft eher nicht kaufen.
Aber gebraucht ist es wirklich egal.
Wenn es mir nimmer gefällt, kann ich es gleich wieder spenden.
Die Jacke ist ein wenig groß,
aber es wird demnächst kalt
und da passt mehr drunter.
Ich bin ja sowas von CO2 neutral und energieeffizient.


Donnerstag, 5. September 2019

ZEITVERGEHEN


Ich weiß nicht,
wie meine Tage vergehen.
Ein wenig dies und das,
den Fliegen zusehen,
Vögel beim Schweigen belauschen,
 dem Wind in die Augen schauen
und schon ist ein weiterer Tag ins Gestern geglitten.


Mittwoch, 4. September 2019

ENTENYOGA


Das sieht aus, wie Entenyoga.
Ist es aber nicht.
Die Tiere an dem Teich sind völlig zutraulich.
Konnte ganz nah daneben liegen.
Sie waren nicht zu stören.
Und wie immer habe ich aufs Futter vergessen.
Aber sie sollen ohnedies nicht gefüttert werden.
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Meine Katze ist jetzt ein Jahr tot.
Und sie fehlt immer noch.
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Ich weiß.
Niemand will das mehr lesen.
Wir alle haben die Nase voll von schlechten Nachrichten.
Trotzdem will ich es aufschreiben.
In der benachbarten Bezirkshauptstadt war ich.
Die Autobahn von Linz ist seit einiger Zeit fertig.
Und die Region wird voll erschlossen.
Ich bin schon länger nicht in den Norden gefahren
und jetzt habe ich gesehen,
dass eine Menge neue Betriebsstätten gebaut wurden.
Österreich ist in der EU das Land mit dem meisten Bodenverbrauch.
Die schönsten Gegend werden ermordet.
Die Argumente dafür sind:
Betriebsansiedelungen bringen Wohlstand und Arbeit in die Region.
Ob man das Geld essen kann,
wenn der letzte Boden versiegelt ist?
Und ob die Menschen glücklicher werden,
wenn alles hässlicher wird?
Tja.
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Beim Haus fahren an manchen Tag  viele Jäger vorbei,
um ihren Vergnügungen nachzugehen.
Ziemlich schnell mit ihren SUVs.
Und sie sind über eine relativ große Schlange drüber gefahren.
Muss man nicht. Man kann auch das Auto anhalten.
Typisch für diese Naturheger und Pfleger.



Dienstag, 3. September 2019

AM KAMP UND HAARE


Am Kamp.
Idyllisch.
Sehr wenig Wasser.
Zum Füße eintauchen genug.
Mein Verhältnis zu meiner Mutter war nicht ungetrübt
und wenn ich an mir Eigenschaften entdecke,
die sie auch gehabt hat,
freut mich das gar nicht.
Sie hat sich ihre Haare oft selbst geschnitten
(abgefitzelt).
Ich jetzt auch.
Weil sie mir so auf die Nerven gegangen sind.
Sie fallen schon wieder aus wie blöd.
Hatte ich im vergangenen Jahr auch,
dann war es plötzlich völlig vorbei.
Langsam ist mein Hauptschmuck sehr altersschütter.
Zum Frisör gehen ist auch nur frustrierend.
Jetzt muss ich noch jemanden bitten,
dass er mir die Un-Pracht gerade schneidet.
Also, die ärgsten Stufen begradigt.
Das Kürzen musste augenblicklich sein.
Ich konnte auf nix warten.
Ach ja.
Ich muss halt mit meinen Spinnereien leben.
Muttergleich.



Montag, 2. September 2019

ICH DENKE MIR DIE ERDE RUND


Im Moment ist bei mir das Gegenteil von Jammern angesagt.
Ich bin im Genussmodus.
So gute Tage.
So frei.
So angenehm.
So befriedigend.
Kreise schließen sich.
So viel kommt zu einem Ende und macht am Schluss Sinn.
Manchmal finde ich das Leben sinnlos
und wenn sich abschnittsweise vieles erklärt,
entsteht ein sattes Gefühl im Bauch.
Und was noch zu keinem Ende gefunden hat,
das denke ich einfach rund.
Nicht alles kommt zu einem glücklichen Finale,
aber rund und geschlossen wird es immer.
Auch im Schlechten.


Freitag, 30. August 2019

GEHEN



Gehen
ohne zu wissen
wohin
Schritte setzen
einen vor den anderen
ziellos
der inneren Führung
und den äußeren Grenzen vertrauend


Donnerstag, 29. August 2019

NATUR

Auch dieser  Teich wird langsam abgelassen.
Die Seerosen werden wieder auf dem Trockenen liegen.
Aber sie überleben.
Es ist still.
Keine Vögel.
Keine Insekten.
In den letzten Jahren ist alles so viel weniger geworden.
Eidechsen, Frösche, Schlangen.
Kaum zu finden.
Im Supermarkt letztens dachte ich -
eigentlich ist nix Natürliches zu kaufen.
Alles erzeugt.
Und wenn ich durch die Gegend rollere,
sehe ich viel Tierleid.
Nix Spektakuläres.
Einfach das Alltägliche.
Kühe, die auf der Weide gekrümmt stehen,
weil die Euter vor dem Melken schmerzen.
Oder die kleinen Kälbchen, eingesperrt in ihre 2 m2 großen Iglus,
wo sie sich kaum bewegen können,
mutterseelenallein weggesperrt.
Völlig traurig stehen sie da.
Das ganze Tierleid trinkt man bei jedem Schluck gesunde Milch mit.
Und hier ist die Landwirtschaft klein strukturiert und oft bio.
Wobei biologisch ja nur bedeutet,
dass die Tiere keine Chemie fressen.
Tja.
Ob uns das, was mit der Natur geschieht,
glücklich macht?
Prinzipiell sind wir ein Teil davon,
aber so sehr entfremdet,
dass wir gar nimmer wissen,
was Einheit bedeutet.
Wenn man die ganze Naturszene in Plastik an uns vorbeiziehen würde,
wären wir auch damit zufrieden.



Mittwoch, 28. August 2019

TABUS


Es gibt Dinge,
über die spricht man in unserer Kultur nicht.
Über Geld.
Über Sexualität.
Beides Triebfedern für die meisten Handlungen in unserem Leben.
Mit den mehreren Menschen redet man nicht über seine politische Gesinnung.
Religion ist auch heikel.
Und Tod und Sterben geht gar nicht.
Dafür tauscht man sich z.B. über Krankheiten aus,
über andere Menschen (möglicherweise auch noch schlecht),
schimpft über Politiker
und sonstige Obrigkeiten.
Banales und Belangloses werden gerne behandelt.
Ich wäre dafür, wir würden mehr über Essenzielles kommunizieren.
Über das, was uns im Innersten berührt.


Dienstag, 27. August 2019

SOMMERENDGEFÜHLE



Den ersten Teich gesehen,
der langsam abgelassen wird,
damit die Weihnachtskarpfen rechtzeitig tischfertig werden.
Das Bootshaus steht schon auf dem Trockenen.
Es sind schöne Spätsommertage.
Sanfte Farben, sanfte Stimmungen,
die Sonne wärmt ohne zu brennen.
Ich kann mich in Gefühle hineinsinken lassen.
Eigentlich könnte man noch schwimmen,
aber ich bin beim Rollern meist zu bequem das ganze Zeug auszuziehen.
Genießen muss genug sein.
Alles ist gut.
----
Hervorgerufen durch die letzten Zeckenerfahrungen spüre ich des Abends
dauernd ein Krabbeln auf mir.
Da ist glücklicherweise aber nix.
Nervenkribbeln.





Montag, 26. August 2019

DAHEIM

Eigentlich hätte ich eine Woche wegfahren wollen.
Das überlege ich bereits das ganze heurige Jahr
und dann verreise ich nie.
Diesmal war ein Hauptgrund die angesagte Hitzewelle.
Also, da habe ich es daheim am allerbesten.
Nie heiß.
Weil ungewohnt, halte ich hohe Temperaturen schlecht aus.
Die Wälder geben Schwammerln her.
Ich trockne, esse und konserviere.
Und freue mich über den reich gedeckten Naturgabentisch.
Und denke darüber nach,
wie groß die Unzufriedenheit der Menschen mit ihrem sesshaften Leben sein muss,
dass manisch in der Welt herumgereist wird.
Angetrieben von der ewigen Suche nach einem Glück,
das sich anderswo verbirgt.
Ja, ich war lebenslang viel unterwegs,
möchte das mehrere, das ich gesehen habe, nicht missen.
Kalkutta könnte man vielleicht streichen, Odessa damals auch,
Jordanien bis auf Petra und Hannover.
Alles andere war spannend, unterhaltend, interessant, neu, anders, aufregend ....
Aber gerade mag ich mich nicht rühren.
Morgen vielleicht wieder
oder nie mehr.
Keine Ahnung.
Je länger ich zögere,
desto fremder erscheint mir die Bewegung im fernen Außen.
Reisen ist generell gerade nicht zeitadäquat.
Schau ma mal.
Jetzt Schwammerln und rollern.
Alles ist gut.


Freitag, 23. August 2019

LUST-IG


Den Versandkatalog (Moderne Hausfrau) kriege ich manchmal.
Keine Ahnung warum.
Bestellt habe ich noch nie.
Praktische Dinge für Küche, Haushalt, Garten und auch den Körper werden darin angeboten.
Dieser Tage habe ich einen Streifen auf ARTE gesehen:
"In guten Händen"
Der Film spielt im viktorianischen England um 1880 und Damen der
Gesellschaft erkrankten reihenweise an Hysterie (diese weibliche Krankheit wurde bis 1953 diagnostiziert).
Sie wurden von findigen Ärzten manuell befriedigt und so von ihren
Beschwerden geheilt.
Dem Mediziner wurde die Behandlung körperlich zu anstrengend und so
konnte eine elektrische Befriedigungsmaschine erfunden werden.
Ein Vorläufer des Vibrators.
Die Story ist witzig,
wenn auch die Stellung der Frauen vor 140 Jahren mehr als erschreckend ist.
Einen Orgasmus in der Arztpraxis bei Bedarf abzuholen, das ist in heutiger Zeit unmöglich und unvorstellbar.
Ich muss überlegen, wie ich den Gedanken daran finde.

Donnerstag, 22. August 2019

DIES UND DIES



Jetzt auf meine alten Tage werde ich wetterfühlig.
Bei Witterungsumschwung Kopf wie Matsch.
Wer braucht das denn?
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Außerdem kein Zahnweh,
aber Kieferweh.
Kommt und geht.
Wenn ich an Zahnarzttermin ausmachen denke,
vergeht es.
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Mäuse:
jetzt machen sie sich auch über die Zucchinis her.
Glücklicherweise sind die hart, so werden sie nur angebissen.
Auf den Kompost mag ich schon keine Abfälle mehr werfen.
Alles wird gefressen.
In der Garage, wo Dinge liegen, hausen sie fröhlich.
Dort lege ich Gift aus,
um die Plage etwas einzudämmen.
Wenn ich das Tor öffne,
sehe ich die Tierchen.
Tot und lebendig.
Obergrauslich.
Ich habe ja eine Mäusephobie.
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3 Wochen Antibiotika wegen Zecke hinter mich gebracht.
Am letzten Tag der Einnahme,
hat mich eine Zecke in den Bauch gebissen.
Beißwerkzeug beim Entfernen drin geblieben.
Es reicht.
Ich habe satt.
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Mittwoch, 21. August 2019

BUMERANG



Also, möglicherweise ist es doch besser,
wenn man ein guter Mensch ist.
Ich wollte jemanden aus einer Laune heraus,
ein klein wenig sekkieren (ärgern).
Mag ihn eigentlich gar nicht,
wir haben noch ein paar alte Dinge offen.
Jedenfalls denke ich,
dass mich die ganze Sache mehr beschäftigt hat,
als ihn.
Also, das lohnt sich doch gar nicht.
Wenn ich den Impuls unterdrückt hätte,
hätte ich 5 Minuten unnötige Gedanken gehabt.
So sind daraus 5 Stunden geworden.
In denen ich besetzt war.
Verschwendete Zeit.
Gescheiter ist die bessere Menschin ohne niedere Rachegelüste.
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Weiß eine Mitleserin den Namen der Blume?
Sehr hochgewachsen, steht am Wasser im Wald.
Nur ein Bild gemacht- ohne Blätter.
Aber vielleicht gibt es kluge Pflanzenkenner unter euch.



Dienstag, 20. August 2019

TÄUSCHEN UND TARNEN


Manchmal denke ich,
die Person, die nach außen hin funktioniert,
ist eine ganz andere, als die, die ich kenne.
Innen habe ich ein verwandeltes Ich.

Montag, 19. August 2019

AM LAND


Im Sommer schwärmen die Städter gekleidet in ländlichen Schick zu allerlei Vergnügungen ins Waldviertel.
Fürst und Fürstin lassen karitativ Platikenten um die Wette schwimmen.
Allerorten wird gefestet, Theater gespielt und musiziert.
Man gibt sich sommerlich vergnügt und entspannt,
genießt Schweinsbraten mit Waldviertler Knödeln oder ein Kistenbratl,
redet über den oder dies
oder auch übers Tierwohl und Nachbars Katze.
Sehr aufgeklärt ist man, eher links und nach so viel Entspannung kann man das
Stadtleben wieder gut ertragen.
Eigentlich könnte ich ab und an mitfesteln,
vergesse aber immer wieder darauf.


Freitag, 16. August 2019

MITTE AUGUST


Richtig kühl sind die Nächte
und die Tage werden hier auch nimmer besonders warm.
Ich glaube, die Badesaison kann ich abhaken.
Wie immer das Gefühl -
zu wenig vom Guten.
Aber diese Abschiedsstimmung ist herzergreifend schmerzlich schön.


Donnerstag, 15. August 2019

STADTLEBEN

Hundertwassermüllverbrennung in Wien

Also, wirklich.
Jedesmal, wenn ich aus meiner grünen Einöde in die große Stadt komme,
kriege ich den Kulturschock.
Alles so häßlich, dreckig, laut.
So viele grausliche Leute.
Hier am Land sind sie nicht weniger schiach, aber hier sehe ich sie nicht.
Nach ein paar Stunden habe ich mich gewöhnt.
Dann habe ich vielleicht ein paar hübsche Menschen gesehen oder getroffen,
irgendetwas gemacht, z.B. Prater, was witzig und lustig war,
war in einem oder mehreren netten Lokalen,
und habe wieder die rosarote Stadtbrille auf.
Man gewöhnt sich schnell an alles.
Aber trotzdem sage ich:
Stadtleben ist artfremd und tut der Seele nicht gut.
Hat etwas von Käfighaltung.
Wobei wir ja alle in unserer eigenen Welt gefangen sind.
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Und das hat jetzt gar nix damit zu tun:
Mäuse fressen meine sorgsam gehüteten und spärlich Früchte tragenden Paradeiser.
Sogar über die grünen machen sie sich schon her.
Schluchz.



Mittwoch, 14. August 2019

DAS HÖCHSTE UND DAS SCHNELLSTE



Im Wiener Prater war ich
und bin mit dem höchsten Ringelspiel gefahren.
110 m mit ausgezeichneter Aussicht.
Ist cool, ein wenig windig.
Das mit der schnellsten Hochschaubahn war unbeabsichtigt.
Die schaut ziemlich harmlos aus.
Angeblich 4,8 G. Wie ein Formel I Auto.
Ich dachte, das war es jetzt.
Meine allerallerletzte Stunde sei da.
Letztlich habe ich  dann doch überlebt.
Ja, hat Spaß gemacht.
Viele Leute.
Sehr viele arabische Touristen, die ziemlich kleine Kinder auf den wildesten
Attraktionen fahren lassen.
So einen Vergnügungsnachmittag möchte ich wieder einmal machen.
Vielleicht werde ich in Zukunft im Wirtshaus essen können.
Denn in den Wiener Prater geht man auch zum Völlern.