Sonntag, 24. Oktober 2021

LANGEWEILE


Jetzt habe ich 5 Minuten lang die verwitterten Bretter über dem kleinen Bach
angesehen und immer noch ist mir keine Texterleuchtung gekommen.
Eigentlich habe ich nix zu erzählen.
Alles beim Alten.
Keine Pläne, keine Termine, keine besonderen Aktivitäten.
Kaum kommt mir etwas Zukünftiges in den Sinn,
fällt mir die aktuelle Situation ein und ich denke:
"Wer weiß, was in 3 Wochen machbar sein wird."
Ich glaube, ich werde auf meiner Ofenbank verfaulen.
Das Allerbeste wäre jetzt einzuschlafen und Ende März 2022 wieder aufzuwachen.
Dann sind Kälte und Dunkelheit Geschichte.



 

Samstag, 23. Oktober 2021

KÜHE UND PUTZEN


Sogar ich muss ab und an putzen.
Meist am Sonntag. 
Weil da mag ich ohnedies nicht aus dem Haus.
Mit Musik auf den Ohren und ein paar Tanzschritten dazwischen.
So ist alles halb so schlimm.
Putzworkout.
Weil jetzt die Drinnenzeit beginnt, habe ich meinen Meditations- und Sportplatz
im Badezimmer hergerichtet.
Eine neue Zeit voller Disziplin beginnt jetzt.
Warum kann ich mir das nicht glauben?
Schöne Herbsttage waren jetzt.
Viele Farben.
Die Kuh trägt den Nasenring nicht zur Zierde.
Sondern, dass sie nicht bei anderen Kühen aus dem Euter saufen kann.
Das machen Tiere, wenn sie durstig sind und kein Wasser auf der Weide haben.
Kuherziehungsmaßnahme.
Tja. Menschen sind erfinderisch,
wenn es darum geht, 
die Erträge aus der Nutztierhaltung zu steigern (oder so hoch wie möglich zu halten).



 

Freitag, 22. Oktober 2021

KALTE LINSEN


 Am Ende der Saison gibt es Eis nur mehr in Plastik.
Alles verräumt.
Geschirr und Möbel.
Der Genuss zu süß und klebrig.
Die Tage unglaublich schön.
Prächtige Farben.
Indian Summer.
Rote Blätter zeigen sich auch. Nicht da, wo ich fotografiert habe.
Weil mir die Medien ständig von drohenden Stromausfällen berichten
(bei mir in der Einschicht muss ich in den kommenden Monaten sowieso damit rechnen),
habe ich meinen Gaskocher überprüft und die Kartusche dafür ist fast leer.
Wenn schon kein Strom, dann möchte ich wenigstens Kaffee trinken,
oder Tee oder Linsen essen oder mir sonst etwas kulinarisch Gutes tun können.
Im Baumarkt gibt es keine Kartusche passender Größe.
Im Internetz schon, aber die liefern nicht nach Österreich.
Flexibel wie ich bin, wollte ich etwas Neues kaufen.
Für den gewählten Kocher waren die passenden Kartuschen auch nicht vorrätig.
Da ich aus Gründen in den letzten beiden Jahren wenig Dinge erworben habe,
habe ich vergessen, wie kompliziert es manchmal ist, passendes Zeug zu kriegen.
Da führt eins zum anderen,
einmal im Kreis gedreht,
und man steht wieder am Beginn.
Das Erreichen einer zufriedenstellenden Lösung steht weiterhin auf der Agenda.
Damit ich Linsen nicht kalt essen muss.





Donnerstag, 21. Oktober 2021

PIONIERSFRAUENGEIST


Hinter dem schweren Holztransporter bin ich eine Weile hergefahren.
Viele Bäume werden geschlägert.
Die Preise sind hoch.
Die Zeitung schreibt mir, dass Papier für Bücher bereits knapp wird.
(Meinung: das schadet gar nicht. Vielleicht wird die ungeheure Inflation der Druckerzeugnisse der letzten Jahre etwas eingebremst. Es gab eine Zeit, da war Papier so kostbar und teuer, dass jedes Futzerl von dem wertvollen Material beschrieben wurde. Mir blutet oft das Herz, wenn ich den heutigen Überfluss sehe. Zero Waste in dem Bereich wäre mir ein Anliegen. )
Wenn ich sage,
dass ich großes Vergnügen am Befahren dieser unasphaltierten Waldstraßen habe,
wird mich niemand verstehen.
Es ist wie spazieren gehen mit dem Auto.
Man kann träumen, schauen, sehen ....
Es macht mir auch gar nix aus,
langsam hinter dem LKW zu fahren.
Alles hat einen Hauch von Abenteuer und von ursprünglicher Wildnis.
Mein romantischer Pioniersfrauengeist wird bedient.
Um die Winterreifen muss ich mich kümmern.
Der erste Schnee kommt bestimmt demnächst.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

UNRUND UND GALGEN



Manche Tage fangen schon seltsam an.
Eine Nacht mit vielen Träumen,
bei denen ich immer dachte - die sind zukunftsweisend.
Des Morgens wusste ich nur mehr den der Mängel.
Ich hatte ein Geschäft, das von Leuten gestürmt wurde,
bis alles ausverkauft war.
Naja. Das kann uns demnächst passieren.
Tagsüber im Waldviertel unterwegs.
Habe beim Galgen angehalten.
Sieht hübsch aus, wenn auch die Vorstellung der Vergangenheit nicht heiter erscheint.
Zufällig einen Freund getroffen.
Zufällig im Kaffeehaus eine Bekannte getroffen.
Der ich im Abstand von Jahren an vielen Orten begegne.
Das hätte  nicht sein müssen,
denn sie ist rundherum negativ.
Am Abend war ich leicht krank. Angekränkt.
So ein seltsamer Tag. 
Eigentlich ok und doch völlig unrund.






 

Dienstag, 19. Oktober 2021

KAFFEE MIT AUSSICHT


Schöne Tage.
Einen Kaffee mit Aussicht getrunken.
Um den Teich spaziert und die Holzarbeiten der Biber betrachtet.
Vor dem Winter sind sie besonders aktiv.
Prächtige Farben.
Der Herbst macht nochmals bunt,
vor dem Weiß - und Graueinerlei der kommenden Monate.
Mein Auto hatte einen herausfordernden Tag.
Viele unbekannte unbefestigte Güterwege.
Irgendwer hat mir meine Hosen enger genäht (nicht alle glücklicherweise).
Das ist ein Geheimnis, aber ich verrate es:
ich habe mit Nahrungsergänzungen experimentiert.
Dachte vielleicht wäre ein Schmiermittel für meine Gelenke dabei.
Wunderbarerweise ist meine Haut glatt und faltenfrei geworden.
Der Haken: das Gewebe wurde richtig aufgeschwemmt.
Zugenommen.
Unangenehmes Gefühl.
Kein Nahrungsergänzungsmittel mehr: die Haut ist schrumpelig wie zuvor,
aber die zugelegten Kilos bleiben bei mir.
Tja. Es gibt einfach nix Perfektes auf der Welt.



 

Montag, 18. Oktober 2021

EWIG



Die Tage gleiten weitgehend ereignislos ineinander.
Die Nächte lang, die Wochen kurz.
Auf den Sonntag folgt bereits das nächste Wochenende.
Ich brauche einen Kalender für 1922.
Gerade eben habe ich einen für 1921 besorgt.
Wo gehen die Jahre hin?
Sie zerrinnen und mit ihnen die Restlebenszeit.
Zeiten ohne Punkt und Komma.
Zeiten ohne Plan und Anker.
Beständig ist möglicherweise nur das Ewige.
Und auch über das weiß man nichts Näheres.



 

Sonntag, 17. Oktober 2021

KREN


Diesen uralten Kren (Meerrettich) habe ich beim Durchwühlen meiner
Gartenwildnis ausgegraben.
Einmal Kren, immer Kren.
Die Wurzeln sind unkaputtbar.
Ich esse keinen.
Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren gepflanzt.
Ich bin neugierig, ob sich mein Energieanfall in Erträge umsetzt.
Der Nachbar hat Brot gebracht.
Er wirft damit meinen Speiseplan um.
Denn das frische Brot aus dem Holzofen muss ich zumindest kosten,
bevor ich es einfrieren kann.
Er bringt es immer unverpackt, einfach so.
Training fürs Immunsystem.
Seit ich vor vielen, vielen Jahren in den Tropen Kinder im Wasser herumspringen sah,
in das auch Abwässer und sonstiger Unrat floss,
Wäsche wurde dort gewaschen,
wahrscheinlich wurde es auch zum Kochen verwendet,
also, seitdem setze ich auf Abhärtung.
Denn was eine nicht umbringt, macht hart.
Oder so ähnlich.




 

Samstag, 16. Oktober 2021

BÖSES OMEN




 Normalerweise stelle ich im Herbst Schneegatter beim Eingang auf.
Um die Winterstürme abzuhalten, die den Schnee verfrachten.
Früher konnte ich manchmal nicht aus der Tür,
weil sie hüfthoch zugeweht war.
Die letzten Jahre war nix.
Schneegatter vergebens aufgestellt.
Hm. Und heuer werde ich darauf verzichten.
Meine innere Meckerstimme sagt:
"Das wird dir noch Leid tun. Meterhoch werden sich die Wechten türmen....."
Aberglaube oder Unsinn?
Meine Himbeerstauden habe ich gesetzt.
Sie sind über Nacht in einem großen Plastiksack, dort wo die Maus wohnt, gestanden.
Beim Rausnehmen bemerkt,
dass die Maus in wenigen Stunden den Sack völlig zerbissen hat.
Böses Omen??
Werden die Himbeeren auch wieder vernichtet?
Und ich bleibe früchtelos?
Aberglaube oder Unsinn?
Vielleicht helfen die Glücksschweine beim Abwenden jeglichen Übels.



Freitag, 15. Oktober 2021

MOHNNUDELN


Mohnnudeln wollte ich essen.
Meine Küche besitzt kaum Maschinen,
deswegen musste ich den schweren Barockmörser bemühen.
Der steht eigentlich nur herum.
Das Stampfen war Workout.
Vom grauen Mohn zu schwarzen.
Und der riecht dann schon und schmeckt nussig.
Stampfen ist besser als mahlen,
die kleinen Körner werden gequetscht und es tritt mehr Öl aus.
Nudeln waren selbst gekauft.
Die Zubereitung kann man noch etwas verbessern.
Am Schluss ist mir die Rumflasche gekippt
und es war reichlich Rum vorhanden.
Zucker verwende ich sehr, sehr sparsam.
Früher hat man im Waldviertel die Nudeln mit Sauerkraut gegessen.
Also, eine salzige Variante.
Getrunken habe ich weißen Sturm.
Hat gut gepasst.
Ich bin für Essen dankbar.
Es geht nicht allen Menschen so gut.




 

Donnerstag, 14. Oktober 2021

KAFFEEHAUSFRÜHSTÜCK


Für mich das typische Kaffeehausfrühstück:
Espresso und ein Buttersemmerl.
Zeitungen.
Ruhe zum Lesen.
Eine Ode könnte ich auf diese Kultureinrichtung schreiben.
Kultur der Beschaulichkeit, Verlangsamung und Beheimatung.
Mein Werbetext:
Nicht daheim und doch zu Hause.
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Garteln ist meines nicht.
Zu wenig Interesse, zu anstrengend.
Aber die köstlichen Himbeeren von  vor einigen Tagen haben mich in den Baumarkt getrieben
und ich habe 4 Sträucher plus einer Brombeerpflanze erstanden.
Zum halben Preis.
Himbeeren sind ja eher Unkraut,
da sollte sogar ich ernten können.
Vorerst muss ich in der Gartenwildnis einen Platz frei machen.
Dort hat sich Dost/Oregano breit gemacht.
Der wächst bereits überall rund ums Haus.
Auch eher Unkraut.
Mit Wurzeln bis zur Erdmitte.




 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

ALLTÄGLICHKEITEN


 Jetzt beginnt wieder die Bilderbuchaussicht aus dem Stubenfenster.
Ich kann mich immer noch darüber freuen.
Mein Roller ist eingewintert.
Batterie ausgebaut.
Das war heuer keine Saison.
Knappe 200 km bin ich gefahren.
In normalen Jahre waren es 4000 km.
Naja. Schau ma mal, was die Zukunft bringt.
Alles, alles Holz ist in die Scheune geräumt.
Der Winter kann kommen.
Weil ich insgesamt so wenig arbeite,
bin ich mit den meisten Projekten fertig.
Bis auf die Dinge, die ich nicht in Angriff nehme.
Am Dachboden zufällig einen kleinen Karton mit Klumpert meines Vaters gefunden.
Kaputte Uhren, Kugelschreiber, sonstiges Bürozeugs, undefinierbare Dinge
und silberne Manschettenknöpfe.
Erstmals habe ich mir einen weniger bescheidenen Vater gewünscht.
Einen, der diamantene Manschettenknöpfe und goldene Uhren versteckt.
Luxus, das war so gar nicht seines.




Dienstag, 12. Oktober 2021

GELÖSTE KNOTEN



Erstmals nach 10 Jahren war ich im ehemaligen Haus meiner Eltern.
Nein, nicht im Schloss Rosenau.
In einem umgebauten alten Bauernhaus.
Die jetzigen Besitzer mögen die historischen Mauern.
Dinge haben eine Seele.
Und das Haus ist glücklich.
Es war für mich sehr schön die Veränderungen zu sehen.
Als ob etliche schwierige Strukturen sich gelöst 
und einer Zufriedenheit Platz gemacht hätten.
Manche Knoten wurden aufgeknüpft.
Es ist heller und freundlicher.
Obwohl sich gar nicht viel geändert hat.
Ich bin sehr zufrieden.
Viel Vergangenheit erlöst.
Unerwartet.

 

Montag, 11. Oktober 2021

UNNETT


 Eigentlich finde ich den Spruch blöde.
Was ist eine "freie Natur"?
Ist ein gemähter Rasen frei?
Ich habe versucht, mir ein Bild vom Schreiber zu machen.
Und Google zeigt mir ein Foto von einem Mann, genau wie ich es vor meinem geistigen Auge gesehen habe.
Ja, ich weiß, das ist jetzt gar nicht nett, aber unnett ist auch eine Möglichkeit.
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Mit den mir verordneten Körperübungen habe ich mich beschäftigt.
Mehr gedanklich.
Jedenfalls habe ich alle möglichen Sportgeräte in die Stube getragen.
Es sieht hier wie bei einer sehr aktiven Menschin aus.
Der Crosstrainer steht sowieso ganzjährig im Eck.
Seine Zeit kommt jetzt in den kalten Monaten.
Dann habe ich einen Sitzball gebracht.
Theraband, Gewichte, Faszienrolle, Yogamatte gehören zur weiteren Ausstattung.
Regelmäßige Übungen sind nicht meines.
Das funktioniert einfach nicht.
So bin ich zu dem Schluss gekommen,
dass ich spielen muss.
Mit dem Zeug, was ich habe, herumspielen.
Das macht Spaß und funktioniert seit einigen Tagen.
Ich kugle am Ball herum, bewege mich auf der Matte,
rolle mit der Rolle, dehne mit dem Band.
So wie es mir in den Sinn kommt und es dem Körper gerade passt.
Schau ma mal.
Ich glaube, der Ansatz ist gut.
Für mich gut.
Jede muss die ureigenste Form finden.
Zumindest bei mir ist es so.
Denn ich kann keinen Anleitungen folgen.
Bin unbelehrbar.
 Leben ist Bewegung.

Sonntag, 10. Oktober 2021

BÜCHERKARTON


 Ich kann nicht aufhören
Bücherkartons zu packen.
Dabei finde ich fast nix mehr,
was angekauft wird.
Und etliche Lieblingsbücher haben mich auch verlassen.
Also, nicht die ganz großen Lieblinge,
aber jene, in die ich seit Jahrzehnten nicht hineingeschaut habe.
Die ich interessant finde, aber wahrscheinlich nie mehr brauchen werde.
Eigentlich kann ich nur mehr in kurzfristigen Parametern denken.
Ein ehemaliger Freund sagte immer:
"Der braucht auch keine Langspielplatte mehr".
Nein, so weit bin ich nicht. Aber wer kann das wissen?
Die Lücken in den Regalen sind bedenklich.
Und wenn ich etwas suche, finde ich das Buch oft nimmer.
Entweder ist es weg oder ganz woanders als gewohnt.
Den Tipp von Heide habe ich aufgegriffen und das Werk von Tiziano Terzani über Afghanistan bestellt. Gibt es nur mehr gebraucht. Und ist auf dem Weg zu mir verloren gegangen.
Wahrscheinlich gibt es für bestimmten Lesestoff auch einen richtigen Zeitpunkt.




Samstag, 9. Oktober 2021

GSCHMACKIGES UND GESCHMACKLOSES


Gestern noch gejammert.
Heute schon eine Schüssel geschenkte Gartenhimbeeren am Tisch.
Sehr köstlich.
Leider muss ich die auf einmal essen.
Und das ist schon fast wieder zu viel.
Meine Vorliebe für romantischen Kitsch wurde ich im Sozialladen
befriedigt.
Die Kräutertees werden auf Rosen gebettet von Schmetterlingen und Vögeln
umflattert doppelt schmecken.
Ich liebe Kitsch in kleinen Dosen.
Der Einkauf bei der Caritas ist befriedigend.
Sehr günstig und wenn ich die Sachen nimmer mag,
bringe ich sie wieder zurück.
Sozusagen nur ausgeliehen.
Ich habe jetzt schon das meiste Geschirr von dort.
Meine "früheren" Teile habe ich fast alle weggegeben.
Verschenkt, verkauft.
Und jetzt lebe ich mit einem bunten Sammelsurium verschiedenster Einzelstücke.
Das macht gute Laune.
Grauwetterlichtblicke.
Stil wird überbewertet.



 

Freitag, 8. Oktober 2021

OBSTFRUST


Jetzt muss ich jammern.
Der Herbst ist Zeit der Ernte und des Genusses.
Hier in der Gegend wächst nichts,
bestenfalls Äpfel und eventuell Kriecherln.
Jedenfalls beziehe ich Obst aus dem Supermarkt.
Und das ist mehr oder weniger scheußlich.
Momentan fällt es mir besonders auf,
da ich keine Trauben, Pfirsiche, Pflaumen kriege,
die ich essen mag.
Entweder geschmacklos oder sauer,
fast nix mundet so, wie es sein soll.
Die Früchte liegen dann so lange bei mir herum,
bis sie kaputt genug zum Entsorgen sind.
Mandarinen kann ich kaufen,
die mir auch schmecken.
Aber es ist doch noch nicht die Zeit dafür.
Ziemlich unbefriedigend ist diese Situation.
Obstfrust.
-----
Die Briefträgerin ist wieder einmal ausgefallen.
Ihr männlicher Ersatz hat sich kaum zu mir in den Innenhof getraut,
weil er Angst vor Hunden hat.
Ich musste lachen.
Es ist ein gefährlicher Job in unbekannte Häuser zu gehen.
Keine sichtbaren Hunde bei mir.
-----
Katzenmusik.





 

Donnerstag, 7. Oktober 2021

LAUERT IM DUNKELN DAS BÖSE?


 Manchmal, wenn ich hier etwas schreibe,
ergibt sich aus euren Reaktionen und dem Bewusstmachen eine Lösung/Veränderung.
Ich habe meine Vorhänge getauscht.
Von schweren dunkelroten Stoffbahnen,
zu luftig leichten in grau und in weiß.
Ist viel besser. Nicht so schwer beengend.
Ich mag überhaupt nix zwischen mir und dem Draußen.
Wenn ich z.B. länger in einem Hotel bin,
ziehe ich jeden Tag die Vorhänge weg
und die Zimmerfrau rückt sie meist täglich wieder zurück.
Vor vielen Jahren war ich oft in Bayern
und dort in der neugebauten Siedlung,
sind mit Einbruch der Dunkelheit immer ritsch/ratsch die Rollläden heruntergefahren.
Geisterdorf. Kein Lichtschimmer mehr für die dunkle Nacht.
Ich kriege Erstickungsanfälle in so einem abgeschotteten Raum.
Was lauert in der Dunkelheit?
Das Böse?


Mittwoch, 6. Oktober 2021

VERMISCHTES


Wenn jemand das Gefühl hat, 
sie/er sei zu dick,
dann liegt sie/er voll im Trend.
 Voluminöse Hinterteile sind modern (Brasilien, USA).
Die Schönheitsoperationen sind gefährlich und es gibt viele Todesfälle.
Normalerweise nicht mein Thema.
Zufällig darauf gestoßen.
Aber ich finde es so krass und wollte es mit euch teilen.
----
War wieder beim Sporttherapeuten,
weil meine Hüfte - naja - schmerzt.
Ich war eher jammerig und habe so Dinge gesagt, wie
"Ich brauche einen täglichen Personal Trainer".
Ist bei ihm nicht so gut angekommen.
Mehr oder weniger hat er gemeint -
entweder ich mache regelmäßig etwas oder halt nicht.
Und wenn nicht, dann ..... Drohung mit ewiger Unbeweglichkeit und Ersatzteil.
Jeden Tag Übungen kann ich mir gar nicht vorstellen.
Bin leicht unglücklich.
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Nochmals Brillen bestellt. Bei so einem Händler:
je mehr man kauft, desto mehr bekommt man geschenkt.
Ich bin dann Besitzerin von 4!!! neuen Brillen.
Nette Fassungen. Alles rund.




 

Dienstag, 5. Oktober 2021

FINSTER


Allerallerletzte Seerosenbilder.
Altweibersommerbedingt.
Die Tage warm und merklich kürzer,
Wintergelsen sind ins Haus gezogen.
Am Abend kann ich die Vorhänge nicht zuziehen.
So starren schwarze Löcher in die Nacht,
während ich mich in der warmen Stube bewege.
Jeder, der vorbeikommt, kann mich beobachten.
Ich ertrage die Abgeschlossenheit hinter dicken Stoffbahnen nicht.
Der Unterschied ist nur optisch,
aber ich bin nicht bereit dafür.
Ich weiß nicht, wer sich die lange Dunkelheit ausgedacht hat.
Müßig sich darüber Gedanken zu machen.
Es ist ein Zustand des Alters das Finstere nicht mehr zu mögen.
In der Jugend hüllt es ein,
birgt verbotene Freuden.
Alt ist jenseits von Verboten und auch vielen Freuden.
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Vieles schaue ich auf YouTube.
Vorträge von mehr oder minder gescheiten Menschen.

Das schmerzliche Geheimnis der Götter und der Könige:
 dass nämlich die Menschen frei sind.
Sie sind frei, Ägist. Du weißt es, sie wissen es nicht.

Satre "Die Fliegen"




 

Montag, 4. Oktober 2021

VOM MÜSSIGGANG


"Müßiggang ist aller Laster Anfang".
Ein markanter Merksatz, der unsere christliche Aufzucht widerspiegelt.
Stundenlang am Teich gesessen.
Auf das glatte Wasser gestarrt.
Ab und an springt ein Fisch in die Höhe.
Beobachtet, wie sich das Licht mit dem Höhersteigen der Sonne verändert.
Geträumt.
Gedacht.
Wenn wir keine Erinnerungen hätten, könnten wir nicht denken.
Das Nichtstun sollte kultiviert und gelehrt  werden.
Ein neues Schulfach: 
Nichts.
Ist so ähnlich, wie Meditation,
aber unterscheidet sich durch das völlig Formlose.
Überall wird gemacht.
Macht und mächtig.
Zielstrebig.
Das Müßige lässt neben sich Raum.
Für Natur, Umwelt, andere Menschen ....
Wenn ich sehe, wie ständig gearbeitet wird,
gebaut wird,
denke ich, Menschen sind unausgesetzt damit beschäftigt,
zu überlegen, was verbessert werden könnte.
Fortschritt in die Zukunft.
Tage  ohne Plan,
unstrukturiert,
zufällig,
 machen wahres Leben aus.
Hat man schon einmal einen Löwen mit Plan gesehen?
Auf die Klimaneutralität des Müßiggangs brauche ich nicht extra hinweisen.