Freitag, 23. September 2022

STAUSEE


Am Stausee vor einigen wenigen Tagen.
Das sieht nach Sommer aus.
Und doch ist er bereits am Ende.
Diese Tage sind mit ganz viel Traumzeit.
Das Sommergwand ist verräumt.
Die Gefühle dazu auch.
Jetzt greift mehr die Widerstandskraft ins Geschehen ein.
Ich bin heuer für gar keine Kälte gemacht.
Und werde wahrscheinlich meine Heizung nicht zurückdrehen.
Wenn alt, muss man das nicht mehr.
Jeder überlebte Winter ist bereits eine Leistung.
Wärme ist für mich eine Art von Zuwendung.
Und das Waldviertel ist sowieso doppelt kalt.
Im Internet habe ich eine besonders hübsche Katze gesehen.
Und kurzfristig angedacht,
sie als Fußwärmer zu erwerben.
So ein anschmiegsames Kuscheltier wäre ein Zugewinn.
Wobei eine Heizdecke bei weitem billiger kommt.




 

Mittwoch, 21. September 2022

VOM PAULUS ZUM SAULUS ?


Vorweg:
Die Fotos haben mit dem Text nix zu tun.

Meine Lektüre beziehe ich hauptsächlich aus Bücherschränken.
Und finde immer wieder sehr erstaunliche Werke.
Demnächst ist bei uns Bundespräsidentenwahl.
Dazu habe ich ein Buch-Exemplar unseres derzeitigen Präsidenten, Alexander Van der Bellen,
der sich wieder demnächst der Ausscheidung stellt,
aus den Beständen gefischt.
Erschienen ist der Band 2015.
Im Rückblick auf die Ereignisse der letzten Jahre, lesen sich die Zeilen erstaunlich.

"Die Kunst der Freiheit
In Zeiten zunehmender Unfreiheit".

Textauszüge:
"Es gibt Momente, in denen mich der Gedanke beschleicht, dass puritanischer Eifer die Triebfeder der Gesundheitspolitik geworden ist und dass die Mündigkeit des Bürgers vom Zentrum an den Rand der politischen Programme gerückt ist."

"...Doch ich werde stutzig, als ich die Leitartikel zum Ukraine-Konflikt in mehreren Zeitungen, österreichischen und internationalen, verfolge. Kaum wo wird da die Position vertreten, dass die Annexion der Krim im März 2014 auch eine Vorgeschichte hatte, nämlich verantwortungsloses Gerede von einem NATO-Beitritt der Ukraine, womit Russland vom Schwarzen Meer praktisch abgeschnitten gewesen wäre. Glaubte wirklich jemand, Wladimir Putin würde dem tatenlos zusehen? Wer Kritik an der ukrainischen Regierung übt, wird sofort als "Putin Versteher" abgestempelt. Gerät auch die Unabhängigkeit der Meinungsbildner ins Wanken? Ist aus der Pressefreiheit, die sich durch eine Vielfalt der Meinungen auszeichnen sollte, eine freiwillige Gleichschaltung der Medien geworden?"

"Diese diffusen Beobachtungen und Tagesmeldungen verdichten sich schließlich zu der Frage: Wird unsere Freiheit, die ich politisch, aber auch persönlich als einen zentralen Wert unserer westlichen Gesellschaft erachte, schleichend ausgehöhlt?"

"Ich kann mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass hinter dem gepredigten Nichtraucherschutz oft eine puritanische Grundhaltung US-amerikanischer Prägung steckt- nicht ganz so schlimm wie zu Zeiten der Prohibition in den 1920er Jahren, aber tendenziell ähnlich. Diese Sittenstrenge zeigt sich in den USA auch heute etwa im Umgang mit öffentlichem Alkoholkonsum und Sexualität. Und sie scheint ein, global betrachtet, erfolgreicher amerikanischer Exportartikel zu sein."

Alexander Van der Bellen war zu der Zeit im Wiener Gemeinderat und Landtag sowie Mitglied der Wiener Grünen.
Bevor er sich 2016 der Bundespräsidentenwahl stellte.
Er hat russische und estnische Vorfahren.

Entweder hat er in seinem jetzigen politischen Amt eine Meinungsumwandlung erfahren.
Oder als höchster Mann im Staat hat er keinen Einfluss auf das aktuelle politische Geschehen.

Alles, was er 2015 unter dem Begriff Freiheit schrieb hat in der Zwischenzeit
eine weitere sehr deutliche Abwärtsbewegung erfahren.
Pressefreiheit, Meinungsbildung, Maßnahmenkritik, Political Correctness .....etc.

Kann mich das wundern?



 

Montag, 19. September 2022

ÜBERANGEBOT


 Die Zucchini hat das gemacht, was diese Kürbispflanzen immer machen.
Sie ist davongewachsen.
Groß und schwer.
Schwerer als die Küchenwaage wiegen mag. 
Also über 3 kg.
Glücklicherweise esse ich sie gerne.
Und Pilze.
Ich lebe gerade im Überangebot.
Was fein ist, weil ich wenig Geld für Einkäufe ausgebe.
Gepaart mit meiner Zucker/Obst/Alkohol Diät ist das eine gute Sache.
Dafür gibt es Hotelbad und Kaffeehaus und was ich mir sonst so leisten mag.


Freitag, 16. September 2022

SORGEN


Meine Zeit ist heiter.
Ich kann mir keine Sorgen machen.
Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist nicht das Ende.
Laufend begegne ich zufällig alten Bekannten.
Darunter einigen mit Sorgen.
Die sich z.B. im Winter das Heizen nimmer leisten können/wollen.
Und als Ausweg das Holz eines alten Dachstuhls zum Verbrennen vor dem Haus liegen haben.
Damit sie die Kälte nicht erreichen kann.
Ich denke unsere Regierenden müssen sich warm anziehen.
Wenn der köchelnde Zorn der Unterprivilegierten zum Ausbruch kommt.
So viele geschnürte Entlastungspakete werden für all die Demütigungen zu wenig sein.
Denn die Volksgeduld währt nicht ewig.


 

Mittwoch, 14. September 2022

ALLJÄHRLICH


Alljährlich gerate ich ins Schwärmen.
Diese Tage sind schön.
Das klare Licht des beginnenden Herbstes ist immer wieder wunderbar.
Der feuchte Geruch von Erde und vergangener Blüten berauschend.
Die Sonne wärmt ohne zu verletzen.
Ich erinnere mich.
Ich habe all das schon öfter erlebt.
Und doch ist es neu.
Neu in seiner schmerzlichen sehnsuchterzeugenden Fülle.
Der letzten Fülle vor dem großen Tod.
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Es gibt ein Überangebot an Pilzen.
Ich kann sie von meinem Fenster aus sehen.
Es scheint, als wolle mich die Natur vor dem zu erwartenden kargen Winter trösten.


 

Montag, 12. September 2022

EIN BISSERL KULTUR GEHT IMMER

 


Kunsthalle Krems.
Helen Frankenthaler.


Ganz nett.
Hat mich nicht wirklich abgeholt.
Aber ein wenig Kunst tut immer gut.
Seelenfreiraum.

Freitag, 9. September 2022

PHANTOMVERLIEBT



 Für 24 Stunden habe ich mich in ein Phantom verliebt.
Das ist so wie Phantomschmerz.
Wenn man das Bein gar nimmer hat.
Langsam kommt mein Mädchenkörper in alt wieder zurück.
Ich nehme immer noch ab.
Mag eher wenig essen.
Und finde das sehr angenehm.
Denn schlank ist gerade besser.
Dafür zerfällt das Gesicht runzelig.
Überall wo ich hinkomme, treffe ich auf der Straße
Bekannte von früher.
Entweder erzählen sie mir die aktuellen Krankheiten.
Oder sie sprechen von Geld.
Vom Erben.
Von vielem Geld.
Ich sage nix.

Mittwoch, 7. September 2022

TAGESABLAUF


 Meine Lektüre beziehe ich hauptsächlich aus Bücherschränken.
Weil ich gerne Reisebeschreibungen lese,
habe ich ein älteres Werk über die Südsee mitgenommen.
Bei dieser Tafel musste ich lachen.
Wie eine Raroia-Familie ihre Zeit verbringt.
Hauptsächlich steht da: ausgeruht und mit Freunden geplaudert.
Wobei die Kinder mehr Tätigkeiten anführen, als die Erwachsenen.
Langsam sieht mein Tagesablauf auch so südseemäßig aus.
Ich wundere mich immer, wie schnell die Zeit vergeht.
Wie die Wochen ausgeruht durch die Finger rinnen.
In dieser Sommerendzeit ernähre ich mich hauptsächlich von Zucchinis und Pilzen.
Das was die Natur bietet.
Wie schön müsste es sein, in einer Gegend (Südsee) zu leben,
wo ganzjährig die Kokosnüsse von den Bäumen fallen.
Ich könnte mich da bedürfnislos völlig einseitig ernährungstechnisch befriedigen.
Ich denke alle Menschen sollten dort sein,
wo die Umwelt mühelos nährt.





Montag, 5. September 2022

GENIE


Die größte Freude habe ich, wenn ich Dinge mache, die ich nicht kann.
Und die dann funktionieren.
Fühle mich augenblicklich wie ein Genie.
YouTube hilft in allen Lebenslagen
und erzählt brauchbar die wichtigsten Schritte für beinahe alles.
Reparaturanleitung für Bugholz.
Die Leiste war an der Leimstelle gesprungen.
Mit Fön (Erwärmung des Holzes), Zwingen und Leim ist der Barstuhl fast wieder wie neu.
So einfach sind Erfolgserlebnisse zu kriegen.


 

Freitag, 2. September 2022

JUNGE/JÜNGERE MÄNNER


"Lasst jüngere Männer um mich sein."
Momentan fühle ich mich mit ihnen am besten.
Sie sind Zukunft,
können mir die kommende Welt erklären.
Ich bin Vergangenheit,
bringe ihnen die Sicht auf das, was einmal war, näher.
Bin ein Berührungspunkt zu den Ahnen.
In ihrer Gesellschaft bin ich zur Zeit am lebendigsten.




Mittwoch, 31. August 2022

SCHLECHTES DESIGN?


 Was wollen mir die unbequemen Bänke im Zentrum von Zwettl sagen?

Ein Form gewordenes Missverständnis.
Was ich sehe, muss mich in irgendeiner Art und Weise abholen.
Nicht nur mit dem Gedanken: hässlich.

Wenn das Wörtchen "deslgn" nicht wäre,
hätte es mich gar nicht berührt.








Montag, 29. August 2022

DIE GANZ KLEINEN FREUDEN


Ab und an kommt mein Nachbar mit frischem Brot.
Ich nehme es ihm aus der Hand und drücke zuerst meine Nase hinein.
Ins Warme, Duftende, Frische.
Hygieneregeln gibt es bei der Erzeugung und Lieferung keine.
Immunsystemtraining.
Meine Freude und Dankbarkeit sind groß.
Urnahrung.
Da er im gemauerten Holzbackofen sehr unregelmäßig bäckt,
höchstens 4 bis 5 mal im Jahr,
ist sein Kommen überraschend.
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Eine neue blaue Metall-Gießkanne habe ich mir geleistet.
Damit macht Bewässern gleich mehr Spaß.
Ja, ich finde sie hübsch.
War auch teuer genug.
Das alte Plastikding war schon zu hässlich.
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Das sind die winzigen Freuden.
Dieser Sommer war sehr schön.
Warm, nicht zu heiß.
Viel Sonne.
Regen zwischendurch. 
Nicht genügend, aber es geht sich aus.
Zu selten war ich am Teich.
Dafür habe ich oft solargeduscht.
In Hinsicht Sommerwetter keine Beschwerden ans Leben.
Genug Schwammerln am Teller.
Heidelbeeren auch.



 

Freitag, 26. August 2022

K&K - KAFFEE UND KINO


Freistadt wird immer mehr zu meiner Lieblingskleinstadt.
Beim Heimatfilmfestival.
Sehr netten Film ausgesucht:
"A Love Song"
Dale Dickey und Wes Studi.
Großartige Schauspieler.
Sie hat sich nie gewaschen und trotzdem immer eine recht ansehnliche
Blondlockenfrisur gehabt.
Wie macht sie das?

Vielleicht fahre ich in den nächsten Tagen nochmals ins Kino.
Aber die meisten Streifen sind kritisch und problematisch.
Krieg, Flüchtlinge etc. Darauf habe ich keine Lust.
Schau ma mal.
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Kennt ihr das auch?
Den großen Schock, wenn etwas, das man jahrelang gekauft hat,
plötzlich aus dem Sortiment genommen wird.
Früher ist mir das öfter mit Parfumerieartikeln passiert.
Jetzt gibt es plötzlich den (Lös)Kaffee, den ich seit ewig trinke, nimmer.
Seufz.
Anscheinend will man mich zum Kauf einer teuren Espressomaschine zwingen.
Doppeltes Seufz.


 

Mittwoch, 24. August 2022

ORIENTIERUNGSLOS


Mir ist ein Teil von meinem bekannten Ich verloren gegangen.
Ich bin in einem Gefühl von Orientierungslosigkeit gefangen.
In diesem meinem Leben kenne ich mich immer weniger aus.
Setze Schritte, einen Fuß vor den anderen,
ohne den Weg zu kennen.
Eine Blindgängerin.
Die Schritte, die ich setze, haben etwas Automatisiertes.
Bewegungen, die ein Leben lang eingeübt wurden.
Was fehlt, ist ein Sinn, der mich vorwärts bringt.
Es könnte auch ein Wunsch sein, der Antrieb verleiht.
So bin ich in der täglichen Schwingung,
ohne Hintergrund.
Flach und inhaltsleer.
Zombielike.
 


 

Montag, 22. August 2022

GEGEN DAS ALTER ANTURNEN


 Mir ist das Bestreben nicht ganz fremd,
obwohl ich es nie zugeben würde.
Im Fernsehen habe ich eine Show mit 50++ Menschen gesehen,
die vor laufender Kamera bemüht waren mit körperlichen Aktivitäten ihre 
Jugendlichkeit zu beweisen.
Ziemlich krampfartig.
Denken sie damit  Unsterblichkeit zu erreichen?
Wer turnt wird nicht gestorben?
Wer heute springt, kann morgen vom Gevatter Tod nicht eingeholt werden?
Wie gut hatten es die Vorvorderen.
Die konnten entspannt darauf vertrauen,
dass alles zum richtigen Zeitpunkt kommt.
Und mit dem Wissen ganz normal alt und gebrechlich werden.
Wir erfahren täglich aus den Medien,
dass es sich fit und gesund besser stirbt.
Also: ran an die Geräte und hopp, hopp, hopp ....



Freitag, 19. August 2022

AN ETWAS GLAUBEN


Eine schmale Dorfkirche.
Fresken um 1360.
Zeugnisse des Glaubens vor 700 Jahren.
Berührend.
Medaillons mit den 4 Evangelisten.
Über dem kleinen Ort liegt diese zeitlose Stille.
Findet man im Waldviertel öfter.
Viele neu gebaute Häuser und doch hält der Platz den Atem an.
Etwas Ewigwährendes ist zu spüren.
Fernab vom Umtriebigen der aufgeregten Welt.
Gleich einem Foto, einer Momentaufnahme, wenn alles unbewegt still steht.
Gefühle der Beständigkeit, der Unendlichkeit, der Göttlichkeit des Augenblicks.





 

Mittwoch, 17. August 2022

ROSA UND ANDERE UNFÄLLE


 Schon die Kleinsten haben  Autoprobleme.
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Ich bin durch Geschäfte geschlendert, 
ob ich mir etwas kaufen soll.
Ich kann mir nix kaufen, weil ich wirklich alles habe.
Vielleicht nicht im besten Erhaltungszustand,
aber in dem Leben kann ich das nimmer auftragen.
Und mitnehmen geht nicht.
Jetzt habe ich schon ziemlich viel abgenommen
und Hosen gehen teilweise nur mehr mit Gürtel,
sonst steige ich drauf
und das ist nicht zielführend.
Aber ich habe im Fundus sicher auch Hosen,
die zu klein waren und noch nicht in der Altkleidersammlung gelandet sind.
Jedes Jahr denke ich,
dass ich zu viel Sommerkleidung habe.
Der Waldviertler Sommer ist kurz.
Außerdem bin ich meist daheim
und da brauche ich die ganzen "besseren Sachen" nicht.
Meine Freude an "vielem Gwand" ist ungetrübt.
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Und weil es irgendwie ohne Einkauf im Moment nicht geht,
war ich im Henry Laden (Rotes Kreuz) und von dort will immer etwas mitkommen.
Ohne schlechtes Gewissen.
Denn wenn ich es nicht tragen mag,
geht es demnächst wieder retour.

Das ist ja nicht wirklich mein Stil. Aber einmal Pfau sein.

Regenjacke. Beidseitig zu tragen. Kann Lieblingsstück werden.


Montag, 15. August 2022

NATURSCHUTZ


Noch wuchern die Wiesen rings um Haus.
Inzwischen ist auch wiedermal der Rasenmäher kaputt.
Aber das blühende Durcheinander widersetzt sich sowieso den normalen Geräten.
Schmetterlinge und Wildbienen tummeln sich und summen.
Es duftet.
Leben pur.
Das Verständnis der Dorfbewohner für die Wildnis ist beschränkt.
Für ihr Auge ist noch Rasentraktor- und Roboterpflege schön.
Aber das Schön wird sich umformen.
Es ist eine Frage der Sichtweise.
Alles ist im Fluss, der Mode und der Notwendigkeit unterworfen.
In wenigen Jahren wird sich das Verständnis verändert haben.
Meine Gedanken: 
ein Lebensraum für soundso viele zusätzliche Insekten ermöglicht das Überleben
eines zusätzlichen Vogels.
Vielleicht sind es auch zwei oder drei ....


 

Freitag, 12. August 2022

SAMMELSURIUM


Hier wird es nie heiß.
Zwischendurch regnet es immer wieder.
Einen großen Sack Eierschwammerln geholt und in Gläser eingelegt und in den
Kühlschrank getan.
Dort stehen noch welche vom  vergangenen Jahr.
Neidig blickenden fremden Jäger im Wald getroffen.
Er war auch auf Pilzjagd.
Wenn ich im Wald einem Mann begegne,
straffe ich die Schultern und richte mich auf.
Witzig.
 Ist eine automatische Handlung.
Im Kopf  bin ich groß und stark.
Körperspannung.
Noch immer nutze ich mit großer Freude die Solardusche.
Meine Energiesparbilanz ist beachtlich.
Jetzt im Sommer.
Demnächst ist es damit vorbei.
Dann wird körpergemuffelt.
Wäsche wird seltener gewaschen.
Bett nur alle zwei Wochen frisch überzogen.
All das ist kein Problem.
Ich habe nicht das Gefühl von Einschränkung.
Ich gewöhne mich mehr und mehr an das stille bescheidene Leben.
Wo ist die Welt, die mich tangiert?
-----
Dieser Tage einen Film im Fernsehen über Baghwan geschaut.
Ich war nie in Poona oder Oregon,
hatte aber eine Gurugeschichte mit einem Startherapeuten aus Poona am Laufen.
So viele gute Zeiten in meinem Leben.
Diese Freiheit, diese Geschwindigkeit, dieses Gefühl von alles ist möglich.
Alles ist machbar und mir gehört die ganze Welt.
So viel Abenteuer, so viel Spaß.
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Ich denke, da geht noch was.




 

Mittwoch, 10. August 2022

ALTE HÄSSLICHE MÄNNER




Ab und an gehe ich jetzt ins Hotelbad.
Wenn das Wetter nicht besonders schön ist.
Dort ist es nett.
Warmes Wasser, Sprudeldingse.
Alles gut.
Immer wieder passiert es, dass alte Männer mit mir ins Gespräch kommen wollen.
Ich mag nicht reden.
Mit niemandem.
Finde ja überhaupt, dass Menschen viel zu viel reden.
Mit dem Ausstoß ihres faulenden Atems die Luft verschmutzen.
Und mit so unattraktiven, uninteressanten, womöglich Goldkettchen tragenden Schöpfungsherren 
spreche ich sicher nicht.
Belästigung.
 Zählt das schon zu # MeToo?
Keinesfalls quatschen Frauen alleinige Männer im Bad an.
Unfreundlicher als ich schaue, kann man nimmer blicken.
Ich mag meine Schwimmkreise nicht gestört haben.
Möchte meinen Gedankenträumereien nachhängen.
Punkt.
Es gibt Dinge, die ändern sich nie.
So alt kann frau gar nicht werden.


Montag, 8. August 2022

BISONRANCH


Dunkelrotes Fleisch am Teller der anderen.
Was vor kurzem noch gemütlich in der Abendsonne wiederkäute,
landet hochpreisig im menschlichen Verdauungstrakt.
Reste kommen in der Wurst.
So ist es.
Fressen und gefressen werden.
Da der Mensch weitgehend natürliche Feinde eliminiert hat,
muss er von der eigenen Spezies getötet werden.
Oder Viren, Bakterien und andere Krankheiten erledigen die Aufgabe.
Alles Lebendige muss sterben.
Ununterbrochen entsteht Neues.
Immerwährender Kreislauf.



 

Freitag, 5. August 2022

TOTEM


Alle gesammelten Knochen habe ich weggeworfen.
Sie schnöde in den Müll gekippt und 
nicht etwa begraben.
Sie haben das Zeitliche gesegnet.
Dafür steht jetzt im Innenhof ein Totem.
Gegen alle bösen Geister.
Und für gute Vibrationen.


 

Mittwoch, 3. August 2022

AM MOORTEICH



Im Vorbeifahren bei einem kleinen Moorteich.
Allein.
Es gibt sie noch, die stillen Plätze.
Vor allem wenn die Sonne nicht scheint.
  Schnitzel und Co. waren geschlossen.
Das Wasser ist bereits wunderbar warm.
Richtig zum Genießen.
Mein anderer Lieblingsmoorteich ist zu einem Geschäftsmodell verkommen.
Ein Riesenparkplatz wurde gebaut.
Hunderte Menschen aus der Stadt lärmen dort.
Das Verträumte, Romantische war gestern.
Glücklicherweise werden nicht alle Gemeinden von reiner Gier getrieben.
Immer wieder traurig, wenn altbekannte Plätze zerstört werden.
Ich will nicht klagen.
Viel Schönes besteht.