Dienstag, 31. März 2020

WAS MICH GERADE NERVT

Das kalte Wetter
Die Waschmaschine rinnt.
Hab das Flusensieb rausgenommen und jetzt tropft mehr Wasser auf den Boden.
Wahrscheinlich braucht sie eine neue Dichtung.
Das Eingesperrtsein.
Dass ich wahrscheinlich für mein Hautkrebsdings noch lange keinen Operateur auf Grund aller Beschränkungen finden werde. Ist saublöd.
Anfangs habe ich die positiven Seiten der Krise erkennen können.
Jetzt bin ich in Phase zwei,
wo ich nur mehr möchte, dass ein Ende in Sicht kommt.
Dann habe ich noch eine Körperbaustelle,
mit der ich normalerweise auch zum Arzt gehen würde.
Aber jetzt heißt es warten.
Entweder kommt die Selbstheilung
oder nach ein paar Monaten doch zum Doktor.
Meine Medienenthaltsamkeit nervt auch.
Fernsehen kaum, Radio gar nicht.
Weil ich das Gesprochene nicht hören mag.
Dringt tiefer ins eigene System ein.
Und es wird ja nur Angst und Schrecken erzeugt.
Ganz schlecht für das Immunsystem.
Maskenpflicht für alle.
Ich werde mal meine Halsschläuche tragen.
Habe etliche zum Rollern.
Und notfalls kann ich noch ein Taschentuch vorne reinstecken.
Schau ma mal.
Vor wenigen Wochen wäre frau unters Verhüllungsverbot gefallen.
So ändern sich die Zeiten und die Gesetze.
Von Tag zu Tag.
Heute fällt mir nix Positives ein.
Ich hoffe, euch allen da draußen geht es gut.
Tief atmen.
Wenn es unter den Luftverhüllern noch möglich ist.


Montag, 30. März 2020

BLÜHENDES


Vor einigen Tagen haben wir einige Sträucher/Bäume zusammengeschnitten,
die noch vom vergangenen Jahr durch den Vielschnee zu Boden gedrückt waren.
Unaufmerksam, wie ich oft bin,
wusste ich nicht, wie die kahlen Zweige blühend aussehen
und habe einige in die Vase gesteckt.
Sieht jetzt so zart japanisch aus.
Das finde ich hübsch.
Ich denke es ist Weißdorn.
Wenn die Äste bei mir in der Stube verblüht sind,
werde ich einige nachholen.
Es gibt noch so viele.
Bei mir ist es kalt.
Auf 800 m im Waldviertel dauert das mit dem Frühjahr noch eine Weile.
Und mein Roller langweilt sich auch schon.



Sonntag, 29. März 2020

KATASTROPHENSCHUTZÜBUNG



Der geputzte Raum und der Herd wollen ausprobiert werden.
Mit dem Herd habe ich meine Probleme.
Muss kürzeres Holz schneiden.
Und außerdem ist es bei mir schneidig kalt.
Bis der große Raum etwas angewärmt ist, bin ich blaugefroren.
Wie auch immer,
Spinatknödel mit Ei konnte ich essen.
Kaffee und Schnaps ging auch.
Das ganze hat eine Schihüttenromantik.
Wobei österreichische Berghütten virusaktuell in Verruf geraten sind.
Was ich in dem Raum brauche,
muss ich planen,
denn die Wege sind weit.


Samstag, 28. März 2020

KOKON



Diese Tage in meiner Einsiedelei
ohne Anfang und ohne Ende
eingehüllt in eine Zeitlosigkeit
bergen mich wie ein Kokon
und manchmal denke ich
dass der Abstand zur Wirklichkeit
nie enden sollte


Freitag, 27. März 2020

STRUKTURLOS

Wenn ich jetzt Psychologenratgeber im Netz lese,
die sagen, wie wichtig es sei,
Strukturen im leeren Raum zu schaffen,
dann halte ich dagegen,
es ist notwendig für eine neue Zeit,
für einen veränderten Menschen
Strukturlosigkeit zuzulassen.
Wenn ich weiterhin das Leben im Alltagstrott versuche,
dann können zu wenig Veränderungen geschehen.
Es ist gut im freien Raum zu schwingen.
Neue Anker zu finden.
Die Herausforderungen nicht mit dem Festhalten an Fixpunkten zu verschlafen.
Biegsam sein und schwankend, um später einmal wieder Wurzeln schlagen zu können.



Donnerstag, 26. März 2020

SYMBOLISCH?



Das war mein letzter Non-Food Einkauf in der guten alten Zeit,
als es noch Geschäfte gab.
Erinnert ihr euch??
Offene Geschäfte!
Normalerweise kaufe ich keinen Dekokitsch aus Asien.
Aber ich dachte,
für meinen Meditationsplatz brauche ich ein wenig Buddha.
Diese Figur lächelt milde.
Symbolisch für eine vergangene Epoche?
Das Ende einer Ära.

Wenn ihr Lust auf Meinung habt:

Raphael Bonelli
der Wiener Psychiater stellt täglich ein Video zu Corona ins Netz.
Interessant.

Mittwoch, 25. März 2020

HOMESTORY 1

Aussicht



Besondere Situationen brauchen spezielle Maßnahmen.
Warum nicht einmal eine Rumpelkammer aufräumen?
Wo sich im Laufe der Jahrzehnte Diverses angesammelt hat.
Zuerst einmal einheizen.
Da steht ein richtig schöner Küchenherd,
der mich autark machen würde,
sollte einmal der Strom ausfallen.
Dann gibt es noch den Webstuhl.
Den ich schon lange nimmer brauche.
Einige Koffer, Kartons, Taschen, Matratzen und
eine Gartenliegeschaukel sind vorhanden.
Ein Tisch mit 6 Sesseln.
Der Raum wird auch von Mäusen genützt.
Möglicherweise fallen nur ihre Ausscheidungen durch die Holzdecke.
Denn angefressen war noch nie etwas.
Das Wirtschaftswunder der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts,
verschaffte meiner Mutter einen Persianerklauenmantel und einen Brilliantring.
Nicht einmal Motten mögen den Mantel,
jetzt habe ich ihn kimonoartig an die Wand genagelt.
Ich bin mit der Räumerei noch nicht fertig,
denn ich musste wichtig zwei Stunden im Wald verschwinden.
Aber ein Anfang ist gemacht.
Und vielleicht kriege ich noch Lust auf weitere Ordnungsmaßnahmen.
Frau gönnt sich ja sonst nix.






Dienstag, 24. März 2020

GRAUSAM


Im Frühjahr rollere ich meine Lieblingsplätze ab.
Ob sie noch da sind,
ob sich etwas verändert hat,
ob alles in Ordnung ist.
Wenn ich dann bei einem Haus die Katze sehe,
die schon im vergangenen Jahr am Fenster gesessen hat,
dann freue ich mich.
Wiederholungen beruhigen.
Dieser Tage war ich bei einem Waldteich
und da ist ganz böse auf einer Uferseite geschlägert worden.
Mit schweren Maschinen alles niedergemacht.
Auf den Fotos ist es nicht so gut zu sehen,
aber es ist brutal.
Und da kam für mich das Gefühl auf -
je länger wir so grausam mit Umwelt/Menschen/Welt umgehen,
desto länger wird uns das Virus begleiten.
Wir müssen umdenken und lernen.
Je schneller wir uns verändern, desto schmerzloser ist der Prozess.
Alte, verkrustete Strukturen brechen auf.
Morgen wird eine verwandelte Welt entstehen.
Hoffnung auf eine kurze Haftdauer habe ich nicht,
aber ich strenge mich verändernd an.
Und jeder Einzelne zählt.



Montag, 23. März 2020

WIRKLICHKEIT

Wenn ich mehr Fernsehe oder Radio höre,
in Zeiten wie diesen,
dann werde ich negativ beeinflusst.
In meiner Wirklichkeit gibt es das Virus kaum.
Da gibt es Bäume, Vögel, Natur,
Himmel, Erde, das Haus,
Essen ....
Nur am Rande werden meine Handlungen von der Seuche beeinflusst.
Hier im Waldviertel gibt es noch fast keine Fälle,
Erkrankte kenne ich auch nicht.
Ich halte mich an die vorgeschriebenen Maßnahmen
und denke,
es ist sehr wichtig den Kontakt zur unmittelbaren Realität nicht zu verlieren.
Nicht mehr Virus im Kopf zu haben,
als konkret vorhanden ist.
Alles andere ist schlecht fürs Immunsystem.
---
Auch merke ich,
dass es nötig ist,
Routinen zu durchbrechen.
Am Sonntag habe ich bis 11 Uhr geschlafen.
Mache ich normalerweise nie.
Aber wenn sich alles verändert,
müssen wir uns auch neu erfinden.
(Ich weiß, lange zu schlafen, ist jetzt nicht das Weltereignis,
aber ich habe bemerkt, das Gefühl damit ist anders.)
Ich bin so froh,
dass ich alleine lebe.
Zwangseingesperrt auf engem Raum mit mehreren Menschen
kann ganz schön heftig werden.
Mein Mitgefühl für alle,
die es damit nicht gut haben.


Sonntag, 22. März 2020

FREITAG UND SAMSTAG


Wenn ich aus dem Fenster sehe,
dann schneit es dicke Flocken.
Das Foto ist vor 3 Wochen aufgenommen,
so viel wird es mit dem Schnee hoffentlich nicht werden.
Gestern habe ich noch Salat ins Frühbeet gesetzt.
Die Pflanzerln waren schon groß,
die hätten eine Übersiedelung ins Haus für die nächsten kalten Tage nicht überlebt.
Und in meinem "Wald" haben wir ein paar Bäume gefällt,
die kommenden Heizsaisonen sind gerettet.
Der Nachbar hat Holzofenbrot gebracht.
Köstlich.
Dorfmitbewohner wundern sich,
dass die Vogelbaummeisen so zahm sind.
Mit einigen Bemühungen würden sie mir aus der Hand fressen.
Heute habe ich mein Bett in der Stube aufgeschlagen,
denn ich mag mir gerade die Decke übern Kopf ziehen und schlafen.
Stundenlang, tagelang.
Was mir wirklich fehlt, sind Radio und Fernseher.
Mag ich nur mehr für ausgewählte Sendungen einschalten.
Die übrigen Meldungen kann ich nimmer hören.
Lese im Internetz kurz die Neuigkeiten,
lese Zeitung.
Die heutige Zeitung hat eine Reisebeilage.
Haha. 
Überhaupt ist sehr angenehm, dass überall Werbung wegfällt.
Unnötig, wenn es nix zu kaufen gibt.
Ein bisserl brauche ich noch,
bis ich mich innerlich adaptiert habe.

Zum Nachrechnen: https://reichtmeinklopapier.de/

 


Samstag, 21. März 2020

VOM HAMSTERN

Ich bin ja eher der Messie-Typ.
Habe alles oft doppelt,
Gwand bräuchte ich bis zum Lebensende nimmer kaufen,
Schuhe auch nicht.
Mich beruhigt,
wenn ich in einer Fülle leben kann.
Wenn ich jetzt von Hamsterkäufen lese,
springt bei mir sofort der Habenmodus an.
Ich habe vor,
einmal pro Woche in den Supermarkt zu fahren
und dort kaum mehr als normal zu besorgen.
Denn mit dem Zuwenig umgehen zu lernen,
ist vielleicht auch mal gut.
Aber so grundsätzlich bin ich mit der ganzen Situation noch nicht wirklich im Reinen.
Das planlose Herumsitzen nervt.
Ich kann mich zu keinen nützlichen Arbeiten motivieren.
Dazu bin ich noch zu unrund.
Und ich beobachte den Klopapierschwarzmarkt.
Statt der Börsenkurse.
Wenn die Preise für die Hinternwischblätter fallen,
ist ein Ende der Krise in Sicht.



Freitag, 20. März 2020

SINNVOLL


In der Zwangseinsiedelei kann ich mich nicht empfohlen sinnvoll beschäftigen.
Ich kann weder putzen,
die schmutzblinden Fenster schauen mich vorwurfsvoll an,
noch kann ich ordnend ins Heimchaos eingreifen.
Ich kann nur denken, herumhängen, rollern, herumhängen,
Youtube schauen .....
Die Lage wird sich nicht so bald bessern,
mit den Krankheitsfällen sind wir immer noch im Promillebereich.
Aber der Aufregung nach liegt schon die Hälfte der Europabevölkerung siech darnieder.
Ich darf nicht jammern.
Mir gehts gut. Lebe eigentlich wie immer.
Keine Existenzsorgen.
Wenn ich bedenke, dass für andere Menschen das ganze Leben wegbricht.
Bestenfalls muss ich auf 2 Seminare verzichten,
die ich besuchen wollte.
Zen - darauf habe ich mich so gefreut.
Naja, meditieren geht daheim auch und das Essen im Stift ist sowieso ungenießbar.
Das einzige Mini-Problem das ich habe - ich kann niemanden finden,
der mir einen kleinen Hautkrebs wegschneidet. 
Habe Termine im Mai oder Juni und es ist vollkommen ungesichert,
ob die halten.
Denn im Moment werde nur dringende Fälle behandelt.
Schau ma mal.
ob ich irgendwann alle möglichen Hebel in Bewegung setze.
Solange das Ding nicht weiterwächst, brauche ich mich nicht aufzuregen.
Und Klopapier habe ich auch genug.
---
Heute ist Frühlingsanfang -
und keiner geht hin.
---
PS: Jetzt habe ich noch einen 3. Termin nach Ostern (in der Hoffnung, dass der hält) bei einem sehr netten Hautarzt,
der mir am Telefon erzählte,
dass sie im Moment nicht einmal bei Verdacht auf Melanom operieren dürfen.
Tja. Da werden etliche Menschen nicht am Virus sterben,
sondern an verschleppten sonstigen Erkrankungen.

Donnerstag, 19. März 2020

WIDERSTAND

Die Zeit ist anders.
Es scheint mir seit den Rauhnächten so.
Gedehnt in eine Unendlichkeit.
Des Abends kann ich mich kaum an den letzten Morgen erinnern.
Kann Zeit ihre Dimension verändern?
Jede Minute hat mehr Gewicht
und nimmt mich mit in ihre Ausdehnung.
Sehr, sehr seltsam.
Angenehm.
Hat etwas von Ewigkeit.
---
Trotzdem kann ich mich noch nicht ganz in die Virensituation einfügen.
Die uns ja wohl monatelang begleiten wird.
Dieser mein innerer Widerstand ist die Spanne zwischen Ich und Weisheit.
---
Wenn nun sehr viele Menschen daheim sind,
nicht mehr ihrer Erwerbsarbeit nachgehen müssen,
sollte es eigentlich eine explosionsartige Freisetzung von möglicher Kreativität geben.
Viel Raum entsteht.
Eine Menge Potential für neue Gedankenblitze.
Ich möchte mich überraschen lassen.
---
Wenn ich Webcams von Venedig ansehe -
so viel Schönheit alleine gelassen -
die Strände menschenentleert.
Schade um all die guten Gefühle,
die da gerade nicht gespürt werden dürfen.
Das Meer, die Berge, fast die ganze Natur befreit von Zweibeinwesen
und Millionen Erdenbürger eingesperrt in ihren Höhlen.
Ja, das ist schon ein bisserl absurd und bringt mich zum Lachen.
Ich bin in der Gegend herumgerollert (saukalt) -
und da ist niemand.
Niemand auf der Straße,
niemand im Wald,
niemand beim Teich.
Das ist schön.
Zwangsweggesperrt alle.


 

Mittwoch, 18. März 2020

AMEISENGEFÄNGNIS



Ein Star auf Wohnungssuche war bei mir.
Ich mag Stare.
Sehr witzige Vögel.
Hier brüten sie nur.
Zum Fressen fliegen sie dann in Schwärmen im Herbst in die Wachauweingärten.
Jedenfalls habe ich Jahre keinen mehr gesehen
und deshalb augenblicklich ein altes Starwohnheim in den Vogelbaum gehängt.
Schau ma mal.
Die Ameisenhaufen werden im Winter gerne vom Dachs geplündert.
Traurige leere Augen sehen dich an.
Jetzt hat man einige Ameisengefängnisse gebaut.
Wobei - im Sommer gibt es richtig viele Ameisen im Wald.
Die Plünderei im Winter scheint ihnen nicht viel auszumachen.
Und Gefängnisse erinnern mich an unsere momentane Situation.






Dienstag, 17. März 2020

SELBSTWAHRNEHMUNG


Dreimal in 2 Tagen wollte mir jemand helfen.
Da scheint eine Kluft zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung zu herrschen.
Schau ich wirklich schon so gebrechlich aus??
Ich glaube, ich muss mich wieder rascher bewegen.
Mit elastischer habe ich meine Probleme.
Und die Eitelkeit stirbt zuletzt.
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Mein Roller ist ausgewintert.
Es ist zwar noch kalt,
aber ein bisserl was geht immer.
Ich freue mich.
Und Viren fliegen nicht so schnell.


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Den Zahnarzt habe ich auf den letzten Drücker geschafft.
Denn auch im medizinischen Bereich geht nix mehr.
So richtig krank zu werden ist momentan ungünstig.
Denn das ganze niedergelassene System läuft nur im Notbetrieb.
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Und ich weiß jetzt, wie sich das Leben in einer Diktatur anfühlt
und was es sehr rasch mit Menschen macht.
Ich denke, da müssen wir wachsam sein.

 

Montag, 16. März 2020

AUSSCHEIDUNGEN

 Das Klopapier lässt mir keine Ruhe.
Von einer Freundin Obiges geschickt bekommen.
Beifang aus dem Internet. Quelle unbekannt.
---
Welche irrationalen Ängste lassen sich mit der Überversorgung von Klopapier bekämpfen?
Ausscheidungen wegwischen.
Säubern.
Reinigen.
Kann ich damit alles Dunkle reinwaschen??
Mit dem sauberen Hintern in eine geordnete Welt?
Angewandte Magie gegen bedrohliche Eindringlinge?
Wenn ich hinten wische, bin ich vorne sauber?
Diese Hamsterkäufe sind weltweit verbindend.
Nicht auf bestimmte Ethnien beschränkt.
Wie sicher bin ich gegen das Böse der Welt mit genügend Klopapier gewappnet?
Ist es vielleicht antiviral und man muss es essen?
Ich durchschaue es nicht.
Denke immer, da muss es etwas geben,
was ich nicht weiß.
Das im Verborgenen blüht.
Jetzt gehe ich Klopapier einkaufen.
Wenn es noch welches gibt.
Das neue Gold.
Wie Dagobert Duck in einem Speicher voller (Gold) weißer Rollen baden.
---
Und wenn ich gestern noch die Regierung gelobt habe,
dann mache ich das heute nimmer.
Ich finde, es wird viel zu viel Angst erzeugt.
Um die Menschen dazu zu bringen, die verordneten Maßnahmen einzuhalten.
Aber Angst ist ein sehr schlechter Lehrmeister
und sie vernichtet das Immunsystem.
Furchtlos in eine neue Zeit.
Denn das, was danach kommt, wird Veränderung sein.






Sonntag, 15. März 2020

LAGERKOLLER

 
Meine Tipps gegen Lagerkoller:
Meditation.
Alkohol
(ich schreibe das immer, dabei trinke ich wirklich kaum etwas).
Bäume im Wald besuchen.
Steine gehen auch.
Mit ihnen reden.Lesen (das mit dem Zeitungsabo klappt anscheinend).
Lachen.
Sex.
Singen.
Spielen.
Denken kann sich auch als lohnend erweisen.
Wenn mir noch etwas einfällt,
werde ich es nachtragen.
Wird sich möglicherweise erst in der weiteren Praxis zeigen.
---
Was mir da in der Abgeschiedenheit auffällt:
die Menschen hier haben mehr Angst vor dem Virus,
als gerechtfertigt wäre.
Ist so ähnlich wie mit Fremdenfeindlichkeit.
Dort wo die wenigsten Ausländer sind,
ist die Abneigung am größten.
Jedenfalls wird jeder, der zum Beispiel auf Urlaub war,
misstrauisch beäugt und wegdesinfiziert.
Bildung und Intelligenz haben halt auch Vorteile.
---
Auf jeden Fall wird mein Medienkonsum stark eingeschränkt.
Was mir Leid tut,
denn ich höre oft Radio nebenbei.
ABER: ich kann die ganzen Meldungen schon nimmer hören.
Einmal pro Tag im Internet nachlesen - das wird reichen.
Und Zeitung kriege ich nun auch.
---
Das muss ich noch schreiben.
Meiner Meinung nach macht sich die österreichische Regierung gut.
Alle wirken kompetent und sind sicher in ihren Entscheidungen.
Wenn ich mir vorstelle,
welche Versager wir in früheren Zeiten an der Spitze hatten .....
---
Coronagruß.

Samstag, 14. März 2020

DER LIEBE AUGUSTIN

In Wien gibt es die Geschichte vom
Der in  Zeiten der Pest weiterhin feierte und Menschen mit seinen Liedern unterhielt
und ein eifriger Trinker war.
Der betrunken in die Pestgrube fiel und sich nicht ansteckte.
Jahrhundertelang wurde seine Story überliefert,
ein Denkmal hat er bekommen.
Diesen Text kennt jedes Kind.
 
Oh, du lieber Augustin
1.
Oh, du lieber Augustin,
’s Geld is hin, ’s Mensch is hin,
oh, du lieber Augustin,
alles is hin!
Wollt’ noch vom Geld nix sag’n,
hätt’ i nur ’s Mensch beim Krag’n.
Oh, du lieber Augustin,
alles is hin.
2.
Oh, du lieber Augustin,
Augustin, Augustin,
oh, du lieber Augustin,
alles is weg. 

 Rock ist weg, Stock ist weg,
Augustin liegt im Dreck,
Oh, du lieber Augustin,
alles is weg.
3.
Und selbst das reiche Wien,
hin is wie Augustin;
Weint mit mir im gleichen Sinn,
alles is hin!
Jeder Tag war a Fest,
und was jetzt? Pest, die Pest!
Nur ein groß’ Leichenfest,
das ist der Rest.




Jetzt heißt es aufs Immunsystem schauen.
Keine Angst haben.
Sich nicht verrückt machen lassen.
Verantwortungsbewusst handeln.
Und Schnaps ist gut für Cholera.

Für mich ändert sich nix.
Bin ja schon seit Wochen in freiwilliger  Isolation.
Weniger Medien vielleicht,
weil ich die Panikmache (die möglicherweise notwendig) ist,
nicht mehr hören mag.
Das Schlechte ist, dass Angst erzeugt wird.
Und Angst ist sehr, sehr ungesund.
Wenn mich aus Wien jemand anruft,
werde ich für mein Inselleben beneidet.
Denn in der Stadt regieren Misstrauen und Furcht
vor leergekauften Supermarktregalen.
Ich kann gut im Wald verschwinden,
denn der hat sicher kein Virus -
bevor die Zeckensaison startet.
Das Leben ist halt lebensgefährlich.
Und irgendwas ist immer.
Am Montag habe ich einen Zahnarzttermin,
weil mir ein Stück Zahn weggebrochen ist.
Kriege ich dort eine Mundmaske????


 




Freitag, 13. März 2020

CORONAKINDER UND ANDERE GEDANKEN


Einerseits wird es gerade weniger ungeordnete Körperkontakte geben.
Keine Veranstaltungen, keine Partys, keine One-Night-Stands.
Andererseits hängen die Leute jetzt mehr daheim herum.
Ewig ins Fernsehkistl schauen geht auch nicht.
Also: in 9 Monaten wird es eine Menge Coronababys geben.
----
Vor zwei Wochen hat mir schon die Linzer Lieblingsärztin von den
erzählt. 60000 sollen es sein und sie arbeiten in der Textilindustrie.
Nach dem chinesischen Neujahr sind sie aus China zurückgekehrt.
Das Virus im Gepäck.
Wenn so viele Menschen nicht registriert in Europa leben,
dann haben sie auch keine Krankenversicherung, etc.
Ich hab ja keine Ahnung, weil diese Meldungen gibt es kaum in den Medien (Mafia),
aber ich nehme an, dass sich deshalb die Seuche in Italien so schnell ausbreiten konnte.
----
Die Erde macht gerade einen tiefen Atemzug.
Alles ist sehr entschleunigt.
Mit Vollgas auf die Bremse.
Am Himmel sind kaum Flugzeuge unterwegs.
Das ist gut.
------
Lange schon spiele ich Wordfeud in der Liga.
Gerade verliere ich alle Spiele
und purzle unaufhaltsam nach unten.
Da muss bei mir auch ein Virus drin sein.
Und Lotte brütet wieder.
Coronamobilitätseingeschränkt habe ich ein Zeitungsabo bestellt.
Mal schauen, was Frau Post dazu sagt.
Uns verbindet ja eine anhaltende Aversion.
Der Onlinehandel wird kräftig zulegen.
Was sollen die Menschen daheim machen,
wenn sie mit dem Kinderzeugen fertig sind.
Und Scheidungen wird es infolge auch genug geben.
Wenn man sich so oft und ausführlich sieht.




Donnerstag, 12. März 2020

DIE SPRACHE DES KÖRPERS VERSTEHEN


 Aufmerksamkeit.
Ich versuche aufmerksamer zu werden.
Die Botschaften, die mein Körper transportiert, zu verstehen.
Immer wieder erstaunt mich dann,
wie schnell Symptome verschwinden können.
Meiner Hüfte geht es bereits wieder ziemlich gut.
Naja, neu wird die wohl nimmer,
aber weitgehend schmerzfrei lässt sie sich verwenden.

Ich sehe beim Coronavirusthema die ungeheure Chance,
die wir hier haben.
Nichts mehr wird nachher wie vorher sein.
Jeder kann umdenken.
Die Veränderungen geschehen lassen.
Die Sprache der Zeit verstehen.
Wenn ich  Botschaften ankommen lasse,
sie verstehe,
sie akzeptiere,
Wandlungen nicht blockiere,
wird mich das Thema nicht aus der Bahn werfen.
Und ein Teil von uns wird neugeboren sein.



Mittwoch, 11. März 2020

GEWICHT

 
Im vergangenen Jahr hatte ich einen Darmkeim und damit ich kürzester Zeit ca. 8 kg abgenommen.
Gewicht, dass ich stetig und regelmäßig wieder heraufgefuttert habe.
Jetzt bin ich auf die Futternapfbremse gestiegen.
Und fast nix von den angelegten Reserven mag mich verlassen.
Dabei gibt es keine Schokolade, wenig Brot, fast keinen Kuchen,
fast keinen Alkohol.
Ich finde das Anhaftende sehr ungerecht.
Erfolglose Bemühungen bringen nur Frust.
Frust, der nicht einmal mit Essen und Trinken bekämpft werden kann.
Frust, der Falten der Unzufriedenheit ins Gesicht gräbt.
Aber ein bisserl leichter möchte ich wieder sein.
Denn das fühlt sich lebendig an.
Und das braucht das Frühjahr.

Dienstag, 10. März 2020

TROST ?


 
Eine kleine Dorfkapelle.
Ist so viel Leid tröstlich???
Ziemlich unlustig sind die schmerzverzerrten Heiligen.
Der Glaube ans Lebensleid steht der eigenen Entwicklung im Wege.
 
 
 


Montag, 9. März 2020

DAS UND DAS


Mit dem Jäger Rehe füttern.
Das Auto fährt querwaldein.
Außer Bäumen und Restschneeflecken ist nix zu sehen.
Und richtig schneidig kalt macht es der Wind, der übers hügelige Land bläst.
Der abschließende Aufwärmschnaps ist wichtig.
Nur für die Gesundheit.
Daheim nachher hart erarbeitete Kachelofenzeit.
Meine standesgemäße Outdoorkleidung hat leider aufgeben.
War mit kaputtem Reißverschluss reif für die Tonne.
Jetzt muss ich im Wald das Unbunteste, was ich habe, anziehen.
----
Irgendwie bin ich abergläubisch.
Mein Jahresvorsatz:
"Ich gehe nicht zum Arzt",
wird zum Rohrkrepierer.
Der Körper spinnt herum
und lässt mich übellaunig werden.
Ich wünsche mir Gelassenheit in gesundheitlichen Belangen.
Dazu kommt, dass das Land in manchen medizinischen Bereichen Notstandsgebiet ist.
D.h. weit fahren oder gleich in die Stadt.
Was alles kompliziert macht.
Ich wollte nie so viel über diese Dinge nachdenken müssen
und wollte auch nie so viel damit beschäftigt sein.
----
Wenn ich jetzt ins Kaffeehaus gehe
und jemand ist dort total verrotzt (verschnupft),
fällt das in Zeiten wie diesen äußerst unangenehm auf.
----
Und dann bemühe ich mich um Dankbarkeit.
Weil es uns so gut geht.
Wir eine weitgehend gesicherte medizinische Versorgung haben.
Das ist ja gerade nicht überall so.



Freitag, 6. März 2020

ROSEN



Seit längerem bin ich dabei meine Pflanzen gegen Null hin zu reduzieren.
Zwei Kamelienstöcke, die sicher schon 30 Jahre bei mir waren,
haben jetzt im Winter aufgegeben.
Zur Strafe habe ich sie bereits ins Freie gestellt,
schon unter Dach, aber aus dem Haus hinaus.
Schau ma mal.
Ich kaufe keine Blumen mehr.
Die massengezüchteten Instantpflanzen, die nur so tun, als wären sie lebendig,
mag ich nimmer.
Aber heute war ich im Lagerhaus für Vogelfutter
und da sagte der Rosenstock zu mir:
"Nimm mich bitte mit".
Und ich konnte nicht widerstehen.
Überredet.
Sehr hübsch.
Bei wärmeren Wetter wird er draußen eingesetzt.
Ein richtig schönes Gelb.


Donnerstag, 5. März 2020

RÜCKSCHAU

 Der Winter war gar nicht so schlecht.
Zuerst war ich glücklich.
Und ich war selbst erstaunt, dass ich glücklich bin.
Dann habe ich Hüfte gekriegt.
Schmerzen und krank machen mich sofort nimmer glücklich.
Weil ich bin eine ziemliche Hypochonderin.
Und ich war allein.
Viel allein.
Immer allein.
Habe eigentlich gar nicht gesprochen.
Viel meditiert.
Und ich habe gelernt, wie eine alte Menschin zu leben.
In einer endlichen Schleife von Alltäglichkeit.
Ohne Plan, ohne Ereignisse.
Ohne Wichtigkeit, die wir aus dem Eingebundensein in Aufgaben schöpfen.
In der rastlosen Suche nach Erfüllung im Tun.
Ich habe mich aber brav halbwegs viel bewegt,
bin auf den Crosstrainer gestiegen,
seit kurzem gibt es weniger Essen.
Denn die Rollersaison naht,
und auf die freue ich mich richtig.




Mittwoch, 4. März 2020

NOCH EIN KRAFTPLATZ


Noch einen Kraftplatz besucht.
Sehr nett.
Blick ins ganze Land ringsum.
Johannesbergkirche
Leider ist das Kirchlein versperrt.
Liegt ganz allein am Hügel im Wald an der Europäischen Hauptwasserscheide.

Teebaumöl habe ich gekauft.
(Oreganoöl geht auch. Das werde ich noch besorgen.)
Das liegt jetzt im Auto.
Damit kann ich mir, wenn ich mag,
die Hände desinfizieren.
Riecht streng, aber ich mag den Geruch.
Auf einem Marktplatz in der Sonne Kaffee getrunken 
und von Venedig geträumt.
Aber dort regnet es ohnedies
und die Stadt ist menschenentleert.
Im Supermarkt halten sich die Hamsterkäufe in Grenzen.
Zucker  wird in 10 kg Säcken abgeschleppt.
Ich habe immer genug Essen daheim.
Das Problem ist nur, dass ich immer die gleichen Dinge mag
und die anderen Vorräte werden zu Ladenhütern.
Alles ist gut. 




Dienstag, 3. März 2020

WINTERBILDER


Vor ein paar Tagen hat es bei mir hat es geschneit.
Inzwischen ist der Schnee fast weg, aber da kommt sicher noch etwas nach.
Mein Nachbar kommt mit dem Traktor und räumt die Zufahrt zum Haus.
Am Ende der Saison rechnen wir ab.
In diesem Jahr war er erst zweimal hier. Das ist für fast einen ganzen Winter sehr wenig.
Nach meinem Wünschen hätte es so bleiben können.
Meine neue Bauernregel:
"Schnee im März
ist schlecht fürs Herz."
Die Wildkamera hat nicht viel hergegeben.
Durch das milde Wetter sind die Rehe im Wald geblieben.
Und es hat doch Bilder von mir gegeben,
weil ich das mit dem Apparatverhüllen zwischendurch vergessen habe.