Dienstag, 24. März 2020

GRAUSAM


Im Frühjahr rollere ich meine Lieblingsplätze ab.
Ob sie noch da sind,
ob sich etwas verändert hat,
ob alles in Ordnung ist.
Wenn ich dann bei einem Haus die Katze sehe,
die schon im vergangenen Jahr am Fenster gesessen hat,
dann freue ich mich.
Wiederholungen beruhigen.
Dieser Tage war ich bei einem Waldteich
und da ist ganz böse auf einer Uferseite geschlägert worden.
Mit schweren Maschinen alles niedergemacht.
Auf den Fotos ist es nicht so gut zu sehen,
aber es ist brutal.
Und da kam für mich das Gefühl auf -
je länger wir so grausam mit Umwelt/Menschen/Welt umgehen,
desto länger wird uns das Virus begleiten.
Wir müssen umdenken und lernen.
Je schneller wir uns verändern, desto schmerzloser ist der Prozess.
Alte, verkrustete Strukturen brechen auf.
Morgen wird eine verwandelte Welt entstehen.
Hoffnung auf eine kurze Haftdauer habe ich nicht,
aber ich strenge mich verändernd an.
Und jeder Einzelne zählt.



Kommentare:

  1. guten Morgen, bist du auch so früh schon auf...
    Ich vermute, am See wurden vor allem Fichten geschlägert, die Borkenkäferbefall hatten... dieser wird uns nämlich dieses Jahr auch weiter beschäftigen und unsere Wälder dezimieren :-((
    Heuer wird wohl ein sehr spannendes und einschneidendes Jahr für uns alle, so wie du schreibst, eine verwandelte Welt,
    lg

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    1. früh: ich bereite die posts am vortag vor.
      das waren gesunde alte bäume. teilweise buchen. schmerzlich ist wie mit dem boden umgegangen wird. gnadenlos machen die schweren maschinen alles nieder. sogar ein bauer hier hat vor einigen tagen zu mir darüber gesprochen.
      ja. die verwandelte welt.
      lg

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    2. ja, was die Großgeräte im Wald anrichten, ist schon schlimm, das ganze Bodengefüge ist gestört, ABER aus dem eigenen Wald-Kahlschlag kann ich sagen, dass ein Jahr später die Pflanzen sprießen wie verrückt! Was in meinem Wald alles aufgeht und angeflogen kommt, ist einfach nur traumhaft und macht hoffnungsfroh für die Wälder.

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    3. auf den bildern im hintergrund ist eine graue fläche zu sehen. dort wurde vor 2 oder 3 jahren nach der rodung der boden mit glyphosat gespritzt. da war dann alles tot. und es dauert ganz lange, bis wieder etwas wächst.

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    4. ohh, dieses Glyphosat, eine Katastrophe

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  2. Ja, so ein Kahlschlag - auch jetzt in Gesellschaft und Wirtschaft - gibt viel zu denken.
    Wir können nur hoffen, dass sich grundlegend etwas ändern wird.
    Bleib gesund und kämpferisch!
    Alles Liebe,
    Brigitte

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    1. kämpferisch. 😄 das gefällt mir gut. bin ich doch gar nicht besonders?
      liebmorgengruß

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  3. Was soll da gebaut werden? Unglaublich was Menschen in ihrem Wahn, Gebieter über die Natur zu sein, dieser zufügen. Dabei sind sie selbst Teil der Natur. Ja, es ist prima, dass Du kämpferisch bist.
    LG, Roswitha

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    1. Nix wird gebaut. nur der wald "geerntet". ist ein badeteich mitten im wald und jetzt ist die eine seite verwüstet.
      liebe grüße
      und ich bin völlig verliebt ins wort kämpferisch. ;-)

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    2. Die spinnen ja total! Wald ernten geht auch mit der Natur, mit Pferden und ohne Kahlschlag. Da jammern sie, dass der Holzpreis durch die Stürme gefallen ist, wollen aber kurzfristig Gewinn haben. Zu unserem Glück dachten unsere Vorfahren im Bezug auf den Wald nicht so.

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    3. Das Waldviertel ist Käfer-Gebiet, ganz stark.
      Befallene Bäume müssen weg. Da hilft alles Gejammere nicht.
      Geld kann man damit dann auch kaum verdienen....
      LG Anna

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    4. hier auf 800 m höhe gibt es noch kaum käferbäume.

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  4. Die letzten Sätze deiner Posts kann ich immer zum Tagesmotto machen.

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  5. Die Natur rächt sich nicht, aber sie präsentiert ihre Rechnungen.

    Jean Giono

    Bleib behütet, kämpferisch und demutsvoll ... ♥

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  6. Ich hoffe jetzt mal bald auf eine Lagebesserung,
    ich kann diese Untergangsfantasien schon nicht mehr hören/lesen,
    bei dir werden sie auch immer mehr....
    Lagerkoller???
    Die Menschen sind nur ein Durchgangsstadium für die Erde, die Erde lebt weiter, das zeigen die vergangenen Milliarden von Jahren - und der Frühling.Der kommt IMMER. Und wächst...
    Schau auf die Huflattiche und die Primeln,
    alte und kranke Bäume würden auch von selbst irgendwann fallen, und dass sie dir oder uns dann auf den Kopf fallen, ist ja auch wohl nicht wünschenswert :-)))
    Kopf oben behalten und nach der Farbe GELB Ausschau halten, soll fröhlich machen!!
    LG Berta

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    1. was du hören und lesen magst, bleibt dir überlassen.
      mein blog - meine wahrheit.
      lg

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  7. die lagebesserung wird so schnell nicht sein.
    jeder muss seinen umgang damit finden........

    also gegen das unnütze glyphosat das giftige, unnötige
    sollten wir gleich nach dem normalitätsstart etwas dagegen unternehmen!!!

    die holzersnte ist grausam, weil unsere baumbrüder dahingerafft
    die landschaft so anders aussehen lassen......

    sonnenstrahlen die uns trösten
    hibisca

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    1. alles/vieles muss neu erfunden werden.
      liebe kältegrüße

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