Samstag, 6. Juni 2020

DEMÜTIGEND


 In dem Leben werde ich voraussichtlich nimmer fliegen.
Irgendein Kabarettist hat jetzt einmal gesagt:
"Fliegen ist demütigend."
Und da hat er meine vollste Zustimmung.
Ich kenne das Inderluftsein noch mit richtigem Essen
mit richtigem Besteck auf Porzellantellerchen
mit reichlich Sitzplatz, Zeitungen, Service, etc.
In den letzten Jahren war alles eigentlich unzumutbar.
Einmal habe ich bei der Warterei in diesem Abfertigungsglaskobel dichtgedrängt stehend gedacht:
"Ich drehe jetzt einfach um und fahre heim."
Was ich dann doch nicht gemacht habe.
Wie auch immer,
jetzt mit Maskenpflicht stundenlang ohne Service wird die Sache noch viel
demütigender und ist eigentlich menschenverachtend.
Aber das Fliegen ist sowieso schlecht für die Umwelt.
Ich frage mich,
warum die Passagiere nicht gleich in einen Plastiksack mit einer
Sauerstoffflasche versehen gesteckt und dann in einem Lagerraum gestapelt werden.
Praktisch und unansteckbar.
Und alles vom Check-In weg mit Förderbändern.
Zugfahren mit Maske mag ich auch nimmer.
Die Benutzer der Öffis nehmen deutlich ab.
Die Menschen setzen auf individuelle Fortbewegung.
Ich fühle mich mit Maske orientierungslos.
Überlege beim Tragen dauernd, ob ich alles richtig mache.
Also, eher daheim bleiben und auf Veränderungen warten.
Bis die Einschränkungen vorbei sind.
Und der Umwelt tut die unerträgliche Zeit  gut.








Kommentare:

  1. So geht es mir auch. Wir sind alle Einsiedler geworden. Ans Fliegen ist nicht zu denken (ich war davor schon sehr wenig mit dem Flugzeug unterwegs) und den öffentlichen Verkehr benutzte ich auch nie in dieser Zeit. Aber ich fühle mich auch privilegiert mit Auto, Fahrrad und kaum noch Verpflichtungen im Pensionsalter.
    Na ja, mal sehen, wie es in ein paar Wochen aussieht...
    Dir eine gute Rollerzeit und herzlichen Gruss,
    Brigitte
    Lieben Gruss

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    1. ja. mal sehen wie es zukünftig aussieht.
      liebe grüsse

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  2. Diese Gedanken beim Umherlaufen mit Maske kann ich sehr gut verstehen, ich mag auch nichts einkaufen gehen außer notwendige Lebensmittel. Da ich noch nie geflogen bin ist mir der Service dort egal, aber die DB könnte auch aufbessern. Ein Sitzplatz, Platz für den Koffer, Klimaanlagen ohne Kühlschranktemperatur, Kundenorientierung bei der Information... Die Idee mit den gestapelten Flugpassagieren finde ich lustig, Menschen die zum Shoppen für zwei Tage nach NY oder London fliegen könnten ja mal so transportiert werden.
    Hab es gut, Grüße in den Wald, Roswitha

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    1. glücklicherweise muss ich selten maske tragen. aber schweißausbrüche kann ich damit auch gut haben.
      liebe grüße

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  3. Wie so oft gibt/gab es zweierlei Maß. Meine letzten 8 Jahre Flugerfahrungen waren geprägt von angenehmer Verwöhnung -- in Frankfurt Abholung vom Schalter mit Elektrowagen ähnlich wie Golfwagen, "Zustellung" in die VIP Lounge mit Kaffee/ -Tee und allen Getränken, zeitgerecht wieder abgeholt und als erster Passagier an Bord. Die Begleiter in gepflegter Uniform.
    In Wien war das ganze Prozedere umgekehrt, erst bis alle Passagiere draußen waren, wurden wir abgeholt und zum Gepäckband und weiter zum Taxi gebracht.
    Gepflegtes Service an Bord vor dieser Zeit war ebenfalls besonders.
    Bei Flugpreisen von €29,-- würde es mich nicht wundern, wenn die Linien anschnallpflichtige Stehplätze anbieten-----ob es auch auf Kosten der Sicherheit geht, wer kann das wissen?
    Ja, alles hat seine Zeit!

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  4. ja, deine letzten 3 Zeilen und das Kabarettisten-Wort unterschreibe ich sofort...
    (Viell. nicht nur) heuer kommt Fliegen auch für mich nicht in Frage, es reizt mich so gar nicht, auch wenn es möglich wird. Das einzige, wir werden wieder Almurlaub machen, diesmal 3 Wochen, darauf freue ich mich schon!
    lg

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    1. ich denke die mehreren menschen werden in österreich bleiben. bin gerade durch die wachau gefahren - da spielt es sich ab. ALLE sitzen am fahrrad.
      liebe grüße

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  5. immer wieder bin ich erstaunt, wie "diszipliniert" die menschen maulkorb tragen.
    vor allem beobachte ich jungen, an denen die hässlichen teile angewachsen scheinen.
    kein gefühl der demütigung quält sie.
    wenn dir langweilig ist, liebe ingrid, dann geh doch einfach mal ohne maulkorb einkaufen.
    ich besitze so ein teil nicht und bin in der ganzen zeit lediglich zweimal angepöbelt worden, einmal in der tanke von einer sehr schlecht gelaunten kassiererin (selbst ohne) und einmal nicht bedient worden beim bäcker. na und? kein problem!

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    1. also, so schwer fällt mir das maske tragen auch nicht, dass sich der widerstand lohnen würde.
      liebe grüße

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