Mittwoch, 11. Februar 2009

ICH BIN MEIN LEBEN

Heute bin ich wieder mal innerlich so richtig ins Jammern gekommen.
Schnee, Sturm, Verwehungen.
Mein alter Vater wohnt noch einschichtiger als ich
und er musste zum Arzt.
Also schaufeln bei mir,
schaufeln bei ihm ....
Hab mich völlig überfordert gefühlt,
abseits vom Leichten, Fröhlichen, Vergnüglichen.
Und bei jeder beschwerlichen Bewegung hab ich mir vorgesagt:
"ich bin mein Leben".
Ich hab versucht aus dem Selbstmitleid, aus dem Gejammer rauszukommen
und in die Akzeptanz des So-wie-es-jetzt-gerade-ist reinzukommen.
Dafür wars dann gut -
keine Leute auf der Straße,
überall waren wir die einzigen -
wenn das Wetter auf Schnee, Sturm und Verwehungen steht,
bewegt sich da keiner aus dem Haus.
Winterschlechtwettertiefschlaf.

Kommentare:

  1. liebe ingrid,

    "selbst dem stärksten löwen fällt ab und zu der himmel auf dem kopf!" fällt mir zu deinem bild und deinen gedanken ein.
    jammern hilft manchmal, graue tage und dunkle nächte sind ja eben auch ein teil des lebens, und wenn sie einem zuviel werden, kann man sich schon mal bedauern. wenn's zur alltäglichen gewohnheit wird, sollte man sich noch mehr bedauern. "gg"

    lg von einer ein bisschen westlich von dir lebenden
    anita

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  2. Liebe Ingrid!
    Ich geh´auch nur raus, wenn ich unbedingt muss.
    Am Fenster steh ich schon gerne mal und nehme ein paar tiefe Atemzüge.

    Solle ich anfangen im Selbsmitleid zu schwelgen, denke ich immer an die vielen anderen Menschen auf dieser Welt, denen es nicht so gut geht, wie mir.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

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  3. anita: dem löwen fällt der himmel auf den kopf - das finde ich gut. er schaut ja auch ganz getroffen aus.
    es gibt halt zähe zeiten - aber manchmal dauern sie fast zu lange.
    lg in die westliche richtung.

    grew owl: ja, in afrika verhungern die menschen. trotzdem ist leid subjektiv. gemessen an dem, was an leid in der welt passiert, müsste es uns immer bestens gehen. aber so einfach ist die sache nicht.
    lg
    ingrid

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  4. heute morgen musste ich auch ein bisschen in selbstmitleid baden weil es meine kehrwoche ist und seit montag jeden morgen dick schnee liegt und mein rücken schmerzt
    aber heute morgen hat mir die nachbarin mitleidig geholfen
    ich freue mich schon auf frühling und normalen regen
    zur zeit kann ich kaum im wald laufen weil die wege dicke gletscher tragen
    und meinen freund musste ich gerade nach hause schicken weil ich nicht will dass er die nacht eingeschneit auf der autobahn verbringt *grummel*
    lg birgit (selbstmitleidigeralssonst)

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  5. birgit: das tut gut, wenn mitjammerinnen gibt.
    lg

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  6. liebe Ingrid,
    Deine Bilder sind wie immer wunderschön...bei Schlechtwetter, wenn Dir das "Draussen" alleine gehört, bekommt doch alles ein seltsames Eigenleben, findest Du nicht? Ich denke, Du spürst diesem Eigenleben in Deinen Bildern nach...Die eigenen Gedanken werden deutlicher, sie werden förmlich verstärkt von der Stille ringsum...
    lgkri

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  7. hallo kri,
    ja, je weniger ablenkung es gibt,
    desto mehr ist frau bei sich.
    ein schönes wochenende
    ingrid

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