Freitag, 20. Juli 2018

DUMM


Also, was ich gar nicht haben kann,
ist menschliche Dummheit.
Bei der alten dementen Katze kann ich  Doofheit tolerieren.
Bei einer Person kriege ich Ausschlag.
Z.B. die Sprechstundenhilfe meiner Ärztin ist hübsch, blond und dumm.
Ich habe keine Ahnung was in ihrem Kopf ist.
Ein Hirn kann es nicht sein.
Sie schafft es nie, mir auf Anhieb das richtige Rezept auszustellen.
Völlig rätselhaft ist mir,
wie man jahrein und -aus mit ihr zusammenarbeiten kann.
Ich verliere bereits nach 4 Minuten mit ihr jede mögliche Geduld
und möchte nur mehr kreischen.
Mit umständlichen Menschen geht es mir ähnlich.
Nie habe ich behauptet,
dass Toleranz zu meinen Tugenden zählt.



Donnerstag, 19. Juli 2018

LÖWE


Vom Löwen in der Wüste wollte ich gefressen werden.
Spurlos verschwinden.
Ein paar gebleichte Knochen -
letzte Zeugen meiner Existenz.
Jetzt denke ich,
das wird vielleicht schwierig werden.
Afrika, wilde Tiere - uns trennen Welten.
Vielleicht tut es ein Waldviertler Wolf auch.
Aug in Aug biete ich ihm willig meine Kehle dar -
aber wahrscheinlich renne ich letztminutenpanisch davon.



Mittwoch, 18. Juli 2018

BAUSTELLENSOMMER


Sommerzeit - Baustellenzeit.
Hier sind die Umleitungen locker zwischen 20 und 40 km lang.
Ich bin ja eine sich-eher-nicht-an-Vorschriften-Halterin,
so versuche ich meine eigenen Wege zu finden.
Wenn dann eine Brücke fehlt,
scheitere ich kläglich.
Aber sonst komme ich in Gegenden und über Wege,
die gänzlich neu, ungekannt und oft auch ein wenig aufregend sind.
Wochenende ist gut, da kann man immer durch die Aufgrabungen fahren
(außer eine Brücke fehlt).
Jedenfalls - die Absperrungen dauern ewig, die vorgeschlagenen Ausweichstrecken führen durchs halbe Waldviertel und sind schlecht ausgeschildert.
Jedes Jahr darf ich mich darüber ein klein wenig ärgern und aufregen.
Aber am Ende der Saison bin ich sowas von ortskundig.
Jedes Freilaufhuhn auf der neuen Strecke ist mir dann bekannt.


Dienstag, 17. Juli 2018

BILDER VON DER DEMENTEN KATZE


Der Katze geht's gut.
Sie liegt die mehrere Zeit herum und frisst (viel).
Sie geht seit Wochen nimmer ins Haus.
Das Futter muss ich ihr nachtragen.
Ich verwöhne sie.
Sie hört schlecht.
Sie schnurrt, wenn sie mich sieht.
Ihre Gelenke müssen schmerzen,
trotzdem springt sie noch auf den Tisch.
Oder schläft am Holzstoß hinter dem Haus. 
Grundsätzlich wirkt sie zufrieden.
Die Katze am Ende ihrer Zeit.




Montag, 16. Juli 2018

GANG UND STIMME


Eine 80 jährige habe ich kennengelernt,
die mächtig stolz auf ihre faltenfreie Haut war, zudem hatte sie wunderschön gepflegte,
manikürte Hände.
Und natürlich gefärbtes dichtes Haar.
Und was alte Menschen gerne machen:
jeden fragte sie:
"Was denken Sie, wie alt ich bin?"
Ich hatte sie schon zuvor auf 80 oder darüber geschätzt.
Denn:
schlechter Gang und brüchige Stimme.
Ich war fast versucht zu sagen:
"Sie haben eine Scheiss-Stimme."
Alles kann man trainieren.
Meine Feststellung:
das Wichtigste für Jugendlichkeit ist:
Augen
Stimme
Gang
Haltung
Bewegung.
Wenn das alles lebendig ist, fallen ein paar Falten mehr oder weniger nicht ins Gewicht


Sonntag, 15. Juli 2018

ES GEHT NICHT

Es geht nicht.
Ich kann nicht nix schreiben.
Da fehlt etwas.
Blöd nicht?
Große Blogendeankündigung und schwupps bin ich wieder da
.Seit ich nimmer schreibe, habe ich ständig Geschichteln im Kopf.
Berichte über die demente Katze
(der geht's gut)
und dass ich in der Küche auf meine Ekeltiere -
Ohrenschlüpfer - stoße
und dem allgemeinen Lebenseinerlei halt.
Die Marder am Dachboden sind auch gerade weg.
Eine Riesensauerei haben sie hinterlassen,
aber jetzt sind sie einmal verschwunden.
Und ich bin wieder da.
Mit hingekleckerten Wortmeldungen. 

 





Mittwoch, 11. Juli 2018

JEDEM ENDE WOHNT EIN ZAUBER INNE


Am 30. Juli 2008 habe ich den Blog begonnen.
3422 Posts geschrieben/fotografiert.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
und beim Ende muss es wohl auch so sein.
Alles verändert sich rasend schnell
und ich bin wortkarg geworden.
Wortsparsam.
Unmitteilungsbedürftig.
Ich danke allen für ihre Lesetreue.
Da nix unmöglich ist,
mag ich vielleicht bald wieder weitermachen
oder in einer anderen Form erzählen.
Ich habe keine Ahnung.
Schön war es,
gut war es.
Danke.




Sonntag, 24. Juni 2018

PAUSE ODER SO


Ein paar Tage mache ich Pause.


Samstag, 23. Juni 2018

SEEROSEN


Seerosen.
Jedes Jahr sind sie wunderschön,
diese geheimnisvollen Gewächse des Wassers.
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Einem Kampf zugesehen.
Der alte Mann und der Fisch.
Einer drohte in den Teich zu stürzen.
Beim anderen ging es um das ganze Leben.
Am Ende waren Tod und Erschöpfung.
So hat jeder sein Hobby.




Freitag, 22. Juni 2018

RELATIV


 
Wenn die Gegend 800 bis 1000 m hoch ist,
dann ist der höchste Pass Oberösterreichs relativ.
Heidelbeeren sind überall in den Wäldern.
die längsten Tage sind wunderbar.
Überfluss und Üppigkeit.
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Relativ unverständlich ist mir auch,
wenn die Waldviertler sagen,
dass wegen der Wölfe heuer keine Touristen kämen,
weil sie sich im Wald fürchteten.
Erstens gibt's da keine Wölfe
und zweitens sind genug Gäste unterwegs.
Auch Wanderer.
Dafür gibt es Luchse.
Aber die sind relativ von niemandem zu sehen. 
 


Donnerstag, 21. Juni 2018

ZIEMLICH DURCHGEKNALLT


Mir fehlt ja sowieso der sittliche Ernst für Vieles.
Aber Politik ist meist eine Quelle der Erheiterung für mich.
Und wenn der Chef im fernen Amerika eine Weltraumarmee aufstellen will,
kann ich mich vor Lachen kaum einkriegen.
Zu witzig sind die Bilder, die in meiner Vorstellung aufsteigen.
Schwerfällige Raumanzugerdenmenschen mit Laserschwertern,
die gegen Außerirdische kämpfen.
Lasst mehr Verrückte an die Macht.
Das Leben braucht Buntheit.




Mittwoch, 20. Juni 2018

MITTEN INS HERZ







Überall im Haus habe ich diese Fotos vom heurigen März
von der Felseninsel Es Vedra aufgehängt.
Wenn ich das Bild im Computer aufmache,
trifft es mich mitten ins Herz und treibt mir Tränen in die Augen.
Ein Ort mit größter Magie.
Es gibt Plätze, da sind Räume in andere Dimensionen geöffnet.
Durchlässige Spalten in höhere Bewusstseinsebenen.
Wie ich dort war, hatte ich das Gefühl,
es müsste dort ganz einfach sein, aus der Erde herauszuschlüpfen.
Und im kommenden Winter möchte ich auf Ibiza sein.
Aber ich bleibe in der Welt.
Keine Angst.



Dienstag, 19. Juni 2018

DAS UND DAS



An der schönen grauen Donau.
Viel Wasser treibt zum Schwarzen Meer.
Ich bin schon wieder auf Schwammerldiät.
Der durchforstete Wald gibt sie doch noch her.
Das ist eine große Freude.
Wobei ich mir meinen Pilzplatz ja mit dem Rehbock teilen muss.
Und der Kerl scheisst dort immer hin.
Tja, nix ist vollkommen.
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Langsam komme ich darauf,
was mich gerade so fertig macht.
Es ist dieser Zustand der Machtlosigkeit.
Nicht Herrin über mein Leben zu sein.
So ist es wohl.
Die Illusion der Selbstbestimmung begleitet uns ein Leben lang.
Bis sie nimmer aufrecht zu erhalten ist.
Bibelfest bin ich gar nicht,
aber da gibt es doch den Satz:
"Wahrlich, ich sage euch, so ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nimmermehr in das Reich der Himmel eingehen".
Und das ist auch tröstlich.
Sich zurückzulehnen und abzuwarten, was passiert.
Verantwortung abgeben.
Es bleibt mir eh nix anderes übrig.
Und wenn ich dauernd sage,
ich möchte das nicht -
es gibt Situationen, da fragt dich das Leben kein bißchen nach deinen Wünschen.
Loslassen.
Wünsche, Vorstellungen, Begehrlichkeiten .... loslassen.

Ach, ja.
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Es gibt so viele Zecken heuer.
Und die sind teilweise kleinwinzig.
Stecknadelkopfgroß.
Und beißen sich auch schon fest.
Hysterisch spüre ich ein Dauergekrabbel auf mir.







 

Montag, 18. Juni 2018

STAUSEE


Stausee Ottenstein.
Immer wieder hübsch.
Manche Plätze verändern sich seit Jahrzehnten nicht.
Hier habe ich einmal Windsurfen gelernt.
Die Surfschule ist  nun gegenüber.
Lang, lang ist es her.
Beim Restaurant am See und dem Bootsverleih ist die Zeit stehen geblieben.
Nostalgie so weit man schaut.
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Weil ich in Erinnerungen schwelge -
einen Segelschein habe ich auch und ich wollte immer ein kleines Boot haben.
War es aber irgendwie nie.
Einmal hat ein Mann für mich eines gekauft,
aber da hatten wir uns schon wieder entliebt.
Tja, vielleicht sollte ich den Wunsch jetzt auf meine alten Tage in Angriff nehmen?
 



 

Sonntag, 17. Juni 2018

EINKAUFSTEMPEL


Wenn es nicht so banal wäre,
könnte es ein Hobby werden.
Den Kleinstadt-Damen bei der Kleiderauswahl zuzusehen.
Es gibt da ein ziemlich großes, etwas höherpreisiges Geschäft mit Markenware.
Ab und an kaufe ich im Ausverkauf Hosen, weil die perfekt passen.
Man weiss ja - ich habe so wenig zum Anziehen.
Jedenfalls kann ich im Einkaufstempel begeistert glotzen.
Die Damen wählen Kleider mit Blumen und Schmetterlingen,
hochhakige rote Schuhe,
drehen und wenden sich vor  Spiegeln,
beraten von zwei Verkäuferinnen,
sie überlegen lange,
nehmen ihre Wahl richtig wichtig
und sehen so aus,
als ob ihre Kleinstadt-Männer schon lange jedes Interesse an ihnen verloren hätten.




Samstag, 16. Juni 2018

VOM WEINEN



Ich kann gerade viel weinen.
Hole Jahrzehnte ohne Tränen nach.
Ich kann vor Glück und vor Traurigkeit weinen.
Fühlt sich ähnlich an.
Sehr eigenartige Dinge passieren.
Leben verliert Berechenbarkeit,
verliert Konturen,
verliert Glaubenssätze.
Denn meine Intuition, meine Erfahrungen, meine Wahrheiten
erweisen sich als lächerliche Täuschungen.
Ich habe das Gefühl,
da sitzt ein lachender Gnom oder Gott,
der ständig zu mir sagt:
"Aber es ist doch alles ganz anders."
 


Freitag, 15. Juni 2018

WAS MICH UNGLÜCKLICH MACHT


Was mich glücklich macht,
überrascht mich manchmal.
Unglücklichsein ist einfacher.
Wenn das Leben nicht so tut, wie ich möchte,
wenn ich seit Wochen ununterbrochen mit dem Auto in der Werkstatt bin,
wenn ich einen neuen Fernseher kaufe und den nicht einstellen kann,
wenn mich das Leben ausbremst - sehr beliebtes Spiel gerade,
wenn mich Unglück im Außen im Inneren berührt.
Usw, usf.
Es gibt jede Menge Möglichkeiten das Leben nicht zu lieben.
Nichts ist leichter als das.







Donnerstag, 14. Juni 2018

KLEINES GLÜCK



Es sind die kleinen Dinge,
die mich glücklich machen.
Ich wundere mich selbst,
was mich in einen Zustand voller Zufriedenheit versetzen kann.
Junge Enten sowieso,
aber auch die Frau, die mir erzählt,
dass sie sich demnächst mit einem Mann aus dem Internet treffen wird.
"Denn die Sehnsucht nach einem Partner ist so groß".
Das lässt mein Herz weit werden,
weil es mich freut, wenn Menschen die Hoffnung nie aufgeben.
Das hat für mich etwas Berührendes, Helles.
Etwas Lebendiges.
Etwas Naives.
Und das ist schön.




Mittwoch, 13. Juni 2018

DIES UND DAS

 
Ich habe gerade wieder ein Abo auf die Dinge,
die schief gehen können.
Zuerst konnte ich noch lachen -
habe immer noch das Bild aus dem Uraltfilm "Alexis Sorbas" vor Augen,
wie am Schluß sein Lebenswerk einstürzt und Alexis beginnt Sirtaki zu tanzen.
So schlimm ist es bei mir nicht, aber trotzdem sehr nervig.
Heuer gibt es viele Zecken.
Entzecke täglich die alte Katze,
sie hat schon kleine kahle Stellen.
Und ich habe seit über einer Woche einen juckenden Dippel.
Die Zecke dort war winzig und fast nicht zu sehen.
Hysterische Anfälle kriege ich auch,
wenn ich beim Autofahren etwas krabbeln spüre,
in den Rückspiegel blicke und ein Zeckentier aus dem Haaransatz kriechen sehe.
Die Jagd danach während der Fahrt ist mindestens so gefährlich,
wie Handytelefonieren am Steuer.
Sollte auch verboten werden.
 


Dienstag, 12. Juni 2018

SOMMER


Am kleinen Bach sitze ich oft.
Tauche die Füße ins kühle Nass,
horche auf Erzählungen,
murmel, murmel, plätscher, glucker...
Wolken ziehen, Wasser fließt, Zeit rinnt ...
Sommer.



Montag, 11. Juni 2018

POLARITÄT

 
Das mit der Innenschau läuft gut.
Nur: in einer Welt der Polarität,
ist immer auch das Gegenteil wahr.
Ziemlich frustrierend.
Kaum habe ich mich für eine Seite entschieden,
poppt das Fenster mit der entgegengesetzten Möglichkeit auf.
Das Leben ist:
Ja, aber ...

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Sonntag, 10. Juni 2018

DIE ALTE KATZE


Der alten Katze geht es immer besser.
Sie lebt jetzt im Freien,
ins Haus mag sie nimmer.
Das Fressen wird ihr am Tisch serviert.
Wie das funktionieren soll,
wenn ich einmal nicht daheim bin,
weiß ich nicht.
Aber schau ma mal.


Samstag, 9. Juni 2018

FUNDSTÜCKE



Nicht nur Augen schauen mich an,
sondern auch Herzen kugeln herum.
Verlorene Herzen.