Dienstag, 17. Januar 2017

BÜCHER UND ENTRÜMPELN


 
Ganz egal, wie die Sache ausgehen wird.
Es wird Zeit, dass ich entrümple.
Momentan erfreue ich mich an Bücherschätzen,
die ich finde,
die ich jahrelang nimmer angeschaut habe.
Gerade ist es Jörg Mauthe:
"Demnächst".
Ein Buch über sein Krebssterben.
"Es ist mir noch nie so gut gegangen, wie in diesem Sommer."
Schreibt er in Erwartung seines Todes.
Diese Sterbeeuphorie habe ich auch schon kurz gespürt.
Schau ma mal.
Die Fotos sind einige Tage alt.
Jetzt ist viel mehr Schnee.
Und viel weniger Sonne.
 


Montag, 16. Januar 2017

ZWISCHENREICH





 
 
Ich bin sowieso schon die längere Zeit daheim
Und schwanke zwischen Panik und Zuversicht.
Muss auf die Diagnose warten.
Krebs schwebt im Raum.
Wenn ich die Kommentarfunktion offen lasse:
ich will keine Bedauerungen
und keine Ratschläge.
Kann nur gute Energie brauchen.
So vertrödle ich die Tage,
in der Zwischenzeit schneit es mich ein.
Es ist irgendwie alles absurd und unwirklich.
Zwischenwelt, Zwischenreich.
Abenteuer Krankheit.
Und ich lese bei Lotte Ingrisch:
Eine Reise in das Zwielichtland:
"Die Kelten sind unsere Vergangenheit.
Und vielleicht, da das römische Zeitalter der Technokratie untergeht, unsere Zukunft.
Der Geist kehrt zurück und vertreibt das Gespenst des Materialismus.
Wieder ziehen Götter in unsere Seele ein.
Der Winter ist die Verheißung des Frühlings.
Beginnt doch für die Kelten der Anfang mit dem Ende,
der Tag mit der Nacht, das Leben mit dem Tod.
Sie glaubten nicht an die Ratio.
Ihre Unwirklichkeit war der Traum und so trennten sie die innere nicht von der äußeren Welt."
 


Mittwoch, 11. Januar 2017

PAUSE


Bin dann mal weg.. Bin im Krankenhaus - wer braucht denn sowas - und melde mich wieder demnäxt.

Dienstag, 10. Januar 2017

DACHBODENFUND

Nach dem Sturm habe ich die Scheunen kontrolliert
und da ist mir eine große Schachtel mit Briefen in die Hände gefallen.
Der Vorteil von viel Kram ist:
immer wieder kommen vergessene Schätze zum Vorschein.
Die Briefe erzählen die Geschichte einer schönen, begabten, exaltierten jungen Frau,
die vom Waldviertel in die weite Welt hinauszog.
Viele Männer kennenlernte,
die ihr dann neben Liebesgeständnissen auch weise Ratschläge gaben,
wie: sie solle nicht in den Zähnen stochern und die Nägel nicht kurz schneiden.
Die Fotos zeigen eine sehr lebendige Person, der die Welt zu Füßen lag.
Und wie das Leben so spielt,
starb ihre Mutter,
der Vater wurde krank,
das Mädel kehrte  mit Mitte 30 heim und pflegte den Alten,
der ihr vorher immer wieder Briefe geschrieben hatte,
dass er ihr kein Geld mehr schicken werde
und überhaupt sei ihr Bohemienleben kein ehrenwertes.
Da ihr das leichte Sein besser anstand,
als den väterlichen Automobilhandel in der Nachkriegszeit weiterzuführen,
war sie schnell pleite.
Jetzt erzählen ihre Briefe von Geldsorgen,
dass ihr die Menschen nicht einmal das Geld für Kohle stunden würden
und sie nicht heizen könne.
Das Letzte was ich gefunden habe,
war ein Schreiben in dem sie von einer Schiffspassage nach den USA spricht,
um dort vor Gericht um eine kleine Erbschaft zu streiten.
Geld, das ihr irgendeiner der Männer vermacht hatte,
das aber die Erben nicht herausrücken wollten.
Und da endet der Schatz im Karton.
Der Rest bleibt der Fantasie  überlassen.


Montag, 9. Januar 2017

DIES UND DIES IM WINTER


Rotwein trinken und zu Mittag den absoluten Lieblingsfilm zum x.ten Mal anschauen.
So soll es sein.
Jenseits von Afrika.
Passt gut zu all dem Schnee.
Und bei dem Herzkino kann ich immer noch weinen.
Nach einer ziemlich grauenhaften Nacht war ich froh,
dass mein Auto bei -19 klaglos ansprang.
Auf der Fahrt in einen Nachbarort hat es andere Überlegungen angestellt,
und den Diesel ausflocken lassen
und nur mehr stotternd und dann gar nicht mehr weitergewollt.
Der hochgelobte Pannendienst hat nicht mal das Telefon abgehoben,
mein Handy-Akku war sowieso fast leer
und Nachbarn habe ich auch nicht erreicht.
Aber die Autowerkstätte meines Vertrauens hat mich schließlich frierend von der Straße geholt -
nach einem Schwätzchen mit dem freundlichen Schneeschaufler beim Häuschen in  der Nähe.
Auch ein vorbeifahrender junger Mann hat mir Hilfe angeboten,
aber da war der Abschleppdienst schon unterwegs.
Einen neuen Dieselfilter habe ich bekommen und irgendwelche Zusätze in den Tank.
Auch das Auto will ab und an ein besonderes Schlückchen.
Ausserdem läuft meine Waschmaschine viel.
Halbleer, weil ich gar nicht so viel zum Waschen habe.
In der Außenmauer  ist eine Leitung.
Bei den Temperaturen friert sie gerne ein.
Mit den Erfahrungen versehen,
habe ich beschlossen,
dass Ofenbankzeit sein müsste.
Wein, Film und Tränen.



Sonntag, 8. Januar 2017

FITNESS


 
Weil es beim Disconter ganz günstig dieses Ding gab
und weil mein Gleichgewichtssinn nachlässt,
die ganze Fitness sowieso,
habe ich das Balance-Board gekauft.
Vor vielen Jahren hatte ich so ein Gerät schon einmal,
in Holz und teuer.
Das habe ich nach zwei Versuchen sofort verschenkt -
nix für mich die Wackelei.
Jetzt habe ich das Board zum Waschbecken gestellt.
Zähneputzen in Balance.
Naja.
Wahrscheinlich werde ich entweder den Waschtisch herunterbrechen
oder ich werde nach hinten kippen
und mit einem Schädelbruch tot liegen bleiben.
So geschieht das immer in den Krimis die ich im Fernsehen sehe.
Tja, Sport ist Mord.
 


Samstag, 7. Januar 2017

ERFINDUNGEN


 
Die Elektronikmesse in Las Vegas stellt gerade viele innovative Erfindungen vor.
Z.B. die smarte Haarbürste mit Analyse-App.
Die Bürste teilt mir dann jeden Morgen den Zustand meiner Haare mit.
Z.B. es sind schon wieder 15 Haare ausgefallen.
In 2 Jahren, 11 Monaten und 3 Tagen wird die Glatze erreicht sein.
Das wird meine Laune erheblich steigern.
Auch den Futterautomaten für Katzen für 4 Wochen hätte ich gern.
Ein kleiner Stromausfall oder Softwarefehler
und beim Heimkommen nach vier Wochen liegt nur mehr das Katzengerippe da.
Dafür misst der Automat die Kalorienzufuhr.
Naja, zu dick kann das Tier wenigstens nicht werden.
Und die Kühlschrankinnenkamera,
die mir immer zeigt,
was noch im Kühlschrank vorhanden ist.
Ich versuche es bis jetzt mit Gedächtnis.
Aber ich bin halt auch nicht innovativ genug für die schöne neue Welt.
 
 

Freitag, 6. Januar 2017

DIE INNEREN BILDER



Meine inneren Bilder sehen ein Leben als Pioniersfrau.
Im Wilden Westen.
Natur und Indianer.
Deshalb wohne ich da im waldigen Viertel im Wald.
Ohne Indianer.
Ohne wild.
Wenn es dann ungemütlich wird,
Schnee und Sturm ums Haus wüten,
dann kann ich mich an meine inneren Bilder nimmer erinnern.
Dann sehe ich andere.
Gemütlichere.
Sogar die Katze meinte nur "Wäh",
als sie einen kurzen Blick ins Unwirtliche warf.
Und mit dem ersten Holzkorb bin ich in den Schnee gefallen,
weich,
weil die Sohlen der dicken Stiefel anscheinend für Schönwetter sind.
So isses,
wenn man viele innere Bilder hat.
Das Passende ist dann immer am anderen Sender.
Anmerken muss ich noch,
dass es bei mir immer mehr schneit und windet,
als sonstwo.
Schon wenige Kilometer entfernt ist die Welt eine ganz andere.
 
 


Donnerstag, 5. Januar 2017

WIEDER WIEN


 
Einen Wientag habe ich eingeschoben.
Über die Bahn kann ich wirklich nix Negatives sagen.
Schöne Züge, genug Platz. Pünktlich.
Diesmal sind 2 Züge hintereinander kaputt gegangen.
Das war Pech, aber die Verspätung war dann nur eine halbe Stunde.
 



 
 
Ich musste nochmals zum Friedhof,
weil ich ins  Lieblingswirtshaus  Schnitzel essen gehen wollte.
Das Essen dort ist ja eigentlich wirklich nicht gut,
aber die Schnitzel sind ok,
und das Ambiente ist unschlagbar.
Ziemlich viel los war.
Begräbnisgesellschaften.
Anscheinend ein guter Tag fürs Begrabenwerden.
Unten eine Eisbar vor dem Cafe Schwarzenberg.
Hübsch.
 



Mittwoch, 4. Januar 2017

VORSCHRIFTEN

 
 
Richtiges Essen,
genug Bewegung,
kein Rauch,
kein Alkohol,
Gesundheitsvorsorge.
Alles wird uns vorgeschrieben.
Möglichst wenig freies selbstbestimmtes Leben.
Und die Befehle von oben werden immer mehr.
Wo will man uns hinkriegen?
Zu abhängigen unkaputtbaren Robotern?
Ich stelle mir vor,
 in den Ministerien sitzen Politiker und Beamte
und überlegen sich ständig welche neuen Gesetze aufs Volk losgelassen werden können.
Glücklicherweise stellt sich der innere Schweinehund dazwischen.
Und der ist nicht umzubringen.

 


Dienstag, 3. Januar 2017

SCHNEEENTEN

 
 
Da sitze ich und starre das Foto an
und kein Text erscheint.
Die Enten sind witzig,
wie sie schnatternd durch den Schnee stapfen.
Dass der Fuchs nie Lust auf Federvieh hat,
wundert mich,
aber irgendeine Strategie haben die Schnatterwatschler,
die sie gut überleben lässt.
 


Montag, 2. Januar 2017

WINTERSCHÖNHEIT


 
Schloss Rosenau.
Ich bin gerade im Ichkannmichanderwinterschönheitkaumsattseh-Modus.
 
 




Sonntag, 1. Januar 2017

ANFANG


Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Perfekte Wintertage -
ein gutes Omen für das Neue Jahr?!




Samstag, 31. Dezember 2016

AUF EIN GUTES


Im Fernsehen habe ich einen Jahresrückblick gesehen.
So viele bekannte Menschen sind heuer gestorben.
Ich habe immer das Gefühl,
wenn sich gesellschaftliche Umbrüche anbahnen,
gehen viele Menschen,
die mit dem Thema nichts mehr zu tun haben (wollen).
Ich bin jetzt auch schon in einem Alter,
wo man sterben darf.
Nein, keine Todessehnsucht.
Die alte Katze möchte ich überleben.
Mir ist ja sehr unbegreiflich, warum jeder so alt werden will.
Sehe darin keinerlei Vorteile.
Ein guten Rutsch in ein sehr aufregendes Neues Jahr wünsche ich allen.
 

Freitag, 30. Dezember 2016

AUFSTAND DER KLEINEN DINGE

 
Bei mir proben die kleinen Dinge ihren Aufstand.
Haben anscheinend zu viel Märchenfilmferngeschaut.
Was ich benütze,
verabschiedet sich.
Der Wasserkocher hat einen unsichtbaren Riss im Ausguss
und schüttet alles daneben.
Der MP3-Player mag nur mehr ein Ohr bespielen
und es sind nicht die Ohrstöpsel.
Die neue Clapton DVD habe ich vernichtet.
Zur Geisterstunde schaltet sich der Radioalarm in der Küche ein und ich muss
2 x durchs Haus eilen, bis wieder Ruhe herrscht.
Alles keine großen Verluste,
aber diese kollektive Dingeverweigerung ist seltsam.
 
 
 

Donnerstag, 29. Dezember 2016

PERÜCKE



Jüdische Frauen tragen Perücken.
Chemotherapierte Menschen verwenden den Kopfschmuck.
Männer mögen Haarersatzteile.
Ich hätte langsam auch gerne einen Pepi.
Aber irgendwie ist das gar nicht modern und bequem auch nicht.
Meine Haare werden weniger und dünner.
Grau ist gut, aber immer mehr  Weiß mischt sich dazu
und die dunklen Strähnen sind zu viel Kontrast.
Färben ist wegen des Nachwuchses auch unlustig.
Und die Wintermützen tun das übrige zum Frisurlosen.
Mag meine Hornfäden gerade gar nicht.
Ja, die Eitelkeit stirbt zuletzt.




Mittwoch, 28. Dezember 2016

EIGENTLICH MAG ICH ES NICHT SO GERNE

 Aber es hat doch seinen Reiz,
wenn der Sturm ums Haus heult,
der Schnee in dichten windgetriebenen Wänden jede Sicht nimmt,
das Leben sich archaisch anfühlt.
Solange alles funktioniert,
Strom und Heizung nicht ausfällt,
Internet bleibt,
ist es die Wintersoftversion.
Die Straße ist manchmal zu,
aber Essen ist immer genug im Haus.
Ich habe einmal einen Bericht über die Hallig gelesen,
diese winzigen Inseln im Watt.
http://www.halligen.de/
So mitten im Meer, das würde mir Angst machen.
Hier habe ich festen Boden unter den Füßen,
das Haus steht schon Jahrhunderte,
das Dach hat den Kyrill überstanden.
Da kann ich mich eigentlich ganz dem Genuß der Naturgewalten hingeben,
mich klein, bescheiden und sicher fühlen -
irgendwann wird wieder die Sonne scheinen
und daraus eine Winterwunderlandschaft machen.



Dienstag, 27. Dezember 2016

EINS ERGIBT DAS ANDERE


Weil ich einen Artikel über alte Baumeister und Kirchen gelesen habe,
und bei mir Nebel war und für die näxten Tage auch Schlechtwetter angesagt,
was mich mehr oder weniger ans Haus fesselt,
habe ich mich nach Maria Taferl aufgemacht.
Wallfahrtsort, Kraftplatz über dem Donautal mit schöner Fernsicht.
Leider war feiertagswegen gerade eine Messe.
Weil ich mich irrtümlich zum Beichtstuhl stellte,
hätten mich die beichtwilligen Christen fast gebissen -
so viel Nächtenliebe, so viel Aggression -
hat mich nicht lange in der Kirche gehalten,
aber ein Sonnenstrahl ist gekommen -
keine Ahnung, ob der jetzt astronomisch korrekt war.
Aber hübsch.
Kann ja die Rederei in Kirchen nicht ertragen
und die Musik, die die da spielen schon gar nicht
und die Leute sehen immer so unzufrieden leidgeplagt aus.
Gar nicht glücklich inspiriert.
Dabei sind die Plätze so kraftvoll und gut.
Schade drum.
Dafür habe ich die Quelle gefunden -
muss ja sein, Maria hat immer eine Quelle.
Und das Kaffeehaus, das ich am Plan hatte, war zu.
Und das Hotel in dem ich dann einkehren wollte,
die waren gerade im Mittagstischdeckstress
und dort, wo die wollten, dass ich Kaffee trinke,
war es mir nicht schön genug.
Naja, semierfolgreich der Ausflug.
Und das Foto ganz unten -
so wachsen da allüberall die Christbäume für die kommenden Jahre.
Viele.




Montag, 26. Dezember 2016

MÄNNERWEIHNACHT




Heuer durfte ich am 24. bei der Männerweihnacht mitmachen.
Bruder und Neffe.
Zuerst Zentralfriedhof Elterngrab.
Und dann Prater.
Ich liebe den Prater, komme aber nie mehr hin.
Die meisten Attraktionen waren geschlossen.
Nur die armen Pferde drehten ihre letzten Runden,
bevor dieses Karussell wegen Unzeitgemäßheit seine Pforten schließt.
Der alte Mann mit Geisterbahn kennt auch kein Festtagsgefühl
und eine Runde Spielhalle musste es sowieso sein.
Seit die Glückspielautomatengesetze verschärft wurden,
gibt es kaum Automaten.
Nur einige Flipper, Fußballtische und Autorenngeräte stehen herum.
Gut war die Männerweihnacht.
Hat viel Spaß gemacht.
Da ich mich halbwegs benommen habe,
darf ich möglicherweise im näxten Jahr wieder mit.
Und mein einziges Geschenk:
Eric Clapton (noch immer) begleitete mich im Autoradio bei der Rückfahrt
durch die malerische einnachtende Wachau.
Keinesfalls würde ich den Tag gegen irgendeine Feierei tauschen mögen.
 
 
 








 

Sonntag, 25. Dezember 2016

AM MORGEN



Es gibt immer wieder einen neuen Morgen.
Und einen Topf mit Gold am Ende des Regenbogens.
Der Bogen war ganz, aber zu nahe um ihn voll aufs Bild zu kriegen.
So bezaubernd.
 


Samstag, 24. Dezember 2016

WINTERWUNDERLAND


Die nettesten Grüße und Wünsche an alle Leserinnen.
An die, die heute feiern
und an die, die nix mit Weihnachten am Hut haben.
Ich bin im Winterwunderland.
Und da sind sowieso immer Engel und Christkinder unterwegs.