Donnerstag, 21. Januar 2021

DAS GEHT DANN SCHON

 
Jetzt hat es hier ausführlich geschneit.
Meist gehe ich des Morgens noch im Nachtgewand und nur mit Schlapfen an den Füßen durch den 
hohen Schnee um die Vogelfutterstellen aufzufüllen.
Die immer völlig leergeräumt sind.
Das ist natürliches Kneippen.
Und dann kann ich nochmals ins Bett oder auch nicht.
Heute habe ich am Computer gefrühstückt
und dann schon den Traktor meines Nachbarn gehört,
der den frisch gefallenen Schnee aus der Hauszufahrt räumt.
Sehr beruhigend.
Der Anschluss an die Welt ist möglich, aber nicht zwingend notwendig.
Es bleiben nur mehr 20 m Weg im Innenhof zu schaufeln.
Ich habe euch meine unendliche Kurgeschichte erzählt.
Das Kurhaus wäre nun bereits mich zu verwöhnen,
aber ich kann nicht fahren.
Das Gefühl zusätzliche Vorschriften aushalten zu müssen,
die ganze Zeit mit Maske durch die Gegend zu laufen,
hat so wenig Anreiz,
dass ich lieber daheim bleibe.
Ich habe meinen Gelenken erklärt,
dass sie keine Extrazuwendungen kriegen werden
und alleine zurecht kommen müssen.
Und jetzt ist der Tag bald eine Stunde länger.
Februar kommt.
Das geht dann schon.
Über eine Stunde in der Sonne gesessen.
Die Vögel zwitschern und singen.
Das geht dann schon.




Mittwoch, 20. Januar 2021

AUS GRÜNDEN


Mehr oder weniger zufällig habe ich  nachgelesen,
wie die aktuellen Bestimmungen gerade sind.
Also die Lockdownereien.
Eigentlich darf das Haus nimmer verlassen werden,
außer aus Gründen.
Na gut, Gründe gibt es immer.
So war ich mit Grund bei den Hirschen und habe sie gefüttert.
Der Herr Oberhirsch lächelt.
Vogelfutter habe ich auch besorgt.
Weil die Federbällchen fressen gerade viel
und wenn die Sonnenblumenkerne ausverkauft sind,
dann gibt es in der Saison keine mehr.
So an die 50 kg werde ich wieder brauchen.
Meisenknödel kann ich heuer selber essen,
die mag keiner.
Aber die selbstgemachten Kokosfettringe werden gerne angenommen.
Und eigenes Essen habe ich auch gekauft.
Da ich jetzt so oft in den Supermarkt gehe,
wandern immer Belohnungen in die Taschen.
Was sich auf der Waage nicht auswirkt.
Vielleicht nimmt frau in einer Phase der Depression nicht zu?





 

Dienstag, 19. Januar 2021

1. VERSUCH LANGLAUF


 Weil jetzt nix perfekt ist,
funktioniert das mit dem Langlaufen eher auch nicht.
Muss frau weiter probieren.
Die Schuhe sind zu weich und der angeschlagene Fuß kippt mir
fehlgehalten weg.
Außerdem war der Schnee im Wald zu tief.
Muss ich nochmals auf einer Straße versuchen.
Jetzt habe ich alte Schuhe gefunden.
Die fester sind.
Aber zu klein.
Weil meine Füße wachsen und wachsen.
Da das Wetter so bleibt,
werde ich noch genug Zeit haben die perfekte Form zu finden.
Oder auch nicht.
Langlaufen hat noch nie zu meinen Favoriten gezählt.
Zu anstrengend, zu wenig Spaßfaktor.
Dafür garantiert virenbefreit.



Montag, 18. Januar 2021

ZEIT


 Diese Gleichförmigkeit,
diese Unabsehbarkeit des Zukünftigen,
macht Tage lang und kurz,
das Zeitgefühl gedehnt und ohne Haltepunkte
verwirrend anders.
Ich altere schnell und langsam,
alles rinnt durch die Finger,
nichts ist dabei,
woran ich klammern möchte.
Ich versuche mich an etwas Schönes in den letzten Monaten zu erinnern.
Dazu fällt mir nichts ein.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Meine ist schon gestorben.
Die Abwesenheit von Sonne macht es auch nicht besser.


Nachdem wir weiterhin auf unbestimmte Zeit gelockdownt werden, 
ein Video.
Gunnar Kaiser. 



Sonntag, 17. Januar 2021

DAS UND DAS


Tage wie aus
"Und täglich grüßt das Murmeltier."
Leben in der Endlosschleife.
Ich gehe öfter als "normal" einkaufen.
Um aus meiner Schneeinsel rauszukommen.
Und dann ist das Aufregendste, was ich erlebe,
wenn mir ein Schneepflug am engen Güterweg entgegenkommt.
Die verschneiten Wälder sind hübsch.
Überall sind Loipen gespurt.
Am Vormittag, beim Vorbeifahren,
waren nicht viele Menschen unterwegs.
Und morgen packe ich meine Ski aus.
Versprochen. 
Probiere sie erst bei mir aus, bevor ich auf eine Loipe gehe.
Und die Loipe muss eben sein,
denn für Abfahrten bin ich bereits zu feige.
Meine alte Rodel habe ich eingeweiht.
Das ist eine Wintertradition, die ich mir nicht nehmen lasse.
Was man gut üben kann:
nix vornehmen, keine Pläne machen,
Tag für Tag leben.
Im Hier und Jetzt sein.


Leben in Schweden
Romantisch, kitschig, Seelenbilder



 

Samstag, 16. Januar 2021

KNAST



Kellergewölbe-Cellarium im Stift Zwettl.

Ein wenig lebe ich/wir jetzt wie in einem Knast.
Seit es dick verschneit ist, ist der Eindruck noch stärker.
Das Leichentuch ist bereits über alles gebreitet.
Erinnerungen an meine Moskauer Zeit kommen hoch.
Damals: Bewegungseinschränkung, ständige unsichtbare Überwachung
und Bespitzelung, Unfreiheit.
Es war nur auszuhalten, weil es Geld dafür gab
und im Ausgleich schöne Reisen.
Kompensation, die jetzt komplett fehlt.
Keine Vergünstigungen für Monate im Gefängnis.
Alles auf gezwungen freiwilliger Basis.



 

Freitag, 15. Januar 2021

EIN DONNERSTAG


Bei mir schneit es.
Ausgiebig.
Ich glaube, das obere Foto hatten wir schon einmal im Blog.
Eisfischer auf der Wolga.
-25 Grad.
An einem klirrkalten Tag mit Sonnenschein bekamen wir zwei Riesenfische
geschenkt.  Störe.
Als sie aus dem Loch, das in das Eis geschlagen war,
gefischt wurden, erstarrten sie nach wenigen Bewegungen in der Luft.
Ein wenig unheimlich war das Betreten der Eisfläche immer.
Besonders am Ende der Saison,
wenn bereits Wasser am Eis stand.
Die ganze Fläche, die man sieht, ist der Fluss.
Das untere Bild musste ich zeigen.
1980.
Mit Lenin, Marx und Engels am Roten Platz.
Irgendwie war ich da komisch angezogen.
Muss modern gewesen sein.
Burlington Kniestrümpfe zu Schuhen mit Absätzen.
Naja.
So dick, wie ich aussehe war ich auch nicht.
Die Hintergrundleute geben Volumen.
Eigentlich wollte ich über Knast schreiben -
das kommt morgen.


 

Donnerstag, 14. Januar 2021

EIN MITTWOCH


 So richtig entscheiden kann ich mich nicht,
ob ich ein wenig krank bin oder gesund genug.
Was eigentlich keine Rolle spielt.
es ändert sich nix an meinem Lebenswandel.
In der Apotheke habe ich ein Fieberthermometer besorgt.
So eines wie früher.
Analog.
Mit Skala und schütteln.
Weil die digitalen, die bei mir vorhandenen,
sind batterieleer.
Das war jetzt ein klassischer Fehlkauf und ich glaube nicht,
dass ich ein benütztes Thermometer umtauschen kann/mag.
Soll ich beschreiben, warum das nix ist?
Erstmals braucht es ewig, bis es etwas anzeigt.
Und dann lässt es sich nimmer runterschütteln.
In der Beschreibung (für ein Fieberthermometer!!!) steht,
15-20 Mal stark schütteln.
Dann tut sich noch immer nix, 
außer, dass mein Arm ausgekugelt ist.
Der finanzielle Einsatz war nicht so hoch,
trotzdem ist es ärgerlich,
wenn so ein Mist angeboten wird.
Letztlich habe ich es in ein Glas mit kaltem Wasser gesteckt.
Und dann noch in den Kühlschrank.
Was aber an der Skalaeinstellung nix änderte.
Das Ding war völlig unbeeindruckt.
Rehe kommen zum Haus.
Es ist kein einziger Bock dabei.
Da genügend Schnee liegt,
werde ich meine Langlaufski hervorholen
und mal ausprobieren,
was noch geht.
Also, wenn ich mich für Genesung entscheide.
Und die Investition in die Frau Post war nur teilerfolgreich.
Immerhin, sie ruft mich an, wenn sie ein Packerl hat.
Aber sonst behält sie lieber die Briefe bei sich im Auto.
Denn sie hat jetzt beschlossen, dass sie im Winter nimmer zu mir fahren kann.
Warum bin ich mit einer verhaltensoriginellen Zustellerin,
die nicht Auto fahren kann, gesegnet?




Mittwoch, 13. Januar 2021

EIN DIENSTAG




Einen Ichfühlemichkrank-Tag eingelegt.
In die völlige Verantwortungslosigkeit jeder Pflichtvergessenheit abgerutscht.
Kindkranksein war immer schön.
Mit Verhätschelungen und Erdäpfelpüree mit gebratener Knackwurst.
Ich habe auch für mich gekocht -
Bohnengulasch.
Ziemlich sehr köstlich.
Ohne Paprika geht bei mir fast gar nix.
Das Ungarnerbe des Wienerischen.
Lektüre: Andre Heller.
Seine Kunstsprache mit überraschenden Wendungen, Kapriolen und Kunststücken -
immer wieder gern gelesen.
Ist auch ein wenig Gehirnakrobatik.
Denn das Denken muss in verborgene Winkel springen.
Abseits vorgegebener Geraden.
Vielleicht ein wenig Hundertwasser zum Lesen?
Die gerade Linie ist gottlos.
Draußen schneit es.


 

Dienstag, 12. Januar 2021

AUSFLUG


Nicht alle Ausflüge gefallen mir.
Wollte nicht weit fahren und war in 
Wenn ich immer nur auf meine schweigenden Bäume starre,
fällt mir die Decke auf den Kopf.
Aber in Waldhausen war es auch nicht prickelnd.
Die Kirche muffig und mit seltsamer Kinderkunst geschmückt.
Teile des Klosters wurden 1800 abgerissen und mit dem Material die 
Franzensburg in Laxenburg gebaut.
Die Zeit jetzt ist wirklich traurig und manchmal geht mir die Luft aus.
Und wenn ich mir die Prognosen für die nahe Zukunft ansehe,
kriege ich überhaupt einen Atemstillstand.
Tja.






 

Montag, 11. Januar 2021

STILL UND WEISS


 An manchen Tagen,
wenn ich auf das stille Winterweiß starre,
fühle ich mich wie unter einem Leichentuch begraben.
Die verschneite Landschaft ist hübsch anzusehen -
trotzdem - mit Lockdown ist das Friedhofsgefühl nahe.
Ich streife durch den schweigenden Wald.
Schön. Still.
Die Federbällchen am Vogelbaum sind gezählt,
also mehr geschätzt,
da der Baum so dicht ist und ein reges Geflatter vorherrscht.
Ein Video habe ich angesehen,
das mich in Angst und Schrecken versetzt hat.
Also, wenn ich behaupten würde,
ich habe gerade die schönste Zeit meines Leben,
dann wäre das eine glatte Lüge.

Sonntag, 10. Januar 2021

SCHNEEFAHRBAHN


Ich nehme euch mit auf eine Runde Schneefahrbahn.
Mag ich gerne.
Ist immer wieder hübsch und nett zum Autofahren.
Im frisch gefallenen Schnee.
Wenn es dann eisig wird, hört sich das Vergnügen auf.
Besonders schön ist es, die erste Spur, noch vor dem Schneepflug zu ziehen.
Also, wenn die Sicht gut ist.
Ich kenne auch nebelige Tage oder Schneetreiben,
wo man keine Idee mehr von Straße hat.
Grundsätzlich fahre ich ja nimmer so gerne Auto.
Ist mir langweilig und anstrengend.
Zu viele Kilometer und Stunden und Tage in der Kiste verbracht.
Aber besondere Situationen und Stimmungen können mir heute noch gefallen.






 

Samstag, 9. Januar 2021

AUSNUTZEN


 Videos habe ich gesehen,
von Menschen, die neue Projekte verwirklichen.
Projekte für mehr Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstversorgung,
selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur.
Interessante Sachen.
Die Bewegung gibt es schon lange,
aber jetzt im Endzeitkapitalismus nimmt sie wieder Fahrt auf.
Ich bin gar keine Gärtnerin, ebenso wenig interessiert mich Kochen.
 Permakultur finde ich sinnvoll, wenn mich auch Riesenkohlköpfe nicht so sehr beeindrucken.
Es gab bereits in den 70er Jahren
Findhorn in Schottland.
Damals habe ich die Bücher mit Interesse gelesen und all dieses gesunde Leben,
die bessere Welt, die spirituelle Gemeinschaft waren für mich Antrieb meinen Bioladen aufzumachen.
Lange ist es her.
Um mein Haus sind 6000 m2 Grund, der seit 40 Jahren verwildert.
Ich gebe das Land der Natur zurück.
Dieser Tage bin ich es abgegangen und alles ist gut.
Das Land ist zufrieden.
Und ich bin in der glücklichen Lage aus Grund und Boden keinen Ertrag erzielen zu müssen.
Ab und an fällt ein wenig Holz für den Kachelofen an.
Ich finden den Gedanken gut,
nicht alles (aus)nutzen zu müssen.
Erde in Frieden lassen zu können.
Sich selbst überlassen.


Freitag, 8. Januar 2021

DER TUT EH NIX


Wenn mir im Wald ein frei laufender Schäferhund mit altem Mann im entfernten Gefolge
begegnet
und der Mensch mir auf mein Verlangen,
er möge den Hund zu sich rufen,
entgegnet:
"Der tut eh nix",
dann kann ich nur sagen,
so reden alle Hundebesitzer,
und ich habe Angst
und Hunde mag ich nicht, schon gar keine großen.
Die Statistik sagt, jährlich werden in Österreich 5900 Menschen von Hunden gebissen und müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Das waren dann alle, wo der Besitzer meinte:
"Der tut eh nix." 
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Auch im Wald zwitschern die Vögel bereits
und bei meinem Futterhaus sind so viele,
dass ich mich doch an der Zählaktion beteiligen werde.
Neuzugänge: ein Schwarm Goldammer, Gimpel, Drossel?, Buntspecht.
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Vögel: 
Zu Silvester sind in Rom Hunderte Stare gestorben,
die durch
Feuerwerke in der Nacht aufschreckten und verunglückten.
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Auf Arte den Film "Swimmingpool" gesehen.
Romy Schneider, Alain Delon.
1969
Ich habe gar nicht gewusst, dass mir die Mode, die Einrichtung aus der Zeit so gut gefallen.
Nostalgisch ins Schwärmen gekommen.
Und die sexuelle Freiheit erst.
Eine Menge haben wir verspielt.
Wobei ich die Rolle der Frauen nicht toll finde.
Aber das geht mir mit aktuellen französischen Filmen auch so.





Donnerstag, 7. Januar 2021

VON DEN VIREN


So im Großen und Ganzen bin ich recht achtsam im Umgang mit der Seuche,
aber nicht ängstlich.
Ca. 500 Viren braucht es für eine Ansteckung mit Corona.
Also denke ich, wenn ich ab und an 5 oder 10 oder 100 Viren irgendwo begegne,
kann es nur nützlich sein.
Ich glaube nicht daran, 
dass ich mich im Supermarkt oder im Freien wirklich krankheitsbringend infizieren kann.
In sehr schlechter Erinnerung habe ich die einzige Grippe meines Lebens.
In dem Jahr waren so viele Menschen krank,
sogar die wirksameren Medikamente waren ausgegangen.
Mit meinem Neffen war ich im Türkenland in den Semesterferien.
Und er wurde am 2. Tag krank.
In der Nacht habe ich seine Füße angegriffen,
die hatten ca. 39 Grad Fieber
und meine Gedanken waren nur mehr: Oje. Und jetzt erwischt es mich auch.
Denn gemeinsam im Doppelbett, das schafft das beste Immunsystem nicht.
Das Kind war nach 5 Tagen gesund und munter
und ich schleppte mich ca. 3 Monate völlig schlaff und antriebslos durch die Gegend.
Wobei das im Resturlaub nicht lustig war.
Denn das Kind wollte bespaßt werden
und mir war ziemlich elend zumute.
Im nächsten Jahr versuchte ich es mit einer Grippeimpfung.
Mit der ich mich wieder 3 Monate krank fühlte.
Nicht krank war,
aber auch nicht gesund.
Seit damals meiden mich Viren
und ich habe Respekt vor ihnen.
Aber das Leben verderben können sie mir nicht.








Mittwoch, 6. Januar 2021

RHYTHMUS


Beim Waldgang zarte Blutspuren im Schnee.
Sieht man öfter, wenn sich ein Tier im harschigen Schnee verletzt.
Ich habe jetzt meinen Lockdownrhythmus gefunden.
Entweder bin ich im Wald
oder mit dem Auto unterwegs.
Ich besuche Kirchen, Klöster, Stifte.
Klöster sind meist hübsch.
Schöne alte Baukunst.
Die Kirchen sind geöffnet und ich kann in den Bänken rasten und vor mich hinträumen.
Meditieren.
Kontemplation statt Wirtshaus.
Geistige Erbauung statt weltliche Sättigung.
Entsagung statt Konsum.
Tja. Die Not macht erfinderisch.
Wenige Menschen kommen auf die gleiche Idee.
Das ist gut.
Denn menschenentleert mag ich alle Orte am liebsten.
Auf meiner Besuchsliste habe ich noch eine Menge Plätze.
Das sollte für den ganzen Lockdown reichen.
Zwischendurch gibt es Bäume und Steine.




 

Dienstag, 5. Januar 2021

LIEBE



In diesen stillen Tagen schaue ich viele Videos auf YouTube.
Vorträge. Meinungen, Kabarett, Astrologie.
Interessantes, Spannendes, Dummes, Banales.
Besonders gut hat mir die Aussage gefallen:
"Wir können uns als Menschen so verhalten,
dass die Natur, der Wald, die Bäume sich über das Zusammenleben mit uns freuen."
Ich glaube das zwar nicht,
den Gedanken finde ich aber nett.
Morgen werde ich die Bäume auf meinem Grundstück fragen,
ob sie mich lieben.
Ein weiterer Satz aus dem Interview:
"Behalte nur das, was du liebst."
Tja. 
Damit wäre ich fast nackt.


Montag, 4. Januar 2021

LEKTÜRE


Meine Lektüre für diese besonders stillen Tage.

John Steinbeck. Die Reise mit Charley.
Im Alter von 58 kauft der Schriftsteller ein Wohnmobil und fährt mit seinem Hund 11 Wochen durch die USA.
Persönlich fällt mir dazu ein, dass meine erste größere Reise 5 Wochen und 10000 km mit dem Greyhoundbus allein durch Amerika war. Geschlafen habe ich meist bei Familien, die in einer internationalen Organisation registriert waren. War so ziemlich eine der besten Unternehmungen, die ich gemacht habe. Viel erlebt, viel gesehen, ganz unterschiedliche Gesellschaftsschichten. Nach den Wochen konnte ich mich in einen Bus setzen und sofort einschlafen. 
Das war damals alles sehr gut. Das Steinbeck-Buch auch.

Das zweite Buch:
Dieter Nuhr. Wo geht's lang.
Dieter Nuhr, der im Moment auf  Shitstorms abonniert ist, ist leidenschaftlicher Reisender und international anerkannter Fotograf. Seine Fotos werden in Galerien weltweit gehandelt.
Jedenfalls habe ich mir seinen Bildband gegönnt und festgestellt,
dass ich von der Welt das mehrere nicht gesehen habe.
Aber die Orte, die Nuhr fotografiert hat, möchte ich zum Teil auch nicht bereisen.
Gefällt mir so mittel, manchen Meinungen und Texten kann ich gar nicht zustimmen,
dafür ist anderes sehr klug.

" Singapur. Die Höchststrafe für den Verkauf von Kaugummi beträgt 100000 Dollar. Daran hat man dann lange zu kauen. Als Europäer mag man all dies seltsam finden. In Singapur sind viele überzeugt davon, dass es im Ermessen des Einzelnen liegt, auf Kaugummi oder Aufzugpinkeln zu verzichten, dass die Strafen dementsprechend nur dann zu zahlen sind, wenn man so blöd ist, das Gesetz zu ignorieren. Da ist was dran. Da sieht man mal wieder, dass das eigene Rechtsempfinden nicht weltweit bindend ist. Wer glaubt, dass das Recht weltweit dem folgen muss, was man für sich als normal empfindet, den kann das in Singapur teuer zu stehen kommen."

Woran erinnert mich das?

Sonntag, 3. Januar 2021

ALLTÄGLICHES


 Alltäglichkeiten vom alten Jahr mitgenommen.
Geld und mein stetes Bemühen haben die Frau Post dazu gebracht
mich anzurufen, wenn sie zu Überbringendes hat.
Das ist ein Erfolg.
Türklingel besitze ich keine,
weil:
a) die ganz alte Ziehglocke vom Efeu so überwuchert ist, 
dass sie unwiederbringlich verloren scheint.
b) ich dieses billige Funkdings heruntergerissen habe,
da die Batterie ständig leer war und es auch geläutet hat,
wenn ein Sonnenstrahl darauf gefallen ist.
Ich kann nix finden, was einfach zu montieren, praktisch und dem Zweck dienlich wäre.
Die Wildkamera hängt bei mir.
Schau ma mal, ob sich Rehe zeigen,
oder ob nur ich im Schlampenmodus drauf bin,
wenn ich wieder vergessen habe,
ein Tuch als Sichtschutz drüber zu werfen.
Eine große Fichte ist dürr geworden.
Muss gefällt werden.
Das ist Nachschub für den Kachelofen.
Zeitweise sind jetzt mehr Vögel am Futterbaum zu sehen.
Das ist gut.
Und sie haben wieder Stimmen.
Den Moorlieblingsweg wollte ich gehen.
Leider war das wegen Überfüllung nicht möglich.
Scharenweise treibt es Menschen aus der Stadt.
Muss ich halt bei mir in den Wald.
Da ist dann keiner.
Wie viel von der neuen Naturliebe der Leute nach der Seuche übrig bleiben wird?



 

Samstag, 2. Januar 2021

RAUHNÄCHTE


 Ich kann mich nicht entscheiden,
ob ich Rau- oder Rauhnächte schreiben will.
Doch lieber Rauhnächte. 
Klingt gehaltvoller.
Diesmal habe ich in diesen Tagen/Nächten ein Programm,
das sich als nützlich erweist.

Ich liste mal die Themen auf:
1) Irdische Wurzeln, Ahnen, Familie
2) Innere Stimme und Intuition
3) Los- und Auflösung
4) Der Weg des Herzens
5) Freundschaft und Beziehung
6) Be-Reinigung
7) Übergang und Neubeginn
8) Wünsche 
Damit hatte ich größere Probleme, wohl auch wegen der aktuellen Situation
9) Dankbarkeit
Das ist ein schönes Thema. Es gibt jede Menge Dankbarkeitspunkte in meinem Leben
10) Loslassen
11) Manifestieren
12) Transformation

13) Der heilige Gral

Zusätzlich verbrenne ich die Wunsch- und Vergangenheitszettelchen.
So viel Mühe und guter Wille muss sich lohnen.
Oder etwa nicht?




Freitag, 1. Januar 2021

ZIEMLICH ÜBELLAUNIG


Am letzten Tag des alten Jahres bin ich die gleiche Runde gefahren,
wie an dem Tag, als ich mit dem Roller gestürzt bin.
Ich wollte den Kreis schließen.
Noch ist Zeit, aber ich sehe mich nicht wieder am Motorrad sitzen.
Eigentlich konnte ich den ganzen Tag nur denken,
welch beschissenes Jahr das war.
Und momentan will ich alles so nicht,
wie es ist.
Kann mich auch nicht in spirituelle Höhen aufschwingen.
Bin nur übellaunig.
Und möchte ein anderes Leben.
Ich sollte positiv denken.
Aber eine grundlegende Verbesserung kann ich mir gerade nicht vorstellen.
In der Sonne zu sitzen war nett.
Nächtens knallten Böller durch die Mondnacht.
Ob sich böse Geister vertreiben lassen?





 

Donnerstag, 31. Dezember 2020

ES GIBT KEINE EINFACHE LÖSUNG

Das vergangene Jahr war ziemlich unbeliebt.
Bei fast allen Menschen.
So eine Zeit möchten wir alle nicht weiterhin erleben.
Aber ich denke für unsere Krise gibt es keine einfache Lösung.
Die Versprechungen der maßgeblich Verantwortlichen werden nicht halten.
So wie sie bis jetzt nicht gehalten haben.
Nein, ich wünsche mir das nicht.
Aber bis wir wieder in ein halbwegs normales Leben zurückkehren werden,
wird noch viel Wasser die Donau hinunter fließen.
Und bis dahin wird sich die Welt sehr verändert haben.
Trotzdem:
Happy 2021


 

Mittwoch, 30. Dezember 2020

KOLLATERALSCHADEN



Magersucht ist nicht mein Thema.
Trotzdem habe ich mir auf YouTube die beiden Videos
von Josi Maria und ihren Eltern angesehen.
Josi Maria ist vor wenigen Wochen an ihrer Krankheit gestorben.
Und ich sage jetzt: Mitauslöser an ihrem Tod waren die Seuchenmaßnahmen.
Psychisch Kranke können Veränderungen viel schwerer ertragen,
als gesunde Menschen.
Aber diese Kollateralschäden werden in Kauf genommen.
Die vielen Menschen, die an den Maßnahmen sterben und noch sterben werden,
scheinen in keiner Statistik auf.
Vielleicht hätte diese junge Frau länger gelebt oder sie wäre sogar wieder gesund geworden.
Traurig.




 josi maria