Freitag, 24. November 2017

ADVENTKALENDER

Das ist mein 3. Adventkalenderversuch.
In den letzten beiden Jahren hat es der Inhalt nicht mal bis zum 1. Dezember geschafft.
Heuer habe ich den totalen Süßigkeitenüberhang,
mehr Zucker im Haus, als ich essen mag,
deshalb stehen die Chancen  für Disziplin gut.
Diese billigen Alkoholdingse haben innen eine Zuckerschicht.
Schmeckt ziemlich lecker - hoffe ich.
Seit ich kein Fleisch esse,
bin ich mit meinem Speisezettel etwas beschränkt.
Mag ja nicht groß kochen
und das was an Fertigem angeboten wird,
ist meist ein ziemlich grauslicher Mix.
All  diese Veggie-Produkte gehen gar nicht.
Auch mit dem Fernsehnaschen geht es mir nicht gut.
Wenn ich keine Nüsse oder Obst mag,
kreise ich mit Hungerappetit um den Kühlschrank
und finde kein Häppchen.

 Jedes Jahr muss ich das schreiben.
In Österreich heißt es Adventkalender ohne "s".
Aber nimmer lang, weil all die aus Deutschland importierten "AdventSkalender"
vernichten die letzte Sprachindividualität.



Donnerstag, 23. November 2017

SEI NICHT SO MÜHSAM

"Sei nicht so mühsam",
sagte ein Freund zu mir,
als ich am Überlegen war,
ob ich den Hautarzttermin nicht doch absagen würde.
Kurz davor.
Manchmal bin ich mühsam,
weil das Leben mühsam ist,
weil die Sterne schief stehen,
weil ich Termine nicht Monate im voraus abmachen kann,
weil immer alles anders ist,
weil ich 2 Nächte kaum geschlafen hatte,
weil bei mir schönster Sonnenschein war und kein Nebel wie beim Arztstandort,
weil ich oft meine Meinung ändere ....
usw. usf.
Klar ist:
nicht hingegangen,
mühsam geblieben
und das gerne
da bestehe ich darauf
das ist meine Freiheit




Mittwoch, 22. November 2017

IN DER GROSSEN STADT



Vor wenigen Tagen war ich in der großen Stadt.
Nix erlebt,
aber schön war es.
Stadtpark in Wien.
Und der Weihnachtswahnsinn bricht bereits aus.



Dienstag, 21. November 2017

WINTER FRISST HERBST

Das letzte Herbstbild.
Jetzt sieht es bereits ganz anders aus.
Farben weg, Gegend verschluckt,
die Leichtigkeit ist gegangen.


Montag, 20. November 2017

METOO


Jetzt ist die "MeToo-Welle" bereits abgeflaut.
Ich finde diese Solidaritätskundgebungen immer ziemlich mühsam.
Ja, ist alles schrecklich.
Für jede/n Einzelne/n.
Aber diese kollektive Aufschreie, für was auch immer, mag ich nicht.
Ich bin in der glücklichen Lage mit einem sehr netten Vater aufgewachsen zu sein.
Wenn in der Familie jemand übergriffig war,
dann war es meine Mutter.
Ich kann mich kaum an Männerbelästigungen in meinem Leben erinnern.
Und wenn, waren sie so unbedeutend, dass ich sie gleich vergessen habe.
Und ich war in vielen Situationen,
die leicht unangenehm hätten enden können.
Blauäugig, naiv und unbedarft bin ich in Autos gestiegen,
war in fremden Wohnungen,
war auf Reisen weltweit ...
Immer alles gut.
Ich wirke unnahbar.
Kein Opfer.
Die täglichen Übergriffe, die mir Ämter, der Staat, Ärzte und sonstige Obrigkeiten bescheren,
sind mir viel unangenehmer.
Diese Autoritäten kann ich nicht vor Gericht bringen,
ihre Einflussnahme auf mein Leben muss ich hinnehmen.



Sonntag, 19. November 2017

DAS UND DAS

Die ersten Vögel kommen zum alten Apfelbaum.
Vor allem Eichelhäher.
Der Baum vor meinem Fenster ist wunderbar.
Er zeigt mir den Jahreskreislauf.
Heuer hatte er richtig viele Äpfel,
die ich  hauptsächlich den Tieren überlasse.
Ein dicker Ast muss abgesägt werden,
steht zu sehr in den Weg.
Ich war heuer mit den Herbstarbeiten sehr nachlässig,
aber irgendwann wird der passende Zeitpunkt kommen.
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Meine Schlafleistung ist unbefriedigend.
Schlafstörung ist untertrieben.
Alles Mögliche habe ich probiert,
nix hilft wirklich.
Dann schlafe ich wieder nächtelang tief und fest -
ziemlich nervig.
Wenn ich etwas Wichtiges vorhabe,
greife ich zu einer Schlaftablette.
Denn ab und an möchte ich richtig ausgeruht erwachen.
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Diese Woche an einem Tag:
Sternschnuppe gesehen
Teetasse beim Heißwassereingießen zersprungen
im Auto Mineralwasserflasche ausgeronnen
Kaffee auf meine Handtasche geschüttet -
Flüssigkeiten, die in die Freiheit wollen

 



Samstag, 18. November 2017

STRICKEN


So gut wie fertig ist das Dreieckstuch
das ich aus der schönen geschenkten Naturwolle gestrickt habe.
Jetzt habe ich nachgesehen,
was der Kleiderschrank an dicken winterlichen Pullovern dazu
hergibt.
Den ersten Schnee hat es bereits hergeflankert,
die Kälte kann kommen.
Glatteis hatten wir auch schon.
Das raue Abenteuerleben fängt an.

 



Freitag, 17. November 2017

KOMMUNIKATION


 
Die Fotos sind vor ca. 2 Wochen gemacht.
Inzwischen sieht es düsterer aus.
Bis jetzt hatte ich keinen Smartphonebedarf.
Aber langsam liebäugle ich damit.
Außerdem ist mein Handy, das ich kaum nutze (kein gescheites Netz daheim)
schon sehr, sehr alt.
Es gibt jetzt tolle Apps.
Die Koreanerinnen im Zug hatten eine Spracherkennung/Übersetzung.
Und sagten mir damit gar artige Sachen.
Wobei die Smartphonemania schon eigenartig ist.
Alle Leute (in Italien noch mehr als in Österreich) hängen in der Öffentlichkeit gebannt am kleinen Bildschirm.
Kommt mir vor wie eine Nabelschnur an der sich jeder anhält.
Ein virtueller Kokon.
Die Wahrnehmung der Wirklichkeit schwindet zunehmend.
Wenn ich sehe, dass jemand die Twitter-Nachrichten durchschaut,
wo dann erzählt wird, dass ein persönlich Unbekannter gerade am Klo sitzt,
und in der realen Welt passiert vielleicht etwas total Spannendes,
dann wundert mich das Instant-Leben in dieser Scheinwelt sehr.
Ziemlich schlimm finde ich auch dauertelefonierende Mütter.
Die ihre Kleinkinder vom Kindergarten holen,
das Kind an der Hand hinter sich herziehen
und komplett in einer anderen Welt sind.
Möchte gar nicht wissen,
wie diese Kinder in dem desinteressierten Mutterraum aufwachsen.
Aber ich denke, ich brauche das smarte Ding jetzt auch.
 
 


Donnerstag, 16. November 2017

DIE LAGUNE IM HERBST


 Ja, unterm Strich war es gut.
Meer ist für mich das schönste.
Ein Jahr ohne das Meer zu sehen, ist ein verlorenes Jahr.
Ob ich es in diesem Leben noch einmal schaffe, eine Weile irgendwo an einer Küste zu leben?







Mittwoch, 15. November 2017

KUNST, DIE ZWEITE

Steinfiguren in Torcello

Nur das Foto der Lampen ist aus dem Palazzo.
Keiner wird es für möglich halten:
seit 20 Jahren versuche ich das Museum zu besuchen.
Darauf vergessen, gesperrt, jahrelange Umbauarbeiten, etc.
Museum Fortuny ein paar Bilder im Internet.
Diesmal dachte ich, endlich habe ich es geschafft.
Und dann war dort eine Sonderausstellung "Intuition".
Ich mag das ja sowieso nicht, wenn man mir Kunstwerke erklären muss.
Was der Künstler sich gedacht hat.
Entweder erzählen mir die Werke etwas,
oder eben nix.
Das war eher nix für mich und meine Enttäuschung war groß.
Manche Dinge kriegt man nie.


Da kann man machen was man will.

Dienstag, 14. November 2017

IM HOTEL


Generell bin ich in Hotels nicht so richtig gerne.
Hab so viel Lebenszeit in Hotels verbracht.
In der Unterkunft am Lido di Venezia war ich bereits zum zweiten Mal.
Die Fotos zeigen die Aussicht vom Zimmer.
Das ganze Haus hat einen morbiden Charme.
Ein wenig skurril.
Ein bisserl fehlerhaft.
Die Staubflusen unterm Bett erinnern mich an daheim.
Das Zimmer war laut,
die Busse fahren direkt durch den Raum
und die Vaporettos sind beim An- und Ablegen auch nicht leise.
Dafür sind die Lage und die Aussicht unübertroffen.
Das Frühstücksbuffet war ca. 8 m lang
und der Schinken darauf vom ersten bis zum letzten Tag der selbe.
Zum Ende hin dann schon leicht grünstichig.
Aber nach mir kam eine amerikanische Reisegruppe,
die werden ihn dann wohl von seinem Schattendasein befreit haben.
Wahrscheinlich werde ich das Etablissement bei zukünftigen Aufenthalten wieder wählen,
auch das Personal hat etwas Zeitloses.
Ein wenig Addams Family.



Montag, 13. November 2017

KUNST; BIENNALE UND ICH


In der Stadt stehen anlässlich der Biennale Kunstwerke.
Damien Hirst.
Seine Ausstellung habe ich nicht geschafft.
Schade.
 


Goldener Riesenpenis von James_Lee_Byars


Pavillon von Tschechien -
einem schlichten Gemüt wie mir gefällt das.
Märchenhaft und kitschig.


Korea


Den Kanadiern ist der Pavillon im Sturm davongeflogen.
Man sollte glauben, dass sie Schlechtwetter gewohnt sind.
Aber vielleicht war es eine Kunstaktion,
die ich nicht verstehe.




bei den Österreichern.
Seinen Witz mag ich.
Irgendwie führt er alles ad absurdum.

Lichtinstallation


Das mit den Schuhen können die in Traunstein am Dorf besser.


 Im Arsenal.
Der zweite Ausstellungsort.
Die alten Hallen und Gebäude sind sowieso am schönsten.
Die Biennale war recht interessant für mich.
Hätte ich wahrscheinlich bei Schönwetter nicht besucht.
Ich bin ja nicht die Wahnsinnskunstfreundin.
Das Schöne ist immer und überall
oder auch nicht.
Manche Werke haben mich traurig gemacht,
wenn es um Umwelt und ihre Zerstörung ging.
Das brauche ich sowieso nicht,
das Leben macht mich traurig genug.
Ich habe gespürt, wieviel Schmerz in mir über alle Geschehnisse der Welt ist.
Eigentlich mag ich nur Fröhliches, Witziges, Überraschendes, Kunstvolles sehen.
Aufrütteln braucht man mich wirklich nicht.
Und Kunst in einer Stadt,
die selbst steingewordene Fantasie ist,
muss sich sehr anstrengen.


Erwin Wurm

Sonntag, 12. November 2017

TRADITIONELL


Traditionell kehre ich im Café Florian am Markusplatz ein.
Was sein muss, das muss.
Und trinke Schokolade.
Die einzige im Jahr.
Und diesmal habe ich auch für daheim eingekauft.
Ein bisserl Luxus für den Alltag.



Die Musik spielt beim Gran Caffé  Quadri.
Russische Weisen oder sonstige Melodien.
Ziemlich absurd und witzig.
Operettenhaft.



Samstag, 11. November 2017

EWIGE LIEBE

 
 
Schlösser am Brückengeländer -
das war gestern.
Heute hängt man einem Baum einen Zettel um.
Und die Liebe für Marta währt ewig.
 


Freitag, 10. November 2017

ADRIATIEF




Was Adriatief heißt,
das weiß ich jetzt.
Ich war in Venedig.
Drei Tage Sturm mit Regen,
nur die letzten Stunden waren akzeptabel.
Ich habe eine Menge Bilder mitgebracht.
Mühsam war es,
und trotzdem schön.
Ein wenig Acqua Alta.
Museumswetter.
Biennale.
Ich habe mein kulturelles Kontingent übererfüllt.
Statt Meer schauen
Kunst betrachten.
Naja, was sein muss, muss sein.