Sonntag, 30. August 2015

BADETEICH


Auf meinem Boot  da bin ich Kapitän -
glückliche Kinder.
Unten:
ein Bootziehhund (nicht zu verwechseln mit einem Schlittenhund, aber so ähnlich).
Er schleppt das Boot über den ganzen Teich.
Hunde lassen sich für alles benützen.
Schöne warme Tage.
Wunderbar.


Samstag, 29. August 2015

SPINNEN



Prinzipiell mag ich Spinnen.
Aber im Haus habe ich mit ihnen Konflikte.
Lasse ich sie, oder sauge ich sie weg?
Wenn ich nur das Netz zerstöre, ist es in einem Tag wieder da.
Und wie schaut das aus,
ein Zimmer mit Spinnennetzen in den Ecken?
Beim letzten Putzen habe ich mich für eine entschieden.
Brunhilde.
Die darf bis zur nächsten Fensterreinigung bleiben.
Alles andere Getier musste weg.
Sorry. Tut mir leid.


Freitag, 28. August 2015

LEBEN IST VERÄNDERUNG


Wohl dem, der ein Dach überm Kopf hat.



Donnerstag, 27. August 2015

ALLES GUT


Der Brunnen in Linz war voller Tauben,
die neckisch tranken und badeten.
Kaum wollte ich fotografieren, waren sie dahin.
Wahrscheinlich Bilder nur gegen Trinkgeld.
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So viele Bäume sind braun, wie verdorrt.
Nicht enden wollende Trockenheit.
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Wie dämlich kann man sich anstellen,
wenn man beim Parkscheinautomat das Ticket in den Geldschlitz steckt?
Und auf die Hilfe eines sehr geduldigen, freundlichen Mannes angewiesen ist.
Manchmal entwickle ich Slapstickqualitäten.
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Roller/Scooter ausgesucht.
Ausprobiert.
Oberaffengeil.
Ein wenig muss ich darauf warten,
die Wunschfarbe nicht gekriegt 
und die nächstbeste Wahl dauert 3 Wochen.
---
Alles gut.




Mittwoch, 26. August 2015

IM ZIEMLICH LETZTEN MOMENT


Vor längerer Zeit habe ich geschrieben,
dass das Ofenputztürl am Dachboden aus allen Angeln fällt
und nur durch gutes Zureden der Rauchfangkehrer seit Jahren
immer alle Augen zudrückt.
Und weil jetzt der letzte Moment mit einem Schlechtwettertag gekommen ist (nur bei Regen kann ich arbeiten, sonst muss ich mich dem Vergnügen hingeben),
habe ich das Langgeplante in Angriff genommen.
Längere vorbereitende Gespräche wurden ja bereits vor Monaten geführt,
die nötigen Dinge waren besorgt.
Ich habe alle alten Reste weggestemmt, geputzt, gereinigt
und dann das Türl mit Heisssilikon eingesetzt.
Jetzt schau ma mal, ob es diesmal hält.
Jedenfalls wenn der Schornsteinfeger näxte Woche kommen wird,
kann ich mit gutem Gewissen sagen,
dass ich zumindest mein Bestes gegeben habe.
Aber öfter brauche ich solche Aktionen nicht,
bin fast an der Kartusche gescheitert.
Und hatte letztlich mehr Silikon an den Händen als sonstwo.



Dienstag, 25. August 2015

NO GO


Weil ich es wiedermal gelesen habe:
das absoluteste NO GO sind Socken, am besten weiße, in Sandalen.
Wie schön, dass ich mich weder an die Must -Haves, noch No Goes halten muss.
Denn Socken in Wandersandalen sind einfach urbequem.
Und ohne kriege ich Blasen auf der Sohle.
Und die sind für mich das totale No Go.
Also trage ich Socken oder Füßlinge und womöglich nicht einmal in einer passenden Farbe.
Oder ich nehme mal die selbstgestrickten bunten Warmhaltefußbekleidlinge.
Wie schön, wenn Konventionen für die anderen da sind.


Montag, 24. August 2015

GAR NIX


Gar nix kann ich euch erzählen.
momentan dreht sich alles ums Zweirädrige.
Bin am überlegen,
das passende Gefährt müsste für mich geschnitzt werden.
Werde wohl Kompromisse eingehen.
Überlege, schaue, frage, besichtige, internetze ....
Und stundenlang fahre ich mit dem Moped in der Gegend herum.
Ist Meditation für mich.
Gedanken, Ideen, Erinnerungen, Projekte ....
Alles ist gut.


Sonntag, 23. August 2015

EIN WENIG WEHMUT


Noch ist Sommer,
aber es liegt schon so viel Herbst in der Luft.
Kühle Nächte, feuchte Morgen mit schrägem Licht -
die letzten Monate werden mir in Erinnerung bleiben,
als eine Zeit in der ein sonnig heißer Süden im Waldviertel angekommen war.



Samstag, 22. August 2015

KÜCHENPSYCHOLOGIE

Eine sauschlechte Schülerin war ich.
Meine Schulzeit war eine einzige Tortour.
Lernressistent.
Und heute noch, wenn ich in eine Prüfungssituation komme,
stelle ich mich blöd an.
Siehe Motorradtraining.
Und nachher kann ich mich nicht drüber freuen,
dass ich es gemacht habe,
dass ich es geschafft habe,
sondern ich ärgere mich über das,
was ich nicht konnte.
Und irgendwas kann ich immer nicht.
Denn sonst könnte ich ja nicht immer in die altbekannten schlechten Gefühle eintauchen.
Ganz schön blöd, oder?


Freitag, 21. August 2015

AMBIVALENT


Zu vielen Dingen habe ich zwei Meinungen,
die sich fast unvereinbar gegenüberstehen.
So geht es mir mit Schönheitskorrekturen.
Ich war jetzt einmal mit einer bezaubernd schönen Frau unterwegs,
die alles zwischen 20 und 50 sein könnte.
Keine Ahnung.
Hübsch anzusehen, aber es gibt keine Lebenslinien,
an denen man Charakter festmachen,
sich anhalten könnte.
Ewig ein Kind, ohne Spuren.
Ich kenne Frauen, die in Pension gehen und jünger aussehen, als sie es mit 50 getan haben.
Die andere Seite: ich werde ja auch meine Oberlider korrigieren lassen -
das hat zwar eine medizinische Indikation,
aber wahrscheinlich würde  ich ohne die OP genauso gut weiterleben.
Wie gesagt,
ich habe beide Meinungen
und das geht mir bei vielen anderen Themen so.


Donnerstag, 20. August 2015

GESCHAFFT




2 Nächte vor Aufregung schlecht geschlafen,
4 Stunden für Hin- und Rückfahrt im Auto gesessen,
6 Stunden am Motorrad.
Jetzt habe ich den Schein fürs 125er Motorrad.
Habe mich nicht rasend geschickt angestellt.
Besonders die Kurven waren nicht sehr elegant.
Aber ich bin zufrieden und erleichtert.
Und das Wetter war auch perfekt.
Nicht heiß und auch kein Regen.
Jetzt schau ma mal,
ob und was an rasendem Untersatz ins Haus kommt.




Mittwoch, 19. August 2015

BAUCHWEHTAG


Heute ist Bauchwehtag.
Nein, Traktor fahren lerne ich nicht.
Man kann mir die Daumen halten.


Dienstag, 18. August 2015

VOM LEBEN


Manchmal, so aus dem Nichts,
fällt das Glück über mich her.
Da spüre ich, wie unglaublich gut und privilegiert ich lebe.
Und gleichzeitig habe ich das Gefühl,
dass ich mich immer weniger mit dem Hiersein auskenne.
 Habe gerade keine Ahnung von Wirklich und Wahr, 
von Sinn und Nichtsinn,
 von Sosein und Ganzanders.
Keine Fragen und noch weniger Antworten.
Alles gut.




Montag, 17. August 2015

WENN NICHT JETZT: WANN DANN?


Die Kur hat nicht nur meiner Wirbelsäule gut getan.
Der Anblick der ganzen anwesenden sehr Alten,
hat mir die eigene Endlichkeit vor Augen geführt.
Vielleicht habe ich noch 5 Tage, 5 Wochen, 5 Monate 5 Jahre vor mir.
Sicher ist es keine sehr, sehr lange Zeit.
Wenn ich noch Wünsche habe,
dann stehen sie unter dem Motto:
"Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Denn ein perfekterer Zeitpunkt wird nimmer kommen.
Ich brauche nicht auf den vollkommenen Moment zu warten.
Meine Zukunft liegt schon hinter mir.
Und seltsam:
alles verändert sich mit der geänderten Einstellung.
Wenn ich entspannt das Mögliche annehme,
nimmer als unperfekt ablehne,
dann eröffnen sich die spannendsten Alternativen.


Sonntag, 16. August 2015

DAS UND DIES


Den gestrigen Feiertag habe ich hauptsächlich mit Schlafen verbracht.
Ich kann in eine bleiähnliche Schwere verfallen und
dann träume ich alle Aufregungen der letzten Tage weg.
Eine Spur kühler ist es geworden,
nach dieser langen Hitze.
Der Boden ist so trocken,
vieles ist verdorrt,
und wo die Erde bloß liegt,
zerfällt sie zu Staub oder ist zu einer harten Masse erstarrt.
Ich hab eine Schwäche, so ab und an,
fürs sehr Triviale.
Kann wirklich schlechte Bücher lesen,
in denen dann so wunderbare Sätze stehen, wie:
"Sie kam an einem Tag in die Stadt, der so heiß war, dass nicht einmal die Fliegen sich vom Fleck rührten."
"Das Kleid ließ sie jedoch keineswegs farblos und unauffällig wirken, nein, ganz im Gegenteil - das Grau, das nur eine Spur dunkler als ihre Augen war, tauchte sie in einen silbernen Glanz."
Naja, die 600 Seiten Herz/Schmerz schaffe ich sicher nicht,
die Lektüre wird wohl in Kürze zurück in eine Bücherkiste wandern.
Alles gut.




Samstag, 15. August 2015

VOM MOPEDFAHREN


Vor 2 Jahren habe ich das Moped gekauft.
Im ersten Jahr bin ich 500 km gefahren 
und habe mich nur gefürchtet.
Bei jedem überholenden Auto bin ich zusammengezuckt,
die Kurventechnik war nicht vorhanden,
zweimal habe ich mich auf der nassen Wiese druntergelegt,
den Sitzbezug habe ich gleich in den ersten Tagen zerrissen,
weil es beim Schieben umgefallen ist und an einem Nagel entlangschrammte.
Im 2. Jahr war es schon gut.
Nimmer umgefallen, über 2000 km gefahren.
Erstmals überlegt, ob ich nicht doch ein wenig schneller unterwegs sein sollte.
Nicht, weil ich es so eilig habe, aber bergauf ist das Ding schon sehr schwach.
Und heuer wird es schon richtig sein,
wenn ich mir ein kleines Upgrade leiste.
Hoffentlich bin ich damit auch so glücklich.


Freitag, 14. August 2015

STERNSCHNUPPEN



Sternschnuppen sind wie Glühwürmchen -
nur im Sommer zu haben -
und ich kann mich kaum satt sehen.
Wobei das mit den Glühwürmchen ja schon wieder lange vorbei ist.
Jedenfalls war die, in den Medien als intensivste Sternschnuppennacht angekündigte,
bei mir zugewölkt,
also die Schnuppen fielen da unsichtbar.
Der erste Schauversuch in der nächsten Nacht verlief auch erfolglos.
Kaum in der Hängematte platziert,
waren darunter ganz komische Geräusche zu hören,
was sich dann in späterer Folge als Frosch entpuppte
und außerdem musste die alte Katze aufs Dach steigen
und dort jämmerlich miauend auf hilflos machen.
Also, keine Schnuppen.
Weil ich aber am Abend Kaffee und Wein getrunken hatte
und da sowieso nicht schlafen kann,
gab es noch den zweiten Versuch.
Und da fielen sie dann vom Himmel,
schneller als ich die Wünsche nachlegen konnte.
Macht nix. Mantramäßig hab ich einen einzigen Wunsch wiederholt.
Schau ma mal,
alles gut.


Donnerstag, 13. August 2015

VOM GARTEN UND VOM SOMMER


In meiner Gartenwildnis haben die Paradeiser überlebt.
Brav jeden Tag gegossen.
Sie schmecken nur unbedeutend besser, als die aus dem Supermarkt.
Riesenzucchini haben sich im Dschungel durchgesetzt.
Kleinere habe ich geerntet,
aber sie wachsen schneller,
als ich sie verkochen mag.
Außerdem bleibt bei der Hitze meist die Küche kalt.
Keine Lust auf warmes Essen.
Wochenlang hat es bei uns nicht geregnet.
Alles ist sehr trocken,
sogar die Fichtenwälder werden bräunlich.
Die Bäche fließen spärlich,
es gibt kaum Ungeziefer.
Ich kann das Wetter genießen,
für mich ist der Sommer schön.
Aber vieles leidet unter der Hitze,
Mensch, Tier und Natur.



Mittwoch, 12. August 2015

VOM EINMISCHEN

Normalerweise mische ich mich ja nie ein.
Und das ist auch besser so.
Denn ich "gewinne" nicht
Ernte nur Schimpfkanonaden.Und Schlagfertigkeit gehört nicht zu meinen Stärken.
Also:
Ich komme zum Waldteich.
sehe eine Frau, die 5 kg Maiskörner aus einem Kübel am ganzen Ufer verteilt,
dann "Wulli, Wulli, Wulli" schreit
und als die Enten angeschwommen/angeflattert kommen,
ihren Jagdhund ins Wasser hetzt.
Ich runter vom Moped und auf die Frau hin.
Was ich von weitem nicht gesehen habe:
der Hund war ziemlich sehr alt
und hatte eine Schwimmhilfe! auf den Rücken geschnallt.
Die Frau wollte ihn mit den Enten/Wulli ins Wasser locken.
Tja, nicht alle sind im Kopf ganz dicht
und die Hitze macht es auch nicht besser.
Ich hab mir jedenfalls die ordinärsten Schimpfwörter eingehandelt
und den Teich kann ich jetzt auch streichen.
Bereits zu warm und von den vielen Enten sehr schmutzig.
Und die ganze Aktion nur, damit ich für euch einen neuen Post schreiben kann!



Dienstag, 11. August 2015

VOM ZEITUNGSLESEN


Zeitungslesen bildet.
Jetzt lese ich, dass zu viel Wasser trinken schädlich sei -
wo man mir Jahrzehnte erzählt hatte,
man könne fast gar nicht genug trinken.
Was mache ich nun?
Trinken oder dursten?
Sommerlochentenmäßig sind die beliebtesten Kindervornamen im Gespräch.
Dazu finde ich den neuesten Trend aus Amerika besonders reizvoll.
Dort versucht man es mit geschlechtsunspezifischen Vornamen.
Damit man sich beim Heranwachsen dann entscheiden kann,
was man ist,
weiblich oder männlich.
Und in Wien werden Millionen unbenutzte Strafzettel vernichtet, 
weil nur von "Lenkern" und nicht von "Lenkerinnen" die Rede ist.
Zahlen muss man in jedem Fall. 
Genderkorrekt oder nicht.
Irgendwie finde ich, die schriftliche Anrede "Frau" und "Herr" ist auch antiquiert.
Da ließe sich einiges mehr herausholen.
Als weitere Möglichkeiten "Es" oder "Vermischtes" oder "Neutral". 
Ja, es ist heiß. 
Und die Hitze beeinträchtigt die Denkleistung.




Montag, 10. August 2015

SONNTAGMORGEN


An einem Sonntagmorgen
in Grein zu frühstücken,
ist gar nicht übel.
Obwohl der Ort total sommerradverseucht ist.
Die alljährliche internationale Donauradwegskolonne quält sich stromabwärts.
Im Kaffeehaus war es ruhig und gemütlich.
Liegt nicht direkt am Trampelpfad.
Das mögliche Moped/Motorradupgrade angesehen.
Ich weiß nicht, irgendwie kriege ich Bauchweh. Mutverlassen werde ich gerade.
Schau ma mal.



Sonntag, 9. August 2015

BILDERBUCHBURG


Eine Burg, wie aus dem Bilderbuch
Man wird es nicht glauben,
aber ich habe mir für den Ausflug einen Tag ausgesucht,
an dem es sogar fürs Moped zu heiß war.
Die Straße lag die meiste Zeit in der Sonne -
zum Drüberstreuen gab es noch einen böigen Wüstenwind.
Jetzt bleibe ich nur mehr im Haus,
da hat es noch immer 22 Grad.
Man kann mich beneiden.




Samstag, 8. August 2015

LEIDER GELÖSCHT


Leider hatte ich den langen anonymen Kommentar bereits gelöscht,
den ich zu einem alten Post gekriegt habe,
in dem ich über meine weiß gestrichene Balkendecke geschrieben habe.
Denn sonst hätte ich die Worte hier veröffentlicht.
Der Absender schreibt von gemindertem Wert einer Immobilie, wenn ich eigenmächtig die Optik so veränderdern würde.
Glücklicherweise lebe ich in keiner Immobilie,
ich lebe in meinem Haus, 
in meinem Heim,
hier kann ich die Wände lila streichen,
wenn ich mag,
an Wertsteigerung brauche ich nicht denken,
denn ich verkaufe die dritte Haut nicht
und wenn einmal,
dann wird sie der neue Besitzer lieben, denn es sind vielgeliebte alte Mauern.
Arme Menschen, die nur die Wertigkeit im Kopf haben.
Die nicht in einem Haus, sondern in einer Immobilie leben.
Und am Rande: seit die Decke weiß gestrichen ist,
fühle ich mich in dem Raum viel wohler.
Wenn es auch nicht perfekt ausschaut.
Aber in Wohnzeitschriften habe ich schon oft so rustikale Balken gesehen.
Wie auch immer:
alles gut in meiner wertfreien Nichtmobilie.




Freitag, 7. August 2015

ICH HABS GETAN


Eigentlich wollte ich es noch nicht erzählen,
aber ich kann das Geheimnis nicht für mich behalten:
ich hab mich für ein Motorradtraining angemeldet,
damit ich dann eine 125er Maschine fahren darf.
Am Anfang der Saison war ich mit dem Moped noch völlig zufrieden,
bin ich ja jetzt auch noch,
aber ein bisserl schneller wäre schon schön,
obwohl ich ohnedies immer ganz langsam fahre.
Jeder Kuh muss ich in die Augen schauen
und auf den vielen Schotterstraßen und Waldwegen geht es sicher nicht schneller
und wahrscheinlich wird es wieder ein Roller werden - rot?.
Schau ma mal.
Ich entwickle mich weiter - fortbewegungsmäßig.
Freude und Bauchweh.


Donnerstag, 6. August 2015

GEGEN DIE SCHLECHTE LAUNE


Mopedfahren hilft gegen Schlechtlaune. Immer.
Einen ganz guten Tag gehabt.
Hirsche gefüttert.
So nett sind sie mit ihren weichen Äsern.
Der Herr Hirsch sieht ziemlich schlimm aus,
er fegt gerade das Geweih.
Im Nirgendwo eine neue Bücherbox entdeckt.
Finde ich wirklich sensationell,
dass die einfach in der Gegend rumstehen.
Bei der nächsten Runde muss ich etwas Lesestoff hinbringen.
Und noch in den Moorteich gesprungen
und bei der Wirtin im Wald.
Wer war da schlecht gelaunt?





Mittwoch, 5. August 2015

TRABER


Auf der grünen Wiese dem Traber begegnet.
Grün ist die Wiese nicht mehr, es ist sehr trocken bei uns.
Und die nächste Hitzewelle ist da.
Gerade habe ich das Gefühl,
die Welt/wir stehen vor so vielen unlösbaren Problemen,
wie noch nie.
Ziemlich ausweglos scheint alles.
Und dabei bin ich nicht negativ,
aber die Krisen haben Dimensionen angenommen,
die auf eine sanfte Weise nicht mehr zu ordnen sind.
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Ich weiß nicht, ob Pferde das Rennen mit dem Sulky mögen.
Aber ich sehe das gerne.
Erinnert mich an meinen ziemlich ersten Nebenjob.
Ich war sehr jung,
14 oder 15,
Habe als als Totalisateur in Wien in der Krieau gearbeitet.
Es war damals ziemlich schäbig dort, sehr verraucht,
recht abgesandelte Spieler -
und es hat Spaß gemacht,
diese morbide Atmosphäre der Gier nach ein bisserl Glück.
Die heiseren Anfeuerungsschreie, das ordinäre Schimpfen auf Pferd und Fahrer,
am Ende des Tages der Boden übersät mit ungültigen Wettscheinen,
womöglich ein Stierler, der im Weggeworfenen noch den großen Gewinn finden wollte.
Pralles Nischenleben.


Dienstag, 4. August 2015

TJA


Das, was da gestanden hat,
habe ich wieder gelöscht.
War dann beim zweiten Mal lesen doch zu privat.
Und man hat mir gesagt,
dass ich so unrund wirke.
Tja, was soll ich machen?
Bezieht sich nicht aufs Gewicht.
Wie wird man wieder rund?


Montag, 3. August 2015

DAS UND DIES


Unterwegs.
In der Kunsthalle Krems.
Ernesto Neto.
Ganz nett die feinen Gebilde und Vernetzungen aus Spinnenstaub zart duftend
nach Zimt und Curry.
Leute getroffen, die ich schon seit ewig nimmer gesehen habe.
Sie erzählten von allen Verstorbenen.
Manchmal habe ich das Gefühl ich kenne mehr Tote als Lebende.
Man hat mir auch von einem Vater berichtet,
der in eben jenem Kurhaus plötzlich vom Tod ereilt wurde -
ja, so ist es dort.
Die Wachau touristengefüllt,
schön wie eh und je
und auch beim Lieblingsheurigen war noch ein Platzerl für mich.
Neue Abenteuerpläne geschmiedet.
Schau ma mal.