Donnerstag, 28. Mai 2015

NATUR NATÜRLICH


Einen Spaziergang durch die Blockheide musste es auch heuer geben.
Steine liegen zwar überall im Wald- und Mühlviertel herum,
aber der Naturpark ist besonders hübsch.
Und ihr wisst ja,
in jedem Jahr muss ich aufs Neue an meine Lieblingsplätze zurückkehren
um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist.
Alles in Ordnung:
dieser Tage habe ich bei mir im Regen ein Babyreh mit Mutter gesehen.
so herzig und noch ganz winzig.
Und Hasen reden mit Rehen,
befinden sich die längste Zeit ganz nahe beieinander, sehen sich an und verharren regungslos.
Was die miteinander kommunizieren?
Also, netteste Natur rundum.




Mittwoch, 27. Mai 2015

BUDWEISHUPFER


Wirklich nur auf einen Hupfer in Budweis.
Gerade Zeit genug um einen altböhmischen Rindsbraten zu essen,
bei Sprühregen durch die Arkaden zu gehen,
(diese alten Städte mit Lauben finde ich genial)
auf der Rückfahrt, 
vorbei an streng riechenden, in die wellige Weite geschmiegten gelben Rapsfeldern,
durch zwei! Fahrverbote zu fahren 
(ich bin die größte Durchdiebaustellenfahrerin)
und letztlich doch lieber auf meiner Insel zu landen.



Dienstag, 26. Mai 2015

VOM GELD


Über Geld spricht man nicht,
das hat man.
Oder auch nicht.
In letzter Zeit sind Diskussionen über die weitgehende Abschaffung des Bargeldes in den Medien.
Schweden und Dänemark sind Vorreiter.
Doch ich denke, dass sich auch bei uns zukünftig viel ändern wird.
Der Staat ist daran sehr interessiert,
denn die Abschaffung des Bargeldes trägt viel zum gläsernen Menschen und zur Steuerehrlichkeit bei.
Weil jeder Geldausgabeschritt nachvollziehbar wird.
Bei uns fällt jetzt sowieso das Bankgeheimnis -
Konten können eingesehen werden.
Steuerehrlichkeit: wenn der Staat ehrlich mit dem Geld des Volkes umgehen würde,
wäre sie für den Bürger viel lustiger.
Ich sage nur Hypo, das Milliardengrab.
Am Anfang des Handels war das Tauschgeschäft.
Hier Brot, da Pfeilspitze.
Dann wurden Goldmünzen eingeführt.
Die noch einen gewissen eigenen Wert hatten.
Das Papiergeld war schon ein Schritt in Richtung Fiktion:
ein Versprechen, dass ein wertloser Schein auch morgen noch einen Wert haben wird.
Wenn man jetzt noch den sichtbaren Geldschein (Geld-SCHEIN: ein schönes Wort.) nimmt,
dann gerät alles ins Unsichtbare.
Nur mehr Zahlen am Konto.
Möglicherweise gibt es dafür Brot zu kaufen,
oder vielleicht steht man auch mit leeren Händen da.
Alles schon geschehen, der Staat klaut gerne, siehe Zypern
(für alle, die es vergessen haben: dort wurden Sparguthaben zwangsenteignet).
Tja.Was fällt mir dazu noch ein?
Alles ist gut? 
Und Bettler können dann mit einem Kartenlesegerät in der Fussgängerzone sitzen? 
Und wenn man den Banken nicht vertraut (wer vertraut ihnen noch?), was kann man daheim unter die Matratze legen?
Vorbei auch die Möglichkeit, wie Dagobert Duck in den Geldspeicher zu springen.
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Um in Freiheit leben zu bleiben, werden wir wohl Schritte in kleine Strukturen machen müssen.
Zurück zum Ursprung: Tauschhandel, regional. Regionale Währungen.





Montag, 25. Mai 2015

VOM KOCHEN


Manchmal lebe ich richtig gerne mit mir.
Z.B. wenn ich koche.
Da muss ich immer so viel lachen.
Weil ich es nicht kann.
Weil ich kreativ im Nichtkönnen bin.
Weil man es fast immer essen kann.
Meist schmeckt es sogar gut.
Ich wünsche mir im Fernsehen eine Show:
"Wer macht das schnellste und schlechteste Essen?"
Und ich gewinne sicher.

Sonntag, 24. Mai 2015

VON KLEIN- UND GROSSWÜCHSIGEN


In Gmünd in der Blockheide stehen Sitzgarnituren für Zwerge und für Riesen.
Die Märchenwesen kommen hier zusammen,
wenn Menschen den Naturpark verlassen haben.
Sie tafeln.
Kleine Gesellen laben sich an Nektar, Blütenstaub und Morgentau,
die großen, grobschlächtigen Gestalten futtern ganze Wildschweine und noch viel größere Tiere, die aber  unsichtbar sind.
So war es immer schon,
so wird es immer sein,
vom Anfang der Zeit bis zum Ende der Welt.


Samstag, 23. Mai 2015

OFENTÜRL


Manche Dinge brauchen ihre Zeit.
Die stehen auf der "Ich-sollte-ich-müsste-Liste".
Die Erledigung muss gründlich durchdacht und vorbereitet werden.
Jahrelang.
Ich habe am Dachboden ein herausgebrochenes Putztürl.
Jedesmal wenn der Rauchfangkehrer kommt, fällt es mir wieder ein.
Mit großem Ehrenwort und unter Beteuerung meines guten Willens, der sicher promten Erledigung vertröste ich den schwarzen Mann von Saison zu Saison.
Jetzt habe ich einen ernsthaften Ansatz gestartet.
Ich habe den Schaden betrachtet,
festgestellt, dass der Fall schwierig ist,
mehrere klärende Fachgespräche geführt,
ein Heiß-Silikon für Kamine besorgt,
die alte Kartuschenpistole gefunden, geölt und vorbereitet -
ich finde, ich bin schon sehr weit.
Das Projekt kann jetzt wieder eine Weile abliegen.
Denn bis September, wenn der Kaminfeger wieder kommt, ist noch viel Zeit.
Und wenn man alles gleich erledigte, woher sollte dann das schlechte Gewissen kommen?
Das unbedingt ein bisserl zum Leben gehört.


Freitag, 22. Mai 2015

BRENNA TUAT'S SCHON LANG


Regenoutfit, Hut statt Schirm

An einem dieser Regentage war ich in der Bezirksstadt im Kino.
Hubert von Goisern - Brenna tuat's schon lang.
Ja, hat mir gefallen.
Ich mag Lebensgeschichten.
Ziemlicher Macho.
Wenn man die eigenen Träume lebt,
sie in den Vordergrund stellt,
rücken Beziehungen in die zweite Reihe.
Etliche verrückte, extreme Dinge hat er gemacht.
Er meint, dass es für ihn wichtig sei,
mit dem Leben verschwenderisch umzugehen.
Und so wird er alt.


Donnerstag, 21. Mai 2015

MISSWAHL



Wer ist die Schönste im ganzen Land
und welche EU-Norm gibt es da?




Mittwoch, 20. Mai 2015

TREBON


Einen richtig guten Tag in Trebon gehabt.
Schon lange möchte ich mit dem Ausflugsboot eine Seerunde machen,
ich schaffe es nicht. Immer zu wenig Leute.
Man beachte bitte die Stühlchen am Schinakel..



Die Brauerei - schöner alter Industriebau.
Natürlich war ich bei der Wasserurmutter.
Der Flieder steht ihr gut.



Ein billiges chinesisches (wieso machen die Ferngläser? Dort gibt es doch nix Lebendiges außer Menschen. In den paar Tagen, die ich einmal in China verbracht habe, war kein einziges Tier zu sehen) Fernglas für die Vogelbeobachtung habe ich gekauft -
so viele Reiher am Teich.
Und die Pferde des Gestütes sind hübsch.
Ich war jetzt länger nicht in Tschechien -
es ist immer wieder schön.
Viele alte Bäume stehen noch.
Die grenznahe Landschaft ist nicht so kleinflächig strukturiert wie bei uns -
ein Überbleibsel des Kommunismus.
Hier gibt es viel Gegend.
Und wilder, weniger gepflegt ist alles.
Sehr gut, sehr schön.


Dienstag, 19. Mai 2015

DAS UND DIES


Am Moorteich sind die kleinen Enten schon geschlüpft,
fotoscheu sind sie in diesem Jahr.
Das Imbissstandl hat auch wieder offen,
da sind meine Mopedrundfahrten gleich lustiger.
Belohnung in der Halbscheid.
Wenige Wochen noch,
dann kann man hier wieder baden.
Dafür gehört mir der Teich jetzt nimmer allein,
alle Freiluftaktivitätshungrigen sind unterwegs.
Fischer, Reiter, Wanderer, Radfahrer, Motorradfahrer, Würstlesser, Biertrinker ....




Montag, 18. Mai 2015

ROTKEHLCHEN AM SPIESS


Mitglied bei Birdlife bin ich geworden, weil es recht interessante Exkursionen gibt.
Ich bin ja nicht der Wahnsinnsvogelfan, aber was soll man sonst bei uns beobachten?
Elefanten und Löwen wären mir lieber, doch die sind da so selten.
Jetzt habe ich die Unterlagen bekommen und für heuer sind die spannenderen Sachen vorbei. Eine Vogelstimmen-CD ist auch dabei. Ob das bei mir etwas bringt, steht auf der Zweifelliste.
Und in der Vereinszeitschrift war wieder ein Artikel über den Vogelmord im Mittelmeerraum.
Wenn ich sowas lese, bricht mir das Herz und eigentlich mag ich es gar nicht wissen.
Viele Millionen Zugvögel werden jedes Jahr mit Netzen und Leimfallen gefangen und verspeist.
Teilweise illegal, In Zypern, Malta, Frankreich, Italien und im nördlichen Afrika wird den gefiederten Flugkörpern das Überleben schwer gemacht.
In Malta habe ich einmal die Vogelschießstände gesehen - damit hat sich für mich die Insel als Urlaubsland gleich erledigt (war aber nur ein Grund des Nichtgefallens).
Traurig, das mit den Rotkehlchen am Spieß.




Sonntag, 17. Mai 2015

WARTEN


Wie man sehen kann,
tun sich manche mit dem Warten richtig, richtig schwer.


Samstag, 16. Mai 2015

KRAFTPLATZ



Manche Häuser sind Kraftplätze,
so wie dieses hier.
Mitten in der Waldeinsamkeit.
Ein Hort.
Platz aus Raum und Wirklichkeit.
Dort bist du beschützt,
es gibt Energie und nimmt dir Zeit und Geld
und lässt dich nie mehr los.









Freitag, 15. Mai 2015

STREICHELTIERE


Wiedermal die Hirsche füttern.
Ein bisserl räudig sehen sie gerade aus.
Aber so genussvoll schließen sie die Augen,
wenn sie das hart erkämpfte Brot durch den Zaun bekommen.
Ich hab immer Angst, dass sie mit dem Kopf im Maschengeflecht stecken bleiben.
Aber alles gut, ihnen schmeckt es und ich habe meine Freude.




Donnerstag, 14. Mai 2015

SERIEN


Das Leben ist ein Serientäter.
Einmal werden alle Elektronikgeräte gleichzeitig kaputt,
dann spinnen die fahrbaren Untersätze nervig.
Bei mir ist gerade die Serie der Unerfreulichkeiten und Ärgernisse von Außen wirksam.
Drei kann ich schon zählen, damit wäre die magische Einheit erfüllt.
Mit Nervenaufwand kann ich die Dinge wieder hinbiegen,
trotzdem bleibt eine nagende Unzufriedenheit in mir zurück.
Ist die Umwelt doch nur Spiegel des Inneren?
Und was war dann zuerst?
Die Henne oder das Ei?


Mittwoch, 13. Mai 2015

VOM ESSEN


Mir geht es gut mit dem Getreideverzicht.
Fühle mich viel wohler,
ein wenig nehme ich ab.
Durch das Buch "Weizenwampe" von Dr. William Davis lese ich mich durch.
Es hat fast 400 Seiten und es geht mir wie mit all diesen Büchern:
nach den ersten 20 Seiten weiß man eigentlich schon Bescheid und die übrigen 380 sind im Großen und Ganzen Wiederholungen und Erläuterungen.
Jedenfalls bin ich neugierig, was die näxte Blutuntersuchung sagt.
Aber ein paar Monate gebe ich mir noch bis dahin.
Ach ja, viel weniger Geld brauche ich für Lebensmittel.
Denn wenn es kein Brot gibt, benötige ich auch nix drauf.
Es geht mir nichts ab, an meinem Abendessen muss ich noch arbeiten -
da bin ich etwas ratlos.
Interessante Sache jedenfalls.
Wenn Getreide wirklich so schädliche Dinge im Körper anrichtet,
warum wird uns von der Ernährungswissenschaft eingeredet,
dass Korn so gesund ist?
Damit alle immer dicker werden?
Und mehr Medikamente brauchen?
Jedenfalls ist Weizen sehr billig und es ist genug da fürs dumpfe Volk.
Und das böse Fett ist gar nicht so böse.
Schau ma mal.
Ich bin im Selbstversuchsstatus.


Dienstag, 12. Mai 2015

NOCH IMMER FRÜHLING


Zauberhafter Frühling mit dem Versprechen auf mehr.
Mit der Aussicht auf Badetage,
auf trägheiße Sommerstunden,
auf Pilze und Beeren im Wald ....
Alles ist gut.
Und eine feine Fruchtbarkeitsstaubschicht des blühenden Löwenzahns bedeckt das ganze Land.




Montag, 11. Mai 2015

ZAUBERGARTEN


Im Zaubergarten war ich wieder.
Es ist schön, diesen Platz der Stille zu genießen.
Langsam verwildert er,
Vergänglichkeit zum Greifen.
Und die dienstbaren Arbeitssklaven sterben auch aus.
Werden und Vergehen.