Donnerstag, 15. November 2018

EIN TAG IN PASSAU

Morgenbahnhof


Eigenlich muss es heißen: ein paar Stunden in Passau.
Die ÖBB verkauft jetzt im November Bahntickets um kleines Geld,
mit denen man in Österreich so viel fahren kann, wie man will.
Passau ist schon über der Grenze,
aber der Zug trägt mich bis dort hin.
War ein schöner Tag.
Besonders das Glasmuseum hat es mir angetan.
Ich war von der Fülle völlig erschlagen.
15000 Exponate, die ganze Sammlung hat 30000 Gläser.
Bei den Schaustücken der Wiener Werkstätte und Lötz und Moser konnte ich nimmer.
Das Gehirn war abgefüllt.
Länger als eine Stunde reicht meine Aufmerksamkeit nicht.
Man sieht das auf dem Foto vom Hotel nicht gut,
über dem Schaukasten sind Hochwassermarken.
Passau wird als 3-Flüsse-Stadt regelmäßig überschwemmt.
Der höchste Pegelstand war 2013. War etwas höher
als die Marke von 1954, die man unter dem Bogen sieht.
Zur Feste Oberhaus bin ich hochgestiegen.
Ein hübscher Blick von oben auf alte Häuser, Wasser und Kirchen.
War alles gut und demnächst gibt es noch ein paar Bilder mehr.















Mittwoch, 14. November 2018

NATÜRLICH


Ganz wenig Grünpflanzen habe ich nur mehr im Haus.
Ich mag mich nimmer kümmern
und es sind einige wenige alte Stöcke geblieben,
die im Sommer im Freien sind.
Ich kaufe schon lange keine nach,
auch Schnittblumen gefallen mir nicht mehr.
Nie vergessen werde ich,
dass ich einmal Lotte Ingrisch einen Blumenstrauß brachte,
den sie mit den Worten,
sie möge nichts Totes ablehnte.
So geht es mir jetzt auch.
Kann nur mehr Natur haben.
Davon ist ringsum reichlich vorhanden.
Beschäftige mich gerade intensiv mit der Energie der Dinge.
Schnittblumen: toten Lebewesen beim Weitersterben zuzusehen,
geht nimmer.
Da rede ich gar nicht von fragwürdigen Anbaumethoden (z.B. in Kenia).
Alles wird anders,
wenn man versucht, hinter Schleier zu blicken.



Dienstag, 13. November 2018

ALKOHOL HILFT

Ich fühle mich jetzt oft so fröstelig,
habe auch Untertemperatur.
Ist unangenehm, spürt sich krank an.
Zwei kleine Gläser Nussschnaps kurbeln den Kreislauf an.
Machen ein sehr befriedigendes Körpergefühl.
Ich bin dann zwar leicht betrunken,
aber gesund.
Ich sage ja sowieso immer,
dass ich viel zu wenig Alkohol zu mir nehme.
Ein überaus nützliches Lebenshilfsmittel,
legal noch dazu.
Dass ich so ziemlich die schlechteste Köchin der Welt bin,
habe ich schon oft geschrieben.
Aber das, was ich zusammenbraue,
schmeckt mir vorzüglich.
Ich verwende Lebensmittel,
die ich in Küche und Kühlschrank vorfinde,
gebe alle Gewürze, die ich habe, dazu
(also wilde Mischungen),
wenn es noch Kräuter gibt,
dann kommen die auch in den Topf.
Schmeckt mir besser,
als jede Haubenküche.
Aber sicher nur mir.



Montag, 12. November 2018

STEINFREUND


 Hier gibt es viele Steine.
Überall.
Einen besonderen habe ich entdeckt.
Ich kann mit ihm sprechen.
Kann meine Schmerzen bei ihm lassen.
Ich bringe ihm kleine Geschenke,
denn er kann nicht verreisen
und steht immer am selben Platz.
Ein wenig traurig sieht er aus,
aber auch königlich bewachsen.
Es tut gut, wenn man im Wald Freunde findet.








Sonntag, 11. November 2018

DIES UND DIES



Meine Speisekammer etwas aufgeräumt.
Was da an altem Alkohol gammelt!
Wenn eine Hungersnot ausbricht,
kann ich mich wochenlang betrinken.
Die unzähligen Teesorten entsorgt.
Ich trinke nur Kräutertee.
Und davon gibt es auch viel zu viel.
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Dass es so zeitig dunkel wird,
ist noch nicht richtig bei mir angekommen.
Die Fernbrille bleibt daheim
und ich muss das Auto durch die Finsternis tasten.
Normalerweise trage ich beim Fahren optische Sonnenbrillen.
Dafür habe ich eine Wiese voller Silberreiher gesehen.
Sehr ungewöhnlich und so schön.
Sicher 50 Stück.
Und etliche Greifvögel in den Bäumen.
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Worüber ich mich ein wenig ärgern kann:
wenn es bei mir hochnebelig ist
und ich klicke im Internetz die Webcams in der Umgebung durch
und sehe Menschen in der Sonne sitzen,
dann frage ich mich,
warum ich nicht früher auf die Idee gekommen
und hingefahren bin.
Der Roller fehlt,
mit dem gehen Entschlüsse schneller.



Samstag, 10. November 2018

TYRANNEI DER DINGE


Am unteren Foto sieht man (schlecht) einen Jungstier.
Letztens bin ich stehen geblieben
und dann sind die Jungens über die recht steile Wiese runter gerannt.
Es gibt zwar einen Elektrozaun,
aber ich war nicht sicher,
ob sie sich einbremsen werden.
Keine Ahnung wie viel Kilogramm - im ungelenken Galopp  daherkommen-
nix für meine schwachen Nerven.
Sie konnten stoppen und dann haben sie geglotzt -
wie immer.
Ich auch wie immer.
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Die Tyrannei der Dinge setzt sich fort.
Im Auto kann mir etwas runterfallen und es bleibt für ewig verschwunden.
Ich hab nämlich so ein Anschnalleinsteckdings - ist original für Hunde -
damit der Alarm nicht losgeht, wenn ich mich nicht angurte.
Und manchmal, wenn irgendwo die Polizei steht,
dann werfe ich das Teil weg und befestige den Gurt.
Da ich dann meist zu wenig Hände habe,
geschieht das recht unkontrolliert.
Tja.
Meine Gefrierkombination spielt auch mit mir.
Dachte schon, sie segnet das Zeitliche,
dann habe ich die Rückwand und die Motoren abgesaugt und den Temperaturfühler frei gemacht
und jetzt hat sie es sich doch noch einmal überlegt.
Welcher Stress.
Internetz nach neuen Modellen durchforstet,
alten Ersatzkühlschrank hervorgeholt, gereinigt.
Im Zuge der Aktion wollte ich eigentlich meine Speisekammer aufräumen und
entrümpeln.
Schau ma mal, ob die Kraft reicht.



Freitag, 9. November 2018

IM WALD


Zum Wochenende bleibe ich oft daheim
und gehe bei mir in die Wälder.
Es gibt ja genug davon,
wenn man am Rande des größten zusammenhängenden Waldgebietes Österreichs wohnt.
Beim frisch geschlägerten Holz habe ich lange die Nase in die Schnittfläche gesteckt
und Erinnerungen aufsteigen lassen.
Der Geruch ist ziemlich gut.
Es waren Bilder von einem neu renovierten Haus mit viel Holz in den Innenräumen.
Über diese Brückenreste wage ich mich nie.
Sehe mich immer runterfallen und hilflos
im Bachbett unter tagelangem Stöhnen und Leiden verenden.
Weil eigentlich kommt da keiner vorbei.
(Nein, ich habe praktisch nie ein Handy bei mir.
Das gehört nicht zu den Dingen an die ich denke.
Habe überhaupt nix einstecken. Außer Taschentuch, Knipse und Schlüssel).
Wenn ich unterwegs mal pinkeln muss,
suche ich kaum Deckung,
weil - siehe oben - da im Wald ist niemand.
Heute ist 2 Minuten später ein Jäger im Auto vorbeigefahren.
Es ist halt oft anders als man denkt.


Donnerstag, 8. November 2018

LIEBLINGSWEG


Zwei Lieblingswege habe ich.
Den einen ums Moor und diesen hier bei Sandl.
Der ist zwar recht kurz,
aber ich bin in die alten Bäume verliebt.
Alte Bäume,
die in diesem Forstgut bewahrt werden.
Alte Bäume tragen zeitloses Wissen in sich.
Und ihr Verlust hinterlässt Lücken.
Lücken, die von Menschen kaum wahrgenommen werden.
Wie meist das Essenzielle nicht wahrgenommen wird.
Denn die Essenz des Lebens blüht im Verborgenen.



Mittwoch, 7. November 2018

AUS UND ENDE


Sodale.
Das wars.
Ich mag nimmer.
Genug Dias geschaut.
Georgien 1973.
Ich bin noch lange nicht fertig,
den Rest betrachte ich wahrscheinlich nie mehr.
Was in Anbetracht aller Endlichkeit null Bedeutung hat.
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Jetzt beginnt meine ungeliebteste Zeit im Jahr.
Ewig ist es dunkel.
Die Abwesenheit von Licht.
Mit endlos langen Abenden.
Eingesperrt im Haus.
Bäh.



Dienstag, 6. November 2018

VOM SUCHEN


Meine Autoschlüssel haben gerade eine besorgniserregende
Verschwindtendenz.
Verstecken sich.
Ich suche kaum Dinge,
weil ich auch in meinem Chaos weiß,
wo ich die Dinge hinlege.
Zwei Schlüssel fürs Auto gibt es.
Letztens ist einer zwischen die Sitze gerutscht,
wo ich ihn nur zufällig entdeckt habe.
Heute hat sich ein Türöffner in meiner Handtasche verborgen.
Ich finde, das Spiel kann beendet werden.
Amüsiert mich wenig.
Mein Vater hat in solchen Suchfällen den Heiligen Antonius angerufen
und erstaunliche Erfolge damit gehabt.
Unkatholisch wie ich bin,
habe ich diese Connection leider nicht.
  
Gebet zum Finden

Nachtrag:
Inzwischen habe ich völlig unerfolgreich eine CD gesucht
und versucht eine zwischen Wand und Heizkörper eingeklemmte CD zu befreien.
Wird mir in diesem Leben wohl nimmer gelingen.
Ohne Hl. Antonius schon gar nicht.
Das Spiel zwischen Dingen und mir kann beendet werden.
Finde ich weder prickelnd noch witzig.


Montag, 5. November 2018

MUSEUM







Im Museum Humanum in Fratres war ich.
Im nördlichsten Waldviertel.
Eine beeindruckende Privatsammlung,
quer durch alle Kulturen,
einige Ausstellungsstücke mit starker Energie.
Mit viel Liebe wurde der alte Gutshof gestaltet und renoviert.
In den Sommermonaten finden grenzüberschreitende Veranstaltungen statt
und  namhafte Leute waren an dem Ort zu Gast.
Ich habe einige für mich interessante Stücke gesehen
und doch bin ich bei solchen privaten Ansammlungen immer völlig geplättet.
Dieses Zuviel für einen Menschen macht mich traurig,
vielleicht, weil ich selbst viel zu viel Zeug habe.
Es erzeugt bei mir ein Gefühl von "VERGEBLICH".
Aber das ist meine Geschichte.
Ich bin völlig ausgelaugt daheim gelandet.
Und nur Schokolade konnte mich stabilisieren.


Sonntag, 4. November 2018

DIES UND DAS


Morgenfrost zaubert Reif auf die Gräser.
Tagsüber wird es richtig warm.
Föhn.
Den Moorweg gegangen.
Jetzt gehört der Wald für Monate mir allein.
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Ich esse zu viel.
Und für die Gesundheit habe ich Nussschnaps geschenkt bekommen.
Sehr fein.
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Ein neues Parfum gekauft.
Zuerst ist es blumig.
Und nach kurzer Zeit riecht es würzig.
Sehr angenehm.
Begleitet mich auch ins Bett.
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Meine Schlafleistung ist sehr unterschiedlich.
Ich kann mitten in der Nacht aufstehen
und aus Langeweile die Zehennägel lackieren.
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Einen Badezusatz gekauft,
der nach Kaffee riecht.
Das ist komisch.
Das ganze Haus riecht danach und
in der Badewanne möchte ich einen Espresso trinken,
was ich aber am Abend nicht machen kann.
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Ich höre etwas schlechter.
Aber das lästige Geräusch einer Wintergelse kann
ich im ganzen Raum wahrnehmen
und mich davon verrückt machen lassen.





Samstag, 3. November 2018

VORAUSPLANEN

Dauernd plane ich Reisen,
schau mir Hotels im Netz an,
um dann wieder daheim zu bleiben.
Ich kann nix planen.
Vorausschauen  geht bestenfalls für 1 bis 2 Tage.
Sicher nicht für Wochen im voraus.
Denn die Zeit ist so schnell,
dass ich gedanklich rasch woanders bin
und dann erscheint mir das Vorausgeplante völlig veraltet und es interessiert mich nimmer.
Ein ewiges Dilemma.
Die Baustelle ist das Parlament in Wien.
Im Inneren sind Bagger unterwegs.
Ich will jetzt keine Vergleiche zur Politik ziehen.
Und auch nicht schreiben,
dass Umbaggern  mancherorts nützlich wäre.


Freitag, 2. November 2018

ERINNERUNGEN


Das ist die ominöse Truhe
in der die Vergangenheit ruhte.
Was mache ich mit all den Jahrzehnten,
die keine Erinnerungsdokumente besitzen?
Sind sie jetzt weniger gelebt,
dem Vergessen völlig ausgeliefert
oder genügen meine inneren Bilder?


Donnerstag, 1. November 2018

EITEL


In Delhi sitze ich da so rum
Dort hatte es 42 Grad.
Das Heisseste, was ich jemals erlebt habe.
Im Taxi nur mehr am Sitz festgeklebt und gehechelt.
Irgendwie ist das eitel,
dass ich die ganzen Fotos von mir herzeige.
Aber ich schaue gerade tausende Bilder durch
und auf ganz, ganz wenigen bin ich drauf.
Und die möchte ich festhalten.
Denn all die Tempel, Berge, Seen
sind zu viel und ermüdend.
So müsst ihr mit meinen Eitelkeiten leben.
Alles Asien 1975.
Anscheinend in Thailand
Japan
Der berühmte Fischmarkt in Tokio.
Wirklich zeitig dort und die Fische waren schon alle verkauft
Der Hochgeschwindigkeitszug. Shinkansen.
Der dann 2 Stunden auf der Strecke stillstand.


In Nepal warte ich auf den Bus