Dienstag, 27. September 2016

MINIMALISMUS

Grein

Am Sonntag bin ich über einen großen Flohmarkt gelaufen,
habe dann € 1,- für ein Buch ausgegeben,
das demnächst wieder in einer Bücherkiste landet.
Damit habe ich mich in die Hängematte gelegt
und den Spätsommertag genossen.
Im Radio habe ich ein Interview mit Leo Widrich gehört.
26 Jahre, Unternehmensgründer in Silicon Valley, 12 Mio $ Jahresumsatz,
besitzt 7 T-Shirts, 2 Hosen, 7 Unterhosen, 7 Paar Socken und einen Pullover. Meditiert.
Minimalist.
Der Trend weg von der Konsumgesellschaft.
Für mich wäre das eine lohnende Aufgabe mein unendliches Zeug zu entsorgen.
Aber ich mag es teilweise so gerne.
Ich muss darüber nachdenken.
Ob mir das ein Plus an Lebenslust bringen  würde.




 

Montag, 26. September 2016

SINNKRISE - EIN LUXUSPROBLEM



Irgendwie bin ich in der Sinnkrise oder in der Herbstdepression.
Wie auch immer -
was fange ich mit dem Rest meines Lebens an?
Ich habe keine zündenden Ideen.
Ich könnte mich in Alkohol ersäufen -
das liegt mir nicht.
Oder ich könnte mich mit Krankheiten und Körperverfall beschäftigen -
auch nicht prickelnd.
Sozialdienste, Alten vorlesen, Leihoma -
alles nicht meines.
So sitze ich ganz still und warte auf einen oder mehrere Geistesblitze.




Sonntag, 25. September 2016

INTERESSANT, SCHÖN UND FREUDE


Parlamentspalast in Bukarest.
3000 Zimmer, 450000 m2.
Größenwahnsinnsarchitektur.
Ceausescu.


Orthodoxe Kirchen und alte Städte


Richtig gefreut habe ich mich über das Verpflegungssackerl,
das man mir in einer orthodoxen Kirche bei einer Essenssegnung schenkte.
Mit Kuchen, Apfel, Käse und Sardinendose.
 
Pferdemarkt
 

Viel Gegend mit großen Herden

Und bei der Bank möchte ich mein Geld anlegen.
Der Chef ist Graf Dracula. Er saugt den Kunden den letzten Cent aus der Tasche.
Und er ist damit nicht alleine.


Samstag, 24. September 2016

WAS SCHÖN WAR



Das Donaudelta






Schloss Peles
und Burg Bran (Dracula)



 Dorffest Kircheneinweihung


Freitag, 23. September 2016

BILDER


So viel kleines Leben,
so viel Armut,
so viel Hoffnungslosigkeit.
Die jungen Leute ziehen aus den Dörfern fort,
zurück bleiben Alte und Verfall.
Oft war ich den Tränen nahe -
besonders wenn ich geschundene Tiere gesehen habe.
Wenn das eigene Leben keine Leichtigkeit hat,
bleibt das Herz für andere Kreaturen auf der Strecke.













Donnerstag, 22. September 2016

MEHR TRAURIG ALS SCHÖN

 
Ich bin wieder da.
Das Wichtigste:
das T-Shirt für die Sammlung gibt es.
Eigentlich war die Reise mehr traurig, als schön.
Und Gruppen sind ja nicht meines,
also: die Hälfte der Zeit mit dem Reiseleiter gestritten.
Rumänien, Donaudelta, Siebenbürgen, Bukarest.
Anstrengend.
Ab morgen gibt es Fotos.
Wenn Gruppen nicht meines sind,
dann kann ich fast gar nimmer wegfahren.
Denn um solche Länder allein zu bereisen,
dazu fehlt mir die Energie.
 
 
 
 

Montag, 12. September 2016

PAUSE


Bin mal kurz offline.
Eine schöne Zeit wünsche ich allen Leserinnen.


Sonntag, 11. September 2016

WAS MICH FREUT


 
Wenn ich Kröten finde.
Weil bei mir so eine Wildnis herrscht, sind diese Urzeitbewohner immer wieder anzutreffen.



 
Die Katze freut mich auch immer.
Und der Buchsbaum ist das ganze Jahr am Komposthaufen gelegen,
er mag aber nicht sterben,
jetzt habe ich ihn wieder eingegraben.
Eiserner Überlebenswille.
 


Samstag, 10. September 2016

GUTE TAT

 
Mit guten Taten habe ich es ja nicht so.
Heute habe ich eine Wespe gerettet.
3 x.
Weil sie immer weiter schwimmen wollte.
Überlegt, ob es viel wertvoller ist,
etwas Großes zu retten,
oder ob das Kleine auch schon eine ganze Welt verändern kann.
Und gutgemeinte Handlungen sind ja nicht immer nützlich.
Wenn jetzt z.B. die Wespe einen Allergiker sticht ....
Die Bewertung ist nicht einfach.
Und in der Wolkenspiegelung schaut ein Gott zu.
Nicht besonders hübsch,
aber wer sagt schon, dass Götter hübsch sein müssen?
(Den Gott sehe ich Aug in Aug mit einer Maus).
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Die Bundespräsidentenwahl muss ich kommentieren.
Totale Lachnummer.
Die Presse titelt: Republik Banane.
Der dritte Wahldurchgang wird voraussichtlich wieder verschoben,
weil die Wahlkartenkuverts nicht kleben.
Wenn etwas schief geht, dann geht es schief, geht schief, geht immer wieder schief ....
Inzwischen sterben die Wähler langsam weg.
34000 statistisch gesehen seit dem Stichtag im April.
Alles sehr skurril.
Österreich braucht kein Kabarett.
Österreich hat eine Wahl.
 
 

Freitag, 9. September 2016

SCHLECHTE NACHT


Meist schlafe ich recht gut.
Aber in der letzten Nacht hat mich anscheinend jemand geprügelt.
Die Katze wollte nach langer Zeit wieder einmal zu mir ins Bett.
Stundenlanges zimmerfüllendes Schnurren.
Vor dem Niederlegen habe ich gebadet -
das bringt Schweissanfälle.
Ewig wach gelegen.
Mäuserennen in der Zwischendecke.
Dauernd sinnlos aufgestanden.
Heiß.
Wadenkrämpfe.
Der Morgen hat ein außen und innen zerknittertes Stück Mensch gesehen.
Willenlos. Erledigt.



Donnerstag, 8. September 2016

VERGANGEN



Mein Gedächtnis ist bekannt schlecht.
Gesichter, Namen - alles Schall und Rauch.
Zahlen, ja.
Ich hab einige Papiere ausgemistet,
eine Visitenkarte von einem hochrangigen FPÖ-Politiker mit einem handschriftlichen Vermerk gefunden -
also, dem  kann ich doch nie übern Weg gelaufen sein?
Sehr gerne treffe ich alte Freunde,
die mir dann irgendwelche Begebenheiten erzählen,
die amüsant sind und ich weiß sie alle, alle nimmer.
Diese ständige Amnesie ist sehr angenehm -
was vorbei ist, muss nicht aufbewahrt werden.
Ich häufe vielleicht materielle Dinge an,
im Kopf befreie ich mich von Vergangenem.
Bei den Zetteln waren auch Notizen von den "Goldegger Dialogen"  dabei.
An Arno Gruen erinnere ich mich.
Er sagte damals:
"Menschen idealisieren Führer und laufen ihnen nach
und werden dafür von ihnen verachtet."
Einige andere interessante Sätze habe ich auch aufgeschrieben -
die kann man sich vielleicht merken.


Mittwoch, 7. September 2016

TIERE


Ich esse Tiere.
Ab und an.
Weil sie mir schmecken.
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Über Tierhaltung, Aufzucht, Schlachtung möchte ich nicht schreiben,
endloses Thema, endloses Leid.
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Aber die Tiere, die zum Vergnügen und zur Menschenbeschäftigung gehalten werden,
sind oft auch nicht viel besser dran.
Neulich beim Rollern sah ich zwei hübsche Mädels,
die ihre Pferde mit verklebten Augen am Halfter durch die Gegend führten.
Ist wahrscheinlich eine Vertrauensübung,
aber ob die Pferde damit glücklich werden,
bezweifle ich stark.
Was mit allen Haustieren geschieht,
wie sie von Neurosen und Launen der Besitzer abhängig sind,
das ist ein weites Thema.
Am wenigsten Sorgen bereiten mir Freigänger-Katzen.
Denn die können umziehen, wenn es gar nicht passt.


Dienstag, 6. September 2016

DIES UND DIES

 
Wiedermal den Kühlschrank entrümpelt.
Wie schnell die Zeit vergeht,
merke ich am Ablaufdatum der Waren.
Einen ganzen Berg Käse weggeworfen.
Wenn ich zu denken beginne:
"Das müsste ich essen, weil es sonst schlecht wird."
kann ich das Lebensmittel schon vergessen,
denn dann mag ich es heute nicht und morgen auch nicht und nie mehr.
Bis es wegwerfreif ist.
Schuldbewusst streue ich Asche auf mein Haupt.
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Viel Regen,
der Kachelofen brennt wieder.
Wie ich das Service für den Roller abgesagt habe,
ist die Sonne herausgekommen.
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Monatelang habe ich Wordfeud gespielt.
Wirklich, wirklich viel.
Jetzt habe ich an einem Turnier teilgenommen
und das gewonnen.
Plötzlich spiele ich kein einziges Spiel mehr.
Anscheinend ist die Wordfeud-Zeit vorbei.
Wo wartet etwas Neues auf mich?
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Meinen Computer, den ich vor einigen Monaten gekauft habe,
verwende ich immer noch nicht.
Steht herum und verstaubt.
Wahrscheinlich auch so ein Wegwerfkäse.