Sonntag, 23. November 2014

AUSUFERND



Manche Bäume wollen nicht nur hoch hinaus,
sondern streben auch in die Weite. Sieht ein bisserl aus wie "Äste auf der Flucht".






Samstag, 22. November 2014

IM DÄMMERLICHT


 
Wenn der Tag eindämmert
alles ganz still wird
nur der Kies unter den Sohlen knirscht
das Lauteste der eigene Atem ist
dann ist die blaue Stunde
sie kann auch grau sein
der magischste Moment des ganzen Tages
jetzt hält die Natur die Luft an



Freitag, 21. November 2014

DIES UND DAS


Manche Tage machen es einer mit dem Mögen wirklich nicht leid.
Wenn der Computer stirbt,
das kleine Notebook als Ersatz eine ständige Quelle des Ärgers ist,
es regnet,
die Augenentzündung als neuestes Wehwehchen mit nix besser wird,
dringend Putzen ansteht -
warum um alles in der Welt soll man mit so einem Tag zufrieden sein?


Donnerstag, 20. November 2014

EWIGER KREISLAUF



Etliche Bäume haben wir dieser Tage umgeschnitten.
Das habe ich viele Jahre gar nicht gemacht.
Die Entscheidung über Leben und Tod fällt mir schwer.
Wenn ich dann einmal dabei bin, gerate ich in einen Zerstörungsrausch.
Trotzdem - es ist schwieirg, das was in langen Jahren gewachsen ist,
mit einem Schlag zu vernichten.
Und die Gänse da im Dorf sind auch nicht mehr.
An ihrem letzten Tag habe ich sie gesehen,
ganz aufgeregt sind sie beisammen gestanden und haben in eine Richtung geschaut ....
Eine seltsame Welt,
die des Lebens und des Sterbens,
die der Existenz auf Kosten anderer.




Mittwoch, 19. November 2014

DER BLAUE PLANET


Am meisten hat mich dieser Tage der Ausspruch des deutschen Astronauten Alexander Gerst bewegt,
der meinte mit dem Blick auf die Erde von oben begreife man, dass alles zusammenhängt und wenn man irgendwo das Wetter verändere, dann betrifft das auch das andere Ende der Welt.
Ich denke, mit dem Blick von oben wird klar, wie geschlossen, endlich, beschränkt das System ist auf dem wir leben. Endliche Ressourcen, endlicher Platz, eine winzige blaue Kugel in der unendlichen schwarzen Weite des Alls.
Völlig unverständlich ist, warum wir uns ständig bekriegen. Den einzigen Platz, den wir haben,
verschmutzen, ausrauben, zerstören, missachten.
 So zerbrechlich ist dieses kleine wunderbare geschlossene System in einem weiten, weiten Universum.
Und beim jetzigen Stand der Wissenschaften gibt es für uns keinen anderen Platz zu dem wir flüchten könnten.







Dienstag, 18. November 2014

HOCHSENSIBEL



Den Hochsensiblentest habe ich gemacht.
Also, ich kann mich dazuzählen -
es gibt sicher noch Sensiblere, aber mir reicht die meine.
Grundsätzlich komme ich damit gut zurecht.
Große Gesellschaften mag ich nicht.
Ich spüre, was unterschwellig läuft, was nicht gesagt wird
und das wird mir dann zu unübersichtlich, da komme ich mit dem Fühlen nicht nach.
Überhaupt nehme ich das Unausgesprochene des Gegenübers wahr,
manchmal reagiere ich darauf, das ist dann den Angesprochenen peinlich.
Negative und unklare Menschen meide ich,
der Umgang mit ihnen ist mir zu mühsam.
Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich einem Menschen begegne,
kann ich schon seine ganze Geschichte erzählen.
Jedenfalls möchte ich von der Sensibilität nichts hergeben,
das Leben hauptsächlich zu erspüren kann ganz schön spannend sein.




Montag, 17. November 2014

VIER


Über euch kann ich nur lachen,
viel zu ernst sind eure Sachen.
Mein Leben ist  Spott,
kenne keinen Gott,
bin frank und frei.
Meine Devise: Alles ist Einerlei.
----
Ende





Sonntag, 16. November 2014

DREI


 "Höllenhund werde ich genannt,
doch bin ich dem Freund, der meine Kräfte bannt".



Samstag, 15. November 2014

ZWEI

 
 
"Wind und Sturm sind meine Brüder.
Schenk' mir deine Zeit,
ich trag' dich meilenweit,
setz' dich ans andere Ufer über."


Freitag, 14. November 2014

EINS


"Geheimnisse sind meine Leidenschaft,
in ihnen liegt die Kraft".

Donnerstag, 13. November 2014

GELEE ROYAL


Gelee-Royal-Trinkampullen habe ich gekauft.
Sind gut fürs Immunsystem.
Bienenköniginnen werden mit dem Futter herangezogen.
Nur leider ekelt mich jetzt beim Einnehmen.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich die dicke fette Königinnenmade in dem kostbaren Saft.
Ich habe ja den Verdacht, dass die Maden bei der Gewinnung mitverarbeitet werden.
Alles andere wäre sehr aufwändig.
Jetzt werde ich die Kur zu Ende führen, weiß nicht, ob sie wirken wird, wenn mir so graust.
Bei manchen Dingen ist es nachteilig, wenn frau sich zu gut auskennt.



 

Mittwoch, 12. November 2014

MIT CHATWIN



Einer meiner liebsten Schriftsteller ist Bruce Chatwin.
Früh an Aids verstorben, ranken sich Geschichten um seine Person,
ein ewig Reisender, schillernd, stilvoll, begabt, besonders.
Die Beschreibung seines Reisegepäcks gefällt mir - wie edel so unterwegs zu sein:
"Da waren die besonderen, weichen, toffeebraunen Stiefel.
"Du solltest dir wirklich ein paar anständige Stiefel besorgen, Redders", riet Chatwien seinem Freund, dem Forscher Redmond O'Hanlon:
"Bei der Russell Moccasin Company. Du brauchst nur zu sagen, dass du mein Freund bist."
Und da war der von einem Sattler nach Maß gefertigte weiche Rucksack aus dunkelbraunem Kalbsleder, bei dem jede Tasche sorgfältig zugeschnitten war, um einen bestimmten Gegenstand aufzunehmen.
"Jean-Louis Barrault hat diesen Ranzen eigens für mich entwerfen lassen", soll er einem Freund erklärt haben. Auf seiner Reise durch die Black Mountains enthielt der Rucksack ein Moleskin-Notizbuch, einen Montblanc-Füller, Aylmer Maudes Üersetzung von 'Krieg und Frieden', Strindbergs 'Am offenen Meer' sowie ein schönes Fernglas ("Ein Geschenk von Werner Herzog", sagte er O'Hanlon). Bei seinen Reisen ins Ausland verstaute Bruce, wie er erzählte, eine Dose Sardinen und eine halbe Flasche Krug darin, mit denen er sich, in einem Bach sitzend, stärkte, wenn etwas schiefgegangen war".
Aus "Mit Chatwin" von Susannah Clapp


Dienstag, 11. November 2014

DIES UND DAS

 
Das mit der Schreibabstinenz hält nicht lange.
Schönstes Wetter - ich kann noch mit dem Moped fahren.
Ein paar Bäume habe ich umgeschnitten,
alle Finger und Beine sind noch dran.
Aber irgendwie fallen die Bäume immer auf mich -
deswegen nur kleine, leichte.
Wären eigentlich die schönsten Christbäume -
doch ich kann sie nicht brauchen.
Die Katze ist quietschfidel,
sie steigt  auf ihre alten Tage am Dach herum.
Sie darf jetzt schon alles,
auch die Dinge, die früher streng verboten waren.
Beim Essen betteln oder über den Tisch laufen ...
In die große Stadt wollte ich -
geht bei Sonnenschein gar nicht.
Da ist es hier viel zu schön.
 
 
 
 
 
 


Samstag, 8. November 2014

NOVEMBERBLUES

 
 
Obwohl es meist warm und schön ist -
manchmal regnet es auch,
in der Nacht der volle Mond scheint,
des Morgens die Rehe vor dem Fenster stehen,
hat mich trotzdem der Novemberblues erfasst.
Zu viel Dunkelheit, zu lange Nächte, zu viel Einsamkeit, zu viel Fernschauen,
zu wenig Ideen (gar keine) ....
Daher nehme ich mir eine Durchhängeblogauszeit.


 


Freitag, 7. November 2014

NEBEL


Nebel umhüllt
bewahrt
schweigend
schemenhaft
Ruhiges sicher



Donnerstag, 6. November 2014

HEIMWERKEN




















Wie ihr wisst, bin ich die geniale Heimwerkerin.
Naja, oder so ähnlich.
Die Idee: Holz zwischen den Eingangstüren zu lagern,
damit, wenn ein Winter kommt,
es stürmt und schneit,
viel schneit,
oder ich möglicherweise einmal krank bin,
was ja auch sein könnte
(war glücklicherweise noch nie der Fall);
das Holz gleich zur Hand ist.
Und ich kann eine Arbeit 3 x machen,
weil - wenn nicht ordentlich von Anfang an,
dann geht es eben auch länger.
Es gibt sicher ein Sprichwort dazu.
Z.B.
"Was nicht gleich gut getan,
ist dann lange lahm."

Zu wenig Winkel bei der Montage verwendet
und so ist mir die Sache 2 x wieder weggebrochen.
Aber jetzt hält es und die Schneestürme dürfen kommen.
Wenn sie unbedingt wollen/müssen.


Mittwoch, 5. November 2014

WEHWEHCHEN


Vielfältig sind die Alterskleinbaustellen,
die der Wind der Zeit daherweht.
Will ich euch gar nicht damit langweilen und frau gewöhnt sich an das Mehrere.
Der Schnappdaumen ist  nach monatelangem Tapen wieder perfekt geworden -
jetzt habe ich einen Schnappkiefer -
d.h. ein Scharnier, das sich immer wieder aushängt.
Unangenehm und schmerzhaft.
Soll ich das auch tapen???? Und ob mich das hübsch macht???



Dienstag, 4. November 2014

EROTISCH


 
Das hat gar nix mit Erotik zu tun,
das ist ein ganz normaler Supermarkt auf Mallorca.
Kein Lustshop, sondern es gibt Fleisch und Brot und Getränke.
Auch das Hotel - nur für Erwachsene - in dem ich eine Nacht geschlafen habe,
hatte lauter langweilige ältere Leute.
Und ich dachte an Swinger-Club oder dergleichen.
Es gibt etliche Hotels auf der Insel for adults only -
komische Sache.
Der Wahnsinnskinderfan bin ich ja nicht, aber gestört haben sie mich noch nie.
Da stören mich ganz andere Sachen, möglicherweise eher die Eltern der kleinen Schreihälse.
Seltsame Welt.
In der Kinder ausgesperrt werden.
 
 
 
 

Montag, 3. November 2014

IM FLIEGER

 
 
Was in den Flugzeugen im Sinne der Platzmaximierung geschieht,
spottet jeder Beschreibung.
Jedesmal beim Fliegen frage ich mich,
warum wir uns freiwillig in solche Zwangslagen begeben.
Diesmal war es wirklich voll und beim Anblick der Menschensardinendose musste ich so lachen.
Hinter mir saßen 3 wohlbeleibte Männer, in inniglichem unfreiwilligen Körperkontakt,
Arm an Arm, Seitenbauch an Seitenbauch,
die Leidensminen waren unübersehbar.
Ständig tüfteln Flugzeugbauer und Airlines am Sitzabstand.
Jeder gewonnene Zentimeter ist ein bisserl Geld mehr.
Mein Nachbar war ein kleiner Spanier,
hat mich stark an Danny deVito erinnert,
genauso zappelig war er,
hätte mich stören können, aber ich war voller innerem Kichern und bis Wien waren wir beste Freunde.
Ich bin ja schon froh, wenn ich 2 cm Freiraum zwischen Knie und Vordersessel habe,
habe auch schon Fluglinien erlebt, wo ich anstehe und dann kriege ich wirklich Platzangst.
Meist fliege ich mit Flyniki. Gehört inzwischen zu Airberlin.
Aber ein Hauch vom Superservice von Niki ist noch vorhanden.
Das mit dem Beamen werde ich nimmer erleben.
Aber es erstaunt mich immer wieder, welche Unbequemlichkeiten wir für ein bisserl Transport auf uns nehmen.

 
 
 


Sonntag, 2. November 2014

ALLERLETZTE MALLORCA-BILDER


 
Es gibt eine wirklich schöne Steilküste,
da klettern dann tapfere Männer herum,
und versuchen zu verhindern,
dass das Meer das ganze Ufer holt.


 
 
 



 
Am Abhang stehen auch Ziegen -
man sieht nicht so gut, wie steil es hinunter geht.
Die haben immer eine schöne Aussicht.
 


 
Jede Menge Berge hat die Insel
und man kann mit dem Auto viele enge Kurven fahren.
Schmale Straßen auch,
wo neben den entgegenkommenden Riesenbussen gar nimmer viel Platz bleibt.
 


 
 
Man kann in hübschen Lokalen sitzen und aufs Meer starren
und ständig denken:
so schön,
 so gut.
 

 
 
Man kann köstlichen Käse kaufen/essen.
 

 
Man kann über originelle Taschen lachen -
die unten sind sozusagen eine optische Täuschung.
 


Man kann sicher noch viel mehr oder viel ganz anders.
Das ist halt das, was mir in einer Woche eingefallen ist.
 
 


Samstag, 1. November 2014

ENTRÜMPELN



Wenn es gut ist,
Dinge zu entrümpeln -
gilt das nicht auch für das Gedächtnis?
Hirnentmüllung?
Vieles was sich im Laufe der Zeit angesammelt hat,
was nicht mehr gebraucht wird,
fallen zu lassen,
zu revidieren,
abzulegen,
die Speicher zu leeren.
Ohnedies fällt irgendwann alles Wichtige und alles Unwesentliche dem Vergessen anheim.
Besser jetzt als zwangsweise demnächst.
Und nur mehr ins gegenwärtig Weite denken.
 

Freitag, 31. Oktober 2014

HOTELS SIND MIR WICHTIG



Besonders soll die Unterkunft sein,
die Aussicht ist das Wichtigste.
Wenn dann noch das Rauschen des Meeres zu hören ist,
ist mein Glück perfekt.
Das Zimmerchen im Hotel in den Bergen hatte diese Attribute -
der ganze Ort etwas von dem Potala in Lhasa,
steil an den Hang geklebt.

 
 
 
Mitten in der Gegend liegt dieses Landhotel.
Sehr schön und edel mit superfreundlichen Leuten.
Leider haben sie mich nach zwei Tagen rausgeworfen.
 




Naja.
Der dann gefundene Riesenschuppen hatte etwas von einem Geriatriezentrum.
Aber die Lage!
Sowas von schön.
Das hat mich dann auch das unfreundliche Personal vergessen lassen
und das Sensationswirtshaus am Strand,
das perfekte Meer
haben mich versöhnlich gestimmt.
Zwischendurch habe ich einmal versucht ein Zimmer in einer Posada zu bekommen.
Schwarzgekleidetes Personal mit weißen Schürzchen,
dunkle Ahnen an den Wänden,
die adelige Besitzerin wie eben aus dem Goldbilderrahmen herabgestiegen,
das Zimmer dunkel und geruchsbehaftet, wie eine Gruft,
ich konnte mich nicht in dem Bett begraben sehen umgeben von dunklen Ahnenträumen . ...
Leider nein, so stilvoll das ganze Ambiente gewesen wäre.
Schön war die Woche!
 
 

Donnerstag, 30. Oktober 2014

SCHÖNER ALS SCHÖN

 
 
Keine Besichtigungen, keine Geschäfte
nix angeschaut habe ich in der Woche.
Was soll ich mir noch ansehen,
was soll ich noch kaufen,
sinnlose Eindrücke in einen Speicher sammeln,
der ohnedies bald vergeht.
Ich bin nur mehr auf Suche nach Schönheit und Stimmungen
und die vergangenen Tage waren
schöner als schön.