Dienstag, 22. Juli 2014

VERLIEBT


Im Traum habe ich dich gefunden
mich in dich verliebt
jetzt suche ich jede Nacht nach dir
um dich nicht zu versäumen
lasse ich keine Stunde Schlaf aus


Montag, 21. Juli 2014

VOM PUTZEN


Das mit dem Staub und dem Schmutz muss der Teufel erfunden haben.
Gehört wohl zu den Plagen, wie Heuschrecken oder so.
Das Schlimme am Putzen ist, dass ich trödle.
Ich arbeite nicht zügig dahin,
sondern es fällt mir dauernd etwas Besseres ein.
Ich muss am Computer ein Mail beantworten,
ich muss mir schnell eine Stärkung einverleiben,
zwischendurch die Waschmaschine einschalten
oder dringend telefonieren,
die Katze streicheln,
mich kurz zur Erholung in die Sonne setzen,
möglicherweise schon wieder etwas essen,
ein paar Erdbeeren pflücken,
nachsehen, ob der hübsche Briefträger schon da war,
etc. etc. etc.
In der ganzen Zeit steht der Staubsauger mitten im Zimmer,
überall liegt Angefanges herum
und das ungute Bauchgefühl wird nicht weniger.
Sogar den Post kann ich noch schnell dazwischenschieben.
Es ist ein Kreuz mit meinem arbeitsschwachen Reinlichkeitseifer
und der innere Putzteufel ist leicht besiegbar.


Sonntag, 20. Juli 2014

Samstag, 19. Juli 2014

MITBRINGSEL AUS DER GROSSEN STADT

 
 
Herr Müller, wo sind Sie?




Freitag, 18. Juli 2014

WASSER

 

Der Sommer ist bei mir zickig -
bei schönstem Wetter mit Prognosen bis zu 30 Grad bin ich weggefahren,
ganz leicht angezogen.
Auf nix kann frau sich verlassen.
Es gab heftige Gewitter und mit langem Regen,
die nette Frau vom Imbiss am Teich hat mir eine Fleecejacke geborgt,
Regenschutz hatte ich im Mopedfach verstaut,
aber richtig ausgefroren bin ich daheim gelandet
und habe gleich den Kachelofen angeworfen.
Alles was es im Winter nicht geniederschlagt hat,
kommt jetzt herunter.
 


Donnerstag, 17. Juli 2014

GÄNSE IM GLÜCK


Weidegänse.
So nett. Wenn man in die Nähe kommt,
fangen sie aufgeregt zu schnattern an.
Die besseren Wachhunde.
Sie leben bis Martini auf der Weide und müssen sich hauptsächlich das Futter selbst suchen,
damit sie nicht fett werden.
Als ich ein kleines Kind war,
wohnten wir am Stadtrand von Wien neben einem Bauernhof.
Die Gänse waren immer am Weg, wenn ich aus der Schule kam.
Und ich habe mich schrecklich gefürchtet, wenn sie mir zischend und schnatternd nachliefen.
Naja, ab und an habe ich sie auch ein wenig geärgert.
Damit ich mich dann vor ihnen fürchten konnte.
 


Mittwoch, 16. Juli 2014

IN DER GROSSEN STADT



Das erste Mal seit Monaten wieder in der großen Stadt.
Schön war es,
Traumwetter mit blitzblauem Himmel und reingewaschenen Farben.
Heiß auch.
Der wohl berühmteste Würstelstand Wien's muss in allen Reiseführern stehen,
so viele Leute waren für "a Haße" angestellt.
Und ein paar Stunden Stadtluft sind genug,
mein Veilchenpastillenlager ist aufgefüllt
und sonst auch das Wichtigste zur Zufriedenheit erledigt.
Jetzt kann ich mich wieder der kühleren Waldviertellangsamkeit hingeben.
 


Dienstag, 15. Juli 2014

BESCHEIDEN


 
 
Bescheidene zarte Schnittblumen stehen jetzt bei mir in der Vase.
Eine Rose, ein paar Gräser, fertig.
Bis vor kurzem habe ich Stäuße im Supermarkt gekauft.
Meist Lilien.
Irgendwann konnte ich diese Kunstblumen nicht mehr sehen.
Sind so wenig lebendig.
Und immer wieder fällt mir dazu Lotte Ingrisch ein.
Die einen mitgebrachten Blumenstrauß mit den Worten ablehnte:
"Ich mag nichts Totes herumstehen haben."
 
 

Montag, 14. Juli 2014

WALDFRÜCHTE


Meine Pflückausdauer hat nur für einen Teller Heidelbeeren gereicht.
Mit Zucker und etwas griechischem Joghurt - sehr köstlich.
Eierschwammerln gibt es im Moment mehr als ich mitnehmen mag.
Riesige gelbe Flecken im Wald -
habe ich in der Menge zuletzt vor Jahrzehnten gesehen.
Sammeln artet in Arbeit aus.
Ich mache die Pilze gerne auf italienische Art:
Zwiebel in Olivenöl glasig anlaufen lassen,
die geschnittenen Schwammerln in der Pfanne dünsten, bis fast das gesamte Wasser verdampft ist,
Salz, etwas Pfeffer, etwas Paprika (bei mir geht fast gar nichts ohne Paprika),
einen Schuss Balsamico dazu,
wenn abgekühlt in Gläser füllen und noch etwas Olivenöl für die Haltbarkeit darüber.
Kann man gut im Kühlschrank stehen haben,
hält sich ein paar Wochen,
schmeckt kalt als Vorspeise,
geht als Beilage zu Fleisch,
kann man auf Nudeln mit Parmesan geben
und immer noch ein paar frische Kräuter darauf.
Mit Pilzen kann man so viel machen,
schmecken immer köstlich.
Im Sommer bin ich meist auf Schwammerldiät.




Sonntag, 13. Juli 2014

FAULER SONNTAG


Die Stunden genießen -
wie sie fallen.
 


Samstag, 12. Juli 2014

SOMMERTAGE


Die Tage gleiten dahin.
Waldviertelsommer.
Schwammerln suchen, Moped fahren, in einem Teich schwimmen,
ein wenig herumarbeiten,
ziemlich angenehm. Wenn es regnet, ist es auch gut, dann ist halt Kachelofenwetter.
Ereignislos rieseln die Stunden durch meine Finger.
Mein Lieblingsbock ist geschossen,
ich bin keine Tierewiedergesundpflegerin -
der Katzengefangenevogel ist wahrscheinlich mit einem gebrochenen Bein davongeflattert.
Alles normal, nicht?




Freitag, 11. Juli 2014

FRAGEN ??????????????


 Wenn ich Gefühle nicht benenne,
sind sie dann auch da?
Wenn ich nicht "Hallo" sage,
zum warmen Wind, der mich umschmeichelt,
spüre ich ihn dann?
Wenn ich den rastlosen Geist anhalte,
entstehen Erinnerungen oder ergibt sich eine Lücke?
Und den Glückstopf am Ende des Regenbogens gehe ich jetzt holen.


 


Donnerstag, 10. Juli 2014

HINTERHÖFE UND VORDERANSICHTEN

 
Tristesse kann man überall finden -
wenn man sie sucht.





Mittwoch, 9. Juli 2014

VERWILDERT


Im Sommer verwildert hier alles.
Türen wachsen zu.
Glockenblumen gehen im Innenhof wild auf.

Und in der Holzscheune bin ich einer Erdkröte begegnet.
Die hat meine heile Welt wieder ein klein wenig in Ordnung gebracht.
 Außerdem habe ich in einem Wald hunderte winzig kleine Frösche gesehen.
Zu viele Prinzen um mit dem Küssen zu beginnen.
In der Nacht fliegen Glühwürmchen,
wenn das Wetter ausdauernder auf Sommer schalten würde,
könnte man mich außerordentlich zufrieden stimmen.

Dienstag, 8. Juli 2014

ALT



Poahhh, ich bin schon richtig, richtig alt.
In den Medien waren jetzt die Gedenktage zum  Beginn des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren.
Da ist mir aufgefallen,
dass mein Geburtsdatum näher zum Ersten Weltkrieg liegt,
als zum heutigen Tag.
Und diese Zeit der Großväter, mit langen Kleidern, steifem Benehmen die war doch immer richtig weit weg.
Und meine Kindheit ist jetzt auch weit, weit weg.
Auch die, die ich einmal war,
die Vergangene,
ist weit weg.
Bin ich immer nur jetzt?
Und Zeit, wie unfassbar ist die denn?


Montag, 7. Juli 2014

WIE MAN AN DEN EIGENEN PRINZIPIEN SCHEITERT UND DANN MIT LEEREN HÄNDEN DASTEHT

 
 
Am Erdbeerfeld bin ich vorbeigefahren und es hat so köstlich geduftet.
Ein paar Früchte hätte ich gerne gekauft.
Doch es waren nur relativ große Gebinde zu haben,
mehr als ich essen kann/mag.
Und verarbeiten geht auch nicht,
verzehre keine Marmelade und habe alle elektrischen Küchengeräte entsorgt,
die ich länger nicht verwendet habe.
Jedenfalls meinte die Frau an der Kasse, ich sollte selber pflücken.
Und das geht gar nicht,
wo ich die in den Feldern gebückten Massen immer belächle - lauter runde Rücken -
Familien - einer pflückt und drei essen.
So bin ich hocherhobenen Hauptes mit leeren Händen wieder abgezogen.
Irgendwie schön blöd.

 


Sonntag, 6. Juli 2014

DER PRINZ

 
 
Am Sonntag soll man Prinzen küssen. Wer möchte ?

 


Samstag, 5. Juli 2014

POESIE



In der Bücherbox im Wald habe ich ein altes Büchlein mit Sprüchen fürs Poesiealbum gefunden.
Erschienen 1986.
Ich werde es wieder in die Box zurückbringen,
denn behalten brauche ich das nicht.
Bei manchen Dingen ist es gut,
wenn sich die Zeit verändert.
Einen Wilhelm Busch möchte ich euch aber dalassen:
"Wonach du sehnlichst ausgeschaut,
es wurde dir beschieden.
Du triumphierst und jubelst laut:
Jetzt hab' ich endlich Frieden.
Ach, Freundchen, werde nicht so wild.
Bezähme deine Zunge.
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
kriegt augenblicklich Junge."


Freitag, 4. Juli 2014

MOHNBILDER


Wie in jedem Jahr:
Waldviertler Mohnblüte.
Und ganz unten ein Mohnguglhupf (gekauft und köstlich).






Donnerstag, 3. Juli 2014

HINTERWÄLDLERISCH



Bei mir sagen sich Füchse und Hasen Gute Nacht und ich bin so gar nimmer am Puls der Zeit.
Das ist mir im Kaffeehaus wieder einmal aufgefallen.
Normalerweise lese ich Tageszeitungen.
Außer der Norm habe ich zu einer Frauenzeitschrift gegriffen.
Die Begriffe habe ich mir nicht genau gemerkt,
aber da wurden unter dem Deckmäntelchen von nachhaltig und biologisch
sündteure Schuhe und Taschen beschrieben.
Aus wasweißich für Leder.
Alles völlig ausgefallen und absurd.
Fürs gute Gewissen.
Wenn in Deutschland z.B. 1,7 Mio. Hühner pro Tag gegessen werden,
 dann kann es im großen Rahmen keine nette Tierhaltung geben.
Alles was sich so nennt, mag nur eine Illusion erzeugen.
Das ist industrielle Fertigung am lebenden Objekt.
Ein paar Seiten weiter der Artikel übers Schamlippen- und Gesäßspaltenharzen
hat mir dann den Rest gegeben.
In diesen Zeitschriften werden Werte und Wichtigkeiten transportiert,
über die ich mich im hinteren Wald nur wundern kann.



Mittwoch, 2. Juli 2014

EIN BISSCHEN BERUHIGT

Also:
ich hab gestern einen kleinen Teich mit ganz vielen Quappen gefunden.
Zwei Schwalben gesehen (na gut, die machen noch keinen Sommer),
weiters habe ich heuer bereits die zweite Birkhenne gesehen (gibt es fast nicht mehr)
und dann habe ich noch eine kleine Portion Eierschwammerln gefunden,
weil es am Montag viel geregnet hat.
Naja, so kommt meine heile Welt wieder ein wenig in Ordnung.
Und im Herbst muss ich wirklich darauf schauen,
dass ich die Marder loswerde.
Ich glaube, die fressen bei mir alles, was sich bewegt.
Weiß ja nicht, wieviele das sind, aber sie brauchen sicher genug Nahrung.
Denn nicht nur, dass sie den Dachboden verscheißen,
Lärm machen, sind sie sicher auch am Verschwinden der Fledermäuse beteiligt.
Vögel nisten bei mir schon lange keine mehr,
was mir wegen der Katze nicht unangenehm ist.
Wer die ganzen Blindschleichen, Frösche und Eidechsen auf dem Gewissen hat,
lässt sich nimmer eruieren.
Jedenfalls wird es jetzt für die Marder ernst -
ich werde über die Abenteuer der Marderaussiedlung dann berichten.



Dienstag, 1. Juli 2014

VON DEN FRÖSCHEN



Nachdem ich einen Artikel eines Biologen über die Artenvielfalt und wie rasant sie abnimmt, gelesen habe, bin ich wiedereinmal traurig geworden.
Ich kann mir um alle möglichen Sachen Sorgen machen,
und diese sind wohl berechtigt.
Er beschreibt die Beobachtung, die ich heuer hier auch gemacht habe.
Männliche Kröten waren im Teich, aber es sind keine Weibchen gekommen,
kein Laich, keine Kaulquappen.
Vielleicht war der Winter zu warm, die Monate zu trocken
oder die weiblichen Kröten streiken, sind auf Urlaub und im nächsten Jahr ist alles wieder normal.
Mit Schwalben sieht es bei uns auch schlecht aus,
sind fast nimmer da. Durch die trockenen Monate gibt es auch kaum Insekten.
Heuer bleiben sogar Zecken aus, um die muss ich mir wahrscheinlich keine Sorgen machen.
Die werden im nächsten Jahr doppelt so groß wiederauferstehen.
Fledermäuse wohnen bei mir schon lange nicht mehr und wenn ich überlege,
wieviele Kaulquappen früher in dem kleinen Tümpel waren -
seit einigen Jahren sind alle verschwunden.
Keine Blindschleichen, kaum Eidechsen (die hat die Katze vernichtet) -
erklären kann ich die Abnahme der Vielfalt nicht,
denn ringsum wird nicht viel Landwirtschaft betrieben.
Wenn ihr mir jetzt schreibt, dass bei euch alles ganz anders ist,
Frösche durch die Gegend springen und Schwalben tief fliegen,
dann bin ich ein klein wenig beruhigt und etwas weniger traurig. Ach ja, der Kuckuck ruft  hier auch nicht mehr ....




Montag, 30. Juni 2014

VOM GEWICHT

 

Wenn ich müde oder energielos bin,
dann versuche ich das Defizit mit Essen zu füllen.
Das sind Tage,
wo ich nicht satt werde
und den Kühlschrank querdurch ausprobiere.
Und nichts kann die leeren Speicher auffüllen.
Ich glaube, vielen Menschen geht es so.
Normalerweise beschäftige ich mich nicht mit meinem Gewicht,
ich bin zwar etwas zu dick,
das aber konstant.
Genauso, wie ich früher jahrzehntelang schlank war,
trage ich jetzt die Gutlebensreserven mit mir herum.
Mein BMI ist 27 oder 28,
kein Grund zur Aufregung.
Und ihr kennt sicher schon meinen Lieblingsspruch:
"Ab einem gewissen Alter hat man die Wahl wie eine Kuh von hinten oder eine Ziege von vorne auszusehen."



Sonntag, 29. Juni 2014

VON DER ARBEIT

 
Wenn ich auf dem Moped durch die Gegend gondle,
bei wohlgepflegten Häusern vorbeikomme,
überall die Leute auf den Knien in den Ziergärten schuften sehe,
dann frage ich mich,
ob Arbeit wirklich Sinnfindung sein muss.
Das Leben ist doch eher zum Genießen da.
Ich glaube,
Naturvölker haben nie viel mehr gearbeitet,
als sie zum Leben brauchten.
Und in unseren Breiten wird gerackert,
als wäre der Mensch eigens dafür gemacht.
 
 


Samstag, 28. Juni 2014

VOM WETTER

Zauberhaftblick am Moosauer Hof


Irgendwie ist das hier mit dem Wetter heuer komisch.
Die Nächte sind kalt,
5 Grad kann man keine Sommertemperatur nennen.
Ich heize den Kachelofen, am Abend wird es kühl im Haus.
Ab und an regnet es,
aber es ist immer noch viel zu trocken.
Der letzte Winter und das Frühjahr haben kaum Niederschläge gebracht.
Die Walderdbeeren sind hart und trocken, weil ihnen die Feuchtigkeit fehlt.
Heidelbeeren sehe ich kaum.
Interessanterweise habe ich 3 Steinpilze gefunden,
Eierschwammerln sind nicht vorhanden.
In den Teichen war ich kein einziges Mal schwimmen -
sie sind nicht einladend.
Es ist so ein unentschiedenes Zwischendurchwetter -
recht angenehm, aber nicht sommerlich.
Und gar nicht üppig von den Naturgeschenken her.
 


Freitag, 27. Juni 2014

IM PARADIES


 Ein paar Impressionen vom
Ein kleines Paradies, mit viel Liebe und Arbeit betreut.




Die glücklichen Hühner.