Freitag, 24. März 2017

UNREIFE REISEPLÄNE


Wiedermal Wien.
Einen Freund/Bekannten getroffen,
der von seiner Krebserkrankung erzählte.
Nix Schlimmes.
Und er geht auch vollkommen cool damit um.
Tut so gut.
Nachdem zu diesem Thema eine allgemeine Hysterie vorherrscht.
Bahnfahren entdecke ich in kleinen Schritten für mich.
Habe mich erkundigt,
wie ich nach Frankreich kommen würde.
Zig mal umsteigen, viel Zeit und viel Geld.
Das ganze Gegenteil von einem Wiesel.
Das muss ich noch sacken lassen.
Wenn die Fernbusse nicht so mühsam wären,
würde ich diese Alternative wählen.
Schau ma mal.
Der Plan muss noch reifen.


Mittwoch, 22. März 2017

ICH MAG'S GAR NICHT WISSEN


 
Wenn mir die Medien erzählen,
dass die Zyprioten 2 Millionen Singvögel im letzten Jahr aufgefressen haben,
oder dass das Great Barrier Reef stirbt,
dass der Regenwald unaufhaltsam abgeholzt wird,
und damit die grüne Lunge der Erde vernichtet wird,
dann will ich das eigentlich alles nimmer wissen.
Vieles erscheint so aussichtslos
und die getroffenen Maßnahmen sind nur ein wenig Kosmetik.
Oder glaubt jemand im Ernst an Elektroautos zur Weltrettung?
 
 
 


Dienstag, 21. März 2017

DAS UND DAS


Die erste Rollerausfahrt gemacht.
Bei einer Kontrolluntersuchung gewesen.
Alles bestens.
Heben soll ich noch nicht viel.
Vergesse immer wieder darauf und kriege dann die Bauchrückmeldung.
Und jetzt habe ich mal frei.
Habe mich 3 Monate mehr oder weniger mit meinem Körper beschäftigt.
Genug viel in Ärztewartezimmern herumgesessen.
Ich glaube, ich muss ein wenig in der Gegend herumfahren.
Fremde Luft um die Nase wehen lassen.
Frühling ist.




Montag, 20. März 2017

ANDÄCHTIG


Der letzte Sturm hat zwei große Bäume gebrochen.
Mehr oder weniger mitten im Wald einfach abgedreht.
Ich stehe beim Fällen nur herum und schaue zu,
wie die Motorsäge brummt.
Andächtig macht mich das.
So ähnlich wie Kirche.
Wenn ich Naturgewalten bedenke.
Die Bäume waren ca. 30 Jahre.
Kann man gut an den Ringen abzählen,
sie sind schnell gewachsen.
25 m hoch.
Richtig groß.
Der Stamm unten hat einen Durchmesser von 50 cm.
Und dann kommt ein Windstoß und vorbei ist es mit dem Wachstum.
Die anderen Bäume daneben stehen unerschütterlich.



Samstag, 18. März 2017

KATZENGEBURTSTAG


Heute hat die alte Katze Geburtstag.
Vor 16 Jahren habe ich den Winzling zum ersten Mal in der Hand gehalten.
Ein paar Zentimeter groß und blind.
Die Katze ist immer noch bezaubernd,
neugierig, unternehmungslustig, scheu, fröhlich ...
Wenn auch ihre Gelenke kaputt sind,
sie lässt sich davon nicht beeindrucken.
Alles Gute alte Katze.
Mein Lebenstier.




Mittwoch, 15. März 2017

ALLES WIE IMMER



Wie in jedem Jahr fange ich wieder an,
die vertrauten Runden zu ziehen.
War Hirsche füttern -
sehr schäbig sehen sie gerade aus,
bin den Moorweg gegangen,
bin vertraute Straßen gefahren.
Alles wie immer,
gut und voller Freude.



Montag, 13. März 2017

LÄSTIG UND GEFÄHRLICH


Lästig und gefährlich -
das Leben ist manchmal so.
Irgendwo las ich kürzlich die Besprechung eines Buchbestsellers,
indem die Autorin Anleitungen zur Entrümpelung gibt.
Recht radikal.
Am Schluss bleibt nur das übrig, was man wirklich verwendet.
Auch Erinnerungsstücke werden allesamt entsorgt.
Und da frage ich mich:
macht Minimalismus glücklicher?
Sind dann die Menschen, die in leeren Wohnungen
sportgestählt und gesundernährt sitzen,
zufriedener, weil das Leben anscheinend berechenbar und überschaubar ist?
Die Angst vor dem Chaos geht um in dieser etwas wirren Zeit,
wo nix vorhersehbar und planbar ist.
Und auch wenn wir alles richtig machen,
wird das Leben seine Streiche spielen.
Kunst und Kreativität entstehen  immer aus Chaos.
Kritisch wird es ja erst dann,
wenn Besitz uns besitzt besetzt.
Aber meine 50 Paar Schuhe haben nicht wirklich Macht über mich.


Freitag, 10. März 2017

ALSO



Es wird hier unregelmäßig.
Ich muss gerade Leben spielen,
spielend leben.
Nix zu erzählen.
Alles gut.


Donnerstag, 9. März 2017

EIS


Das sind die Bilder,
die niemand mehr sehen will.
Aber hübsch war es doch.
Eis am Moldaustausee.
Eine zaghafte Sonne war auch da.




Mittwoch, 8. März 2017

KRUMAU


Eines der schönsten Mittelalterstädtchen, das ich kenne,  ist Krumau in Tschechien.
Schiele hat hier eine Weile gelebt.
Sein Museum ist gerade geschlossen.
Touristen gibt es jetzt das ganze Jahr über,
in den Wintermonaten Asiaten mit Selfie-Sticks und in abenteuerlicher Mittelalterverkleidung.
Aber am Abend ist der Spuk vorbei,
die Busse abgefahren,
dann hallen die eigenen Schritte am Kopfsteinpflaster,
vergangene Zeiten sind spürbar,
ein paar gemütliche Lokale laden zur Einkehr ein,
 man sitzt bei einem Bier
und die Zeit bleibt stehen.









Mittwoch, 1. März 2017

WENIGER ALS NIX

Eine kurze Pause.
Blogfasten sozusagen.



Dienstag, 28. Februar 2017

FERSEN




Die Zeit verwundet alle Fersen.
Groucho Marx
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Den Spruch finde ich treffend.
Nicht nur Achilles,
sondern auch Jedermann,
das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
oder
Spiel mir das Lied vom Tod
ein Italowestern,
alle mit verwundeten Fersen.
Wenn ihr den Zusammenhang nicht findet -
purer Nonsens -
ist ja noch Fasching.



Montag, 27. Februar 2017

BELOHNUNG UND KINO


War schon wieder im Kino.
Florence Foster Jenkins.
Nett.
Meryl Streep wie immer ausgezeichnet.
Und weil ich beim Ausmisten bin,
habe ich neues Gwand gekauft.
Frau gönnt sich ja sonst nix.
Und das, was neu ist, sieht genauso aus, wie meine anderen Sachen.
Aber ein wenig Belohnung für all die Leiden habe ich mir verdient.
Und Frühling liegt in der Luft.


Sonntag, 26. Februar 2017

VOM SCHLAFEN


Das was ich gerade an Schlafleistung abliefere,
würde ich als Störung bezeichnet.
Irgendwie bin ich auch nimmer müde.
Voller Energie.
Aber da ich nicht dauernd herumarbeiten möchte,
und mir sonst auch nix mehr einfällt,
lege ich mich am Abend ins Bett.
Meine neueste Angewohnheit:
ich wandere von Bett zu Bett.
Vom Sommerzimmer in die Winterstube und retour.
Überall schlafe ich einige Zeit.
Aber mehr als 5 bis 6 Stunden werden es jetzt nicht.
Ab und an und irgendwo treffe ich auf die Katze.
Die leidet nicht an Schlafstörungen.



Samstag, 25. Februar 2017

KRAPFEN


Hier ist der Fasching recht spurlos.
Keine Pappnasen und krampflustige Verkleidungshäschen.
Nur am Faschingsdienstag gibt es beim Einkaufen geschenkte Krapfen
und vielleicht einen Schnaps.
Aber seit die Supermärkte Einzug gehalten haben,
wird auch der Brauch immer weniger.
Für mich gehören ja alle Volksfeiereien zum Entbehrlichen.
Einmal war ich in Düsseldorf
und es war nur schrecklich.
Männer, die überall hinpinkelten,
der unendliche Dreck -
der Erfolg der Karnevalstage wird in beseitigten Müllmengen gemessen,
alle besoffen -
Arbeitssklaven, die einmal im Jahr freigelassen werden.
Glücklicherweise gibt es Krapfen immer.



Freitag, 24. Februar 2017

NIX


Eigentlich weiß ich gar nix zu schreiben.
Diese Winterendtage, die trüben, regnerischen,
sind optisch die hässlichste Zeit im Jahr.
Bei mir liegt noch Schnee.
Ist auch nicht schöner.
Ich warte, dass mir endlich einmal jemand erklären kann,
wieso Menschen immer älter werden wollen.
Medien erzählen, dass die Lebenserwartung wieder gestiegen sei.
Und 120 Jahre sind durchaus bald möglich.
Das bedeutend dann, dass der überwiegende Teil des Lebens
alt, krank und gebrechlich verbracht werden kann.
Wahrscheinlich ist es wie Wirtschaftswachstum.
Oder Sportrekorde.
Hauptsache immer weiter, schneller, höher, mehr.
Die Folgen sind Nebensache.
Über Ärzte und Schulmedizin schreibe ich auch nochmals.
Aber nicht heute.





Donnerstag, 23. Februar 2017

RUSSISCH


Beim Aufräumen habe ich diese russischen Lackbilder
gefunden.
Hat einmal ein russischer Freund nach einem (russischen) Passfoto
von mir und meinem damaligen Lebensabschnittpartner gemalt.
Und in russische Tracht hat er uns auch gleich gesteckt.
.
Irgendwie ist das Ausmisten witzig.
Ich glaube, ich kann euch noch eine Menge Absonderlichkeiten
aus dem Leben einer Person zeigen,
zu der ich den Kontakt weitgehend verloren habe.
Kein Wunder, wenn ich gemalt aussehe, wie eine gelbgesichtige mongolische Jurtenbewohnerin.


Mittwoch, 22. Februar 2017

UNVERWECHSELBAR


Von einer Studie habe ich gelesen.
Man hat 14jährige im Jahr 1950 untersucht
und nun festgestellt, dass sich ihr Wesen  von damals zu heute grundlegend verändert hat.
Alle 7 Jahre werden die Zellen erneuert.
Das macht in 50 Jahren 7 Totalaustäusche.
Jedes Erlebnis, jeder Erfolg, jede Niederlage stößt dich in eine andere Richtung.
Mit der Person, die ich einmal war,
habe ich keinerlei Kontakt.
Ich erinnere mich, was sie getan und erlebt hat,
aber vom Gefühl her,
ist mir das Ich von vor 50 Jahren völlig fremd.
Ob man uns auch vertauschen könnte?


Dienstag, 21. Februar 2017

DIE MAUS; DIE WILDE


Wenn mich jemand fragen sollte -
den Film finde ich nicht besonders.
Nette Bilder:
sich nackt im Schnee sitzend umbringen
oder die Klettereien auf der Hochschaubahn.
Und witzige Dialoge,
aber für mich der ganze Streifen dann eher doch nicht,
obwohl ich den Josef Hader in seiner Tieftraurigkeit mag.



Montag, 20. Februar 2017

SOCKEN; SOCKEN; SOCKEN


Langsam fange ich mit dem Ausmisten an -
das wird mich ohnedies Monate beschäftigen
und ich habe einen ganzen Berg Socken, Strümpfe, Strumpfhosen weggeworfen.
Ziehe ich alles nimmer an.
Unterwäsche, bis auf Slips, brauche ich sowieso nicht.
Was ich mir lebenslang an Geld erspart habe!
Von einigen (ungetragenen) BH's und Bodys wollte ich mich nicht trennen.
Vielleicht mit 80 im lachsfarbenen?
Mein Vater hatte nach dem Tod meiner Mutter eine gleichaltrige Freundin,
die lief, wenn sie auf Besuch bei ihm war, in spitzenbesetzter Unterwäsche 
durchs Haus und ihre Nägel waren immer sorgfältig blassrosa lackiert.
Sehr gepflegt die alte Dame.
Meine Freundin wurde sie trotzdem nicht,
ihr freundliches Getue war auch irgendwie zuckerlrosa kitschig.
Aber meinem Vater hat sie gut getan.
 Merke: faltig und hübsch verpackt ist besser als alt und ungepflegt.



Sonntag, 19. Februar 2017

DAS UND DAS


Auch wenn es draußen schneit -
die Frühlingsblüher am Fensterbrett dürfen nicht fehlen.
Bunte Primeln - meine Lieblinge.
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Ich bin schon wieder Meisterin im Verschieben.
Nehme mir für den näxten Tag etwas vor
und dann schlage ich die Augen auf
und finde,
das Geplante kann warten
und bummle durch den Daheimtag.
Noch darf ich ja.
Bin im Äußersteschonungsmodus.
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Jetzt kann es wieder ab und an ein Glas Wein sein.
Nachdem ich gesehen habe, wie schnell das Leben vorbei sein kann.
Dann bereut man alles,
was man gerne gehabt hätte
und was man sich versagt hat.
Also, viel weniger Don'ts.
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Wie die Zeit vergeht,
bemerke ich, wenn ich den Tiefkühler ausmiste.
Viel altes Brot gefunden -
die Hirsche werden sich freuen.
Wenn man dann am Plastiksack herumspringt,
um die Stücke zu zerkleinern,
kriegt das Plastik Löcher
und man hat einen Küchenbröselboden.
Eine Arbeit bedingt immer in die nächste.