Freitag, 19. Dezember 2014

KOMPLIMENTE



Manchmal sind Komplimente nett.
Und ich kann mich darüber freuen.
Wenn ich das Gefühl habe, richtig Scheiße auszusehen,
verquollen und verschwollen, weil ich noch immer eine leichte Augenentzündung habe,
und dann kommt jemand, den ich kaum kenne
und meint ich hätte mich seit 20 Jahren kaum verändert und blablabla, blablabla -
 rinnt alles runter wie Öl.
Der sieht wahrscheinlich meine innere Schönheit (grins).
Ich habe mich gleich besser gefühlt.
Und gedacht: wenn ich schon furchtbar aussehe, sehen es wenigstens die anderen nicht.




Donnerstag, 18. Dezember 2014

NIZZAREST



Am Meer.



Wasserspiele beim Weihnachtsmarkt.
Ein Vergnügen für Kinder.











Mittwoch, 17. Dezember 2014

WEIHNACHTSGEFÜHLE



Irgendwann jetzt einmal, nachdem aus dem Radio die süßlichsten Weihnachtsgesänge tönten,
habe ich mich verständnislos aufgemacht, darüber nachzudenken, was Millionen Erwachsene dazu bewegt, alljährlich in einer Welle von Gefühlsduselei zu versinken.
Ist es das Ankämpfen gegen die Dunkelheit ?
Bewahren flackernde Lichter vor der inneren Leere?
Punschselig. Glühweintrunken. Ganssatt.
Die ganze halbe Welt im Weihnachtsrausch.
Eines der beliebtesten Geschenke im heurigen Jahr sind Drohnen.
Vielleicht verschenken wir demnächst Maschinengewehre.
Der Weihnachtsfriede im Zeichen des Krieges.
Und ein sehr nützlicher Beitrag zur Vermeidung der Klimaerwärmung wäre der Verzicht auf all den Konsumschrott.
Ist doch der helle Wahnsinn, was für ein bisserl Vorspielerei von heiler Welt produziert wird.
Aber lasst euch die Freude nicht verderben,
ich muss ja nicht alles verstehen.




Dienstag, 16. Dezember 2014

DIE REICHEN





Meine Gedanken bei einer Wanderung ums Cap Ferrat:

Die Mauern höher,
Zäune werden aufgestockt,
der Platz wird enger,
das gemeine Volk drückt nach.
Aber auch die Reichen sind nimmer das, was sie einmal waren.
Die Russen, Bulgaren, Ungarn - Plebs, aufgewachsen im Plattenbau oder der Kommunalka -
kaufen alles auf, können sich alles leisten,
nebenan in Monaco ein Penthouse mit einem Quadratmeterpreis von 100000 €.
Die besten Plätze sind schon vergeben.
Die Bemühungen müssen verstärkt werden,
um dem Druck der armen Massen standzuhalten.
Angst treibt Gier.
Anstrengend dieses Raffen und Verteidigen
dieses Sichern und Abgrenzen -
wie frei macht Besitzlosigkeit.
Doch beim Anblick der vielen Obdachlosen in Nizza, kommt mir das Nichthaben auch nur begrenzt lustig vor.



Montag, 15. Dezember 2014

WINTERSONNE





Die Promenade des Anglais heisst nach den Engländern,
die bereits vor über 100 Jahren das milde sonnige Winterklima ihrem Grauregen vorzogen
und in Nizza überwinterten.
Dem Gedanken könnte ich etwas abgewinnen -
auch heute ist man noch auf der Suche nach Knochenaufwärmung.






Veilchen- und Jasminkonfitüre habe ich eingekauft.
Diese Zuckerbomben, die vor den Augen der Kunden fabriziert werden,
sind köstlich.
Und wenn schon keine Sonne, dann wenigstens Süßes.







Antibes.





Sonntag, 14. Dezember 2014

WEIHNACHTLICHES





Ja, ich war in Nizza.
Nordmanntannenverkauf auf der Promenade des Anglais.
Am Meer sieht das exotisch aus.
Die Tage waren schön, schön, schön,
viel Sonne (wenn man davon absieht, dass sie nur ein paar Stunden scheint),
ich habe alles so genossen,
nach der Robinsonade daheim.
Ein paar Bilder kommen noch.
Vielen Dank für eure vielen Kommentare.
Ab jetzt gibt es auch Antworten, wenn nicht wieder irgendwas Unabsehbares dazwischenkommt.










Freitag, 12. Dezember 2014

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Montag, 8. Dezember 2014

PAUSE


 
 
Mit diesen Bildern mache ich ein paar Tage Pause.
Es ist alles soweit und gut.

 





Sonntag, 7. Dezember 2014

AUSLUG







Im Winter sollte man Rampen bauen,
durch den Nebel, der sich übers Land legt.
In die Sonne.
Überall dort, wo keine Berge in der Nähe sind.
Menschen würden oben stehen,
aus dem Grauen herauslugen,
die Köpfe in der Sonne.





Samstag, 6. Dezember 2014

GESPERRT



Die Bilder sind sehr schlecht, aber ich wollte nicht aus dem Auto aussteigen.
Straße war gesperrt und so sieht die Telefon/Internetleitung aus - durchgehend auf mehreren Kilometern.
Das wird noch eine Weile dauern.
Aber der Strom ist stabil und das ist das Wichtigere.
Viele Menschen waren ja weit schlimmer dran, als ich.
Nichts zum Heizen, kein Wasser, keine Kochmöglichkeit.
Wie wir vor vielen Jahren das Haus umgebaut haben,
war uns klar,
dass wir für Notsituationen unabhängig sein möchten.
Es ist nicht wahnsinnig bequem, aber prinzipell komme ich gut durch, auch eine längere Zeit.
So richtig zu schaffen hat mir die Dunkelheit gemacht. So viele Stunden im Schwarzen.


Freitag, 5. Dezember 2014

STROM WEG; NERVEN WEG


Langsam wird es besser,
das ist auch gut so,
weil mich die Nerven und die Gelassenheit verlassen.
Letztlich ist das Handynetz auch ausgefallen und die Straße war gesperrt -
bis alle Schäden beseitigt sind, wird es Wochen dauern.
Ich fühle mich wie Robinson Crusoe,
gestrandet jenseits der Zivilisation,
das Haus, die Katze und ich.
Danke für eure lieben Kommentare,
es tut gut, sie zu lesen.
Dass sich noch jemand draußen in der Welt an mich erinnert ....


Donnerstag, 4. Dezember 2014

KATASTROPHENALARM


 
Auf den Bildern schaut es ganz nett aus.
Die richtig schlimmen Stellen habe ich nicht fotografiert, weil ich nicht hinkomme.
Katastrophenalarm hier im Waldviertel.
Gestern gab es 12 Stunden keinen Strom.
Und es gibt viele Häuser, die gar keinen haben.
Das Ende ist noch nicht in Sicht und dann dauert es sicher eine Weile, bis alles wieder normal funktioniert.
Ich fahre einmal pro Tag zu einem lieben Nachbarn, um ins Internet zu kommen,
er hat einen anderen Provider.
So im dunklen Haus eingesperrt zu sein,
um 4 Uhr wird es finster und so richtig hell ist es auch am Tag nicht,
das hat schon etwas.
Gestern habe ich getrommelt und gesungen (kann ich beides nicht) -
gegen die Geister der Dunkelheit
und dann noch die Sauna geheizt.
Aber die Nacht war lang.
Und meine ganze Notversorgung muss ich updaten -
Gaskocher: ist die Kartusche fast aus,
Petroleumlampe weiß ich gar nicht mehr,
wie sie anzuzünden geht und dann habe ich noch den vorhandenen Petroleumrest verschüttet,
meine Laterne habe ich weggeben, braucht man aber unbedingt - nachkaufen.
Ich glaube, ich muss im Sommer Notfallskatastrophenübungen einführen.
 




Mittwoch, 3. Dezember 2014

STROMAUSFALL UND SONSTIGE WIDRIGKEITEN



Stromausfälle sind dieser Tage.
Dunkel im Dunkeln.
Die Bäume sind dick verreift, sind auf Leitungen und Straßen gestürzt.
In der  lichtlosen Zeit habe ich mir vorgestellt, wie das früher war.
Ohne Strom.
Nur 8 Stunden hell pro Tag.
Was hat man in der restlichen Zeit gemacht?
Kinder gezeugt, Geschichten erzählt, gesponnen, gewebt.
Gestritten.
Mühsam.
Das Schöne, wenn nix durch die Leitungen fließt: es wird ganz still im Haus. Keine Heizung läuft, die Wasserpumpe brummt nicht, keine digitalen Anzeigen, Kontrolllichter bleiben schwarz.
Ganz schön viel Bewegung macht der Strom normalerweise rundherum.
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Inzwischen sind auch Telefon und Internet verschwunden.
Wird wohl länger dauern. bis ich wieder an der Welt teilnehmen kann.
Noch ist keine Besserung der Situation ins Sicht und dann wird es sicher Tage dauern, bis die gröberen Schäden behoben sind.
Mit dem Auto war ich zum Einkaufen unterwegs - es ist gefährlich in den Waldabschnitten. Viele Straßen sind gesperrt. Schulen geschlossen.
Richtige Adventeinkehr!
Eingesperrt im Nirgendwo.








Dienstag, 2. Dezember 2014

DIES UND DAS


Ganz kurz war ich am Samstag am Weihnachtsmarkt in Weitra.
Ohnedies recht hübsch und es kommen tausende Leute.
Mir bricht immer das Herz, wenn ich Tiere sehe.
Zwei bezaubernde Alpacas mit Riesenaugen in einem winzigen Geviert -
in den zwei Tagen werden sie von vielen streichelgierigen Händen angefasst.
Und können nicht aus. Das eine hat schon in den Morgenstunden in der ungewohnten Umgebung leise vor sich hin gejammert.
Die lebende Krippe zum Streicheln, die irgendwo in einem Keller war, habe ich gar nicht angeschaut.
Wenn sich da dann die Massen stauen, möchten wahrscheinlich Ochs und Esel lieber sterben.
Die Zeit der Aufklärung ist eine Weile her,
wir haben es uns abgewöhnt, schaugetellte Riesenweiber, Pygmäen und sonstige Wunderlichkeiten anzustarren, wir dürfen politisch korrekt manche Wörter nicht verwenden -
aber: einer ist immer der Neger und sei es nur ein Alpaca.
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Ich überlege ja schon immer, wohin die Socken in der Waschmaschine verschwinden.
Wahrscheinlich bilden sie eine Sockeninsel irgendwo im Meer -
so einen Treffpunkt, wie all der Plastikmüll, der im Pazifik kreist.
Diese Sockeninsel ist in der Nähe der Weihnachtsinsel.
(Meine Fußwärmer können nicht mehr abhauen, ich packe sie in einen Sack - Sockengefängnis).
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Das Vogelfutter hängt am Baum.
Zögerlich erscheinen die ersten Meisen.
Sie waren wochenlang verschwunden, nichts zu hören, nichts zu sehen im Wald.
Vögel beim Verstecken.
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Und weil es so wintert, habe ich daheim Glühwein gekocht, der trotz abstruser Zuckermengen immer noch sauer war. Wenn ich denke, wie viel Süße in einem gekauften ist - da braucht man den ganzen Tag nix mehr essen. Kalorien satt.











Montag, 1. Dezember 2014

DA FÜHRT KEIN WEG ZURÜCK




Dieser Tage habe ich im Fernschauen den Bericht über die Fischzucht/Aquakulturen in Norwegen gesehen. Zuchtfisch ist mittlerweile so giftig, dass Ärzte davor warnen, ihn öfter zu essen.
So grauslich und eklig ist das alles.
Dann noch den Bericht über die Maßnahmen zur Beeinflussung des Klimawandels gelesen.
Eingriffe in die Atmosphäre und das Meer werden ausprobiert.
Mit unabsehbaren Folgen für Mensch und Natur.
Wer noch Hoffnung hatte, dass Einsicht einkehren möge,
dass internationale Bemühungen zur Rettung der Erde gemacht werden könnten,
der kann sich weinend in eine Ecke setzen und sicher sein,
die Welt, die wir Jahrtausende lang kannten, wird nie wieder so sein.
Denn Wachstum und Profit sind alles.
Schöne neue Instantwelt.






Sonntag, 30. November 2014

MINIMALISTISCH MIT KITSCH




 In diesem Jahr musste es sein -
es war mir danach -
Lichter und einen Kitschadventkalender brauche ich.
Obwohl ich grundsätzlich entfeiert bin.
Für die Teekerzen habe ich einfach ein Holzscheit genommen.
Sieht hübsch aus - sehr minimalistisch.
Der Schokokalender soll mir die Zeit bis zur Sonnwende versüßen -
die dunklen Tage werde ich auf der Zunge zergehen lassen.




Samstag, 29. November 2014

ADVENT



Meinen Weihnachtsdekofavoriten habe ich schon gefunden:
Rudi, das Rentier.





Freitag, 28. November 2014

FREISTADT





In Freistadt im Museum war ich.
Die Freistädter Keramik wollte ich ansehen.
Dann bin ich doch im Turm hinaufgestiegen,
der das Heimatmuseum beherbergt.
Eine nette Sammlung.




Und ganz oben ist das Plumpsklo des Türmers.








Weihnachtschmuckmontage.
Ich mag diese kleinen Städte in der dunklen Zeit.
Verloren und heimelig zugleich.




Donnerstag, 27. November 2014

LUXUS





Es ist schön in einem reichen, sicheren Land zu wohnen.
Im Nebel am Teich bin ich auf eine blitzsaubere, geheizte Toilettenanlage gestoßen,
hell beleuchtet, Umkleideräume, alles nicht versperrt,
sehr gemütlich.
Niemand weit und breit,
keiner klaut hier Klopapier und Armaturen auch nicht.
Ziemlicher Luxus eigentlich.
Schön, dass es uns so gut geht.
Wie gesagt:
reich und sicher und friedlich.
Es ist gut hier zu leben.
Auf der Insel der Seligen.
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Für Flüchtlinge gibt es in den Gemeinden kaum Geld und keinen Platz.