Freitag, 18. April 2014

KREATIVTAG


 
Weil wieder einmal die Sonne geschienen hat,
habe ich ein paar Dinge ein wenig im Shabby-Chic-Style aufgehübscht.
Die Vergissmeinnicht müssen noch in ihr neues Gefäß hineinwachsen.
Es waren noch mehr Sachen.
Aber da gibt es keine Fotos.
Und alles ist auch nicht gelungen.
Weil z.B. auf dem frisch Gesprühten, Fliegen unbedingt kleben wollten.
Vielleicht könnte man da einen neuen Trend kreieren?
Shabby mit Originalinsekt?
Der Post war gestern schon kurz da -
in meiner Einsiedelei ist es zeitlos.
Da kann ich schon einmal das Datum verwechseln.
Dafür gibt es das Bild vom Sessel heute dazu.


 



Donnerstag, 17. April 2014

DIE SCHUHE MIT DEM WIR-GEFÜHL

 
 Nein, ich möchte nichts Negatives schreiben.
Das wäre ungerecht,
weil es ist ohnedies alles toll.
Die Idee, die Qualität, der Besitzer.
Aber trotzdem:
ich bin zufällig zur Hausmesse zurechtgekommen,
und das war eigenartig.
Wirklich viele, viele Leute,
alle, alle mit Waldviertler Schuhen,
die in einer riesigen Halle noch mehr Waldviertler Schuhe kauften.
Kinder, Alte, Junge verbunden über bunte Qualitätsschuhe,
getragen vom einem alternativen Lebensgefühl,
rebellisch zusammengehörig,
vereint im Besonderssein.
Die Schuhe mit dem Wir-Gefühl.
Fast schon eine politische Botschaft.
Statement einer Kraft, die von unten kommt. -
Vermarktung ist alles.

http://www.w4tler.at/geaneu/
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Staudinger



 
Und die Katze hat damit gar nichts zu tun.

Mittwoch, 16. April 2014

VOM TRÄUMEN


Was passiert mit unbeendeten Träumen?
Verlassene Strukturen, die hilflos im Raum schweben,
ihren Ausgang suchen im Land der vielfältigen Möglichkeiten.
Geboren in dunklen Sphären,
der fein gewebte Faden der Zusammenhänge plötzlich gerissen,
die Enden nie mehr zusammengefügt,
unvollendete Optionen.
Geschaffen und nicht ausgetragen,
verkümmern sie im Zwischenreich des Nichtseins.

 

Dienstag, 15. April 2014

BLOCKHEIDE


 Jedes Jahr wieder:
der Spaziergang durch die Blockheide -
einfach schön.
 





Montag, 14. April 2014

BÜCHERMÄDELS ODER WO DIE KULTUR HINFÄLLT

 
In einem kleinen Waldviertler Dorf leben die Büchermädels.
Zwei fleißige Schwestern aus Paderborn,
die ihr profundes Wissen und ihre Liebe zum gedruckten Wort zum Beruf gemacht haben.
In ihrem Haus beherbergen sie Tausende Bücher,
die gerne an neue Besitzer vermittelt werden.
Liebevoll gehegt und gepflegt werden die Papierschätze,
bis sie eine dauerhafte Heimat gefunden haben.
In dem Dorf gibt es keinen Bäcker, keinen Greißler,
ich glaube nur ein Wirtshaus,
aber es gibt dieses Antiquariat und ein weit übers Waldviertel hinaus bekanntes Theater.
Das Antiquariat wird hauptsächlich als Versandhandel betrieben,
auf Verlangen bekommt man Listen zugeschickt,
aber man kann auch persönlich in den Regalen stöbern.
Ein Tipp für einen Osterausflug?
 


Sonntag, 13. April 2014

BEDEUTUNGSLOS

Manchmal denke ich
es ist die totale Selbstüberschätzung
die uns glauben lässt
irgendetwas, das wir tun, wäre wichtig
bedeutungslose Spielbälle am Würfelbrett des Lebens
sind wir nur


 
 
 
 

Freitag, 11. April 2014

KAUFRAUSCH


Dieser Tage bin ich in einen Kaufrausch verfallen.
Nein, keine Taschen und Schuhe auch nicht.
Die ewige Repariererei des Geschirrspülers ist mir nur mehr auf die Nerven gegangen. So bin ich zum Elektromarkt gebraust,
habe den billigsten an mich gerafft (den billigsten, weil der die wenigste Elektronik hat.
D.h. es kann nicht sehr viel kaputt werden, heikle Geräte sind nix für meine Einsiedelei und ein Geschirrspüler muss bei mir nur spülen, der braucht nicht Klavier spielen oder sonstwas).
Jetzt ist der Gerätereparateur gekränkt, weil ich ihn übergangen habe.
Aber das eigentliche Highlight an dem Tag war die kleine Motorsäge.
Ich mache mir ab und an eine Freude in der Werkzeugabteilung.
Gezwungenermaßen.
Zusammengebaut und ausprobiert.
Na bitte, geht doch.
Bei der Überlegung, warum ich diese seltsamen Bedürfnisse erst jetzt im Alter kriege:
Früher war ich mit anderen Dingen beschäftigt und da war für solche Spielereien keine Zeit.
Und frau gönnt sich ja sonst nix.


Donnerstag, 10. April 2014

VORFREUDE


Nach wochenlanger Trockenheit hat es vor einigen Tagen etwas geregnet -
das Grün explodiert förmlich.
Ich bin wieder den Lieblingsweg durchs Moor gelaufen
und mit meinem Moped durch die Gegend gekurvt -
möglicherweise liegen Monate voller Wärme, Sonne und Naturgenussvergnügen vor mir.
Freude und Vorfreude sind meine Frühlingsgefühle.


Mittwoch, 9. April 2014

INSTANT

Wenn ich hier am Land bei dem Schönwetter durch die Gegend fahre,
sehe ich allerortens Menschen auf den Knien,
die im Schweiße ihres Angesichts die Gartenlandschaft auf Schön bringen.
Die Leute waren hier noch vor wenigen Jahrzehnten arm,
da durfte viel wuchern und unbearbeitet natürlich sein.
Schmucke Neubauten prangen jetzt mit Prachtgärten ringsum in der Landschaft.
Da darf kein Grashalm aus der Richtung wachsen,
die Granitsteine werden zu riesigen Stützmauern verarbeitet,
Ordnung und künstliche Schönheit erfreuen manches Auge.
Alles wird untertan gemacht,
nur Gewächse in Reih und Glied erfreuen sich der Akzeptanz.
Dafür wird viel Zeit, Energie und Geld geopfert.
Mich verblüfft immer wieder dieser Drang die Natur beherrschen zu müssen,
nur was dem Willen gerecht wird,
gibt Sicherheit und entspricht dem Ideal?
Das Grün getrimmt, wie moderne Körper ohne Schamhaare.

 


Dienstag, 8. April 2014

NOCHMALS SCHÖNBRUNN


Das Palmenhaus ist eine imposante Eisenkonstruktion.
Ich hätte gerne viel mehr Gebäude aus Eisen.
Finde ich besonders hübsch.


Die Toiletten im Schlosspark sind so einladend,
muss man fast benützen, ob man muss oder nicht.


Montag, 7. April 2014

STIMMUNGSGRAU



In einem Anfall von mittelschwerer Depression sind mir diese sinnigen Sprüche eingefallen:
 
Man kann auch etwas betrauern, das man gar nicht mehr haben wollte.
 
Wenn alle Türen offen stehen, mag man durch keine gehen.
 
Festgenagelt ist auch eine Lebensform.

Man kann sich mit Unzufriedenheit den nettesten Tag versauen.

Wenn man morgen tot umfallen tät, dann wäre sowieso alles vergebens.




Samstag, 5. April 2014

TIERE IN DER STADT


Es ist immer wieder schön zu sehen,
welche Räume Tiere in der Stadt erobern,
unbeeindruckt von Menschenmassen.



Freitag, 4. April 2014

WIENSTREIFLICHTER







Die Meierei in Schönbrunn gibt es wieder.
In neuem Glanz unter neuer Führung.
Fotos von der Torte habe ich nicht,
sie war so klein, dass sie nicht aufs Bild wollte.
Anscheinend verhalten sich Preise und Größe der Kuchen diametral zueinander.
Und das Sodazitron wird auch in diesem Lokal in einem originellen Gefäß serviert.
Miniurinflasche. Für mich ein totales No-Go.
Aber trotzdem ein schöner Platz.



Donnerstag, 3. April 2014

VERGANGEN

 
 
In der großen Stadt
die alten Wege gegangen
Abschied genommen
so vieles ist nicht mehr
so viele Menschen sind gestorben
und die, die nicht gestorben sind,
gibt es nicht mehr in meiner Welt.
 
 
Wehmut und Erleichterung


 

Mittwoch, 2. April 2014

VOM FERNSEHEN



Meist sehe ich Krimis im Fernsehen.
Tatort und Soko und sowas.
Es darf kein Blut fließen, es darf nix Grausliches zu sehen sein,
es muss möglichst in einem netten Milieu spielen
mit halbwegs hübschen Menschen, netten Häusern und schöner Gegend.
Bei Sozialkritik, Drehorten in armseligen Verhältnissen, drehe ich die Flimmerkiste ab.
Wenn der "Schmäh" rennt, mag ich die Filme am liebsten.
Belangslose, anspruchslose Einschlafmärchen, die ich sofort wieder vergesse.




Dienstag, 1. April 2014

GESUNDHEITEN UND KRANKHEITEN

 
 
Seit Monaten ist es so
und es ändert sich nicht.
Ich kränkle.
Immer ist etwas.
Dies und das.
Kaum nehme ich mir etwas vor,
fühle ich mich marod.
Alle Befindlichkeiten ändern sich rasch,
eine Beruhigung tritt oft ein,
wenn ich den Termin absage.
Diverseste Ärzte suche ich heim,
und mit Wunderpillen, dem Wundermasseur,
der Bewusstmachung der in den beschädigten Körperteilen geblockten Energie,
geht es dann schon wieder
und über Nacht steht die nächste Unpässlichkeit auf der Körpertürtacke.
Irgendwie habe ich mich schon mehr amüsiert
und außerdem bin ich es leid,
mein ganzes Geld für Heilmittel auszugeben.
Dabei geht es mir eigentlich gut und grundsätzlich fühle ich mich wohl.
Das hat sich nur nicht bis zu meinem Körper durchgesprochen.


Montag, 31. März 2014

ZIEMLICH ZUFRIEDEN

Der Sommer kann kommen.
Das Wichtigste am Landleben sind die Sitz- und Liegeplätze ums Haus.
Davon kann es gar nicht genug geben.
Im vergangenen Jahr habe ich 2 alte Türen aufs Gras gelegt und
Tisch und Sessel darauf gestellt.
Die Feuchtigkeit hat dem Holz den Garaus gemacht,
und das Gras war ganz ohne Arbeit auch dahin (das finde ich besonders genial).
Auf den Platz habe ich jetzt etwas Sägemehl aufgebracht
(habe ich vom Holzschneiden in rauen Mengen und verwende ich für ziemlich alles -
im Winter streue ich damit, ich arbeite es in Gartenerde ein, es kommt auf den Kompost,
als Untergrund in Pflanzkisten etc.),
dann die Trittplatten aus dem Bauhaus draufgetan und fertig.
Bei mir muss nix perfekt sein -
das bin ich ja selber.
Ich bin von meiner Ruckzucklösung ziemlich angetan.


Samstag, 29. März 2014

VON DER KATZ

Manchmal schnurrt mich die Katze
nächtens wach
will Aufmerksamkeit im Dunkeln
oder auch fressen
wenn ich aus dem Traumland auftauche
hellmunter bin
verlässt sie mich für aushäusige Abenteuer
dummes Ding



später schnarcht sie auf ihrem Katzenplatz
 für Stunden ungestört weiter
während ich mich gähnend durch den Tag bringe


Freitag, 28. März 2014

NOSTALGISCH


Das ist wohl klar:
ich mag Bahnhöfe, Flughäfen, Züge, Autos .....
Gestern in Zwettl musste ich ein wenig warten und hab in der Zwischenzeit ein paar Fotos gemacht.
Diese alten Waggons haben/hatten etwas.
Durch die Gegend zuckeln und im Freien stehen, den Fahrtwind im Gesicht,
das Ruckeln in den Gliedern ....
Beim diesem Anblick werde ich zur totalen Nostalgikerin.
 



Donnerstag, 27. März 2014

GRÜNZEUG


 
Eigentlich ist es bei mir für Salat etc. noch viel zu kalt.
Aber ich kann heuer nicht widerstehen.
Im Frühbeet hat er bis jetzt recht gut überlebt.
Schau ma mal.
Ich gebe kaum Geld für Grünzeug aus.
Bin keine Gärtnerin.
Mir genügen die Veilchen in der Wiese -
und die liebe ich mit ihrem Duft über alles.
Wenn man mag, kann man sie auch essen.
Sie sind aber eher geschmacksneutral.
Und sie wachsen ganz von allein.
Die warme Jahreszeit kommt -
ein untrügerisches Zeichen -
die ersten Riesenameisen bewegen sich ins Haus.
Bis jetzt nur sehr vereinzelt,
aber seit ich weiß,
dass sie das Mitwohnen nur wenige Wochen versuchen,
kann ich auch sehr entspannt und unhysterisch auf sie draufsteigen.
 


Mittwoch, 26. März 2014

TODO-LISTENABARBEITUNG


Weil das Wetter ohnedies bescheiden ist,
und weil ich wieder ins Sommerzimmer ziehen will,
das im Winter nicht geheizt wird,
deshalb habe ich mich über den Dachboden hergemacht.
Der oder die Marder haben oben wild gehaust,
alles vollgeschissen,
und die Düfte ziehen bis ins Zimmer darunter.
Das kühle Wetter war perfekt und Gesichtsmaske habe ich auch getragen,
jetzt schaut es wieder annehmbar aus,
ich denke, die Marder sind schon wieder umgezogen.
Ich habe ihnen einen Zettel mit angedrohten Zwangsmaßnahmen hingelegt.
Wenn sie unbelehrbar bleiben,
borge ich mir eine Lebendfalle aus und dann bringe ich sie ganz weit weg.
Ganz weit weg, wo es nicht so gemütlich ist, wie bei mir.
Über diese Hühnerleiter muss ich hinauf,
natürlich viele Male, bis endlich alles geschafft ist.
Der erste Punkt auf der Todo - Liste ist damit abgehakt.
 

Dienstag, 25. März 2014

GOTT STEH' UNS BEI


Wenn ein Ort Frauendorf heisst,
dann muss Mann sicherheitshalber beim Ortsschild ein Kreuz aufstellen,
denn das beschützt vor allem Übel.