Freitag, 12. Februar 2016

ERSPARNIS


Im Büchertempel 3 Bücher quergelesen.
So viel kann ich hier gar nicht essen/trinken,
was ich einkaufsmäßig spare.
Und nur Worte im Kopfspeicher mitgenommen -
nix Konkretes mitgeschleppt.
Es war nix dabei, was ich unbedingt besitzen wollte.
Sehr schön.
Und ein Baum wird sich auch freuen.


Donnerstag, 11. Februar 2016

UNGLAUBLICH



Die besseren Geschichten kann ich hier nicht erzählen,
weil es das www ist.
Aber: das Leben ist von Anfang bis zum Ende in einer Endlosschleife.
Immer die selben Sachen zu erleben.
Zuerst sagst du: das mag ich nicht, das hat nix mit mir zu tun
und kämpfst.
Dann wirst du müde und gibst auf und akzeptierst, dass du es vielleicht nicht verstehst,
aber es ist so.
Dann ist es verschwunden und du glaubst,  du hättest es begriffen,
müsstest es nimmer erleben.
Und dann kommt von hinten eine neue Form, aber als Thema wie gehabt, wieder daher.
Ich kann nur mehr darüber lachen.
Und mich wundern.


Mittwoch, 10. Februar 2016

GRENZEN


Weil ich endlich zum tschechischen Zahnarzt musste,
der im alten Grenzgebäude residiert,
konnte ich wiedermal die Sinnhaftigkeit der Abtrennungen beachten.
Oben die kleine Kapelle Maria Schnee,
die von  Heimatvertriebenen 1983 errichtet wurde.
Der Blick auf die originale Kirche und die alte Heimat, wenige Kilometer entfernt.



In Tschechien, die ursprüngliche Kirche,
in einer kleinen Kapelle daneben diese beeindruckenden Findlinge.
Bemerkenswert: als Dachkantenabschluss eine Schlange.
Maria Schnee beim Heiligen Stein




Total still war es.
Kein Mensch zu sehen,
nur ein Hund bellte
und ich überlegte,
ob ich die gestickte Katze oder das Mittelalterbild kaufen würde.


Mit Lautsprechern ist das Volk zu erreichen.
Überall gibt es diese großen Kuhherden,
die bei jedem Wetter im Freien sind,
die großen Ställe der einst staatlichen Kombinate verfallen.
Mir tun die Tiere leid,
ziemlich heftig können die Schneestürme hier übers Land fegen,
aber anscheinend überleben die meisten Rinder.
Menschenwillkür macht Schicksale.
Für Mensch und Tier.

Dienstag, 9. Februar 2016

VOM STRICKEN


 
Diese wunderschöne Naturwolle von richtigen Schafen habe ich geschenkt gekriegt.
Danke!
Früher habe ich viel gestrickt, Pullover und Pullover, Mäntel.
Dann ewig nix.
Und seit 2 Jahren werden es Socken und Socken, die ich fast ganzjährig trage.
Gibt nix Bequemeres.
Jetzt habe ich geschaut, was sich noch an Wolle bei mir herumtreibt
und da habe ich zwei Partien gefunden.
Keine Ahnung wofür ich die gekauft habe
und was daraus werden sollte.
Ich werde euch am Laufenden halten,
vielleicht ergibt sich etwas.
Mit der weißen Schafwolle starte ich demnäxt.
 



Montag, 8. Februar 2016

SONNTAGVORMITTAG


genau der richtige Film für Sonntagvormittag.
Poetisch.
"Wenn du in die Welt hineingeboren bist,
dann höre ihr zu ...."
Und wenn es nur rote Bohnen sind,
auch sie haben etwas zu erzählen.
So schön.
Ich liebe solch langsame Filme.


Sonntag, 7. Februar 2016

NOCH IMMER STILL


Ihr könnt mich beneiden.
Strahlesonne und einfach prächtig.
Liegestuhlzeit.
---
Weil sich so gar nix tut,
komme ich auf wahnwitzige Ideen, wie die Werkstatt zusammenzuräumen.
Das habe ich schon 20 Jahre nicht gemacht.
Ihr wisst, ich mag das Chaos.
Glücklicherweise konnte ich mich von dem Vorhaben wieder abbringen.
Man darf die Stille nicht stören.


Samstag, 6. Februar 2016

NUR STILLE


Ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen -
nix kann ich erzählen.
Da ist nix.
Nur Stille.
Ich tu nix,
denke nix,
erlebe nix,
bin nix,
leer.



Freitag, 5. Februar 2016

WINTERWUNDERLAND


Dickflockig hat es geschneit.
Es sieht aus, wie Weihnachten.
Ein stiller Waldvierteltag.
Niemanden gesehen,
einmal ist ein Traktor beim Haus vorbeigefahren.
Ich habe Holz gesägt,
meinen Roller besucht und die Batterie kontrolliert,
den Ginster geschnitten,
der beim letzten Schnee gebrochen ist,
und einsam es ist,
trotzdem befunden,
dass ich niemals hier weggehen mag.

Donnerstag, 4. Februar 2016

PROBEESSEN


Jetzt war ich schon mal Probeessen beim Dorfgriechen
(der eine Pizzeria führt und aus Zypern ist).
Weil ich noch immer am Wegfahrziel herumüberlege.
Aber Griechenland ist in der engeren Wahl.
Kenne ich eher nicht.
War nur einmal in Santorin und das hat mir nicht gefallen.
Im Moment bin ich erfolgreich mit meinen Meinungsänderungen.
Vielleicht eine zweite Chance für Griechenland.
Also, das zypriotisch/griechische Essen war schon einmal ok.
Keine Pizza, sondern Gyros.
Könnte man essenstechnisch eine Woche aushalten.


Mittwoch, 3. Februar 2016

ZIVILCOURAGE

Ab und an bringe ich mein altes Zeug zur Caritas
und nehme gleich die Gelegenheit wahr,
im abgelegten Gwand der anderen zu stöbern.
Frau will ja nicht nackt gehen.
Letztens sah ich einen Mann,
der anscheinend am Gratiseinkauf war.
Er stopfte Plüschtiere unter seine Jacke.
Ein bisserl nicht so ganz intelligent hat er ausgesehen.
Jedenfalls war ich kurz am Überlegen,
ob ich das melden sollte.
Aber ich mische mich in Abläufe nie ein,
und wenn doch,
dann geht das schief.
Ich habe auch gefunden, so richtig Schaden nimmt da keiner.
Zivilcourage ist ja überhaupt nicht meines.
Was heißt Zivilcourage:
sich ein Amtskapperl aufzusetzen, obwohl man keines hat.
Mit meinem Leben habe ich ausgemacht,
dass ich nie zu unangenehmen Situationen dazukomme.
D.h. zu keinen Autounfällen (ich kann kein Blut sehen),
keinen Gewalttaten, Schlägereien, etc.
Brauche ich alles nicht.
Interessiert mich nicht.
Und lebenslang hat das funktioniert.
Die Zivilcourage, die ich nicht habe, muss ich auch nicht anwenden.


Dienstag, 2. Februar 2016

ÜBERDAUERT

Im Frühbeet hat der Salat vom letzten Jahr überlebt.
Ziemlich bitter schmeckt er.
Aber Schnee und tiefe Temperaturen konnten ihm nichts anhaben.
Diese Plastikdose fand ich im Wald.
Mindestens 40 Jahre ist sie alt.
Früher wurde hier alles in einer Grube zwischen Felsen entsorgt,
die später mit Erde bedeckt wurde.
Seit ca. 30 Jahren gibt es eine Müllabfuhr.
Aber die Andenken früherer Zeiten kommen ans Licht.
Der Wald mag Plastikzeug und Blechdosen nicht behalten und lässt sie an die Oberfläche wandern.
Die alten Gebinde sind fast unkaputtbar, sie überdauern Jahrhunderte..
 

Montag, 1. Februar 2016

DAS UND DIES


Die Katze hat für die kalten einsamen Tage im Haus eine Kunstfellweste von mir geborgt gekriegt.
Geborgt: wahrscheinlich kann ich die nimmer haben und sie passt ohnedies besser zu ihr.
----
Irgendwie bin ich im Reisefieber. Suche noch etwas für eine Woche im Mai.
Irgendwelche Ideen?
Es soll so spannend wie Marokko sein,
am Meer,
einfach zu erreichen,
einfach zu handeln,
denn ich bin nimmer so abenteuerlustig,
d.h. ich möchte schon herumgetragen werden,
keine Gruppe ....
schau ma mal.



Sonntag, 31. Januar 2016

SCHIEFLAGE




Mit mir bin ich gerade nicht sehr zufrieden.
Eigentlich habe ich die ganzen letzten Monate vertrödelt.
Die dunkle kalte Zeit, die so viel Platz hätte für Unerledigtes.
Alles ist liegen geblieben.
Z.B. dümpelt der neue Computer in fast jungfräulicher Verfassung vor sich hin.
Ein paar Sachen sind mir auf ihm nicht gelungen,
jetzt mag ich mich gar nimmer damit beschäftigen.
Die Fotos sind inzwischen in einem heillosen Durcheinander,
zu allem Überfluss gibt noch der kleine Lieblingsfotoapparat auf.
Ich hätte gut Zeit das alles in Angriff zu nehmen.
Statt dessen spiele ich lieber und schaue fern
oder mache sonst etwas.
Und ich spüre keinen Entschluss in mir reifen,
dies zu verbessern.
Das Leben ohne Diener ist wirklich schwer.






Samstag, 30. Januar 2016

RESÜMEE


Mit einer Palme habe ich versucht zu sprechen -
 sie reden anders als die Buchen bei uns.
Die Tage waren interessant,
sehr gut gegessen
(neben dem Hotel war diese superleckere Konditorei.
Mein ganzes Restgeld musste ich in marrokanische Kekse investieren).
Nach Startschwierigkeiten gut zurecht gefunden.
Die Menschen sind ok.
meist freundlich
und man bleibt weitgehend unbehelligt.
Unterm Strich hat es mir richtig gut gefallen,
bunte Welt, fremde Welt und doch ganz ähnlich.
 Alles Menschen.
Mein Weltbild habe ich ein klitzekleines Stück erweitert.


Freitag, 29. Januar 2016

DJEMAA EL FNA





Im ersten Stock der Kaffeehäuser am Djemaa El Fna, dem berühmtesten Platz Afrikas,
hat man einen feinen Blick auf  das bunte Treiben.
Wenn man einen begehrten Sitz in der vordersten Reihe erwischt,
kann man all die Schlangenbeschwörer,
die ja weniger beschwören,
als den Willigen die Schlangen um den Hals legen,
auf die Affenquäler,
Erzähler,
den alten Mann mit seinen Tauben und Junggreifvögeln,
die Turnkunststückvollbringer
erhaschen.
Ein Platz der sich ständig neu erfindet,
ständig in Bewegung ist,
nie zur Ruhe kommt,
seit Jahrhunderten.
Eigentlich könnte man den ganzen Marrakeschaufenthalt nur an diesem Ort verbringen
und man würde alles Wichtige erleben.
----
Beim Rundgang durch die Souks dachte ich -
wie armselig ist all das Leben.
Jeder ringt darum ein paar Münzen pro Tag zu verdienen,
müht sich, arbeitet, kämpft ....
Wir ringen um ein paar Geldscheine mehr,
aber armselig auch,
der ewige Kampf ums Weiterkommen.




Donnerstag, 28. Januar 2016

TISCHPARADE



Von einem Taxi habe ich mich in die Berge führen lassen.
Hat mir gut gefallen.
Ourika-Tal.
Hier haben am Tag darauf die Ferien begonnen
und überall wurde für den Touristenansturm aufgerüstet.
Tische und Sofas ins Flussbett gestellt,
die Tajines vorbereitet,
Kamele gesattelt,
alles hergerichtet und geputzt.
Sicher 10 bis 15 Kilometer lang war die Tischparade am Fluss.
Auf 1500 m war die Luft erfrischend,
im Sommer kann die Temperatur in Marrakesch schon einmal an die 50 Grad erreichen.
Die Bäume werden gerade wieder grün.
In diesem Jahr gab es kaum Niederschläge.
Kein Schnee in den Bergen.
Und mein Herz hat gelacht - 27 Grad tagsüber extra für mich.










Mittwoch, 27. Januar 2016

MARRAKESCHIMPRESSIONEN





Verlorenzugehen ist in den Souks ist überhaupt kein Problem
Am ersten Tag war ich den Tränen nahe,
ständig in die Irre geführt, von Taxis im Irgendwo abgeladen,
war ich schon so genervt, dass ich die Vielfalt gar nimmer würdigen konnte.
Richtig gut hatten es die Touristen,
die sich mittels Navi durch die Medina bewegten.
Letztlich habe ich mich dann an ein junges Pärchen angehängt
und bin dem Irrgarten entkommen.
Aber spannend, interessant, bunt, quirlig, laut, stinkend kann man dazu sagen.
Wenn man die Nerven behält,
kann man das auch genießen.



Djemaa El Fna


Wenn es Störche gibt, bin ich schon beruhigt