Mittwoch, 21. November 2018

WINTERDINGE

Der erste Schnee ist gefallen.
Winterschuhe hervorgekramt.
Ein wenig geschaufelt.
Es ist schrecklich kalt.
Jedes Jahr nehme ich mir vor,
keinen Winter mehr in unseren Breiten ertragen zu wollen.
Und wer fährt nicht in die sonnige Ferne?
Erraten: ich.
Vogelfutter am Hausbaum aufgehängt.
Die ersten Meisen waren zur Inspektion da.
Anscheinend finden sie im Wald noch besseres.
Ein bisserl Holz gesägt.
Das gehört zum ersten Schneefall dazu.
Das reicht sicher bis zur Jahreswende
und kann jederzeit wiederholt werden.
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Wenn ich jetzt mit dem Zug umeinanderfahre,
erlebe ich in der Bahn immer genau nix.
Keine sonderbaren Leute,
keine Begebenheiten.
Einfach nur Gegend,
die vorbeigezogen wird.
Letztens war der Zug sehr voll
(weil sich die ganzen Pensionisten unnötig mit den billigen Tickets herumtreiben)
und da ist eine alte Frau schlechtriechend neben mir gesessen.
Aber das ist ja auch im Grunde nix.


Dienstag, 20. November 2018

EIN TAG IN SALZBURG


Die berühmten Barockzwerge im Mirabellgarten.




Männer, die Frauen schleppen
(Paris raubt Helena)



Sebastian-Friedhof mit den Gräbern von Paracelsus
und Constantia, der Frau von Mozart.


Andere Gräber.
Der barocke Tod ist in Salzburg daheim.



Paracelsus



Montag, 19. November 2018

FEINMOTORIK

Das mit dem Altwerden ist ja nicht so prickelnd.
Aber ich gewöhne mich daran.
Man kann es eigentlich  nicht ernst nehmen.
Gestern Abend ist mir diese Kette gerissen,
lauter winzige Saphirkugeln.
Sie ist nicht wirklich gerissen,
sondern das Ende hat sich aus dem Verschluss gelöst.
Auf den Knien bin ich am Boden gerutscht und habe versucht,
die mehreren Entkömmlinge zu finden.
Eigentlich trage ich seit Jahrzehnten keinen Schmuck,
aber seit einigen Wochen diesen Halsschmeichler schon.
Heute beim Auffädeln habe ich bemerkt,
wie meine Feinmotorik nachlässt.
Ziemlich schwierig, die kleinen Steinchen zu fädeln.
Es gibt eigentlich nix am Körper,
das nicht altert.
Bäh.

Sonntag, 18. November 2018

FARBLOS


Die letzten Tage die Farbe tragen.
Demnächst wird sich ein
Tuch der Kargheit
weiß übers Land legen.
Eine Farbe des Todes.


Samstag, 17. November 2018

PASSAU; NOCHMALS






Das Wetter hätte man etwas verbessern können.
Noch dazu war bei mir daheim der schönste Sonnenschein.
Aber es war nicht kalt und somit ok.
Im näxten Leben möchte ich näher bei einer Bahnstation wohnen.
Egal in welche Richtung ich fahre,
überall hin ist es ca. eine Stunde mit dem Auto.
Jetzt, wo ich das Zugfahren für mich entdecke.
Aber mitten im Wald und menschenentleert leben,
bedeutet meist nicht an den Schienen.
Wochenlang habe ich überlegt wohin ich reisen möchte.
Mehrere Pläne gewälzt und wieder verworfen.
Dieses Zuggondeln passt gerade perfekt.








Essenspause muss auch sein

Freitag, 16. November 2018

ANGEPATZT


Es ist irgendwie blöd,
wenn ich die fetten D3 Tropfen dauernd auf mein Gwand patze
und beim Prüfspiegelblick vor dem Weggehen dicke Flecken auf der Brust sehe.
Das mit dem Umziehen wird dann immer irgendwie unvollkommen.
Passt nicht,
passt heute nicht
oder findet sich nicht,
findet sich heute nicht.
Wie auch immer. D3 kombiniert mit K2 kann ich empfehlen.
Seit ich meinen D3 Spiegel hoch halte,
geht es mir körperlich und auch psychisch besser.
In unseren Breiten leiden alle Menschen im Winter durch die spärliche Sonneneinstrahlung
an einem Vitamin D3 Mangel.
Wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus.
Besonders schlecht für die Knochen.
Mir hat das nie jemand gesagt,
im vergangenen Jahr hat mich mein Bruder darauf aufmerksam gemacht.
Und seither nehme ich die Tropfen das ganze Jahr,
inklusive Anpatzen.



Donnerstag, 15. November 2018

EIN TAG IN PASSAU

Morgenbahnhof


Eigenlich muss es heißen: ein paar Stunden in Passau.
Die ÖBB verkauft jetzt im November Bahntickets um kleines Geld,
mit denen man in Österreich so viel fahren kann, wie man will.
Passau ist schon über der Grenze,
aber der Zug trägt mich bis dort hin.
War ein schöner Tag.
Besonders das Glasmuseum hat es mir angetan.
Ich war von der Fülle völlig erschlagen.
15000 Exponate, die ganze Sammlung hat 30000 Gläser.
Bei den Schaustücken der Wiener Werkstätte und Lötz und Moser konnte ich nimmer.
Das Gehirn war abgefüllt.
Länger als eine Stunde reicht meine Aufmerksamkeit nicht.
Man sieht das auf dem Foto vom Hotel nicht gut,
über dem Schaukasten sind Hochwassermarken.
Passau wird als 3-Flüsse-Stadt regelmäßig überschwemmt.
Der höchste Pegelstand war 2013. War etwas höher
als die Marke von 1954, die man unter dem Bogen sieht.
Zur Feste Oberhaus bin ich hochgestiegen.
Ein hübscher Blick von oben auf alte Häuser, Wasser und Kirchen.
War alles gut und demnächst gibt es noch ein paar Bilder mehr.















Mittwoch, 14. November 2018

NATÜRLICH


Ganz wenig Grünpflanzen habe ich nur mehr im Haus.
Ich mag mich nimmer kümmern
und es sind einige wenige alte Stöcke geblieben,
die im Sommer im Freien sind.
Ich kaufe schon lange keine nach,
auch Schnittblumen gefallen mir nicht mehr.
Nie vergessen werde ich,
dass ich einmal Lotte Ingrisch einen Blumenstrauß brachte,
den sie mit den Worten,
sie möge nichts Totes ablehnte.
So geht es mir jetzt auch.
Kann nur mehr Natur haben.
Davon ist ringsum reichlich vorhanden.
Beschäftige mich gerade intensiv mit der Energie der Dinge.
Schnittblumen: toten Lebewesen beim Weitersterben zuzusehen,
geht nimmer.
Da rede ich gar nicht von fragwürdigen Anbaumethoden (z.B. in Kenia).
Alles wird anders,
wenn man versucht, hinter Schleier zu blicken.



Dienstag, 13. November 2018

ALKOHOL HILFT

Ich fühle mich jetzt oft so fröstelig,
habe auch Untertemperatur.
Ist unangenehm, spürt sich krank an.
Zwei kleine Gläser Nussschnaps kurbeln den Kreislauf an.
Machen ein sehr befriedigendes Körpergefühl.
Ich bin dann zwar leicht betrunken,
aber gesund.
Ich sage ja sowieso immer,
dass ich viel zu wenig Alkohol zu mir nehme.
Ein überaus nützliches Lebenshilfsmittel,
legal noch dazu.
Dass ich so ziemlich die schlechteste Köchin der Welt bin,
habe ich schon oft geschrieben.
Aber das, was ich zusammenbraue,
schmeckt mir vorzüglich.
Ich verwende Lebensmittel,
die ich in Küche und Kühlschrank vorfinde,
gebe alle Gewürze, die ich habe, dazu
(also wilde Mischungen),
wenn es noch Kräuter gibt,
dann kommen die auch in den Topf.
Schmeckt mir besser,
als jede Haubenküche.
Aber sicher nur mir.



Montag, 12. November 2018

STEINFREUND


 Hier gibt es viele Steine.
Überall.
Einen besonderen habe ich entdeckt.
Ich kann mit ihm sprechen.
Kann meine Schmerzen bei ihm lassen.
Ich bringe ihm kleine Geschenke,
denn er kann nicht verreisen
und steht immer am selben Platz.
Ein wenig traurig sieht er aus,
aber auch königlich bewachsen.
Es tut gut, wenn man im Wald Freunde findet.








Sonntag, 11. November 2018

DIES UND DIES



Meine Speisekammer etwas aufgeräumt.
Was da an altem Alkohol gammelt!
Wenn eine Hungersnot ausbricht,
kann ich mich wochenlang betrinken.
Die unzähligen Teesorten entsorgt.
Ich trinke nur Kräutertee.
Und davon gibt es auch viel zu viel.
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Dass es so zeitig dunkel wird,
ist noch nicht richtig bei mir angekommen.
Die Fernbrille bleibt daheim
und ich muss das Auto durch die Finsternis tasten.
Normalerweise trage ich beim Fahren optische Sonnenbrillen.
Dafür habe ich eine Wiese voller Silberreiher gesehen.
Sehr ungewöhnlich und so schön.
Sicher 50 Stück.
Und etliche Greifvögel in den Bäumen.
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Worüber ich mich ein wenig ärgern kann:
wenn es bei mir hochnebelig ist
und ich klicke im Internetz die Webcams in der Umgebung durch
und sehe Menschen in der Sonne sitzen,
dann frage ich mich,
warum ich nicht früher auf die Idee gekommen
und hingefahren bin.
Der Roller fehlt,
mit dem gehen Entschlüsse schneller.



Samstag, 10. November 2018

TYRANNEI DER DINGE


Am unteren Foto sieht man (schlecht) einen Jungstier.
Letztens bin ich stehen geblieben
und dann sind die Jungens über die recht steile Wiese runter gerannt.
Es gibt zwar einen Elektrozaun,
aber ich war nicht sicher,
ob sie sich einbremsen werden.
Keine Ahnung wie viel Kilogramm - im ungelenken Galopp  daherkommen-
nix für meine schwachen Nerven.
Sie konnten stoppen und dann haben sie geglotzt -
wie immer.
Ich auch wie immer.
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Die Tyrannei der Dinge setzt sich fort.
Im Auto kann mir etwas runterfallen und es bleibt für ewig verschwunden.
Ich hab nämlich so ein Anschnalleinsteckdings - ist original für Hunde -
damit der Alarm nicht losgeht, wenn ich mich nicht angurte.
Und manchmal, wenn irgendwo die Polizei steht,
dann werfe ich das Teil weg und befestige den Gurt.
Da ich dann meist zu wenig Hände habe,
geschieht das recht unkontrolliert.
Tja.
Meine Gefrierkombination spielt auch mit mir.
Dachte schon, sie segnet das Zeitliche,
dann habe ich die Rückwand und die Motoren abgesaugt und den Temperaturfühler frei gemacht
und jetzt hat sie es sich doch noch einmal überlegt.
Welcher Stress.
Internetz nach neuen Modellen durchforstet,
alten Ersatzkühlschrank hervorgeholt, gereinigt.
Im Zuge der Aktion wollte ich eigentlich meine Speisekammer aufräumen und
entrümpeln.
Schau ma mal, ob die Kraft reicht.



Freitag, 9. November 2018

IM WALD


Zum Wochenende bleibe ich oft daheim
und gehe bei mir in die Wälder.
Es gibt ja genug davon,
wenn man am Rande des größten zusammenhängenden Waldgebietes Österreichs wohnt.
Beim frisch geschlägerten Holz habe ich lange die Nase in die Schnittfläche gesteckt
und Erinnerungen aufsteigen lassen.
Der Geruch ist ziemlich gut.
Es waren Bilder von einem neu renovierten Haus mit viel Holz in den Innenräumen.
Über diese Brückenreste wage ich mich nie.
Sehe mich immer runterfallen und hilflos
im Bachbett unter tagelangem Stöhnen und Leiden verenden.
Weil eigentlich kommt da keiner vorbei.
(Nein, ich habe praktisch nie ein Handy bei mir.
Das gehört nicht zu den Dingen an die ich denke.
Habe überhaupt nix einstecken. Außer Taschentuch, Knipse und Schlüssel).
Wenn ich unterwegs mal pinkeln muss,
suche ich kaum Deckung,
weil - siehe oben - da im Wald ist niemand.
Heute ist 2 Minuten später ein Jäger im Auto vorbeigefahren.
Es ist halt oft anders als man denkt.