Sonntag, 20. August 2017

PAUSE


Ich brauche einmal eine Pause.
Schöne Tage für euch alle da draußen.


Samstag, 19. August 2017

AM TEICH


Diese Bilder habe ich im Abstand von einer Stunde gemacht.
Es begeistert mich immer wieder,
wie Licht unsere Wahrnehmung verändert.
Es ist  schon so viel Herbst in der Luft.
Ich mag diese leise Wehmut die im Abschiednehmen liegt.
Wunderbare Tage.


Freitag, 18. August 2017

HANDWERKER


 Ziemlich im Nirgendwo gibt es diesen Schuster mit einem Schuhgeschäft.
Wenn ich ganz ab und an hingehe,
bin ich immer wieder begeistert.
Er repariert in kürzester Zeit ganz günstig fast alles,
was mit Schuhen, Taschen, Riemen, Leder zu tun hat.
Ich mag so tüchtige Alleskönner,
die mit Lust und Liebe ihre Arbeit tun.
Handwerk hat goldenen Boden,
nur ist es leider fast gänzlich ausgestorben.
(Wen es interessiert - ich habe eine neue Gürtelschnalle für einen Lederriemen bekommen.
Konnte darauf warten. Ist perfekt und hat € 3,- gekostet.
Und die Menschen kommen mit ihren Reparierdingen von nah und fern.)
 


Donnerstag, 17. August 2017

HANDARBEITEN

 
 
Flicken lässt sich alles Mögliche.


Mittwoch, 16. August 2017

DAS UND DAS


 
So schöne Tage.
Perfekte Fernsicht, klares Licht, satte Farben.
Wenn ich durch die Gegend gleite,
bin ich einfach dankbar.
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Eine einzige Gelse ist immer in meinem Schlafzimmer.
In der Früh finde ich Blutspritzer an der Wand
oder Flecken am Leintuch.
Weiß nicht, wie das funktioniert.
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So viele Tiere sind jetzt auf den Straßen unterwegs.
Ein Eichhörnchen mit seinem Jungen im Maul.
Viele Rehe, es ist Brunft.
Wenn ich mit dem Roller fast stehen bleibe,
weil Rehe über die Straße wollen
und ein eiliger Autofahrer überholt mich,
dann ist das ganz blöd.
Ist sich zwar alles gut ausgegangen,
aber wenn das zweite Tier getötet worden wäre -
ich glaube, ich hätte den Autofahrer geschlagen.
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Es sind gerade wieder Tage des Glücks in der prächtigen Natur.
 


Dienstag, 15. August 2017

DIES UND DIES


 
Mein Leben besteht aus unbeantworteten Fragen.
Vom Biber möchte ich wissen,
warum er am Baum nicht weiter nagt?
Interesse verloren oder Zahn abgebrochen?
Das mit der radioaktiven Strahlung des Granits ist auch noch eine offene Struktur in meinem Kopf.
Warum ich das Gefühl von Herbst habe,
lässt sich nicht beantworten.
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Weil ich schon beim Sparen bin (Handschuhe!),
wollte ich meine Gesichtshaut zu einer billigeren Creme überreden.
Aber ich glaube das funktioniert nicht.
Haut fühlt sich ständig an wie ausgespannt und durchgetrocknet.
Da wird es halt wieder die sauteure werden müssen.
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Und dann wollte ich noch sagen:
Das Leben ist ein breiter ruhiger Fluss.
Foto: Donau bei Grein.
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Durchaus beunruhigt bin ich auch, dass ich bereits ein geborgtes Buch
über die Jagd lese.
Meine Welt steht nimmer lang.

 
 
 
 
 


Montag, 14. August 2017

FRAGMENT


Heute möchte ich euch mein Handschuh-Fragment vorstellen.
Anscheinend bin ich grenzenlos sparsam.
Die Handschuhe zum Rollern haben schon bessere Zeiten gesehen.
Ich habe schon längst neue,
aber die sind nicht so bequem
und wichtig ist nur die Oberseite,
damit die Sonne nicht den Handrücken verbrennt.
Schweren Herzens werde ich mich von den Karikaturen einer Verhüllung jetzt doch einmal trennen.
Blöd ist auch, wenn mich ein anderer Biker grüßt
und ich mag meine Hand nicht heben,
damit man die Fetzen nicht sieht.
Aber man kann mir nicht vorwerfen,
dass ich Dinge nicht bis zum letzten Ende verwende.
Und die Oberseite ist noch recht ansehnlich.
Vielleicht sollte ich ein neues Innenleben stricken.

Sonntag, 13. August 2017

STOABLOSS


Im Mühlviertel wurde Granit als Baumaterial verwendet.
Sogenannte Stoabloß-Häuser sind entstanden.
Ich wohne auch in einem Granithaus,
aber bei mir ist das Gebäude verputzt.
Granit strahlt radioaktiv, anscheinend werden die Menschen aber uralt damit.




Samstag, 12. August 2017

TIERSCHADEN



Bei zwei kleinen Waldteichen habe ich diese Biberspuren gefunden. 
Ich freue mich immer,
wenn irgendwelche Tiere zuziehen.
Stelle mir dann vor,
wie eine Biberfamilie auf den kleinen kurzen Beinen von der Donau bis hier ins Hochland wandert.
Oder so ähnlich.
Meine Naturfreude wird nicht von allen Menschen geteilt,
denn Tiere machen Schaden.
Am meisten angstbesetzt sind Wölfe, die nicht weit entfernt ihr Quartier aufgeschlagen haben.
Viele  Grundbesitzer sind immer noch der Meinung:
"Alles gehört mir, mir, mir,
jeder Baum, jeder Halm, jeder Strauch, jeder Stein."
Die Natur muss in Reih und Glied sein,
gefahrbereinigt,
übersichtlich und strukturiert.
Kein Platz für Tiere, die man nicht essen kann und die womöglich
noch etwas, was mir, mir, mir gehört, beschädigen.
Ach, ja.
Und anscheinend gibt es im Waldviertel gerade eine Tiereinwanderungswelle.
Asylanten.



Freitag, 11. August 2017

FAST NIX ZU ERZÄHLEN


 
Ich glaube, da entsteht bald eine Pause.
Gar nix Erzählbares erlebe ich.
Das Leben ist ein stiller breiter Fluß.
Und das ist gut so.
Ich könnte nur schreiben,
dass ich mir zum xten Mal eine Zehe angeschlagen habe.
Blau und weh.
Hoffentlich nicht gebrochen.
Ich bin Zehenanschlagmeisterin.
 
 



Donnerstag, 10. August 2017

ORTE DER STILLE


Einige Bilder aus dem Stift Zwettl.
Wenn ich in meiner "Bezirkshauptstadt" Erledigungen machen muss,
nehme ich mir manchmal Zeit für einen Rundgang im Stift.
Die Klostergärten sind Orte der Ruhe, Stille und Kraft
und das alte Gemäuer ist auch recht hübsch anzusehen.




Mittwoch, 9. August 2017

KRÖTE


 
Wenn ich die Hauskröte sehe, freue ich mich.
Ich glaube, bei mir leben zwei.
Uralt und weise.
Im Wienerischen sagt man:
"Die Krot fressen müssen" -
und meint damit,
etwas sehr Unangenehmes notgedrungen in Kauf nehmen müssen.
Aber diese Kröte möchte ich keinesfalls essen.
Und unangenehm ist sie mir schon gar nicht.

 
 


Dienstag, 8. August 2017

CHEMIE IST GIFT?


In den Medien lese ich,
dass Eier aus Belgien ganz und gar giftig sind
und Studien sagen mir auch,
dass Nagellack krebserregende und sonstige schädliche Substanzen beinhalten kann.
Seltsam, dass wir die ganze Chemie  hauptsächlich überleben
und durchschnittlich immer älter werden.
Unbedenklich ist ja gar nix mehr.
Jetzt habe ich im Supermarkt Pflaumen aus Mazedonien gekauft
und die sind anscheinend ungespritzt,
d.h. die meisten sind wurmig.
So mag ich es dann auch nicht.
Wenn ich alles wegwerfen muss,
ergibt das keinen Sinn.
Übrigens hat mein Hausapfelbaum heuer total viele Äpfel,
die alle wurmbesiedelt sind
und die Wespen finden das ganz toll.
Grundsätzlich bin ich ja im Vertrauen,
dass der menschliche Körper eine Menge aushält.
(Sonst könnte z.B. Mick Jagger nicht so alt und vital sein).


Montag, 7. August 2017

GEFÄHRLICH


 
Wenn ich durch die Gegend rollere,
habe ich einen Heidenrespekt vor all den Traktoren,
die jetzt vermehrt unterwegs sind.
 Testosteronjungmanngesteuert.
Überbreit.
Mit Spitzen, Zähnen, Krallen ausgerüstet.
Aufspießen fällt mir dazu ein.
Riesenbögen schlage ich um sie.
Von einem Feldbearbeiter erlegt zu werden -
das möchte ich keinesfalls erleben.
Nachdem ich den Post bereits geschrieben hatte,
wurde im Waldviertel ein Auto von einem Strohballenaufspießer gerammt.

 
 
 


Sonntag, 6. August 2017

SINNE

Wenn ich vor mich hinrollere,
denkt sich dies und das.
Beim Riechen dieses unvergleichlichen Sommers,
das Korn wird geschnitten,
Brot und Staub liegen in der Luft,
überlege ich,
wenn ich einen Sinn verlieren müsste,
der Geruchssinn sollte es nicht sein.
Sehen ist wichtig.
Fühlen möchte ich auch.
Hören oder Geschmack erscheinen mir noch am ehesten verzichtbar.
Aber besser ist es die 5 Sinne beisammen zu behalten
und den sechsten kann man manchmal auch gut brauchen.
Der Sommer ist ein Nasenfest -
ich kann mich gar nicht satt riechen!


Samstag, 5. August 2017

VOM RETTEN

Als Kind wußte ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
Jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mücke
jeder Ohrwurmz
und jeder Regenwurm
wird kommen und weinen
wenn ich begraben werde
Einmal von mir gerettet
muß keines mehr sterben
Alle werden sie kommen
zu meinem Begräbnis
Als ich dann groß wurde
erkannte ich:
Das ist Unsinn
Keines wird kommen
ich überlebe sie alle
Jetzt im Alter
frage ich: Wenn ich sie aber
rette bis ganz zuletzt
kommen doch vielleicht zwei oder drei?
Quelle: Erich Fried „Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte“, Berlin 1996.

Das ist eines meiner liebsten Gedichte  und es fällt mir immer ein,
wenn ich Fluginsekten aus dem Haus rette.
Mein Problem ist jetzt:
vom Erdwespennest im Innenhof fliegen die Wespen zuhauf in die Zimmer.
Ich komme mit dem Retten gar nicht nach.
Wenn alle zum Begräbnis kämen,
würden anwesenden  Menschen fluchtartig den Friedhof verlassen.
Wespengeschwader.
Aber ich will ja sowieso kein Begräbnis.




Freitag, 4. August 2017

SCHÖN UND TRAURIG

Vier verschiedene Teiche, in denen Baden erlaubt ist, gibt es im Umkreis.
Richtig nah ist keiner.
Alle mag ich und abwechselnd lasse ich meinen Luxuskörper in sie eintauchen.
Bei dem Waldteich war ich am Morgen,
vor allen anderen Menschen.
Ein wenig erschöpft wirkte das Wasser,
dabei war noch gar nicht Welterschöpfungstag,
der heuer am 8. August begangen wird.
Ab dann haben wir eigentlich keine Lebensberechtigung mehr.
Bei diesem idyllischen kleinen See wurden im Frühjahr zwei Waldhänge geschlägert,
und das verbleibende Bodenleben mit Glyphosat vernichtet.
Noch immer sind die Flächen grau verdorrt,
alles tot.
Ach, ja.
Was soll ich dazu noch schreiben?
Einen Eisvogel habe ich gesehen.

Nächstens werde ich auf die Fototauglichkeit meiner Badeutensilien achten

Donnerstag, 3. August 2017

LILA KRAUT

Dieses lila Kraut ist schon am Verblühen.
Herbstanzeichen.
Trotz Hitze neigt sich der Sommer.


Mittwoch, 2. August 2017

WALDVIERTELSOMMER


Den ganzen Tag mit dem Roller unterwegs.
Im Teich schwimmen.
Am Abend so müde, dass ich in der Badewanne daheim eingeschlafen bin.
Beim Aufwachen war ich völlig orientierungslos.
Hilfe, wo liege ich nackt herum?


Dienstag, 1. August 2017

KUNST GANZ PROFAN


 Ganz selten nehme ich mir am Morgen keine Zeit zum Frühstücken,
weil ich es eilig habe.
Wenn dann das Teehäferl (Weihnachten!) zu groß für die Halterung im Auto ist
und am zerbröselten Baumstamm vorm Haus zwischengeparkt wird,
dann entsteht Kunst.
;-)