Sonntag, 15. August 2021

PLANLOS


 Am Morgen frage ich das Leben:
was willst du mir heute zeigen?
Ist es ein Schmetterling,
ist es die Wolke,
oder doch ein stiller See?
Wie kann ich Tage im Voraus planen,
weiß ich doch nie,
was wo auf mich wartet.

Freitag, 13. August 2021

BIBER UND JAMMERN


Da werkt ein Biber heftig.
Hat sogar einen kleinen Damm gebaut.
Kein Foto davon.
Der Boden war zu tief, um hinzugelangen.
Die Medien haben mir erzählt,
dass im unteren Mühlviertel Biber zum Problem werden.
Das kann ich gerne glauben.
Sie haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt.
Von nimmer vorhanden zu überall sind ihre Spuren zu sehen.
Wenn ich am Abend nicht so bequem wäre,
würde ich einen Beobachtungsposten beziehen.
Aber wenn ich einmal auf meiner Ofenbank gelandet bin,
mag ich nimmer aus dem  Haus gehen.
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Tierretterin bin ich gerade.
2 Riesenheuschrecken aus der Autowaschanlage entfernt.
Sind dort im Wasser gesessen.
Eine hat mich in den Daumen gebissen. Süß.
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An manchen Tagen hänge ich durch.
Wenn alles schief geht.
Die schiefen Tage wechseln sich mit denen,
wo alles flutscht, ab.
Wechselbad.
Und wenn mir dann noch alles weh tut,
und es womöglich regnet,
hängt der Kopf.
Dabei hat mir jetzt endlich Dr. Google gesagt,
was wahrscheinlich mit meinen Gelenken los ist.
Jetzt muss ich nur noch einen Arzt/Ärztin finden,
der/die mir das bestätigt.
Und der/die vielleicht möglicherweise sogar eine Behandlung weiß.
Ach, ja.
Wer hat gesagt, dass Altwerden lustig ist?
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Gerade schaue ich am Abend Sternschnuppen.
Das ist dann wieder schön.
Wünsche, Wünsche und Wünsche.
Perseiden.




 

Donnerstag, 12. August 2021

ALLTÄGLICHKEITEN


So viele Eierschwammerln habe ich gefunden, dass es fast in Arbeit ausartet.
Normalerweise nehme ich nur so viel, wie ich brauche.
Dann höre ich mit dem Suchen auf.
Ich habe aber eine Abmachung mit den Schwammerlzwergen.
Dass ich alle nehmen muss,
die sie mir zeigen.
Sonst finde ich beim nächsten Mal nix.
Also, Wintervorrat anlegen.
Hier fahren die großen Maschinen im Wald.
Die Holzpreise sind hoch und der Markt braucht Material.
Mir ist das ganz recht,
denn es dauert nimmer lang, bis ich eine Aussicht bekomme.
Die in den letzten Jahren völlig zugewachsen ist.
Aber jetzt entstehen schon Lücken und es gibt ein klein wenig Ferne.
Früher wurde Holz im Winter geschlagen,
 im August ist Vegetationsperiode.
Die riesigen Maschinen verdichten den Boden
und was alles sterben muss, will ich gar nicht wissen.
Eine kleine Kröte gefunden und sie bei mir im Gartendschungel ausgesetzt.
Ein Frosch war in einem großen Reisighaufen unterwegs.
Ihn habe ich gelassen, konnte mir nicht klar werden,
ob er woanders glücklicher sein würde.
Der Buntspecht, der sich in meine Scheune verflogen hat,
war einigermaßen verstört.
Naja, wenn einem der Baum unterm Hintern weggezogen wird.



 

Mittwoch, 11. August 2021

ENERGIEVERBRAUCH


Nach all den stillgelegten Monaten,
wird gebaut, was die Betonmischer hergeben.
Weiterer Boden wird zubetoniert und versiegelt.
Österreich ist Europameister im Bodenverbrauch.
Meine besorgten Augen sehen ganze Hänge mit neu errichteten Photovoltaikplatten.
Da wächst nix mehr.
Umdenken findet noch lange nicht statt.
Der Mensch kann fruchtbaren Boden nicht herstellen,
zubetonierte Flächen sind verloren.
Energiewende bedeutet in den Köpfen der Verantwortlichen nicht sparsamer Umgang
mit Ressourcen, sondern es wird weiter auf Wachstum, was das Zeug hält, was die Erde hergibt, gesetzt.
Warum habe ich immer das Gefühl, es ist ein hauptsächlich männliches Problem?
Also das Problem entsteht für uns alle,
aber es wird männlich angetrieben.
Zur Veranschaulichung:
Die Kryptowährung Bitcoin verbraucht so viel Strom im Jahr, wie die Niederlande.
Es kann nicht immer schneller, weiter, größer werden.
Falsche Richtung.
Tendenz steigend.
Nebenbei:
Die 2000 reichsten Menschen der Welt konnten ihr Vermögen in den letzten 1 1/2 Jahren um 50 % vermehren.
Über die Pharmaindustrie ist goldenes Schweigen gebreitet.
So macht Pfizer heuer ca. 80 Milliarden $ Umsatz.
Ich könnte da noch lange weiterschreiben.
Was ich aber nicht mache.
Denn meine wahre Meinung behalte ich lieber für mich.




 

Montag, 9. August 2021

BESCHEIDENES GLÜCK


Das Holz für den Kachelofen liegt in der Scheune.
Gibt Sicherheit, macht Freude.
Glücksfall:
Nachdem ich mich heuer über mein Zucchinipflanzerldebakel geärgert habe
und dass ich Zucchini (fast Unkraut) im Supermarkt kaufen muss,
hat mein Nachbar eine Schwemme und ich kann so viele haben,
wie ich mag.
Glücksfall:
In den Raunächten habe ich Zetteln mit Wünschen verbrannt,
bis einer über blieb,
um dessen Erfüllung man sich selbst bemühen muss.
Zufällig habe ich ihn am Vormittag angesehen
und zufällig war das Angebot für die Wunscherfüllung am Nachmittag da.
Und Sonnenblumenfelder sind sowieso Glücksfälle.
Diese hübschen Pflanzengesichter, die sich der Sonne zuwenden.





 

Samstag, 7. August 2021

ZETTELERKENNTNISSE



Am Büchersichten bin ich  immer noch.
Inzwischen haben mich schon 500 Lesefreunde verlassen.
Einige Lieblinge waren dabei.
Aber Freundschaften nützen sich ab.
Alle möglichen Lesezeichen finde ich.
Viele Bücher sind nur angelesen.
Etwas zu Ende zu bringen ist nicht meine Stärke.
Zettelnotizen habe ich gefunden,
wahrscheinlich habe ich sie bereits einmal im Blog geschrieben.
Aber nach 12 Jahren und über 4000 Posts kann ich mir nicht alles merken.
Die Zettelerkenntnisse:
"Was man gelebt haben sollte:
Man sollte eine oder mehrere wirklich leidenschaftliche Beziehungen gehabt haben
mit Sex an allen möglichen Orten und Plätzen.
Man sollte viel weniger Angst haben, das Leben ist meist unschrecklicher als die Fantasie.
Man sollte verlassen worden sein.
Man sollte verlassen.
Man sollte viele Freunde haben.
Man sollte ganz allein sein.
Man sollte etwas arbeiten, das Spaß macht und das soviel Geld bringt,
dass man sich über Geld keine Gedanken machen muss.
Man sollte ein paar Mal im Leben ins Ungewisse springen.
Vom 10 Meter Turm.
Altes beenden, auch wenn das Neue noch nicht sichtbar ist."
Heutiger Nachtrag:
"Man sollte jeden Tag wenigstens ein klein wenig glücklich sein".

Donnerstag, 5. August 2021

VERHALTENSVERÄNDERUNG


 Viel gereist bin ich.
Jahrelang war ich sozusagen ununterbrochen unterwegs.
Ein Ziel jagte das nächste.
Seit das Virus übers Land gekommen ist,
bin ich  ins gegenteilige Verhalten gekippt.
Das zum Alltag wird.
Verwundert blicke ich auf Leute,
die noch von der rasenden Betriebsamkeit besessen sind.
Heute da und morgen fern.
Mein letzter Flug ist inzwischen 3 Jahre her.
Und ich weiß, dass ich damals eingezwängt in Massen auf den Abflug wartend,
in diesem Glaskobel zwischen Flughafenfreiheit und Maschinenzwang,
kurz überlegte, jetzt kehrtzumachen.
So menschenverachtend habe ich die Behandlung empfunden.
Meine Fluganfänge liegen in  Zeiten, wo der Transport halbwegs bequem war.
Schwach gebuchte Maschinen, Essen auf Geschirr, Zeitungen, kleine Geschenke ....
Mich bekommt man fast nimmer aus dem Haus.
Warum soll ich irgendwohin, wenn ich hier alles habe?
Ist innere Unruhe gepaart mit der Erwartung einer schöneren Welt im Fernen
nicht eine Zwangsstörung, der wir erliegen?
Ich muss diese meine Verhaltensveränderung immer wieder betonen.
So sehr verblüfft sie mich.


Dienstag, 3. August 2021

FLATTERNDES FLÜCHTIG


Beim großen alten Baumstamm vorm Haus,
der jetzt wirklich endgültig zerfällt,
sind viele Wegwarten aufgegangen.
Eine Menge Schmetterlinge sind unterwegs,
Wildbienen auch.
Ich sehe sie, freue mich, staune.
Stehe lange dort und verfolge Flatterndes.
Wenn ich die Kamera hole,
sind sie flüchtig.
Fast unabbildbar.
Ungeplante Wildnis ist wunderschön.





 

Sonntag, 1. August 2021

OVERDRESSED




 Mein Lieblingsgwand gerade ist ein wenig overdressed.
Das trage ich jetzt immer,
auch im Supermarkt.
Schwarze Leinenhose und schwarz gemustertes weite lange Bluse mit Blättern und Gräsern.
Damit könnte ich auch am Abend unterwegs sein,
wenn ich unterwegs wäre.
Ich bin eine Anhängerin von ausreichender Körperbedeckung.
Wenn ich die vielen (schiachen) Menschen (Männer) in Trägershirts und kurzen Hosen sehe
(wo sind die hübschen Leute geblieben? Verstecken sich alle oder urlauben sie im Süden?),
dann finde ich,
maximale Verhüllung wäre angebracht.
Einen halben Tag war ich im Waldviertel unterwegs.
Zuerst weitere Heidelbeeren in Tschechien holen.
Meine alljährliche Kur läuft.
Grenzkontrolle.
Ich wurde durchgewunken.
Ist eigentlich Lebensmitteleinfuhr verboten??
Grenzen sind sowieso fragwürdig.
Heidelbeerschmuggel.
Vorher Kaffeehaus.
Durch eine Kleinstadt gefahren,
wo viele Hausdächer mit Planen abgedeckt wurden.
Schlimme Hagelunwetter.
Diese Stadt hat schon seit Jahren das Flair des Niedergangs.
Vielleicht erholt sie sich jetzt durch die zusätzlichen Zerstörung.
Nach Schloss Greillenstein.
"Gartenlust"-Messe.
Parkplätze waren bereits eine halbe Stunde nach Eröffnung voll
und die Massen strebten dem  Eingang zu.
Das war mit zu viel.
Ich bin ja nicht besonders an Garten interessiert,
wollte eigentlich das ganze Dekozeugs sehen.
Bin völlig raus aus allen Trends.
Das wird wohl so bleiben.
Aber die Fahrt durch den Truppenübungsplatz war wieder sehr schön.
Viel unberührte Natur.
Zum Schloss muss ich einmal ohne Messe kommen.
Ich erinnere mich an Steinzwerge.
Dann noch Stausee und Seerestaurant.
Das brauche ich einmal jährlich im Sommer.
 Wasser, Boote schauen und mittelmäßiges Essen.
Männer in Unterleiberln im Wirtshaus.
Die Pandemie hat meiner Menschenliebe nicht gut getan.
Das entwöhnte Auge sieht Unschönheit.
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Ganz etwas anderes:
Es ist an der Zeit
dass es endlich Diskussionen über die Bekleidung von Sportlerinnen gibt.
Wunderte mich schon lange,
dass z.B. Leichtathletinnen halbnackt unterwegs sein müssen.
Nur damit alte Männer etwas zum Glotzen haben.






Freitag, 30. Juli 2021

ZUFRIEDENHEIT


Vor einigen Tagen hatte ich Geburtstag.
Allein.
So ein glücklicher Tag.
Schwimmen.
Ich mag gerade (noch immer) nirgends hingehen.
Wenn ich Menschen sehe,
denke ich:
"Sie reden".
Als ob sich die Mundpartie verselbständigt hätte.
Sinnloses Zeug.
Ich habe mich leicht betrunken
und ziemlich sehr gute Eierschwammerln mit Knödel gekocht.
Ich war in letzter Zeit relativ oft im Wirtshaus essen.
War ok, aber meine Küche schmeckt mir besser.
Und der Kühlschrank beherbergt noch eine ansehnliche Menge an Pilzen.
Jedenfalls -
ich mag fast nur mehr daheim sitzen.
Salzkammergut habe ich kurz angedacht,
aber dann doch nicht.
Eine satte Zufriedenheit begleitet mich in diesen Tagen.
Und ich hoffe,
dass sie von keinem gestört wird.
Man sollte immer gerade dort sein,
wo man richtig ist.



 

Mittwoch, 28. Juli 2021

BRECHDURCHFALL


Über dem Land sehe ich einen Grauschleier.
Doch es gibt Plätze, die außerhalb liegen.
Lichtinseln.
Seelentankplätze.
Die Erde reinigt sich.
Sie hat eine Art Brechdurchfall.
Wenn wir lange schlecht gelebt,
minderwertiges Essen gehabt haben,
werden wir krank und brauchen eine Weile,
bis wir gesunden.
Solches geschieht gerade mit der Welt.
In mir ist viel Zuversicht und Hoffnung.
Ich sehe eine schöne Zukunft.
Es dauert noch eine Weile (lange) bis wir dort angelangt sein werden,
und ob ich das noch erlebe, ist ungewiss,
aber das was ich spüre, erahne macht Hoffnung und Freude.




 

Montag, 26. Juli 2021

SEEROSEN, FRÖSCHE UND POST


Im Garten des Stiftes Zwettl gibt es einen barocken Brunnen
in dem zu meiner großen Freude einige Frösche leben.
Der Wasserstand ist so niedrig,
dass ich denke, die grünen Hupfer können aus dem Becken nicht heraus.
Wo überwintern sie?
In einem Gurkenglas?
Denn im Winter ist der Brunnen leer.
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Weil ich vor einigen Tagen über meinen Postärger geschrieben habe:
zu meiner Erleichterung und Unterhaltung aus dem Buch:
"Der Italiener an meiner Seite" von Petra Reski einige Zeilen über Post in Italien:

"Auf der Post kaufe man keine Briefmarken, sondern ergehe sich in Hoffen.....
Man hoffe, dass die Götter nicht verstimmt sein mögen. Wobei man bedenken müsse,
dass diese leicht zu verstimmen seien. Manchmal reichten ein bewölkter Himmel, 
ein falscher Ton, eine hastige Bewegung.....
Als ich dem Italiener davon erzählte, sagte er nur:
die Post sei immer schon so gewesen und würde immer so sein.
Hier arbeiteten Wesen, die beschlossen hätten, dem Menschen die Vergeblichkeit
des Seins zu beweisen. Du existierst nicht, auf der Post bist du nur eine Hülle deiner 
selbst, eine Hülle, die nicht ausreichend frankiert, die falsch adressiert, 
Überweisungsformulare falsch ausfüllt und die unbeirrt Pakete verschickt,
obwohl sie genau weiß, dass sie ihren Empfänger nie erreichen werden.
Jeder, der sich weigerte, sich der Post als Bittsteller zu nähern, jeder, der glaubte auf 
einer Dienstleistung bestehen zu müssen, werde eines Besseren belehrt, denn es 
handele sich hier nicht um Dienstleistungen, sondern um Gnadenerweise....
Ich solle das Ganze philosophisch betrachten, als Gleichnis für Macht und 
Ohnmacht, als Metapher für die Nutzlosigkeit allen Strebens, seinetwegen auch als Sinnbild für 
Italien schlechthin, ich sollte darin Exerzitien in Demut sehen, ......"

Ich fühle mich getröstet.
Und ich glaube, Seerosen sind meine Lieblingspflanzen.





 

Samstag, 24. Juli 2021

PRÄCHTIG


Irgendwann dieser Tage war ich im Stift Zwettl.
Der Garten ist heuer prächtig schön.
Soweit ich es weiß, haben die SchülerInnen der HLWU die Pflege und Obsorge über.
Der Kräutergarten ist üppig und ertragreich.
Das Kaffeehaus ohnedies ein besonderer Platz.
Hier ist alles voller Harmonie und ich konnte wieder vollkommene Lebensfreude
spüren, die jetzt so selten geworden ist.
Über vielen Orten und Landschaften hängt ein Grauschleier.
Gedämpfte schwermütige Energie.
Glücklicherweise gibt es Orte, Kraftplätze,
die sich der allgemeinen Schwere und Düsternis entziehen.




 

Donnerstag, 22. Juli 2021

LOST PLACE


"Ein gutes Bauwerk ist nicht jenes,
das die Landschaft verletzt,
sondern jenes, das die Landschaft schöner macht,
als sie vor Errichtung des Bauwerks war."
Frank Lloyd Wright

Auch von diesem "Lost Place" gab es bereits Fotos im Blog.
Jedes Mal, wenn ich vorbeifahre,
muss ich anhalten und das kleine Gutshaus besuchen.
Hübsch liegt es mitten im Wald umgeben von Wiesen.
Altes ist meist ansehnlicher, als die Neubauten,
die zur Zeit in die Gegend geknallt werden.
Da ist wenig Augengefälliges dabei.
Das Mehrere kann man unter Bausünden ablegen.
Wie Menschen in 100 Jahren über die momentane Bauunkultur befinden werden?
Schnell, viel, kostengünstig - das sind die Kriterien.
Massenware im Überfluss, wie sie auch in vielen anderen Bereichen entsteht.
Fehlende Individualität wird mit Hässlichkeit kompensiert.
Ab und an trifft man auf ein Gebäude,
das mit Liebe und Ideen gestaltet wurde.
Doch das ist selten.
In Österreich werden jährlich über 4000 Hektar Fläche zubetoniert.
Darin sind wir führend in Europa.
Momentan ist landesweit der Bauboom ausgebrochen.
Überall stehen Kräne und Bagger.
Jetzt herrscht Baustoffknappheit und auf Handwerker wartet man Monate.
Glück hat gerade, wer nichts benötigt.






Beim Büchersichten habe ich ein schmales Bändchen von James Hubbell
entdeckt und mich erinnert,
dass ich in Kalifornien bei ihm war.
Hobbithäuser.
Sehr nett.

Dienstag, 20. Juli 2021

ALLTÄGLICHKEITEN


 Nein, leider.
Die Schwalben nicht bei mir.
Bei mir gibt es generell keine Vögel.
Im Wald verschwunden.
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Ums Haus mähe ich die Wiese.
Ich bin jetzt dazu übergegangen,
in Etappen zu arbeiten.
Das macht weniger Mühe und es bleibt immer ein Stück mit genügend
Blumen für die Insekten stehen.
4 Stufen Plan in unregelmäßigen Abständen.
Nach Lust, Laune und Wachstum.
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Die alljährliche Heidelbeerenkur läuft.
War in Tschechien und habe mal ein großes Glas geholt.
Normalerweise brauche ich 2 bis 3 Gläser in den kommenden Wochen.
Obwohl an der Grenze viele Vietnamesengeschäfte verschwunden sind -
Heidelbeerpflücker gibt es noch.
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Mein ganzes Leben habe ich viel geschwitzt.
Hitze vertrage ich schlecht.
Hier ist es ohnedies nie heiß.
Bei uns muss man kaum noch Masken tragen.
Aber ab und an erwischt es mich.
Dass ich irgendwo völlig schweißüberströmt mit angeklebten Haaren,
hochrot im Gesicht, herumstehe,
nach Luft japse und einen Ganzkörperklebenassanfall kriege.
Mühsam.
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Die kleinen Erdbeeren auf meinem Grundstück bleiben.
Niemand pflückt sie.
Heuer sind es so viele.
Überall im Wald finde ich welche zum IndenMundessen.
Keine Tiere fressen Heidel- und Walderdbeeren.
Bei der Erschaffung der Welt sprach Gott:
"Diese mühseligen kleinen hocharomatischen Früchte überlasse ich ganz den Menschen.
Denn so können sie lernen,
was im Schweiße des Angesichts verdient geerntet werden kann."
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Im Kaffeehaus bestelle ich einen großen Schwarzen.
Wird das jetzt auch politisch unkorrekt
und darf man Schwarz gar nimmer sagen?
Sondern z.B. von der dunkelsten Farbe sprechen?
"Bitte einen Kaffee dunkelster Farbe."






Montag, 19. Juli 2021

SPRÜNGE IN DER ZEIT


Für mich ist das Licht anders.
Es sind Sprünge in der Zeit.
Es ist nimmer wie früher,
es ist noch nicht wie richtig.
Wenn mir das auch keiner glauben mag,
die Natur hat sich verändert.
Mehr unsichtbar,
aber für mich wahrnehmbar.
Aura/Schwingung ..... nicht zu benennen,
aber zu erspüren.
Vielleicht fehlt  das Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens,
das uns immer getragen hat.
Welt ist im Wandel und zieht uns ein wenig den Boden unter den Füßen weg.
---
Ich habe das geschrieben,
bevor die Regenkatastrophen passiert sind.
Welt sieht auch an "normalen" Tagen unterschiedlich zu früher aus.
Seit Wochen bemerke ich es,
kann es nicht deuten,
erzähle es,
und lebe im Warten weiter.



 

Samstag, 17. Juli 2021

IMMER WIEDER POSTÄRGER


 Dankbar bin ich immer wieder,
wenn die kommunalen Dienste gut funktionieren.
Finde ich in meiner Abgeschiedenheit luxuriös.
Nur die Post bleibt der ewige Ärgernispartner.
Seit einigen Jahren.
Die findet gerade, dass es reicht, wenn eine Tageszeitung
einmal pro Woche kommt.
Ja, es ist ohnedies egal, an welchem Tag man die 
Neu/Altigkeiten liest.
Heute interessiere ich mich für letzten Sonntag
und mache dann so, als wäre alles aktuell.
Die Druckseiten berichten von gehäuften  gleichen  Ereignissen -
z.B. Schlangen im Klo.
Das stelle ich mir nicht prickelnd vor,
wenn ein Reptil in den dargebotenen Hintern beißt.
Auf der Suche nach einer gedanklichen Postentärgerung:
ich werde so tun,
als machte es mir nix aus (funktioniert nicht).
Ich übe Gleichmut (naja).
Ich entwickle Verständnis (naja. Schlechter Ansatz.
Abgearbeitete Mitarbeiter, satte Aktionäre).
Ich betrachte Postzustellung als Luxusprodukt,
über das ich mich in den Fällen, wo es funktioniert, freuen kann.
(Naja).
Ich übe das richtige Denken in einer von mir unlösbaren Situation,
denn Post ist eine Höhere Macht.


Donnerstag, 15. Juli 2021

SO EINFACH





 Achtung:
jetzt wird es völlig unwissenschaftlich.
Weil mir immer noch meine Gelenke mehr weh tun,
als ich es für angebracht halte,
war ich bei einer Dunkelfeldmikroskopie.
Die Therapeutin hat sich sofort bei mir beliebt gemacht,
weil sie meinte,
sie hätte noch nie ein so schönes Blut vor einer möglichen Behandlung gesehen.
Aber, was ich eigentlich sagen möchte:
Zwischen uns war  Liebe
und ich dachte,
das Leben wäre so einfach,
wenn alle Menschen so wären.
Gut miteinander, liebevoll, verständnisvoll,
einander erkennend.
Das ist mit ein Grund, warum ich nirgends hingehe.
Weil es mich mit Menschen nimmer interessiert,
wenn es anders ist.
Die Behandlerin hat sich bei mir bedankt,
dass ich gekommen bin,
wir haben einander umarmt,
weil sich zwei Menschen begegnet sind.
Ich mag das,
wenn ich dort, wo ich hinkomme,
auch ein Geschenk hinterlassen kann.
Nicht nur Dienste in Anspruch nehme.