Durch Wald und Wiese stapfen und die Futterstellen kontrollieren.
Wie schön ist das denn?
Ein bisserl archaisch.
Die Tiere fressen viel Hafer.
Es ist kalt.
Über Landwirtschaft weiß ich wenig.
Hier gab es früher vor allem Nebenerwerbsbauern.
Mit einigen Kühen, Milchlieferanten.
Dann kamen die Vorschriften - bessere Ställe, Milchkammern.
Das war mit dem geringen Zuverdienst nicht zu stemmen.
Die Kleinbetriebe gaben auf und verpachteten das Land an die Bauern,
die auf größere Tierzuchtanstalten umstellten.
Neue Ställe, vieles automatisiert und computergesteuert.
Ich habe keine Ahnung, wie sich das finanziell ausgeht,
große Investitionen, große Bankschulden.
Bio-Nischen gibt es auch.
Weidegänse oder Milchziegen.
Staatlich wird gefördert, subventioniert und dreingeredet.
Vor einigen Jahren gab es eine Förderung für Vogelnistkästen,
die dann kreuz und quer, gerade und schief im Wald herumhingen.
Ich würde von keiner hohen Trefferquote für vermehrte Bruterfolge ausgehen.
Gleichzeitig gab es Beihilfen für Ameisenhaufen.
Hat man diese mit einem Gitter versehen, wurde dafür relativ viel Geld gezahlt.
Jetzt, einige Zeit später kann man sehen,
dass die Ameisen von ihrem Käfig nicht so viel halten.
Die überbauten Haufen sind kleiner, als die naturbelassenen.
Ameisen sind Strahlensucher.
Irgendwas stört sie an den Drahtgeflechten.
Wie gesagt, ich weiß wenig über den Berufsstand.
Stelle es mir aber unbefriedigend vor,
wenn absurde Ideen von Schreibtischtätern erfunden werden,
die man ausführt, um an Geld zu kommen.
Geld gab es für die Trockenlegung von Feuchtwiesen
und dann wieder für die Renaturierung.
Von den Fichtenmonokulturen aus den 70er Jahren mag ich gar nicht reden.
Ich wünsche dem Berufsstand mehr Freiheit in ihren Entscheidungen
und so viel Ertrag aus der Arbeit,
dass sie weder von Subventionen noch von Krediten abhängig sein mögen.
Und dass wir weiterhin halbwegs gesunde heimische Lebensmittel kaufen können.
Denn eine autarke Versorgung ist gut für die Demokratie.