Mittwoch, 15. August 2018

IMMER IST EIN ABSCHIED

 
 
Es ist schon so viel Herbst zu spüren.
Dieses wehmütige Ziehen in der Brust
beim Abschiednehmen.
Aber noch geht ein bisserl was.
Ich habe mich in den letzten Monaten viel mit dem Sterben beschäftigt
und finde,
man muss dem Tod eine Chance geben,
dass er eine(n) mit einer gewissen Leichtigkeit,
so mehr im Vorübergehen,
mitnehmen kann.
Also muss man  Abenteuer wagen,
dass die Möglichkeit für (Un)Glücke vorhanden bleibt.
Motorrad oder Roller sind sicher nicht schlecht.
Wie ich letzthin umgefallen bin,
wo mir ja nix passiert ist,
habe ich gar nix gespürt,
denn der Schmerz setzt erst ein,
wenn der Schock vorbei ist.
Jedenfalls habe ich beschlossen,
einen Überraschungstod zu haben.
Irgendwann, später.
 
 



 

Kommentare:

  1. Ich mag deine Philosophie, zumal sie der meinen nicht unähnlich ist. :-)
    Überraschungen sind eh fast immer gut.
    Lass es dir gut gehen!
    Herzlich, Brigitte

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  2. Aber vorher hier noch Tschüss sagen bitte, das wär ja sonst noch...
    Nee im Ernst: lieber Blitztod als Krepieren.
    Wünsch ich dir und mir und allen.
    Lebendige Grüsse, Ursula

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  3. "Sei allem Abschied voran, als wär
    er hinter dir wie der Winter, der eben geht. ..."
    (Rilke, Sonette an Orpheus)
    Herzliche Grüße
    Herta aus Linz

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  4. Mir würde so ein gewaltsamer Tod nicht gefallen. Bei dem Gedanken verspüre ich gar keine Leichtigkeit. Ich würde mir ein Hinübergleiten wünschen, als würde mir irgendwer oder was die Hand reichen und ich da mitgehen. Aber vielleicht ist das so oder so, das Hinübergleiten, egal, was davor die Ursache war.. Na mal sehen, wie's dann sein wird. Ein Thema, das mich auch immer wieder sehr bewegt. Liebe Grüße in den beginnenden Herbst (mit seinen Schönheiten!) (und noch ist Sommer!), Bettina

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