Samstag, 12. Juni 2010

IRGENDWIE SELTSAM

Irgendwie seltsam
bin ich.
Stolpere durch die Gegend
eingesponnen in meine eigene Welt.
Heute war so ein Tag,
wo ich wieder keinen erkannt habe.
Wo mich im nächsten Dorf die Leute begrüßt haben
???
Erstaunen
und "Wer könnte das sein?"
Manche errate ich nie
und dann noch als Krönung
"Hallo, wir haben uns lange nicht gesehen!"
Das lässt bei mir eine ganze Reihe von Fragen offen. ----
Ich lebe doch auf (m)einer Insel.
Robinsonade.
Kein Freytag.

Kommentare:

  1. ... so verschieden und doch so gleich ...

    Ich kenne dieses Gefühl gut, schön zu erfahren, dass es Dir zuweilen auch so geht. Ich lasse mich davon nicht mehr beunruhigen sondern nehme es (und meine "neue" Umgebung) staunend wahr. Für mich steckt auch drin, dass meine Wahrnehmungsfilter noch flexibel und unverknöchert sind. Ich finde es eine große Qualität, seine Umgebung immer wieder neu zu sehen. Anstrengend, aber eine Gabe.

    Da fällt mir der rabenschwarze Alzheimerwitz ein: "Es hat auch sein Gutes: man lernt jeden Tag neue Leute kennen."

    Und solange ich mich noch selbst im Spiegel erkenne ...

    Lieben Gruß und schönes Wochenende

    Ulrich

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  2. ulrich:
    fein, dass es gleichgesinnte gibt. nix alzheimer, war schon immer so. treibt nur manchmal seltsame blüten. ich hab z.b. am flughafen, wenn ich jemanden abhole, angst, dass ich ihn nimmer erkenne. also, bei leuten, die ich wirklich gut kenne.
    lieben gruß auch ins wochenende

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  3. Liebe Ingrid!
    Wenn ich kann, lebe ich auch in meiner eigenen Welt. Aber bei dem vielen Trubel, der hier manchmal so herrscht, ist das schwierig. Ich habe mir auch schon angewöhnt, wenn´s irgend geht, "meine Welt" im Kopf nebenher laufen zu lassen. Tut mir gut!
    ...und einen "Freytag" kann man sich "weben".....
    Jetzt denkst Du sicher,...Die ist verrückt....lach....
    Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich Dir noch.
    Rosi

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  4. rosi:
    mit dem freytag weben das ist toll. den kann frau jeden tag neu erfinden.
    schönen abend für dich
    lg

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  5. Liebe Ingrid,

    jetzt ist mir klar, warum ich immer noch am Flughafen sitze und warte.
    Schade dass Du mich nicht mehr erkannt hast,

    meint augenzwinkernd und verzeihend

    Blinkyman

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  6. blinkyman:
    wird nicht wieder vorkommen, beim nächsten mal nehme ich ein foto mit.
    lg

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  7. da fühl ich mich hier gleich wieder ein stück mehr *richtig*

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  8. birgit:
    gell, da fühlt frau sich mit ihren "spinnereien" nimmer ganz so allein.
    lg in den sonntag

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  9. Das Phänomen hat einen Namen, es heißt Prosopagnosia und bezeichnet die Unfähigkeit, Gesichter wiederzuerkennen.
    Hier:

    http://prosopagnosia.klinikum.uni-muenster.de/

    wird daran geforscht und es gibt mehr Infos darüber.
    Jetzt weiß ich endlich, was ich habe. Aber ob das die tröstet, die immer noch am Bahnhof auf mich warten ;-)???

    fragt sich

    Sabine

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  10. sabine:
    danke für den tipp.
    ich glaube ich schaue nicht, nehme nicht wahr. manche menschen schon. und ich kann auch leute kennen, die ich noch nie gesehen habe.
    alles in allem ist es eher witzig als störend. und ich denke immer, wenn ich es ernst nehmen würde und augenmerk darauf hätte, dann könnte ich die menschen erkennen.
    so bleiben halt die versäumten gelegenheiten am bahnhof.
    lg

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