Ich habe mich weitgehend abgesetzt, aber die Schifffahrten und die Essen gab es gemeinsam. Ich war teilweise schon so genervt, dass ich richtig gute Sager für die Beliebtheitsskala von mir gegeben habe. Nachdem mir die Mädels von ihren Bemühungen um die Kellner erzählt haben - war mein Kommentar (grins) - "ich kümmere mich nicht ums Personal" ...etc. Und ich kann ziemlich ätzend sein.
Die Reiseleiterin (eine Deutsche, 30 Jahre mit einem liparischen Fischer verheiratet), war auch eher herb. Wir waren uns nur in der gegenseitigen Antipathie einig. Egal, ich mache das nie wieder, entweder raffe ich mich auf und gehe allein auf die Reise. Wenn es mich nicht freut, dann muss ich im Land bleiben - und ich sage es euch - da ist es auch ziemlich schön.
Die Inseln sind hübsch. Der Mai ist wohl die beste Reisezeit, angenehme Temperaturen und alles grünt und blüht. Wein wird angebaut und berühmt sind Kapern.
Es gibt kein Wasser auf den Inseln. Die Bewohner sammeln es im Winter in Zisternen und täglich sieht man Tankschiffe, die das kostbare Gut liefern. Die Führerin erzählte, sie hätten einen 8000 Liter-Tank, damit kämen sie über den Sommer. Mir kommt das wenig vor, ich glaube, ich verbrauche das in einem Monat. Aber ich habe eine eigene Wasserquelle, die reichlich fließt.
Durch die Abgrenzung, um die ich mich bemüht habe, bin ich nicht ins leichte Schwingen gekommen, nicht ins Genießen, nicht ins Glücklichsein. Wenn ich alleine unterwegs bin, dann kickt es mich irgendwann ins Zufriedene, dann kann ich die fremde Energie der Gegend aufnehmen, mich darauf einlassen.
Ich bin noch nicht reif für die "Grauenpantherfahrten".