Samstag, 3. November 2012

WÜSTENGEDANKEN

 
Nicht das Gesehene, das Erlebte zählt.
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Das Bild habe ich unter einem Felsen liegend in der Wüste aufgenommen.
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In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bin ich viel gereist.
Wie anders war unsere Welt damals. So schnell hat sie sich gewandelt.
Vor längerer Zeit habe ich das Buch
Im Herzen bin ich Beduinin
gelesen. Diese Frau habe ich jetzt in Petra mit ihrem Schmuckstand angetroffen. Sie hat einen Beduinen geheiratet und in einer Höhle in Petra gelebt. Inzwischen sind die Menschen ausgesiedelt worden und leben einige Kilometer weit weg in Häusern. Heimgekehrt habe ich die Lektüre nochmals hervorgekramt - wie sehr hat sich alles verändert. Unvorstellbar.
In diesen wenigen Jahrzehnten. Dem Massentourismus zum Opfer gefallen.
Angeblich heiraten Europäerinnen immer noch gerne Beduinen - ein Angebot einen Beduinen auszuprobieren, weil sie etwas Besonderes seien, habe ich von einem netten jungen Mann gekriegt, leider hatte ich keine Verwendung dafür.
In Aqaba am Roten Meer wurde ein Phosphatwerk direkt ans Ufer gebaut, das fortwährend Emissionen ins Meer schickt, die Korallenbänke leiden sehr darunter, Fische gibt es kaum.
Ich musste mit dem Glasbodenboot fahren, um dann die graue Unterwelt mit alten Autoreifen bestückt zu sehen.
Morgen gibt es dann Bilder aus Petra.


Kommentare:

  1. Danke für diese nachdenklichen Zeilen und das besondere Felsenbild.
    Ach ja, was verschandeln wir Menschenkinder nicht alles! Traurig ist das.

    Hab einen guten Samstag im Viertel!
    Gruss, Brigitte

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    1. ja, manches stimmt mich traurig. in windeseile vernichten wir unsere welt.
      alles liebe in deinen samstag

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  2. für mich auch immer wieder thema, ganz ohne vorher/nachher-impressionen anstellen zu können. (bin halt noch nicht viel rumgekommen, immer nur ungarn)das würde mich noch trauriger stimmen. am kann es aber bereits vor der haustür sehen. der glasklare see meiner kindheit ist heute ein eingezäuntes gebiet voll dicht gedrängter bungalows, das wasser nicht mehr schön, die gegend zersiedelt. wir sind halt zuviele und jeder will alles.
    auf morgen gespannt grüßt
    m.

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    1. ja, wir sind viele, aber wenn wir nicht völlig achtlos mit der welt umgingen, hätten wir die meisten probleme nicht.
      liebgrüßt in den norden

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  3. Die "aus den Augen aus dem Sinn -" und "nach mir die Sintflutmentalität" funktioniert nun offensichtlich nicht mehr... mich machen solche Tatsachen auch immer wieder mehr als nachdenklich!!!
    Dein Felsenbild ist der Hammer ;)
    Wünsche dir einen feinen Tag in deinem beschaulichen Viertel
    ♥-lich und bbbbBrigitte

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    1. ja, die zerstörungen sind traurig. unwiederbringlich vorbei.
      habs gut und schön heute!
      liebgrüßt novembersonnig
      ingrid

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