Freitag, 29. Januar 2016

DJEMAA EL FNA





Im ersten Stock der Kaffeehäuser am Djemaa El Fna, dem berühmtesten Platz Afrikas,
hat man einen feinen Blick auf  das bunte Treiben.
Wenn man einen begehrten Sitz in der vordersten Reihe erwischt,
kann man all die Schlangenbeschwörer,
die ja weniger beschwören,
als den Willigen die Schlangen um den Hals legen,
auf die Affenquäler,
Erzähler,
den alten Mann mit seinen Tauben und Junggreifvögeln,
die Turnkunststückvollbringer
erhaschen.
Ein Platz der sich ständig neu erfindet,
ständig in Bewegung ist,
nie zur Ruhe kommt,
seit Jahrhunderten.
Eigentlich könnte man den ganzen Marrakeschaufenthalt nur an diesem Ort verbringen
und man würde alles Wichtige erleben.
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Beim Rundgang durch die Souks dachte ich -
wie armselig ist all das Leben.
Jeder ringt darum ein paar Münzen pro Tag zu verdienen,
müht sich, arbeitet, kämpft ....
Wir ringen um ein paar Geldscheine mehr,
aber armselig auch,
der ewige Kampf ums Weiterkommen.




Kommentare:

  1. Toll, dieses bunte Treiben ! .....die Affen tun mir zwar bei solchen Vorstellungen immer leid? Es erstaunt mich jedoch, dass es nicht mehr Leute hat.... Hast du die Fotos beim Morgenkaffee eingefangen?
    Wünsche dir einen feinen Tag
    Brigitte

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    1. nein, war so um 4 uhr nachmittags. es sind ja gerade nicht soooooo viel touristen in marrakesch.
      liebgrüße zu dir

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  2. schön, das du so viele fotos retten konntest!
    oder sind dir viele verlorengegangen?
    danke für die blicke in fremde welten!
    und nen schönen, erholsamen, ereignisreichen, bunten, heiteren tag heute für dich!!!
    waldwanderer

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    1. nein, sind nicht viele verloren. ich hab diesmal sowieso wenig fotografiert.
      liebe grüße

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  3. Schöne, spannende Bilder! Ja, eigentlich ist das ein Spiegel, der uns auf etwas bizarre Art unsere Schwächen, Eigenheiten und Unzulänglichkeiten vor Augen führt.

    Lieben Gruss in den Tag,
    Brigitte

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    1. alles ist immer ein spiegel. wenn wir auch nicht hineinsehen wollen.
      herzlich in deinen tag

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  4. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Kampf ums Üerleben und eventuell um ein geringfügig besseres Leben dort viel besser zu sehen ist als bei uns.
    Ein Platz der sich "immer wieder neu erfindet", ich stells mir schön und spannend vor, sehr lebendig, sehr bunt, ganz anders als bei uns.
    Schöne, dass du soviel Fotos retten konntest.
    Barbara

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