Montag, 22. Dezember 2014

VON DER NACHT




Heuer in diesen dunklen, kurzen Tagen bin ich in eine tiefe Einsamkeit gefallen.
Begonnen hat es mit dem Eisbruch -
dieses totale Abgeschnittensein im dunklen Haus war ein Schock.
Ich kann gut mit mir Allein sein, aber diese unvorbereitete Klausur hat mir zugesetzt.
Dieser Winter kommt mir dunkler vor, die Tage sind kürzer, als ich sie jemals erlebt habe.
Ich weiß, dass in der tiefen Nacht ein Licht leuchtet,
ich kann es spüren, wenn auch nicht sehen.
Es geht mir nicht schlecht,
eigentlich fühle ich mich wohl,
getragen von einer inneren Heiterkeit.
Jetzt ist Sonnenwende.
Und Zeit sich wieder dem Hellen zuzuwenden.






Kommentare:

  1. Oh ja, das kann ich nachvollziehen! Und der Löwe scheint auch flehend gen Himmel zu blicken, um die Sonnenwende herbeizusehnen...
    Vielleicht vollzieht sich bei euch beiden ja heute auch eine innere Wende mit der Gewissheit: Alles wird hell und gut!

    Herzlichen Morgengruss,
    Brigitte

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    1. ja, alles wird hell. auch wenn es heute bei mir im stürmischen grau kaum zu glauben ist.
      alles liebe in deinen tag

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  2. Das Dunkle lehrt das Fürchten auf seine Weise und erinnert an das Ausgeliefertsein dem Schicksal. Aber es genügt eine einzige brennende Kerze, damit das Licht wieder Fuß fasst. Manchmal war allein das Bewusstsein, dass mich eine höhere Macht schützt, ein helles Licht genug, um wieder Kraft und Mut zu schöpfen. Das Helle hat für mich die Tücken der Blendung...so sehe ich im Dunklen auch Positives, wo ich von meiner Selbstherrlichkeit herabgestoßen werde, der brüllende Löwe sozusagen auf die Schnauze fällt...! Tut manchmal recht gut, auf das Eigentliche reduziert zu werden. Die Tage werden ab heute wieder länger! Das zum Trost, herzlichst Seppo

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    1. ja, man muss auch durchs dunkle, aber man muss es nicht lieben. und die tage werden länger. in gaaanz kleinen schritten.
      alles liebe zu dir

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