Mittwoch, 22. Dezember 2021

JAHRESRÜCKBLICK


Nein, war nicht so schlecht das Jahr.
Eigentlich war ich mehr zufrieden,
als unzufrieden.
Bis auf die Seuche - an die gewöhne ich mich,
d.h. auf meiner Insel ist keine
und der Hüfte, die mich nicht gehen lassen wollte
und die zunehmend schmerzfreier wird,
war die Zeit nicht übel.
Ich werde altersweise und gelassen,
genügsam und innerlich heiter.
Bescheiden fällt mir noch ein.
Also, kann alles so bleiben oder auch besser werden.
Wenn größere Katastrophen von mir Abstand halten,
ist das Gleichmaß in Ordnung.


 

Dienstag, 21. Dezember 2021

EINFACH SO


 Geht nicht jeder so lange zum Brunnen, bis er bricht?

Der Tag hat die Stimmung von angsterfüllten Nächten.
Werner Herzog

Die Mittagszeitung
Korf erfindet eine Mittagszeitung,
welche, wenn man sie gelesen hat,
ist man satt.
Ganz ohne Zubereitung
irgendeiner andern Speise.
Jeder auch nur etwas Weise
hält das Blatt.
Christian Morgenstern. Palmström

Weil die Bilder so schön sind:


Montag, 20. Dezember 2021

ALTE BRIEFE


 
Einige alte Briefe sind in meinen Bücherbergen aufgetaucht.
Eine Mizzi schreibt 1929 Briefe an ihre Eltern.
Sie war in einer Klosterschule in Linz, hat Päckchen von daheim bekommen.
Mit Geselchtem und Kuchen.
Mit frischer Wäsche.
Vor Lateinschularbeiten hat sie sich gefürchtet
und Geographie war bei ihr auch nicht beliebt.
Nicht einmal 100 Jahre sind die Briefe alt
und ich kann kaum die Schrift lesen.
Mit viel Mühe schon.
Aber ich schätze den Inhalt mehr, als ihn wirklich zu entziffern.
Gibt es in 100 Jahren überhaupt noch eine Handschrift??
Gedrucktes??
Oder alles nur mehr virtuell?
In welchem Raum sind dann unsere Andenken??
Wenn ein Mensch in 100 Jahren sterben wird,
muss man nur mehr die Kleidung entsorgen,
analoge Dokumente seines Lebens sind nicht vorhanden.
Niemand findet Briefe der unbekannten Mizzi.
Die sind dann alle in der Cloud.






Sonntag, 19. Dezember 2021

MYTHEN UND MÄRCHEN


 Mythen und Märchen enthalten archetypische Bilder,
die unsere Seele berühren.
C.G.Jung wies auf ihre Bedeutung hin und in allen Naturvölkern wurde die Weisheit der Symbolsprache verstanden.
Politische Korrektheit, Amerikanismen und EU Richtlinien verändern den Sprachgebrauch.
Aus dem Christkind wurde der Weihnachtsmann,
die EU empfiehlt, nimmer Weihnachten sondern Feiertage zu wünschen,
die Heiligen 3 Könige haben keinen schwarzen Sänger dabei und
im Fasching darf man sich wohl auch nur als Tier oder Virus verkleiden,
denn die früher beliebten Indianerkostüme gelten heute als diskriminierend.
Die heutige Welt ist kompliziert geworden.
Ständig muss man bedenken, ob Persönlichkeitsrechte verletzt und
Minderheiten eingeschränkt werden.
Trotzdem ist es gut, wenn ein Teil der alten Mythen im Volk erhalten bleibt,
es ist unser Ursprung, unsere Identität, unsere Kraft.
Möge der weiße Rauch der Erleuchtung aufsteigen.




Samstag, 18. Dezember 2021

KIRCHENMYSTIK








Mir war ein bisserl nach Schönheit und Kunst.
Ich bin nicht katholisch, aber ich mag manchmal die Geborgenheit von Kirchen.
Marienkirchen, die immer auf Kraftplätzen stehen, besonders.
Maria Taferl.
Die Krippe ist noch leer.
Nur Maria und der Engel Gabriel spielen ihr Stück.
Und weil ich vielleicht Lust habe,
die Fortsetzung zu sehen, habe ich mir eine Zählkarte (Seuche!) für die Vorstellung am 24.12.
mitgenommen.
Dann gibt es auch Weihnachtsbäume.
Und die Stimmung wird mystische Kraft und Wärme ausstrahlen.
So stelle ich mir das vor.




 

Freitag, 17. Dezember 2021

KADERSCHMIEDE


 Das Weltwirtschaftsforum, das jährlich in Davos tagt,
dessen Gründer Klaus Schwab das umstrittene Buch


geschrieben hat,
ist auch eine Ausbildungsplattform.
Um wirtschaftliche und politische Interessen zu vereinen,
werden aufstrebende, vielversprechende,  junge Führungskräfte geschult.
Young Global Leaders.
Z.B. waren Annalena Baerbock und Sebastian Kurz in der selben Kaderschmiede.
Deswegen mache ich mir um Herrn Kurz auch keine Sorgen.
Nach seinem Rücktritt aus allen politischen Ämtern,
kann er nur hinauffallen.
Sein Talent wird man sich international nicht entgehen lassen.


Wenn Politiker Handlanger internationaler Konzerne,
Politik und Wirtschaft eng verknüpft sind,
dann werde ich das Gefühl nicht los,
dass das Wohlergehen des einzelnen Bürgers den globalen Machtinteressen untergeordnet wird.
Aber vielleicht irre ich mich total
und alles geschieht nur zu unserem Besten.
Unsere Zukunft ist weitgehend verplant.
Schöne Neue Welt.


Wer noch nicht genug von schlechten Nachrichten hat:


Donnerstag, 16. Dezember 2021

RUND


So rund wie auf den Kugeln bin ich nicht.
Aber Schlampenkleidung und alleroberste Gewichtsgrenze lassen sich nicht wegleugnen.
Ich inszeniere meine Fotos nie.
Nehme alles so, wie es gerade ist.
D.h. auch Schlampenkleidung.
Die Rosenkugeln gehen gut auch für Weihnachtliches.
Besonders das rote Bild gefällt mir.
Stimmungsvoll.



 


Mittwoch, 15. Dezember 2021

NUR FOTOS


Nur Fotos.
2 Posts sind halbfertig
und keine schreibt sie zu Ende.
Aber möglicherweise küsst mich die Inspiration demnächst.
In der Zwischenzeit habe ich eine neue Strickerei angefangen.
Den x-ten Loop.




 

Dienstag, 14. Dezember 2021

WENDE


Meine Tage sind gleichförmig.
Im Wald, im Haus.
Oft grau.
Mehr äußerlich, als innerlich.
Innen scheint viel Sonne.
Bald ist Sonnenwende.
Vielleicht kann ich das Innen dann nach außen kehren.
Mich wenden.
Mich wundert, dass ich so fröhlich bin .....




 

Montag, 13. Dezember 2021

SUCHE


 Sind das bereits die Heiligen 3 Könige?
Auf ihrem weiten Weg?
Auf ihrer Suche nach dem Stern?
Sind wir nicht alle auf der Suche nach dem Licht?

Möge die Macht mit dir sein. (Star Wars)

Gutmensch:


Sonntag, 12. Dezember 2021

TÄUSCHUNG


Wie sehr sich ein Winterteich vom Sommerteich unterscheidet.
Beim Entlangwandern am Ufer bekam ich Russlandnostalgiegefühle.
Erinnerungen, die an glückliche Emotionen geknüpft sind.
Ob diese Gefühle in eine Vergangenheit täuschen,
die schöner erscheint, als sie war?




 

Samstag, 11. Dezember 2021

TRAUMWELT


 Wenn ich am Morgen aus der Küchentür trete
und das sieht dann so aus,
dann ist das ziemlich hübsch.
Nicht großartig schön, aber nett.
Meine Nächte sind jetzt - naja.
Ich werde nimmer müde und schlafe abschnittsweise.
Katzenliebhaberin, wie ich bin, bekennende und verhinderte,
dachte ich, es wäre schön,
wenigstens im Traum eine Katze zu haben.
Ein schnurrender Kuscheltiger, der bereits in der jenseitigen Welt jede Nacht auf mich wartet.
Eigentlich könnte man sich doch eine Traumwelt bauen.
Sie so einrichten, wie man sie in seinen Sehnsüchten immer schon haben wollte.
Und im Dunkeln dort regelmäßig einkehren.
Die Idee ist ausbaufähig.


Freitag, 10. Dezember 2021

STADTLUFT


In Linz beginnt's.
Ein alter Werbespruch.
Zur Zeit beginnt nix.
Nirgendwo.
Entweder erlebe ich gar nix,
außer Specht und Eichelhäher am Vogelbaum
oder es sind Sachen,
die ich nicht schreiben kann/will.
Durch den Schneefall habe ich mich ins Tiefland gekämpft.
Winter.
Aber das seht ihr ja ohnedies.
Ein wenig Stadtluft hat mir gut getan.
Bei meinen Second Hand Mänteln klemmt oft der Reißverschluss.
Im Schneetreiben ist ein offener Mantel kontraproduktiv.
Werde wahrscheinlich wieder das ungeliebte uralte Modell anziehen.
Alles ist gut oder zumindest halbgut.



 

Donnerstag, 9. Dezember 2021

DIES UND DIES


Buntspecht zeigt Popo.
Der besonders prächtig leuchtet.
---
Schlafprobleme. Ich werde nimmer müde. Dadurch wird das Dunkle noch länger.
Und das Helle kürzer. Weil ich später ins Bett gehe und länger drinnen bleibe.  Bei 8 Stunden Tageslicht, sollte ich keine Minute davon verschlafen.
---
Eichelhäher im Rehfutter.
Jetzt kommen auch bereits Rehe zur Fütterung.
Ihr Erscheinen versäume ich in der Dunkelheit.
----
Luxus.
Ich glaube, ich werde mir den Panettone zu Weihnachten schenken.
Den einzigen völlig überteuerten Luxus, den ich mir von D&G leisten kann/will.
Wenn ich bedenke, dass ich ansonsten meinen Panettone bei Hofer kaufe.
Da würde ich für das Geld ungefähr 10 oder mehr Stück bekommen.
Was ja auch schon wieder ganz schlecht für die Figur wäre.




 



Mittwoch, 8. Dezember 2021

SCHWEIGENDER WALD

Das Wetter ist gerade weniger.
Ab und an raffe ich mich doch auf 
und gehe eine Runde im Wald.
Was auch bei dem wenigen Schnee ungemütlich ist.
Stapfen mag ich nicht,
da bleiben nur die Traktorspuren auf den Forststraßen.
Und da ist schlecht gehen.
Der Wald hat nicht mit mir gesprochen.
Schweigend, abweisend, in sich gekehrt.
Noch 2 Wochen, dann ist Sonnenwende -
die Trendumkehr.
Die langsame, ganz langsame Widerkehr des Lichts.




 

Dienstag, 7. Dezember 2021

VORSORGEN UND NACHSEHEN


Im Supermarkt waren Kerzen ausverkauft.
Die ständigen Meldungen in den Medien über einen drohenden Blackout lassen eine gewisse Vorsorgementalität wach werden.
Eine extragroße Packung Batterien habe ich mir zugelegt.
Ich besitze eine Tischlampe, die mit Batterien funktioniert.
Damit kann ich im Dunkeln wenigstens lesen.
Diesmal gibt es genug Klopapier,
die Ängste tendieren in eine andere Richtung.
----
Bei uns ist die Regierung im Dauerstraucheln.
Besser wird nix.
Die Protagonisten werden abstruser.
Was mich wundert -
als MinisterIn braucht es keine besondere Qualifikation für ein spezielles Ressort.
Hauptsache die Parteizugehörigkeit und die Seilschaft stimmen.
Dann kann man zwischen verschiedenen Themengebieten switchen.
Wenn Staat halbwegs funktioniert, dann liegt es wahrscheinlich an Beamten auf unteren Ebenen.
Ich kenne mich in Hierarchien nicht aus.
Stelle es mir mühsam vor, alle paar Monate einen neuen Chef zu kriegen,
womöglich dann noch aus einer anderen Partei.
Wie viele Möglichkeiten am Reibungswiderstand verschlissen werden.
Nein, das ist alles nicht gut.




 

Montag, 6. Dezember 2021

VOLLKOMMEN


 Das ist bei weitem kein vollkommenes Foto.
Nur schnell aus dem Auto heraus geknipst.
Aber man kann sich vorstellen, wie bilderbuchhaft hübsch es war.
Kurz zuvor hatte ich einen vollkommenen Moment.
Nur ein Augenblick,
in dem ich dachte -
das ist vollkommen.
Eine Katze gestreichelt und ihre Trippelspuren im Schnee,
das Muster, ihr Schnurren, dieses Anhalten,
das Gefühl, dieser Punkt, hatte Vollkommenheit.
Alles ist gut.



Sonntag, 5. Dezember 2021

EINE FORSCHERIN


Jetzt habe ich Zeit genug in den verbliebenen Bücherbergen zu stöbern.
Vieles ist weg, aber es gibt Schätze, die ich keinesfalls hergebe.
Darunter viele Bände von Alexandra David Neel.
Eine der erstaunlichsten Frauen, die jemals gelebt hat.
Forschungsreisende, Schriftstellerein, Orientalistin, Philosophin,
Freimaurerin, .....
In jungen Jahren Opernsängerin in Hanoi, Athen, Tunis ....
Sie heiratet einen Mann, der sie solange er lebt, auf ihren unzähligen Forschungsreisen
finanziell unterstützt und ihr ein treuer Freund bleibt, obwohl sie sich kaum noch sehen.
Mit 100 Jahren, nun wohnhaft in Digne in Frankreich, lässt sie nochmals ihren Pass
verlängern, denn ihr wacher Geist plant Reisen, obwohl ihr Körper bereits zunehmend unbeweglich geworden ist. Ein Körper, der es ihr ermöglichte  äußerste Strapazen  tausender Kilometer Fußmarsch in China, Tibet, Indien, im Himalaya zu bewältigen.

"Einmal mehr stellte ich fest, dass die Beschwerlichkeiten des Reisens vor allem in den Reiseberichten vorkommen und aus den Sorgen bestehen, die man sich vor der Abreise macht. Wenn man erst einmal unterwegs ist, ist alles viel einfacher. Gewiss, das Essen schmeckt nicht immer; Staub, Hitze, Regen oder Kälte machen einem zu schaffen, und die Unterkünfte sind oft mehr als bescheiden. Das ist nicht weiter tragisch".  Aus den Reisetagebüchern 1918




Samstag, 4. Dezember 2021

SONDERLINGIN


Sonderlich, Sonderling, sonderbar, besonders.
Dieses Wort ist zu mir gekommen.
Ich bin gerne eine Sonderlingin.
Wieviel schlimmer wäre es, eine Mitläuferin zu sein.




 

Freitag, 3. Dezember 2021

MORGENDLICHES



Jetzt habe ich fertig mit Herbstfotos. 
Nun gibt es Schnee.
Meine Morgenroutine:
 Computer mit Haferflocken und Tee, dann Kaffee.
Den Vögeln am Hausbaum zusehen.
Ein besonders hübscher dicker Buntspecht ist darunter.
Wenn ich genug auf den Bildschirm geschaut habe,
kann ich Katzenwäsche machen,
die Schneeschaufel zur Hand nehmen,
Futterhäuschen auffüllen,
Holz aus der Scheune holen.
Das ist mir der liebste Teil des Tages,
weil er noch einen Ansatz von Struktur hat.
Danach bleibt freier Raum.
Wald. Kochen. Lesen. Einkaufen ....
Denken. Meist Zufriedenheit.
Leben ist wenig und viel.


Donnerstag, 2. Dezember 2021

HEMMUNGSLOS


Allerletzte Teichfotos.
Vor dem Wintereinbruch und erst eine Woche her.
Auf das Sonnesitzen werde ich wohl eine Weile warten müssen.
In der Schneeeinsamkeit habe ich Tage, wo der Kühlschrank zu meinem Lebensmittelpunkt wird.
Seufz.
Die Waage kann ich auf dem Allzeithoch konstant halten.
D.h. eigentlich könnte ich viel viel mehr vertragen, als ich esse.
Seufz.
Frau gönnt sich ja sonst nix und nicht mal das geht hemmungslos.
Hemmungslos ist überhaupt ein völlig unpassendes Wort in diesen Zeiten.
Heute ist alles beschränkt, in Schranken gewiesen,
gehemmt, reglementiert, versperrt, weggesperrt.
Ein Leben auf Sparflamme.
Nur eine innere Flamme kann ungehindert brennen.



 

Mittwoch, 1. Dezember 2021

SCHNEESTURM


An das Weggesperrtsein habe ich mich jetzt schon gewöhnt,
aber da sind noch andere tiefsitzende Ängste.
Wenn es bereits Ende November zu schneien beginnt,
dann ist das für mich eindeutig zu früh.
Wenn dann noch Stürme ums einsame Haus wehen,
die Zufahrt unpassierbar wird,
ist es mit dem Wohlfühlkuscheln vorbei.
Zumindest kurzfristig.
Dann kommen die Erinnerungen an ziemlich schlimme Winter mit viel Angst hoch.
An meterhohe Schneefälle, an Feuerwehreinsätze am Dach,
an einen unbegehbaren Innenhof,
an viel, viel Mühe,
an viel, viel Furcht.
Ich bin zeitweise ziemlich cool,
aber als ich beim Dachabschaufeln der Garage zwischen Mauer und Schneewand gestürzt bin,
das war nicht besonders witzig.
Ich konnte mich damals, weil ich gelenkig und geschickt war, befreien.
Sonst hätte man mich nach Monaten, wie Ötzi, die Gletscherleiche, vom Eis freigegeben, gefunden.
Jünger, habe ich die Erlebnisse gut verkraftet,
aber die Angst sitzt in den Knochen und meine Leistungsfähigkeit ist heute beschränkt.
Ich hoffe doch sehr, dass das von den Windsbräuten, den Sturmgeistern,
den Schneewichteln berücksichtigt wird.
Meine Ehrfurcht vor Naturgewalten ist beträchtlich.
Dass die Futtervögel heuer so zeitig und zahlreich gekommen sind,
das hätte mir zu denken geben können.
Tiere haben ein Gespür für Kommendes.