An das Weggesperrtsein habe ich mich jetzt schon gewöhnt,
aber da sind noch andere tiefsitzende Ängste.
Wenn es bereits Ende November zu schneien beginnt,
dann ist das für mich eindeutig zu früh.
Wenn dann noch Stürme ums einsame Haus wehen,
die Zufahrt unpassierbar wird,
ist es mit dem Wohlfühlkuscheln vorbei.
Zumindest kurzfristig.
Dann kommen die Erinnerungen an ziemlich schlimme Winter mit viel Angst hoch.
An meterhohe Schneefälle, an Feuerwehreinsätze am Dach,
an einen unbegehbaren Innenhof,
an viel, viel Mühe,
an viel, viel Furcht.
Ich bin zeitweise ziemlich cool,
aber als ich beim Dachabschaufeln der Garage zwischen Mauer und Schneewand gestürzt bin,
das war nicht besonders witzig.
Ich konnte mich damals, weil ich gelenkig und geschickt war, befreien.
Sonst hätte man mich nach Monaten, wie Ötzi, die Gletscherleiche, vom Eis freigegeben, gefunden.
Jünger, habe ich die Erlebnisse gut verkraftet,
aber die Angst sitzt in den Knochen und meine Leistungsfähigkeit ist heute beschränkt.
Ich hoffe doch sehr, dass das von den Windsbräuten, den Sturmgeistern,
den Schneewichteln berücksichtigt wird.
Meine Ehrfurcht vor Naturgewalten ist beträchtlich.
Dass die Futtervögel heuer so zeitig und zahlreich gekommen sind,
das hätte mir zu denken geben können.
Tiere haben ein Gespür für Kommendes.