Montag, 30. Januar 2012

DENUNZIANTEN

In Griechenland wird die "Liste der Schande" mit Steuersündern veröffentlicht.
In Österreich denkt man darüber nach.
Anfänge eines Denunziantentums, wo Fehlverhalten mittelalterlich an den Pranger gestellt wird.
Man wird auch andere Sünder finden,
Dicke, Raucher, vielleicht Energieverschwender oder Papiersackerlwegwerfer.
Ein Pfarrer in Österreich hat die Namen seiner aus der Kirche ausgetretenen Schäfchen im Pfarrblatt veröffentlicht.
Wenn keiner mehr dem Nachbarn trauen kann, weil dieser Herr über Gedeih und Verderb des eigenen Ansehens und womöglich auch Lebens ist, dann sind wir dort, wo wir schon einmal waren.
Oder wo man in manchen Ländern ist.
In einer Gesellschaft voll Neid und Missgunst,
wo das Vernadern zum guten Ton gehört.

Kommentare:

  1. Ja, davor graut einem wirklich bei solchen grauen Listen.
    Und der Schnee deckt leider nur die oberflächlichen Schandpfähle zu...
    Vor der eigenen Haustüre wischen würde doch genügen, würde man meinen.

    Hab trotzdem einen blütenweissen Wochenbeginn!
    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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  2. brigitte:
    es sind doch immer nur die anderen!
    hab eine feine woche!
    lg

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  3. ... und mit den auch nicht mehr neuen Dokumentationsmöglichkeiten und deren theoretischen und praktischen Zugängen...
    Wünsche dir trotzdem einen positiven Start in die neue Woche!
    ♥-lich Brigitte

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  4. smilla:
    ach, ja. mein wochenstart ist positiv - meine nachbarn sind füchse und rehe. ;-)
    lg in deinen (blauen?) montag!

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  5. Natürlich ist dieses "petzen"schrecklich.
    Aber wenn man gnadenlos auch zu dem steht,was an tut,zu sich selbst, läuft man auch keine Gefahr "angeschmiert" zu werden, weil es einem dann ja egal ist, ob es die Anderen erfahren.

    Liebe Grüsse aus dem endlich beschneiten Süden!
    bea

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  6. Naja, so schwarz-weiß sehe ich das nicht. Und Mitleid habe ich keines mit Millionären, die sich vor dem Finanzamt drücken.
    Grüße
    Nyx

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  7. bea:
    ich mache mir da keine sorgen um mich, mir ist das egal. mir gehts um diese stimmung von neid und missgunst, die ärger wird, wenn die zeiten schlechter werden.
    lg ins verschneite

    nyx:
    es ist erst der anfang. da kommt sicher noch einiges an denunziantentum auf uns zu.
    lg

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  8. neid ist ein schlechter ratgeber
    und hinterher hat keiner was gewusst
    aber ich seh das auch so
    ich steh zu dem was ich ekliges tu
    und dann haben sie wenigstens einen grund mich zu steinigen
    am schlimmsten fänd ich sie steinigen mich obwohl ich mich die ganze zeit vor wohlverhalten nur so gewunden hab
    allerliebste montagsgrüße
    birgit

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  9. Was bedeutet "vernardern"?
    Das mit dem Pfarrer ist ein dickes Ding, rechnet er doch mit dem, was für Katholische das schlimmste ist: Dass die ausgetretenen sich schämen...
    Gruß von Sonja

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  10. Ich meine ja, dass solche Listen, von ihrer generellen Fragwürdigkeit abgesehen, nur jene Steuer- und sonstige "Sünder" beinhalten (würden), die nicht gewieft genug sind, sich der Obrigkeit zu entziehen. Bauernopfer sozusagen, während die wirklich großen Fische lachend davonschwimmen.

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  11. liebe Ingrid, dort sind wir schon seit eh und jeh ... seit es neid und missgunst gibt ... das wird sogar in einem alten volkslied "besungen": "was geht das UNS an, des geht uns gornix an ... man redt jo nur davon ..." es war immer schon besser, sich über schönes still und leise zu freuen und über trauriges leise für sich zu weinen ... geniesse trotzdem eine schöne woche und sei vorsichtig, was du wem erzählst ... lg kri

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  12. birgit:
    ich leb so unangepasst angepasst. da ist kein platz auf irgendeiner liste.
    nicht einmal auf der papierlwegwerfliste.
    lg zu dir

    sonja:
    vernadern - anschwärzen, denunzieren.
    lg in deinen tag

    walküre:
    so ist es immer. es gibt die bauernopfer. aber mir geht es um das klima im land. und das ausgrenzen. wie wohlverhält man sich, dass man in alle normen passt? das kann es doch nicht sein.
    lg nach wien

    kri:
    ja, wir sind immer schon dort. aber wenn vernadern und ausgrenzen (in welche richtung auch immer) staatlich und medial gefördert werden, können wir uns noch wundern, wohin wir damit gelangen.
    schlimmer gehts immer.
    lg zu dir

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