Mittwoch, 26. Oktober 2016

OLIVEN SIND NICHT SINNLICH


 
Weil es gerade gut ist,
wieder mit der Bahn in Wien.
Die Enttäuschung des Tages war der Naschmarkt.
Ich weiß, es kann nicht alles ewig gleich bleiben,
aber der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr verändert.
Ich bin in der Nähe aufgewachsen
und kenne die Atmosphäre von klein auf.
Die meisten Obst- und Gemüsestände sind verschwunden.
Nur den Sauerkrautmann hält seinen Platz.
Es gibt Oliven, Oliven, Käse, Käse, Gewürze, Gewürze, Gewürze -
das Angebot ist sehr auf Touristen ausgerichtet.
Sogar Gwand und Andenken kann man kaufen.
Schade.
Das Sinnliche eines richtigen Marktes fehlt schon weitgehend.
Bei einer Leberkässemmel habe ich zugeschlagen.
Sie hat das Doppelte von einer im Waldviertel gekostet.
War aber gleich gut.
 


 
 
 
Beim Karl Marx Hof war ich auch.
Ein Denkmal des Roten Wiens und des sozialen Wohnbaus der 20er Jahre.
1272 Wohnungen, über einen Kilometer lang.
Interessant, imposant.
 
 
 
 
In der U-Bahn habe ich ein Gespräch mitgehört.
Ein Student mit Migrationshintergrund beschwerte sich bei einem
österreichischen Mitstudierenden (der betreten schaute),
dass sich Mädchen mit ihren verführerischen Dekoltees die Zensuren
bei sexsüchtigen Professoren erschwindelten.
Ja, ich weiß, blöde Leute gibt es überall und  eine einzelne Meinung ist nicht repräsentativ.
Trotzdem erfüllt es mich mit Sorge,
wie die sexistische frauenverachtende Haltung moslemischer Mitbürger
das Verhalten und die Emanzipation der Frauen im Lande zukünftig verändern wird.
Im Theatermuseum war ich auch
und in der U-Bahn wurde 2x meine Fahrkarte kontrolliert.
Das ist 200 % mehr als normal.
Schön war der Tag in der alten Heimatstadt.
Kann man öfter machen.
 

Kommentare:

  1. Grossstadt ist halt einfach auch schön und Wien eine tolle Alternative zum Landleben.
    Danke für die interessanten Eindrücke in Wort und Bildern.
    Herzliche Morgengrüsse,
    Brigitte

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    1. ja, gerade macht die stadt in kleinen dosen spaß.
      liebe grüße in deinen tag

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  2. der naschmarkt ist immer ein ziel von mir,wenn ich nach wien fahre.
    die speziellen gewürze,die biobäckereien mit ihren leckereien,
    manchmal spezielle fische,spezielles obst z.b. mangostan,....
    die teuren lokale die dort entstanden sind,die schaue ich mir an,
    gehe an ihnen vorbei.
    ich habe auch immer eine tageskarte für wien für die öffis.
    wenn ich die stadt wieder verlasse,bin ich froh wieder aufs land zu fahren.
    ich bin eben eine landpommeranze.

    heute wird nix gewandert obwohl 26.10.
    wetter grauslich
    ich trinke gerade meinen letzten tee
    einpacken
    ab ins waldviertel
    bis bald
    hibisca

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    1. und ich war vom naschmarkt so enttäuscht. so viel vom flair ist weg. so viele standln fehlen. viel mehr geschäfte. die lokale finde ich ok. und so viel für touristen verändert.
      bei der bahnkarte ist eine tageskarte für die öffis dabei. sehr praktisch.
      liebe grüße

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  3. :-).. hallo waldviertelbloggerIn,
    apropo Veränderungen hier wg. Migrationshintergrund. Beim letzten Theaterbesuch warnte die dortige Dramaturgin im Vorgespräch, dass einer der Performer aus Grönland komme und nicht Deutsch sprechen könne, deshalb müssten wir uns mit Dänisch begnügen. :-))))))
    lg aus Munich
    tara

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  4. Das ist ja praktisch, dass Wien nah genug für einen Tagesausflug ist. Schade, dass der Tourismus alles zerstört, was er heimsucht. Aber das sozialistische Wien ist fantastisch.

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    1. ja. geht ganz gut. aber am abend kann ich nix machen, fahre von der bahn noch 1,5 stunden heim. und das wird mir dann zu spät. der marx-hof ist imposant und für diese zeit ein großer fortschritt im sozialen wohnbau.
      liebe grüße

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