Samstag, 25. April 2009

ZEITREISE

Eine Broschüre ist mir in die Hände gefallen:
"Jagd- und wissenschaftliche Expeditionen in Ost-Afrika"
Nairobi 1911.
Gewehrträger brauchte man für eine Expedition,
Anzüge und Flanellpyjamas,
Badewannen und eine Fleischhackmaschine.
Der Abschuss von Löwen, Leoparden und Warzenschweinen war frei...
Die erlegten Tiere konnten zu Aschenbechern, Garderoben, Kronleuchtern,
Papierkörben, Hockern verarbeitet werden.
Und das ist gerade mal 100 Jahre her und ist uns schon sehr fremd,
klingt skurril, ist so weit weg.
Wenn sich Welt in 100 Jahren so verändert,
wie wird sie 2109 aussehen?
Wir haben kaum eine Ahnung,
können es uns nicht vorstellen
und alles wird völlig anders sein.
Ich hab nicht einmal die entfernteste Idee dafür.

Kommentare:

  1. musste beim lesen deines postings an tania blixens *afrika - dunkel lockende welt* denken, in dem sie, ebenfalls vor ca. 100 jahren, ihren abschied von diesem kontinent beschrieben hat als einen abschied von einer welt, die sich vor ihren augen von einem moment zu andern so drastisch verändert hatte, dass sie ihr fast über nacht total fremd geworden war. mit dem abstand von 100 jahren mag einen manches skurill erscheinen und so wird die unsere wohl auch mal auf unsere nachkommen wirken. genaugenommen braucht es vermutlich nicht einmal hundert jahre. manche können sich heute schon nicht mehr vorstellen, wie wir mal ohne internet und handy existieren konnten :))

    lieben sonntagsgruss, rena

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  2. rena: ich lese gerade eine biografie über beryl markham. sie war eine freundin von tania blixen.
    ja, zeit ist so schnell, ich könnte mir das leben ohne internet auch fast nimmer vorstellen. handy ist nur manchmal nützlich, sonst könnte ich gut drauf verzichten - bin gar nicht gerne immer erreichbar.
    schönen restsonntag
    ingrid

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