Montag, 13. Januar 2020

NISTKASTEN

Alter Nistkasten. Etwas in die Jahre gekommen


Ich bin jetzt viel daheim.
Wenn ich mit dem Vielessen fertig bin,
wage ich mich mit meiner totalen Selbstüberschätzung an Dinge, die ich nicht kann.
Ein Nistkasten kann ja nicht so schwer zu machen sein.
Holzreste gibt es reichlich.
Werkzeug und Maschinen auch.
Handhaben kann ich die Dinge nicht wirklich.
Das Ergebnis :
ein Vogelheim für Mutige oder Verwirrte.
Für eine Jungfamilie.
Starthaus.
Es wird montiert, wo es kein Mensch sieht.
Schaut sehr stümperhaft aus.
Bei einer Serienproduktion wäre das hundertste Exemplar vielleicht herzeigbar.
Hat Spaß gemacht.
Und mich zum Lachen gebracht.

Nachtrag:
Nachdem ich den Post geschrieben hatte,
war ich im Wald.
Überall hängen neue Nistkästen.
In manchen Gebieten, schief, viel zu niedrig, achtlos an die Bäume genagelt,
falsche Himmelsrichtung etc.
Auf meine Nachfrage:
es gibt eine Förderung. € 30 pro Kasten.
Dafür muss die Vogelbehausung auch betreut und dokumentiert werden.
Schade ist, wenn etwas in der Landwirtschaft ausschliesslich getan wird,
weil es dafür Geld vom Staat gibt.
Getan wird ohne Achtsamkeit und Liebe zur Natur.
Die einfachsten Regeln werden missachtet.
Hauptsache es gibt Kohle auf die Kralle.

 

Naja. Ich hoffe auf nachsichtige Wohnungssuchende.

Freitag, 10. Januar 2020

ZU VIEL


Hinlänglich bekannt ist, 
dass ich zu viel Zeug habe.
Bücher, Schuhe, Gwand .....
Ich kaufe eher nix mehr.
Neu ist:
in letzter Zeit springen mir im Supermarkt Lebensmittel ins Wagerl.
Mehr als ich essen kann.
Schokolade, Kekse, richtig viel Käse, Lachs ....
So kann das nicht bleiben.
Zu viel ist nicht genug.
Die Waage ächzt.
Ich nenne das Symptomverschiebung.
Wer oder was in mir hat Angst vor einer Hungersnot???
Und gerade bestehen meine Tage aus Pause.
Pause von allen wichtigen Tätigkeiten außer Essen.
Das wird ein schlechtes Ende nehmen -
oder auch nicht.
Wobei - so richtig gut satt zu sein ist ein schönes Gefühl.





 

Donnerstag, 9. Januar 2020

WIEN HERZERWÄRMEND


Zwei Tage in Wien.
Alles erledigt.
Und alles war wunderbar.
Das altehrwürdige Hotel -
wie immer äußerst angenehm.
In einem altehrwürdigen Kaffeehaus bin ich nostalgisch ins Schwärmen ob der Klotür gekommen.
Die neue Regierung marschiert zur Angelobung.
Und im Volksgarten steht die jährliche Rosenkaffeesackarmee.
Ein Hauch von Frühling liegt in diesen Jännertagen in der Luft.
Meine Stadt greift nach meinem Herzen.




Mittwoch, 8. Januar 2020

GENERATIONENKONFLIKT




Auf das Thema muss ich aufspringen.
Weil es mich als Alte betrifft.
Der Generationenkonflikt, der mit der Erderwärmung aubricht,
wie eine blasenwerfende brodelnde Lavamasse.
Unter Naturvölkern war der Altenmord gang und gäbe.
Die Ressourcen waren knapp und unbrauchbare Menschen wurden von Nomaden zurückgelassen oder sonst irgendwie zum Sterben gebracht.
In unserem Land wird noch das Gegenteil vom
praktiziert. Hier werden sterbenskranke Leute mit dem
Rettungshubschrauber ins Spital gebracht,
um sie dort die letzten Tage mit allen Möglichkeiten der modernen Medizin zu beglücken.
Das ist machbar, solange es sich eine Gesellschaft leisten kann und will.
Wenn zukünftig 
alte Menschen nach ihrer Nützlichkeit bewertet werden,
kann sich das soziale Gefüge rasch wandeln.
Ich träume für mich von einem selbstbestimmten Sterben.
Ins Gefängnis werde ich dafür wohl nicht ausweichen.
Aber vielleicht schaffe ich es zu spüren, wenn die Lebenskraft nachlässt
und dann ist es möglich das Essen und  das Trinken einzustellen.
Schau ma mal.
Ich beschäftige mich  täglich mit dem Tod, mit dem Übergang in eine andere Dimension.
Denn gut vorbereitet  stirbt es sich leichter.
Möglicherweise.



Dienstag, 7. Januar 2020

ALLTÄGLICHES



Damit sind die Grado-Bilder auch schon vorbei.
Stille Tage im Waldviertel.
Ohne besondere Erlebnisse.
Kaffeehaus in der Bezirkshauptstadt:
Ich lese die beste konservative Zeitung Österreichs.
Spricht mich ein Mann mit nur einem Zahn im Mund an:
"Das ist aber selten, dass eine Frau "Die Presse" liest."
Emanzipation lässt grüßen.
Der Geräuschpegel am Land im Kaffeehaus ist höher,
als in der Stadt.
Weil sich hier große, laut redende Menschenrunden zum Gedankenaustausch treffen.
Wieder die Vögel am Futterhaus gezählt.
Sind im heurigen Jahr mehr.
Ich brauche heuer so viel Fressen,
weil zwei große Buntspechte am Baum sind,
die eine Menge verzehren.
Gerade wieder 50 kg Sonnenblumenkerne und Streufutter nachgekauft.
Die Momente des Glücks überwiegen die Zustände der Traurigkeit bei weitem.




Montag, 6. Januar 2020

KÖRPER IM HIER UND JETZT


Viel YouTube geschaut.
Unter anderem Video von Horst Vogel.
Jetzt schreibe ich sehr vereinfacht, was ich mir gemerkt habe.
Geist schafft die Materie.
Der Körper ist im Hier und Jetzt.
Der Geist meist in der Vergangenheit und seltener in der Zukunft.
Aus der Vergangenheit holen wir die Endlosschleifen unseres Lebens.
So weit und gut.
Aber: ich habe immer die größten Probleme,
das was ich mir zukünftig ausdenke,
mit dem Körper auch auszuführen.
Denn der sagt dann:
heute habe ich Bauchweh und will keinesfalls XY.
Hm.
Daran muss ich arbeiten.
Wie ich den Körper in die Ideenzukunft bringe.
Eingefallen ist mir im Laufe der Nachdenkerei eine interessante These:
Menschen mit hoher Körperwahrnehmung kriegen eher chronische Krankheiten
an denen sie irgendwann sterben.
Leute, die nix von ihrem Körper spüren,
fallen plötzlich um und sind tot.
Was unterm Strich auf das Gleiche hinauskommt.
Und vielleicht stimmt die Überlegung gar nicht.



Freitag, 3. Januar 2020

EINIGES


Was ich sonst noch gemacht habe:
Alle geschenkten Weihnachtskekse in möglichst kurzer Zeit vernichtet.
Mich mit meinem Notebook herumgeärgert.
Das ich vor Monaten nach dem Datenverlust in einer Ecke versteckt
und mich nimmer darum gekümmert habe.
Jetzt wollte ich es zu einer Freundin mitnehmen.
Deshalb die Mühen.
Putzen ist schlimmer, als mit den Computerdingens herumtun.
Aber das stimmt nicht.
Ich putze ungern,
aber  ohne  Ärgern und Aufregen.
Doch  Computerschrauben ist schlecht für meinen Blutdruck.
Als Souvenir habe ich aus Grado den großen Pinienzapfen mitgebracht.
Und geschenkt hat man mir den LED Eisbären.
Den ich supernett finde.





Donnerstag, 2. Januar 2020

DIE TAGE


Also:
ich war mit Verwandten ein paar Tage in Grado.
Dort hat es vor allem geregnet.
Viel.
Hat mich nicht besonders gestört.
Spazieren im Nassen hat etwas.
Das Interessanteste war das Hochwasser bei der Abreise und die rosa Flamingos in der Lagune.
Hochwasser: war seltsam. An diesem Tag war das Meer ganz ruhig und auch Sonnenschein.
Das Wasser muss von vorausgegangenen Stürmen im Mittelmeer an Land gedrückt worden sein.
Die Stimmung unter uns war wie man sie aus Weihnachtskabarettsendungen kennt.
Im Fernsehen kann ich darüber herzlich lachen
( für Insider sage ich nur: Mundl).
Persönlich betroffen war es dann nicht ganz so lustig.
Das Viersternehotel habe ich auch nicht besonders gemocht.
Nur der Indoor-Meerwasserpool war nett.
Endlich daheim die weiteren Tage gemütlich auf der Ofenbank verbracht.
Habe mich durchs Weihnachtskeksdeputat gefuttert.
Nix extra eingekauft, weil unbedingt, wenn es endlich kälter wird, der Gefrierschrank abgetaut werden muss und bis dahin kann ich gut die seit 4 Monaten abgelaufenen Knusperfische essen und diverse andere Tiefkühlleichen auch.
Alles gut.
Leben ist Erfahrung.
Ach ja.
Und Silvester hat auch nicht stattgefunden,
weil man der Feierfreundin in Wien den Hund gestohlen hat,
der ohnedies nicht ihrer war.
Alles ist möglich.
Auch das Unerwartete.
Nachtrag zum Hund:
Die Polizei hat ihn nach einigen Tagen im Obdachlosenmilieu gefunden.
Nachtrag zu 2019:
Das war ein gutes Jahr.
Obwohl ich dauernd krank war.
Aber: viel gelernt und erstarkt.
Das macht Freude auf 2020.








Mittwoch, 18. Dezember 2019

FEIERTAGE VERFRÜHT



Die nettesten Feiertagswünsche für alle geneigten LeserInnen.
Ich melde mich dann wieder, 
wenn das Ärgste vorbei ist.
Weihnachten, Silvester und alle Feste vergangen sind.
Da ist für mich nix dabei,
was Spaß macht.


Dienstag, 17. Dezember 2019

RICHTUNG



Die Richtung stimmt.
Das sagt mein Orientierungssinn.
Momentan schiebt mich das Leben etwas vor sich her.
Aber alles ist gut.


Montag, 16. Dezember 2019

WENIG


Seltsam.
Ich bin etwas traurig,
dass das Leben so wenig ist.
So banal, so nutzlos, so durchschnittlich.
Aktuell hat diese Stimmung der Tod eines besonderen fast 90jährigen Menschens
ausgelöst.
Der eine ungewöhnliche, abenteuerliche Zeit auf diesem 
Planeten hatte.
Und der sicher so nicht dachte.
Aber für mich ist gerade alles wenig.
Nicht persönlich wenig,
sondern mehr allgemein.
Gesamtmenschheitswenig.


Freitag, 13. Dezember 2019

FEUERWEHRHAUPTMANN


Beim Sichten und Teilentsorgen alter Dokumente meines Vaters
sind mir diese Fotos in die Hände gefallen.
Schon als Kind mochte ich sie.
Die Feuerwehr hatte 1934 neue Spritzen bekommen
und Feuerwehrhauptmann Großvater beaufsichtigte die Übung.
Es sind richtige Männerbilder.
Heute noch finde ich Männersachen eher spannender
als Frauendinge.
Ist so und war immer so und ich muss dem nicht auf den Grund gehen,
denn es macht mich kein bisschen unglücklich.




Donnerstag, 12. Dezember 2019

EISMUSTER


Der Teich ist gefroren
und das Eis mag Muster machen.
Wie hübsch.





Mittwoch, 11. Dezember 2019

VERSPONNEN






Zart versponnen
in der Unbewegtheit dieser Tage.


Dienstag, 10. Dezember 2019

EINKEHR ERZWUNGEN



Das Foto ist noch aus Bozen.
Da hat jemand seine Schuhe an den Nagel (Baum) gehängt.
Bei mir hängt gerade das Auto beim Schrauber.
Hat aufgegeben.
Ist sehr blöd, wenn man in der Einschicht und allein wohnt.
Das ist dann Einkehr und Retreat.
Nicht freiwillig.


Montag, 9. Dezember 2019

WINTER


Alles aus dem Auto heraus geknipst.
Wenn Winter die ganze Zeit so aussehen könnte,
würde ich ihm die Dunkelheit verzeihen.
Kälte macht mir eher nix aus.
Ich habe mir jetzt eine Tageslichtlampe gekauft.
Und Vitamin D3 nehme ich ohnedies.
Irgendwie werde ich die nächsten Monate überstehen.
Möglicherweise.



Freitag, 6. Dezember 2019

FUTTER FÜR GROSS UND KLEIN






Dieser Tage wieder einmal den Moorweg gegangen.
Jetzt, wenn die Sonne scheint,
ist es hübsch zum Winteranfang.
Bei mir liegt ein wenig Schnee.
An den Spuren sehe ich, dass Rehe zum Haus kommen und nachsehen,
wo das Futter bleibt.
Darauf müssen sie noch warten.
Die Vögel bereiten mir Sorgen.
Egal, wieviel Sonnenblumenkerne ich anbiete,
sie sind immer in einem Tag fertig.
Wenn ich unterwegs bin, finden sie nix am Futterplatz.
Ich bräuchte einen 5 kg Spender.
Hm.
Habe schon überlegt, ob ich etwas basteln kann.
Bin noch am Nachdenken.
----
Wenn ich auf Reisen bin, esse ich meist ziemlich das Gleiche.
Ich bin magen/darmempfindlich und bilde mir ein, dass in manchen Küchen Keime oder Fette sind, die mich schachmatt setzen.
Jedenfalls war ich in Linz im besten Kaffeehaus und als Tagesgericht gab es Erdäpfelgulasch fleischlos.
Staunend musste ich bemerken, dass die Kartoffeln roh waren.
Steinhart und ungekocht.
Reklamation: 
nach 5 Minuten war der selbe Teller wieder da.
Das Servierpersonal stand aufmerksam um mich herum
und nach einem kurzen Versuch musste ich das Essen ablehnen.
Denn 3 Minuten Mikrowelle machten das Gericht nicht genießbarer.
Rätselhaft bleibt:
Wer kocht sowas?
Kommt der oder die aus einem Land, wo keine Erdäpfel wachsen?
Rohe Kartoffel sind giftig.
Und in dem Kaffeehaus würde ich nie mehr etwas essen.
In Wien war es nicht viel besser.
Dort war ich bei einem hochgelobten Inder,
was mir Bauchweh bescherte,
dabei hatte ich ein Ayurveda- Reisgericht.
Niemand soll mir vorwerfen,
dass ich nix ausprobiere.
Aber zukünftig bleibe ich wieder bei der geliebten Fischkette.
Der Fisch ist im Fett rausgebacken, der Kartoffelsalat konserviert.
Alles nicht gesund.
Noch nie hatte ich irgendwelche Beschwerden.
Rituale soll man nicht verändern.





Donnerstag, 5. Dezember 2019

WIEN UND LINZ AUCH NOCH


Ich habe es geschafft auf 5 Weihnachtsmärkten zumindest durchzugehen.
Auf einem war ich richtig.
So mit Punsch und Maroni.
Der allgemeinen Punscherei entkommt man nicht.
Alkoholdunst liegt über der Stadt.
Zwischen Bratwurstschwaden und Kassenklingeln.
Manchmal muss ich so über mich lachen.
Ich wollte in Wien den neuen Hauptbahnhof ausprobieren,
bin irgendwie gescheitert.
Herumgeirrt in der Kälte im neugebauten Bürostadtviertel.
Habe eine bestimmte Straßenbahn, die direkt zum Hotel fährt, gesucht.
Und wie ich die Haltestelle letztlich gefunden habe,
war sie gesperrt.
(Inzwischen habe ich im Netz gelesen, dass es der letzte Tag vor neuer Streckenführung war).
Alles bei gespenstischer Menschenleere am Sonntag.
Kalter Wind in den zugigen Häuserschluchten.
Da spricht mich ein Mann an,
wo ich hinmöchte und er sei Taxifahrer und könne mich um € 10 zum Hotel bringen.
Anscheinend steige ich in jedes Auto.
Dieses war eine Müllkippe und der Mann ein Wahnsinniger.
Nachdem er quer über den Gehsteig gefahren ist,
dachte ich nur: "Hoffentlich hat er nicht zu viel Drogen genommen und kann bei roten Ampeln anhalten".
Er hat mich völlig zugetextet und ich habe innerlich nur lachend den Kopf über mich geschüttelt.
Ich bin sowas von leichtsinnig und unbedarft, spontan und unüberlegt.
Der "Taxler" war ein Schwarzfahrer mit völlig abgetretenen Schuhen.
Anscheinend lauert er rings um den Bahnhof "Verirrten" auf.
Im Auto der Boden zugemüllt und alle möglichen Kleber am Armaturenbrett.
Angefangen von Heiligenbildern, über Taxirufnummern und Polizeiutensilien.
Vielleicht wohnt der Mann im Auto.
Jedenfalls war es Abenteuer und ich konnte lachen.
Verlasse mich ohne zu überlegen auf meinen Bauch.
In ferner Vergangenheit habe ich den beim Autostoppen kennengelernten Mann geheiratet.
Was sich als zweifelhafte Entscheidung herausstellte.
Aber diesmal war es ok.
Er war eh nett und hat sich mit Handschlag verabschiedet.



Mittwoch, 4. Dezember 2019

CHAOS


"Wir beten das Chaos an, weil wir es lieben Ordnung zu schaffen."
M.C. Escher
In meinem Leben ist Chaos eine natürliche Form.
Und das zwangsweise Ordnen entsteht mehr aus Vernunft,
als aus Vergnügen.
Aber M.C.Escher war ein Genie.
Meine Wientage habe ich für Kino genützt.
 Escher- Film angeschaut.
Spannend.
Und den Streifen über Rudolf Nurejew habe ich auch geschafft.
Nurejew habe ich vor vielen Jahren auf der Staatsopernbühne tanzen gesehen.
Mein Kinohunger ist somit gestillt.
Wien wurde zur zweitunfreundlichsten Stadt weltweit gewählt.
Das finde ich gut.
Nur in Paris ist man unnetter.





Dienstag, 3. Dezember 2019

JUTE STATT PLASTIK


Beim Rumräumen habe ich diese 40 Jahre alte Tasche gefunden.
Das Haus wirft wirklich nix weg.
Und das Umweltthema ist so uralt.
Es sollte schon mehr als langweilig sein.
Ist es für mich ohnedies.
Jahrzehnte sind vergangen und die Veränderungen sind minimal.
Hauptsache es darf keiner  mehr nirgends rauchen.
Ersatzverbote, sozusagen Alibibestrafungen einer Gruppe, die gerade ganz
ins Abseits geraten ist.
Nein, ich rauche nicht.
Mir sind rauchfreie Räume lieber.
Aber manche Behördenaktionen dienen hauptsächlich dazu,
abzulenken und andere Versäumnisse zu übertünchen.


Montag, 2. Dezember 2019

REISEGRUPPENPANZER UND SALZBURG

 



Vor über 10 Jahren war ich einmal mit einer (kleinen) Gruppe in China.
Habe mir in Peking einen Tag frei genommen
und bin mit einem Taxi durch die Stadt gefahren.
War allein im Kaiserpalast.
Bin von der falschen Seite hineingegangen.
Gegen den Strom von ca. 1 Million Chinesen in Gruppen. Landbevölkerung.
Sehr schmale Türöffnungen sind in den Mauern.
Die Leute sind wie aus einer Zahnpastatube aus der Mauer herausgequollen,
freiwillig macht da keiner Platz,
sondern Durchsetzen geht nur mit Gewalt.
Das werde ich nie vergessen.
Ist witzig.
Irgendwie.
Wenn man Rempeln mag.
So verhalten sich asiatische Reisegruppen.
Kommen wie Panzer daher.
---
Noch einmal war ich in Salzburg.
Es war ein sehr netter Tag.
Die Stadt hat sich bemüht und angestrengt.
Hat mir ihre verschwiegenen Schönheiten gezeigt,
Föhnwetter produziert,
mit Schneebergen in der Ferne gewinkt
und beträchtlichen Charme entwickelt.
Friedhöfe musste ich besuchen,
das Barocke und die Inschriften
haben es mir angetan.
Das so sehr Vergängliche unserer Existenz,
die Unwichtigen des Alltäglichen vor Augen gehalten bekommen.