Donnerstag, 18. März 2010

FEINDE

Der Winter hat nicht nur schlechte Seiten.
Eine gute ist -
meine Feinde können die Straßen nicht benützen.
Ich hasse Radfahrer.
Wenn ich zu Fuß unterwegs bin,
erschrecken sie mich zu Tode,
weil sie sich lautlos von hinten anpirschen
und mich im letzten Moment anklingeln -
mein unseliges Ende werde ich wahrscheinlich einmal vom Herzinfarkt dahingerafft, ausgelöst durch eine Radfahrerklingel, nehmen.
Als Autofahrerin mag ich sie auch nicht,
weil sie die einfachsten Verkehrsregeln missachten und unerwartet aus dem Nichts auftauchen. Und wer mag schon einen Pedalstrampler auf der Kühlerhaube.
Meine persönliche Beziehung zu der Fortbewegungsart ist eine gestörte, ich kaufe zwar immer wieder im Abstand von Jahrzehnten ein Fahrrad, das verschenke ich wegen Nichtbenützung irgendwann, um mir dann wieder eines zu kaufen, das in der Folge vor sich hin rostet.
Als Jugendliche versuchte ich einmal in ein Auto hineinzufahren, was mein Cousin durch einen raschen Griff in die Lenkstange verhindern konnte, er konnte sogar Einrad fahren und trat bei Dorffesten öffentlich auf. Zwischen uns gibt es keine Familienähnlichkeit.
Im Waldviertel ist es schön - auch weil es kaum Radfahrer gibt - hier ist es so hügelig, das schreckt die meisten ab. Glücklicherweise.
Bei allen BlogleserInnen, die auch radeln, entschuldige ich mich gleich vorneweg - ist alles nicht so ganz ernst gemeint, oder vielleicht doch?

Kommentare:

  1. Ach, nun ja, ich nehme das nicht persönlich, obwohl ich gerne auf dem Rad unterwegs bin. (Man kommt relativ schnell und dynamisch von hier nach da und kann jederzeit anhalten, um etwas zu betrachten oder zu fotografieren...)

    Aber im heutigen Verkehr ist das nicht immer nur ein Vergnügen. Und draufgängerische Flitzer gibt es natürlich auch, wie du sagst.

    Überhaupt stimmt alles, was du schreibst, einerseits...

    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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  2. Ja, davon kann ich auch ein Liedlein singen!

    Auf der Bahnhofsfahrt in der Früh etliche unbeleuchtete Radfahrer, die fahren, als wären sie allein auf der Welt. Handzeichen oder Beleuchtung sind Luxus, den sie nicht brauchen ...

    Jetzt, da es früher hell ist, ist es leichter.

    Auf der Straße oft ewig warten müssen, hinterherfahren, weil man nicht vorbei kommt.


    Die andre Seite, als Radfahrerin, gern und wenig fahr ich ;)

    Der Radweg ist oft blockiert, auf der Straße geht kein Mensch, am Radweg schon, wo ist der Untrschied? Zu blöd, um das Schild zu erkennen?

    Auf der Straße ist es unangenehm zu fahren, diese rücksichtslosen Autofahrer!

    Also, so und so, es ist ein Problem mit dem Radfahren!

    Bei uns planen sie jetzt einen City-Ring mit Einbahnen, tw. auch wegen der Radfahrer ...
    na mal sehen ...

    Schönen Tag DIR!

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  3. ;)
    Was soll denn ich dazu sagen? Ich wohn' am ultraflachen Niederrhein (28,5m über null, doch dies nur nebenher!). Die Radwege sind fantastisch ausgebaut und in die fietsenden Niederlande ist es auch nur ein Sprung. Sitz' ich auf dem Fahrradsattel, sind die Autofahrer alle rücksichtsloe Idioten und die Fussgänger unberechenbare Nervensägen. Hinterm Lenkrad eines Autos sind die Zweiradfahrer dann die Plage...

    ...s' ist alles relativ, gell?

    ;)

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  4. brigitte:
    das geschriebene ist gar nicht objektiv - nur subjektiv. und auch nicht ganz ernst gemeint.
    fröhliches radeln wünsche ich dir!
    lg

    eva:
    wenn es bei mir eben wäre, würde ich auch sicher fahren. aber das waldviertel ist gar nicht geeignet.
    lg

    kvinna:
    natürlich ist alles subjektiv. vielleicht spricht aus mir der neid, weil es da nicht bretteleben ist.
    gut rad!
    lg

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