Freitag, 8. Januar 2021

DER TUT EH NIX


Wenn mir im Wald ein frei laufender Schäferhund mit altem Mann im entfernten Gefolge
begegnet
und der Mensch mir auf mein Verlangen,
er möge den Hund zu sich rufen,
entgegnet:
"Der tut eh nix",
dann kann ich nur sagen,
so reden alle Hundebesitzer,
und ich habe Angst
und Hunde mag ich nicht, schon gar keine großen.
Die Statistik sagt, jährlich werden in Österreich 5900 Menschen von Hunden gebissen und müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Das waren dann alle, wo der Besitzer meinte:
"Der tut eh nix." 
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Auch im Wald zwitschern die Vögel bereits
und bei meinem Futterhaus sind so viele,
dass ich mich doch an der Zählaktion beteiligen werde.
Neuzugänge: ein Schwarm Goldammer, Gimpel, Drossel?, Buntspecht.
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Vögel: 
Zu Silvester sind in Rom Hunderte Stare gestorben,
die durch
Feuerwerke in der Nacht aufschreckten und verunglückten.
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Auf Arte den Film "Swimmingpool" gesehen.
Romy Schneider, Alain Delon.
1969
Ich habe gar nicht gewusst, dass mir die Mode, die Einrichtung aus der Zeit so gut gefallen.
Nostalgisch ins Schwärmen gekommen.
Und die sexuelle Freiheit erst.
Eine Menge haben wir verspielt.
Wobei ich die Rolle der Frauen nicht toll finde.
Aber das geht mir mit aktuellen französischen Filmen auch so.





Donnerstag, 7. Januar 2021

VON DEN VIREN


So im Großen und Ganzen bin ich recht achtsam im Umgang mit der Seuche,
aber nicht ängstlich.
Ca. 500 Viren braucht es für eine Ansteckung mit Corona.
Also denke ich, wenn ich ab und an 5 oder 10 oder 100 Viren irgendwo begegne,
kann es nur nützlich sein.
Ich glaube nicht daran, 
dass ich mich im Supermarkt oder im Freien wirklich krankheitsbringend infizieren kann.
In sehr schlechter Erinnerung habe ich die einzige Grippe meines Lebens.
In dem Jahr waren so viele Menschen krank,
sogar die wirksameren Medikamente waren ausgegangen.
Mit meinem Neffen war ich im Türkenland in den Semesterferien.
Und er wurde am 2. Tag krank.
In der Nacht habe ich seine Füße angegriffen,
die hatten ca. 39 Grad Fieber
und meine Gedanken waren nur mehr: Oje. Und jetzt erwischt es mich auch.
Denn gemeinsam im Doppelbett, das schafft das beste Immunsystem nicht.
Das Kind war nach 5 Tagen gesund und munter
und ich schleppte mich ca. 3 Monate völlig schlaff und antriebslos durch die Gegend.
Wobei das im Resturlaub nicht lustig war.
Denn das Kind wollte bespaßt werden
und mir war ziemlich elend zumute.
Im nächsten Jahr versuchte ich es mit einer Grippeimpfung.
Mit der ich mich wieder 3 Monate krank fühlte.
Nicht krank war,
aber auch nicht gesund.
Seit damals meiden mich Viren
und ich habe Respekt vor ihnen.
Aber das Leben verderben können sie mir nicht.








Mittwoch, 6. Januar 2021

RHYTHMUS


Beim Waldgang zarte Blutspuren im Schnee.
Sieht man öfter, wenn sich ein Tier im harschigen Schnee verletzt.
Ich habe jetzt meinen Lockdownrhythmus gefunden.
Entweder bin ich im Wald
oder mit dem Auto unterwegs.
Ich besuche Kirchen, Klöster, Stifte.
Klöster sind meist hübsch.
Schöne alte Baukunst.
Die Kirchen sind geöffnet und ich kann in den Bänken rasten und vor mich hinträumen.
Meditieren.
Kontemplation statt Wirtshaus.
Geistige Erbauung statt weltliche Sättigung.
Entsagung statt Konsum.
Tja. Die Not macht erfinderisch.
Wenige Menschen kommen auf die gleiche Idee.
Das ist gut.
Denn menschenentleert mag ich alle Orte am liebsten.
Auf meiner Besuchsliste habe ich noch eine Menge Plätze.
Das sollte für den ganzen Lockdown reichen.
Zwischendurch gibt es Bäume und Steine.




 

Dienstag, 5. Januar 2021

LIEBE



In diesen stillen Tagen schaue ich viele Videos auf YouTube.
Vorträge. Meinungen, Kabarett, Astrologie.
Interessantes, Spannendes, Dummes, Banales.
Besonders gut hat mir die Aussage gefallen:
"Wir können uns als Menschen so verhalten,
dass die Natur, der Wald, die Bäume sich über das Zusammenleben mit uns freuen."
Ich glaube das zwar nicht,
den Gedanken finde ich aber nett.
Morgen werde ich die Bäume auf meinem Grundstück fragen,
ob sie mich lieben.
Ein weiterer Satz aus dem Interview:
"Behalte nur das, was du liebst."
Tja. 
Damit wäre ich fast nackt.


Montag, 4. Januar 2021

LEKTÜRE


Meine Lektüre für diese besonders stillen Tage.

John Steinbeck. Die Reise mit Charley.
Im Alter von 58 kauft der Schriftsteller ein Wohnmobil und fährt mit seinem Hund 11 Wochen durch die USA.
Persönlich fällt mir dazu ein, dass meine erste größere Reise 5 Wochen und 10000 km mit dem Greyhoundbus allein durch Amerika war. Geschlafen habe ich meist bei Familien, die in einer internationalen Organisation registriert waren. War so ziemlich eine der besten Unternehmungen, die ich gemacht habe. Viel erlebt, viel gesehen, ganz unterschiedliche Gesellschaftsschichten. Nach den Wochen konnte ich mich in einen Bus setzen und sofort einschlafen. 
Das war damals alles sehr gut. Das Steinbeck-Buch auch.

Das zweite Buch:
Dieter Nuhr. Wo geht's lang.
Dieter Nuhr, der im Moment auf  Shitstorms abonniert ist, ist leidenschaftlicher Reisender und international anerkannter Fotograf. Seine Fotos werden in Galerien weltweit gehandelt.
Jedenfalls habe ich mir seinen Bildband gegönnt und festgestellt,
dass ich von der Welt das mehrere nicht gesehen habe.
Aber die Orte, die Nuhr fotografiert hat, möchte ich zum Teil auch nicht bereisen.
Gefällt mir so mittel, manchen Meinungen und Texten kann ich gar nicht zustimmen,
dafür ist anderes sehr klug.

" Singapur. Die Höchststrafe für den Verkauf von Kaugummi beträgt 100000 Dollar. Daran hat man dann lange zu kauen. Als Europäer mag man all dies seltsam finden. In Singapur sind viele überzeugt davon, dass es im Ermessen des Einzelnen liegt, auf Kaugummi oder Aufzugpinkeln zu verzichten, dass die Strafen dementsprechend nur dann zu zahlen sind, wenn man so blöd ist, das Gesetz zu ignorieren. Da ist was dran. Da sieht man mal wieder, dass das eigene Rechtsempfinden nicht weltweit bindend ist. Wer glaubt, dass das Recht weltweit dem folgen muss, was man für sich als normal empfindet, den kann das in Singapur teuer zu stehen kommen."

Woran erinnert mich das?

Sonntag, 3. Januar 2021

ALLTÄGLICHES


 Alltäglichkeiten vom alten Jahr mitgenommen.
Geld und mein stetes Bemühen haben die Frau Post dazu gebracht
mich anzurufen, wenn sie zu Überbringendes hat.
Das ist ein Erfolg.
Türklingel besitze ich keine,
weil:
a) die ganz alte Ziehglocke vom Efeu so überwuchert ist, 
dass sie unwiederbringlich verloren scheint.
b) ich dieses billige Funkdings heruntergerissen habe,
da die Batterie ständig leer war und es auch geläutet hat,
wenn ein Sonnenstrahl darauf gefallen ist.
Ich kann nix finden, was einfach zu montieren, praktisch und dem Zweck dienlich wäre.
Die Wildkamera hängt bei mir.
Schau ma mal, ob sich Rehe zeigen,
oder ob nur ich im Schlampenmodus drauf bin,
wenn ich wieder vergessen habe,
ein Tuch als Sichtschutz drüber zu werfen.
Eine große Fichte ist dürr geworden.
Muss gefällt werden.
Das ist Nachschub für den Kachelofen.
Zeitweise sind jetzt mehr Vögel am Futterbaum zu sehen.
Das ist gut.
Und sie haben wieder Stimmen.
Den Moorlieblingsweg wollte ich gehen.
Leider war das wegen Überfüllung nicht möglich.
Scharenweise treibt es Menschen aus der Stadt.
Muss ich halt bei mir in den Wald.
Da ist dann keiner.
Wie viel von der neuen Naturliebe der Leute nach der Seuche übrig bleiben wird?



 

Samstag, 2. Januar 2021

RAUHNÄCHTE


 Ich kann mich nicht entscheiden,
ob ich Rau- oder Rauhnächte schreiben will.
Doch lieber Rauhnächte. 
Klingt gehaltvoller.
Diesmal habe ich in diesen Tagen/Nächten ein Programm,
das sich als nützlich erweist.

Ich liste mal die Themen auf:
1) Irdische Wurzeln, Ahnen, Familie
2) Innere Stimme und Intuition
3) Los- und Auflösung
4) Der Weg des Herzens
5) Freundschaft und Beziehung
6) Be-Reinigung
7) Übergang und Neubeginn
8) Wünsche 
Damit hatte ich größere Probleme, wohl auch wegen der aktuellen Situation
9) Dankbarkeit
Das ist ein schönes Thema. Es gibt jede Menge Dankbarkeitspunkte in meinem Leben
10) Loslassen
11) Manifestieren
12) Transformation

13) Der heilige Gral

Zusätzlich verbrenne ich die Wunsch- und Vergangenheitszettelchen.
So viel Mühe und guter Wille muss sich lohnen.
Oder etwa nicht?




Freitag, 1. Januar 2021

ZIEMLICH ÜBELLAUNIG


Am letzten Tag des alten Jahres bin ich die gleiche Runde gefahren,
wie an dem Tag, als ich mit dem Roller gestürzt bin.
Ich wollte den Kreis schließen.
Noch ist Zeit, aber ich sehe mich nicht wieder am Motorrad sitzen.
Eigentlich konnte ich den ganzen Tag nur denken,
welch beschissenes Jahr das war.
Und momentan will ich alles so nicht,
wie es ist.
Kann mich auch nicht in spirituelle Höhen aufschwingen.
Bin nur übellaunig.
Und möchte ein anderes Leben.
Ich sollte positiv denken.
Aber eine grundlegende Verbesserung kann ich mir gerade nicht vorstellen.
In der Sonne zu sitzen war nett.
Nächtens knallten Böller durch die Mondnacht.
Ob sich böse Geister vertreiben lassen?





 

Donnerstag, 31. Dezember 2020

ES GIBT KEINE EINFACHE LÖSUNG

Das vergangene Jahr war ziemlich unbeliebt.
Bei fast allen Menschen.
So eine Zeit möchten wir alle nicht weiterhin erleben.
Aber ich denke für unsere Krise gibt es keine einfache Lösung.
Die Versprechungen der maßgeblich Verantwortlichen werden nicht halten.
So wie sie bis jetzt nicht gehalten haben.
Nein, ich wünsche mir das nicht.
Aber bis wir wieder in ein halbwegs normales Leben zurückkehren werden,
wird noch viel Wasser die Donau hinunter fließen.
Und bis dahin wird sich die Welt sehr verändert haben.
Trotzdem:
Happy 2021


 

Mittwoch, 30. Dezember 2020

KOLLATERALSCHADEN



Magersucht ist nicht mein Thema.
Trotzdem habe ich mir auf YouTube die beiden Videos
von Josi Maria und ihren Eltern angesehen.
Josi Maria ist vor wenigen Wochen an ihrer Krankheit gestorben.
Und ich sage jetzt: Mitauslöser an ihrem Tod waren die Seuchenmaßnahmen.
Psychisch Kranke können Veränderungen viel schwerer ertragen,
als gesunde Menschen.
Aber diese Kollateralschäden werden in Kauf genommen.
Die vielen Menschen, die an den Maßnahmen sterben und noch sterben werden,
scheinen in keiner Statistik auf.
Vielleicht hätte diese junge Frau länger gelebt oder sie wäre sogar wieder gesund geworden.
Traurig.




 josi maria

Dienstag, 29. Dezember 2020

DAS UND DAS


 Für gute Vorsätze ist es nie zu spät
und ich finde, ich müsste mich besser ernähren,
so bin ich  letztens im Supermarkt vor dem Gemüseregal gestanden:
Karfiol? Schüttel.
Brokkoli? Geht gar nicht.
Wurzelgemüse, Kraut, Kohl? Ganzkörpergeschüttel.
Damit war der Fall besprochen.
Kaufen ist sinnlos.
Landet am Komposthaufen.
Und es ist auch nicht gesund,
wenn ich etwas mit Widerwillen esse.
Mitgenommen habe ich Champions, Chicoree und Salat.
Schau ma mal, was davon im Müll landet.
Apropos Supermarkt:
Nach den Feiertagen diesen aufzusuchen und noch dazu einen sehr großen,
war von der Idee her, die falsche Entscheidung.
Sowas von vielen Menschen, mit Kind und Kegel,
mit vielen Kind und weniger Kegel.
Geschrei, Gekreische, Gerenne.
Babyelefantabstand - wie schaut das aus?
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Seit ich aus dem allgemeinen Wahnsinn ausgestiegen bin,
geht es mir sehr gut.
In meiner Welt findet das weltübergreifende Irresein nicht statt.
Ich muss mich nur mit meiner eigenen Abnormalität herumschlagen.
Und all die mögliche Schönheit, Besonderheit und Essenz des Seins bekommen mehr Raum.
Auf der Bühne des Lebens wird Drama inszeniert.
Ich schaue einfach nimmer zu.
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Sehr traurig stimmt mich,
dass in diesem Winter wenige Vögel kommen.
Wo sind die Zeiten - und das ist nicht so lange her -
wo am Hausbaum 40 Federbällchen und mehr unterwegs waren.
Und ein Eichhörnchen.
Heuer sehe ich einige Meisen, ab und an Goldammer, selten Eichelhäher.
Das war es dann auch schon.
Und weil ich gekränkt bin,
werde ich mich an der diesjährigen Vogelzählung nicht beteiligen.
Was soll ich bei 10 Tieren viel zählen.





Montag, 28. Dezember 2020

RAUE NÄCHTE



 Meinen Zaubermantel habe ich hervorgekramt.
Vor vielen, vielen Jahren in Ladakh gekauft.
Es ist ein tibetischer Männermantel und zu ganz besonderen Anlässen ziehe ich ihn an.
Ein seltenes Feuer im offenen Kamin gemacht
und stundenlang in die Flammen geschaut.
Geräuchert.
Ich habe in diesem Jahr auch Zettelchen mit Wünschen geschrieben,
die in den Flammen verbrannt werden.
Und zusätzlich habe ich auf kleine Papierstückchen Dinge vermerkt,
die beendet sind und auch abgeschlossen bleiben sollen.
Ganz alte Tagebücher werden verbrannt.
Briefe.
Manches muss noch bleiben.
So viel Drama und Emotionen kommen zum Vorschein.
Die Zeit der Reinigung.
Spontan habe ich in der Stube schwere dunkelrote Vorhänge aufgehängt.
Gemütlich und heimelig.
Draußen liegt Schnee.
Ich arbeite an meinen Visionen,
wie ich mir eine Zukunft vorstellen kann.





Sonntag, 27. Dezember 2020

GLANZ UND SCHÖNHEIT


Nach Gold und Glanz war mir.
Wir sind ja wieder im totalen Lockdown.
Und ich habe festgestellt,
wenn ich lange genug auf die strenge Landschaft geschaut habe,
brauche ich zum Ausgleich etwas Sinnliches, Menschgemachtes, Schönes.
Marienwallfahrtskirchen (also, auch in Ermangelung anderer Optionen)
sind da genau das Richtige.
Für mich Orte der Kraft und Pracht.
So bin ich nach Maria Taferl gefahren.
Und habe sogar meinen Picknickkoffer gepackt.
Kaffee und Obst und Süßereien.
Unangetastet ist er wieder daheim gelandet.
Die konzentrierte verdichtete mystische Atmosphäre konnte ich genießen.
Der Ort sieht leicht traurig aus.
Etliches wird nimmer aufsperren.
Maria Taferl hat seine besten Zeiten gehabt.
Alles sehr nostalgisch.
Das fotografierte Hotel erinnert mich an die Geisterbahn im Wiener Prater.
Das Schönste waren die Kirchenbänke.
Jahrhundertealte abgegriffene Eichenbretter.






 

Samstag, 26. Dezember 2020

VOM LEBEN UND STERBEN


Während ich da im Wald herumwandere,
kreisen die Gedanken ums Leben und Sterben.
Mehr ums Sterben.
Ich finde das endliche Leben nicht so schlimm.
Viel ärger wäre ein unendliches Leben.
Meine Begeisterung fürs Dasein hat merklich abgenommen,
finde es zunehmend mühsam.
Deswegen finde ich die Seuche auch nicht so dramatisch.
Ja, Menschen sterben und irgendwann werden es wieder weniger Menschen sein,
die das trifft.
Und flapsig sage ich noch:
besser in wenigen Wochen an Seuche dahingerafft,
als mühsam an Krebs oder so.
Aber jede(r) kann dazu die eigene Meinung haben.
Ich denke immer,
so richtig alt möchte ich nicht werden.
Vor einigen Jahren, als ich mit Krebs im Spital lag,
hatte man dort Einiges mit mir gemacht,
was ich nicht so gut vertragen habe.
Also, ziemlich hohes Fieber.
Und da habe ich versucht, aus dem Körper rauszuschlüpfen.
Aber, es ist nicht gelungen.
Und bei den Überlegungen, ob es sich so richtig gelohnt hat,
noch auf der Erde in dem Körper zu bleiben,
habe ich jetzt keine Antwort gefunden.
Ich spüre keine Todessehnsucht,
ich denke, ich stehe dem Leben/Sterben recht sachlich gegenüber.
Meine Angst ist:
wenn einmal der Todesmoment gekommen sein wird,
bin ich vielleicht gerade in so einer spannenden Lebensphase,
dass es mich dann auch nicht freut, zu gehen.
Tja.
Nichts Genaues weiß man nicht.






Freitag, 25. Dezember 2020

HEUTE UND HIER



Zauberhaft schimmert das blanke klare Eis des Teiches
nach einem Regentag.
Im Wald findet sich immer wieder Schönheit.
Ich zelebriere in diesem Jahr die Rauhnächte bewusst.
Sitze vor dem offenen Feuer,
verbrenne meine Wünsche und das Gestern
spüre den Frieden des Jetzt und des Kommenden.




 

Donnerstag, 24. Dezember 2020

NIE MEHR VERSORGUNGSWÜSTE


Mit einem netten Lederriemen versehen
kann mich der Picknickkoffer in den nächsten Wochen in den Wald begleiten.
Wahrscheinlich werde ich erfrieren,
wenn ich den Lockdown im Freien verbringe.
Und einen Diener, der mir die Notration des Morgens zubereitet,
den hätte ich auch gerne.
Übrigens habe ich den Glauben an die Menschheit wiedermal verloren.
Die Thermoskanne war funkelnagelneu, originalverpackt
und sie ist nicht dicht.
Jetzt muss ich meine alte, verbeulte, grindige nehmen.
Aber alles ist gut.
Decken und Schlafsack kommen auch ins Auto.
So bin ich früher hier im Winter unterwegs gewesen.
Weil ich viel in der Nacht gefahren bin.
Und eine Schaufel hatte ich dabei.
Total verweichlicht bin ich bereits.
Wo sind die wirklich herausfordernden Zeiten?
------
Ein nettes Fest wünsche ich allen Leser*innen.



 

Mittwoch, 23. Dezember 2020

WEBCAM UND BIBERSPUREN


Mehr oder weniger zufällig habe ich in der Früh das Wetter angesehen.
Und in einem einzigen Ort in der Nähe war ein Sonnensymbol.
Ein großes Lob an die Webcams.
Denn auch die zeigte blauen Himmel und Sonne.
Sonst überall Nebel und Hochnebel.
Also flugs ins Auto gesprungen,
nichts ist so wechselhaft wie Wetter
und ein wenig Helligkeit für die Stimmung getankt.
Von Wärme konnte keine Rede sein.
Was mich nach wie vor wundert:
Biber haben sich so sehr vermehrt.
An jedem See oder Teich oder Bach findet sich mittlerweile ihr Zerstörungswerk.
Schnell ist das gegangen.
Vor 3 oder 4 Jahren war von ihnen noch nichts zu sehen.
Sie waren praktisch ausgerottet.
Biberpelzkragen und gebratener Biber - so wurden sie früher genutzt.
Ich finde grundsätzlich alle Tiere lieb,
aber schrankenlose Vermehrung ist problematisch.
Natürliche Feinde, wie Luchs oder Wolf, können sich bei uns nicht lange halten,
sie verschwinden auf ungeklärte Weise,
so hat der Nager ein gutes Leben.



 

Dienstag, 22. Dezember 2020

FRAU POST UND DEPRESSIV





Also, ich glaube, 
meine Stimmungslage kann man gut mit depressiver Verstimmung bezeichnen.
Ich habe auch keine Idee,
wie ich den Zustand ändern könnte.
Wahrscheinlich hilft Aufschreiben,
denn ich habe oft beobachtet,
wenn ich einen Post mache,
ist am nächsten Tag alles anders.
Es ist Winter und ich kann mich wieder über die Frau Post ärgern.
Womit habe ich das verdient?
Diese verhaltensoriginelle Person?
Die sich ab einem Zentimeter Schnee meiner Zufahrt verweigert.
Jedenfalls muss ich mein Überzeugungsgeschick bemühen,
sie mit Engelszungen und Trinkgeld überreden,
dass irgendwie Briefe und Päckchen bei mir landen.
Aber grundsätzlich macht sie alles anders,
als abgesprochen.
Kennt ihr das?
Ein Mensch, mit dem man sich nicht verständigen kann?
Die Kommunikation verläuft auf grundsätzlich verschiedenen Ebenen.
Ich glaube, für mich ist das in der Art neu.
Vielleicht schreibt ihr mir alle Karten,
damit sie sich an den Weg gewöhnen kann.
Seufz.

Extrabonus:
Rehbild. Endlich.



Montag, 21. Dezember 2020

VIELE WIENBILDER

Zuerst die Stadtkrähe

Zuerst eine Stadtkrähe

Unweit von Mozart




Der berühmteste Wiener Würstelstand "Bitzinger" bei der Oper
Immer mit toller Dekoration


Touristeninfo braucht jetzt keiner
Unten der Graben am Morgen




Den Trzesniewski habe ich mir nicht nehmen lassen.
Gibt es nur "ToGo".
Aber das Kaffee Hawelka hat seine Tische im Freien gelassen,
so gabs zumindest einen Abstellplatz.
Diese Verpflegungswüste ist wirklich traurig.



Der Demel hatte auch noch nicht offen.
Die Dekoration ist schön wie immer.
Und Kaiserschmarrn ToGo wäre sicher toll gewesen.






Das Foto oben darf man gar nicht machen.
Ist pietätlos.
Der Ort des Terroranschlages in Wien am 2. November.
Sehr traurig.
Kerzen, Blumen, Kränze überall in den Gassen.

Die Coronabeleuchtung hängt wieder in der Rotenturmstraße.

Ich wollte noch abschließen,
was ich mir für dieses Jahr vorgenommen hatte.
Deshalb Wien,
bevor wir wieder wochenlang weggesperrt werden.
Ich habe fertig mit 2020.
Und Wien ist auch in dieser tristen Zeit schön.
Auffallend, weil ich in diesem Jahr kaum dort war.
Stadtprächtig.