Mittwoch, 11. Oktober 2017

HERBST


 
Kein Geräusch ist im Wald.
Kein Vogelgezwitscher, nichts.
 
Dazu ein Theodor Storm:
 
Oktoberlied
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!
Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und lass es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.
Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

 
 
 

Kommentare:

  1. Liebe Ingrid,
    Dankeschön für dieses schöne Bild ... wie gemalt !
    Wunderschön ist auch das Bild mit den Gänsen zum Martinstag.
    Zu Dir herzliche Grüße
    Doris

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    1. aber gerne. hier ist das feinste wetter. mit wunderschönen farben - und ich habe kein einziges bild gemacht. nur geschaut. :-)
      liebe grüße

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  2. Was für ein wunderschönes Bild! Und das Geniessen lassen wir uns nicht zweimal sagen!
    Lieben Gruss in den goldenen Tag,
    Brigitte

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    1. nein, zum genießen brauchen wir keine anleitung. :-)
      liebe grüße

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  3. Aber noch schön sattes Grün....
    In der Stadt hört man noch die Spatzen in den Hecken.

    Liebe Grüße
    Andreas

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    1. hier gibt es gar keine spatzen. also ist es gerade recht still.
      liebe grüße

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  4. Theodor Storm,
    einer meiner Lieblinge, wie schön und mit passendem Beiwerk,

    danke, liebe Ingrid,

    Welle
    .

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    1. mir gefällt, dass er von veilchen und frühling spricht. die hoffnung lebt.
      liebe grüße

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  5. vielen dank für das erinnern
    ich liebe herbstgedichte
    als kind habe ich alle diese bücher von storm und meyer etc gelesen
    am liebsten die gedichte und balladen
    und habe manches heimlich auswendig gelernt
    herbstliche grüße birgit

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    1. balladen und gedichte mochte ich als kind auch gerne. schiller auch. ich glaube der rhythmus hatte es mir angetan.
      liebe grüße

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