Mittwoch, 28. August 2013

STRESSIG

Toilettentüre im Buchtempel
Manchmal, wenn ich in die Stadt muss,
erfasst mich der Kulturschock voll.
Ich brauche einige Zeit,
bis ich mich an den Lärm und die Hektik wieder gewöhnt habe.
Dass die Bauarbeiter die Gerüstteile mit lautem Krachen zu Boden werfen,
die Straßenbahn mit Getöse um die Ecke biegt,
Autos und Radfahrer mit einem Höllentempo daherkommen.
In der ersten Stunde, bis ich die Waldviertelruhe abgelegt habe,
beschert mir das einige Adrenalinschübe und Panikattacken.
Diesmal habe ich im großen Buchtempel eine Zwischenzeit überbrückt
und mir zum ausgezeichneten Frühstück
das Buch von Henry David Thoreau:
"Walden - Ein Leben mit der Natur" zu Gemüte geführt.
Da gibt es so nette Sätze, wie:
"...Die Mode, der die Herde emsig folgt, wird von den Reichen und Verschwendern vorgeschrieben...."
Seit 1845 hat sich im System nichts verändert.
Ich glaube, ich werde zukünftig noch einige Kostproben aus dem Werk zitieren. Es wurde vor 170 Jahren verfasst, klingt jedoch sehr aktuell. Die Welt wandelt sich rasend schnell - und doch bleibt sie immer gleich.

Kommentare:

  1. Mit dir eine Wasserpfeife rauchen... das wäre doch was!
    Wenn ich einfach in einer Stadt herumbummeln kann - ohne Ziel und Termin, finde ich es immer wieder spannend, ja fast ein bisschen aufregend in positiver Form!
    Wünsche dir einen entspannenden Tag in deinem ruhigen Viertel...
    Ich werde mich heute wieder den Wintervorräten widmen...
    bbbbbrigitte

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    1. die wasserpfeifen-kaffeehäuser, die haben schon etwas. in wien gehe ich ab und an bei einem vorbei. bis auf die straße riecht es.
      alles liebe zu dir

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  2. so ein Wechselbad ist doch schön :-)
    lg
    karl

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  3. Das stimmt echt: Irgendwie bleibt sich doch fast alles gleich! Tröstlich? Erschreckend? Wohl beides...

    Liebe Grüsse zu dir ins stille Land,
    Brigitte

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    1. ja, der mensch bleibt immer gleich. nur die kulissen werden verschoben.
      alles liebe in deinen tag

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  4. ich mag das buch auch!
    hab vor jahren viel darin gelesen.
    werde mich gleich auch aus meinem beschaulichen eifelstädtchen
    in die große düsseldorfer stadt wagen ;-)
    schön, diese wechsel auch genießen zu können, nicht wahr?!!
    und die vorzüge, die so unterschiedliche orte haben...
    angenehmen tag für dich!
    waldwanderer

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    1. gerade kann ich gut alte bücher lesen. hab sogar jetzt einmal eine novelle von stifter geschafft. ich merke, sie haben eine wunderbare melodie der sprache.
      liebgrüße zu dir

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  5. Im System kann sich nicht viel ändern, die Welt kann nicht neu erfunden werden. Die Globalisierung tut ihr Übriges und macht es möglich, dass die Shisha als Alternative zum Zigarettenrauchen Anklang findet.
    Einen ruhigen Tag noch und liebe Grüße
    Angela

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    1. unterm strich bleibt alles immer gleich, wenn wir auch das gefühl haben, die welt wandelt sich.
      lg zu dir

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  6. Hallo ins Waldviertel! Danke an dieser Stelle für ungewöhnliche Gedanken, ungewöhnliche Bilder und Eindrücke!
    Aber eigentlich will ich nur ein anderes "zeitloses" Buch empfehlen (Stichwort: "ändert sich die Welt, ändern wir uns, ändern sich die Probleme?") - nämlich das kluge Werk "Theorie der feinen Leute" von Thorstein Veblen (zZt wohl nur antiquarisch erhältlich dtv bibliothek) - erschienen 1899.
    Herzlichen spätsommerlichen Gruss und vergnügliche Lektüre aus München von Heike!

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    1. danke für den tipp. vielleicht kann ich das buch finden.
      alles liebe in den tag

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  7. Das möchte ich auch lesen, so ein kluger Mensch.
    Die große Stadt ist Wien, vermute ich? Wie gerne würde ich da auch schnell hinfahren.

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    1. die große stadt war das kleinere linz, aber wien steht auch an. muss mich dafür erst überreden.
      liebgrüße zu dir

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  8. Den letzten Satz bitte in Stein meißeln und vergolden!!! Unbedingt!

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  9. warum tust du dir das an wenn dus nicht magst
    ein bisschen reizt es dich sicher oder
    ich gehe selten in die stadt
    aber ich werde dadurch immer empfindlicher

    schöne grüsse dir
    rosadora

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    1. ab und an muss ich. aber sie werden immer weniger und werden einmal ganz aufhören. meine stadtbesuche.
      lg zu dir

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  10. Schön, dass Du so viel Ruhe im Waldviertel hast liebe Ingrid.
    Wir sind hier nur eine Kleinstadt. Aber das Getöse der LKW's am Morgen stört mich imens. Am Nachmittag dann die Kinder, weil der Spielplatz genau gegenüber ist, und am Abend die "Erwachsenen". So wirklich ruhig ist es hier nicht. Okay,...ich kann die Fenster schließen. Na ja,...aber wenigstens ist die Balkonseite ruhiger....da ist eine Wiese und eine Häuserreihe und dann kommt erst die Straße....
    Frau kann schließlich nicht alles haben. Ich wollte ja hier wohnen und alles "erlaufen" können.....und billig sollte es auch noch sein.....aber eine schöne Aussicht hab' ich wenigstens.....die ich jeden Morgen bewundern kann....
    Dann wünsche ich Dir noch einen schönen Abend....und liebe Grüße Rosi

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    1. deine aussicht finde ich sowas von schön. muss wunderbar sein, immer ins weite blicken zu können.
      alles liebe zu dir

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