Samstag, 7. November 2009

BÜCHER

Bücher sind Freunde.
Ich habe viele Freunde. Viele, viele.
Zu viele.
Bekannte, Unbekannte, ein wenig Bekannte, Geliebte, enge Freunde.
Heute habe ich ein Buch gesucht.
Ein Buch aus der Kategorie "enge Freundschaft über Jahrzehnte".
Ich bin schlampig.
Dort, wo es sein sollte, war es nicht,
dafür konnte ich das Regal gleich abstauben.
Vier Werke des gleichen Autors haben sich gefunden -
die kenne ich wieder eher nicht,
aber das Gesuchte war ganz woanders.
Hat mich eine halbe Stunde meines Lebens gekostet.
Ich frage mich:
Wie kann eine Frau, die so viele Bücher besitzt,
trotzdem so dumm sein?
Nicht, dass alle Bücher so gescheit und weise sind,
aber da biegen sich die Regalbretter unter den Werken
richtig intelligenter SchreiberInnen.
Und das meiste davon ist gelesen.
Wohl alles durch den Ganglien-Rost gefallen.....

Kommentare:

  1. Hör mal, alles in deinem Blog zeigt Nachdenklichkeit und Intelligenz auf, wie kommst du drauf zu sagen, du wärst es nicht? Das hast du nicht verdient.

    Das Problem der Bücher hab ich auch - ist ein echtes Problem bei jedem Umzug, aber trennen kann ich mich nicht, das geht gar nicht. Finden tu ich seit dem letzten Umzug überhaupt gar nichts mehr - finde ich aber lustig, weil ich so immer wieder was altes/neues lange vergessenes entdecke und Freude dran habe an diesem Chaos. Ist doch wie Ostereier suchen.

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  2. Freche Antworten als
    Wort zum Sonntag:

    1) Ob das Abstauben notwendig war, vermag ich auf die Entfernung nicht zu beurteilen, aber immerhin hatte das Suchen damit auch etwas Gutes

    2) wer sucht, der findet
    oder

    3) auch eine blinde Henne findet ab und zu ein Korn
    und, ach ja,

    4) wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen

    Trotz diesen wenig galanten Zurufen wünsche ich ein erholsames Wochenende

    Blinkyman

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  3. Provozierend behaupte ich, dass Bildung - zumal die aus Büchern - rein gar nichts mit Intelligenz zu tun hat. Das wird sehr gerne verwechselt. Aber Bücher sind unentbehrlich. Es gibt allerdings solche, von denen trenne ich mich leicht. Nur Herzensbücher muss ich wirklich behalten. Und irgendwie musst du das mit dem "dumm" ganz anders gemeint haben?!

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  4. marie:
    ja, du hast recht. war auch nicht ganz ernst gemeint. aber ich kann das was ich lese augenblicklich wieder vergessen und nichts bleibt hängen.
    bücherostereier.

    blinkyman:
    abstauben in verborgenen winkeln ist immer nötig.
    und die blinde henne findet auch die bücher wieder.

    kvinna:
    ich weiss intelligenz und bildung sind verschiedene dinge. trotzdem wäre ich manchmal nicht so völlig blank.

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  5. Hallo Ingrid,
    ich finde Bücher müssen nicht immer eine nachhaltige Wirkung auf mich haben.
    Manchmal fühl ich mich einfach nur kurz verstanden oder erfahre einen
    positiven Blickwinkel auf mein eigenes Leben,die kann ich nur einmal lesen und schenke sie weiter.
    Andere sind wie eine Bibel -ich muss sie wieder und wieder lesen um zu verstehen ,die muss ich behalten und wieder und wieder lesen,bearbeiten zerpflücken.
    Oder die Sorte,die so toll ist dass ich sie vor lauter Begeisterung mindestens fünfmal lesen möchte(ob ich dann dazu komme?)
    Dann gibt es noch die Bücher die mich mit dem schäbigen Gefühl zurücklassen ich hätte was verpasst oder wäre irgendwie zurückgeblieben(im Vergleich zu der fantastischen Heldin)und die müssen gleich verschenkt oder entsorgt werden.
    Ich gebs zu:ich konsumiere Bücher und manche sind dann fertig wenn ich mit ihnen fertig bin.
    Liebe Grüße aus dem Novembernebel,Stela

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  6. stela:
    ich mag am liebsten die bücher die mir andere leben beschreiben. biografien. bin immer wieder fasziniert von den lebensgeschichten anderer.
    lg
    ingrid

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