Donnerstag, 7. April 2011

HUNDERTWASSERMÜHLE


Zur Hundertwassermühle gewandert.
Am Kamp entlang.
Das Wasser murmelt, wispert, erzählt
Geschichten von weit und nah.

Sehr verfallen ist die Mühle,
in der Hundertwasser eine Zeit lang gewohnt hat.
Spartanisch innen,
das Dach mit Bäumen und Gräsern bewachsen.







Das Plumpsklo plumpst ins Freie,
wenn der Fluss höher steigt,
direkt ins Wasser.


Mittwoch, 6. April 2011

KUNSTWERK?

Ja, einmalig ist jeder
hoffentlich mehr natürlich
als künstlich.
Da sage ich doch glatt:
Jeder Mensch ein Naturwerk.

Dienstag, 5. April 2011

GREISSLEREI


In einem Dorf hier gibt es noch eine richtig alte Greißlerei.
Die betagte Dame führt das Geschäft seit 1948.
Kindheitserinnerungen werden in dem heillosen Durcheinander wach,
hier gibt es wirklich alles,
was man zum einfacheren Leben brauchen kann.
Dem Druck der Neuzeit gehorchend,
verpackt,
nicht mehr lose in Gläsern und Laden.
Ein Raum vollgestopft mit dem Kunterbunterlei,
der früher gleichzeitig dörfliches Frauenkommunikationszentrum war.
Nach einem kurzen Tratsch habe ich Osterhasen gekauft
und bin nostalgiebeglückt abgezogen.

Montag, 4. April 2011

LIEBLINGSTIERE


Stundenlang könnte ich Kamele betrachten.
Majestätisch mit langwimprigen Augen.
Freundlich neugierig.


Was wohl der Zahnarzt sagt?

Sonntag, 3. April 2011

STICHWÖRTER

Blogspot bietet seit einigen Monaten Statistiken.
Wieviele Leser, von wo, etc.
Das Interessanteste sind die Stichworte mit denen der Blog gefunden wird.
Bei manchen bin ich völlig überrascht und frage mich, ob ich das wirklich so geschrieben haben kann.
Fettabsaugung Bilder
Kalorien einer Semmel mit Leberkäse
Dicke Katzen
Alterssex
Mann schneidet Kopf ab beim Zaubern
Ingrid Mann, Universität Kobe, Japan 2011
Hatte Heinz Rühmann ein Alkoholproblem
usw.
Aber irgendwo werden die Worte in meinem Text schon vorkommen.
Verblüfft mich. Internet, das Rätselhafte.

Samstag, 2. April 2011

VORBEI

Zum ersten Mal in diesem Jahr den Moorweg gegangen.
Schritt für Schritt macht den Kopf frei.
Mit dem neuen Schrittzähler kann ich nachrechnen,
wie frei die Gedanken sind.
Der Imbissbudenbetreiber kommt nimmer,
schade,
eine Neuübernahme,
manche Dinge sind vorbei,
zukünftig keine sommerträgen Gespräche mehr über Katzen, Gott und die Welt.

Freitag, 1. April 2011

BÄRLI

Das sind zwei richtig arme Bärli.
In die Jahre gekommen und zu Tode geliebt.
Mehr oder weniger zufällig habe ich die Fernsehdoku über den berühmten Eisbären Knut gesehen.
Die Geschichte rührt mich zu Tränen.
Ich behaupte ja nach wie vor, dass er und sein Pfleger, beide, an gebrochenen Herzen gestorben sind.
Ich kann gar nicht sagen, warum mich das so betroffen macht. Wofür diese Liebe, diese Beziehung steht. Täglich geschehen viel schrecklichere Katastrophen, die ich locker wegstecken kann. Vielleicht symbolisiert diese Mensch-Tierbeziehung die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies, den Wunsch nach einer heilen Welt in der wir in einer Einheit leben können. Tief in uns schlummert ein Wissen davon. Und die Sehnsucht, bewusst oder nicht wahrgenommen, bleibt immer bestehen.
Ich war einmal auf den Galapagos. Wenn man das erlebt, wie die Tiere dort ohne Scheu, ohne an Flucht zu denken den Menschen ganz nahe an sich heranlassen, dann bekommt man ein wenig das Gefühl was Paradies bedeuten mag. Vögel bleiben am Strauch sitzen, wenn man vorbeigeht, ganz nahe kann man heran, die Robben und Seelöwen lassen sich fast streicheln - es ist wunderbar. Nebenbei bin ich dagegen, dass es heute noch Tiergärten gibt. Finde ich nicht mehr zeitgemäß. Wer schon einmal einem Gorilla im Zoo in die Augen geschaut hat, weiß was ich meine.

Donnerstag, 31. März 2011

SCHALLABURG


Auf der Schallaburg.
Venedig-Ausstellung.
Die Burg mit dem Renaissance-Innenhof ist schön,
wie immer.
Die Ausstellung muss frau nicht sehen.
Ich gehe kaum in diese Touristen-Sommer-Kassenklingel-Veranstaltungen.
Aber das Thema Venedig war für mich Grund.
Venedig ist eine meiner Lieblingsstädte.
Und ich habe wieder Lust darauf bekommen,
obwohl das Gezeigte hier nur ein winziger Abklatsch der möglichen Venedig-Schätze ist.
Eigentlich fehlt alles, was die Stadt sinnlich macht.
Die herrlichen Stoffe, die Farben, das wunderbare Glas ....
Der Geruch nach Meer, Verwesung und Verfall.
Ein schöner Ausflug war es trotzdem.





Mittwoch, 30. März 2011

KATZENFRÜHLING


Sogar meine schon etwas ältere Katze treibt der Frühling aufs Dach.

Dienstag, 29. März 2011

STILWERK


Seit einigen Monaten gibt es das Stilwerk-Haus in Wien.
Viel Glas, viel Licht.
Design.
Manches hübsch.
Den Tisch hätte ich schon gerne.





Montag, 28. März 2011

HEXEREIEN

Ein Buch mit Hexensprüchen ist mir in die Hände gefallen. Das möchte ich euch nicht vorenthalten. Sehr gelacht habe ich beim Lesen.
DAMIT EIN HUND GERN BEI DIR BLEIBT:
Nimm ein Stück Brot und stecke es dir unter die Achsel. Wenn das Brot mit deinem Schweiß getränkt ist, gib es dem Hund zu fressen.
FÜR EINE GUTE HANDELSCHAFT
Damit du billig einkaufen, aber teuer verkaufen kannst, fange ein weißes Wiesel und schneide ihm den Kopf ab. Stecke diesen in deinen rechten Hosensack.
WIE MAN MÄUSE TÖTET:
Man schneidet einen alten Badeschwamm in kleine Stücke und brät sie in altem, ganz scharf gesalzenem Fett. Davon schrumpfen sie so klein zusammen, dass die Mäuse die Schwämme gierig fressen können. Dann stellt man Wasser in die Nähe des Mäusenestes, denn sobald die Mäuse gefressen haben, saufen sie auch. Darauf schwillt der Schwamm im Mäuseleib so an, dass sie zerplatzen.
WIE MAN SICH UNSICHTBAR MACHT:
Man nimmt von einer Fledermaus das rechte Auge und trägt es immer bei sich. Dann ist man unsichtbar.
Aus: Hexensprüche aus dem Ries, Verlag Engler Nördlingen.
Eines haben die Wundermittel gemeinsam. Sie sind eklig und schwer zu kriegen. Und wohl eher wirkungslos.

Sonntag, 27. März 2011

ROLLTREPPEN







Spiegel, Licht, Rolltreppen
faszinierend.
Im Stilwerk-Haus in Wien.