Samstag, 26. September 2009

STILLSTAND

Tageweise bin ich völlig handlungsgelähmt.
Kann mich zu den einfachsten Dingen nicht aufraffen.
Langsam wird mir klar,
wie sehr ich diese Stillstandszeit gerade brauche.
Ich verändere mich
es verändert mich
und in den Tagen ohne jede Aktivität
wird der Raum dazu geschaffen.
Leerraum.
Innerer.
Äußerer.
Platz für Neues.

Kommentare:

  1. veränderungen dieser art hab ich ähnlich erlebt. es ist wie wandern durch niemandsland. irgendwo verschwommene horizonte, aber nicht wirklich ein ziel. man weiss nicht wohin es einen treibt. die motivation fehlt. vielleicht verstärkt sich das im moment noch durch mondpausen, in denen sich dieser auf leerer bahn bewegt, was gar nicht selten vorkommt. ich denk es mir, weil nicht nur ich, sondern auch die menschen um mich rum total einbrechen im moment, was die körperliche kraft angeht. hab mich schon gefragt, ob es vielleicht auch so etwas wie eine art herbstmüdigkeit gibt, eine kraftlosigkeit, innen und aussen, die man sonst dem frühling zuschreibt.

    alles liebe und ein schönes wochenende wünsch ich dir,
    slg rena

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  2. einfach nur SEIN-
    immer wieder brauche ich stunden oder tageweise mengen dieses einsiedlerischen zustands des in ruhe-gelassen-werdens und nehme mir das!
    gruß von sonia

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  3. yeah gestern hatte ich extra frei um sauberzumachen weil heute familienkaffeetrinken ist
    ich habe fast nix getan
    dann gibt es tage an denen ich nach der arbeit abend wie eine wilde wirbele und viel schaffe
    zur zeit fühle ich mich erschöpft
    ist es der herbst
    wenn ich zeilen lese wie ...herr es ist zeit der sommer war sehr groß...
    dann fühle ich ja es ist zeit ich will aufs sofa ich will ruhe stricken teetrinken nicht viel reden und allerhöchstens leise musik hören
    dabei
    also ich habe jetzt nicht den sommer auf dem tisch getanzt
    seufz ich werde alt...

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  4. Stillstandzeit ist Zeit zum Regenerieren und zum Heilwerden.

    Nimm sie dir - dann kann ganz viel Neues entstehen!

    Liebe Grüße ins Wochenende hinein
    Donna

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  5. eigentlich bin ich jetzt beruhigt,
    weil "rundumadum" dieser Zustand herrscht.
    Zeit nehmen - und das Neue kommen lassen.
    viele Grüße Elfi

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  6. eure kommentare sagen mir, dass ihr alle diese zustände kennt. ja, ruhezeit um platz für neues zu schaffen.
    habt ein gutes wochenende
    alles liebe
    ingrid

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  7. Komisch, ich verharre auch gerade in einem Zustand der Bewegungsunfähigkeit, ob pyhisisch oder psychisch, und frage mich, warum ich nicht einmal Lust zum lesen habe, und obwohl ich eine Woche Zeit hatte, ist doch alles liegen geblieben,...na ja,...o.k., die Erkältung, die noch nervt. Klar.
    ...und schlafen könnte ich, ..immerzu....
    Ich wäre so gerne in den letzten schönen Tagen auf den Berg hoch gekraxelt, aber die Kraft fehlt mir einfach dazu.
    Ist das jedes Jahr so?
    Nein, ich glaube nicht.
    Liebe Grüße
    Grey Owl

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  8. liebe ingrid,

    wenn ich deine heutigen worte lese, dann geht's mir weniger gut und das gefühl, etwas versäumt zu haben, dir mitzugeben, überkommt mich.

    wenn ich die dazugehörigen kommentare verfolge, macht das ein "aha" in mir.

    und: ich hab' mich jetzt regelrecht überwunden, den laptop einzuschalten, um mögliche e-mails abzufragen. nachzusehen, was sich so tut im internet-universum.
    die sehnsucht nach dem sofa und dem gar-nix-tun ist riesengroß.

    und: iris ist gestern auf dem nachhauseweg im kinderwagen eingeschlafen, als würde sie meine müdigkeit für alles und jedes teilen wollen.
    doch: gerade jetzt (21 uhr) ist sie putzmunter, so als hätte sie jemand aufgezogen.
    für sie gilt wohl ein rhythmus, der ihr ganz eigen ist.
    und meine mama - ein zähes kraftbündel - sagt oft, dass sie sich wünscht, wenigstens einen winzigen teil von ihrer energie geschenkt zu bekommen.

    würdest du iris in den letzten stunden gesehehn haben, dann wärst du wohl verwundert, wie sie auch sein kann.
    .
    .
    .
    gestern war für mich so ein tag, an dem ich mich am liebsten verkrochen hätte, doch das gespräch mit dir war teilweise so tief, so überraschend für mich, dass mich das wieder vom-nur-stur-vor-mich-hin-grübeln-von-dem-ich-eh-weiß-dass-dadurch-nichts-besser-wird abgebracht hat.

    zu erfahren, wie sich selbst- und fremdeinschätzung deckt und manchmal fremd ist, lässt mich lächeln.
    zu wissen, welch feinfühliger mensch du bist, geht mir zu herzen.
    ich finde es noch schöner, dir zu schreiben.

    als ich schwanger war, gab es diese momente des überglücks, die wie wellen hochkamen, weil alles-so-ist-wie-es-ist-gut-ist-auch-wenn-sich-alles-verändert-und-ungewiß-ist-wie-es-ausgeht.

    und ich denke mir und habe das oft erfahren, dass die zeiten-des-scheinbar-nichts-tuns gerade dann vehement ihr recht einfordern, weil die zeiten davor anders waren.
    extrem fordernd.
    extrem schön.
    extrem traurig.
    extrem am herz-rüttelnd.
    extrem kraftraubend.
    physisch und psychisch.

    da ist es logisch, dass sich der körper und der geist und die seele sich holen, was sie brauchen.
    das gefällt der außenwelt nur selten.
    oder sie versteht.

    ich gehe jetzt wieder aufs sofa, gucke in das fernsehkastl, erlaube mir unkreativ zu sein, langweilig, wartend.
    stillstandszeit-gemäß.
    platz-machend für das kommende.
    iris schläft.

    mit vielen gedanken an dich
    schicke ich dir ein
    hab'-eine-gute-nacht-liebe-ingrid

    anita

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  9. graue eule:
    schön, dass du wieder da bist. du fehlst immer.
    dieses handlungsunfähige, das mich heuer befällt, hat eine andere qualität als einfache frühjahrs- herbst- oder sonstige müdigkeiten.
    lg und einen schönen tag
    ingrid

    anita:
    danke für deine lieben worte. schön und interessant war es mit dir und iris. ich freue mich euch kennengelernt zu haben.
    einen wunderschönen sonntag für euch
    ingrid

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