Montag, 21. September 2009

ALEXANDRA DAVID-NEEL

Ein Buch von Alexandra David Neel ist mir wieder in die Hände gefallen.
Welch bemerkenswerte Frau.
Geboren 1868 kommt sie mit der bürgerlichen Existenz nicht zurecht. Schon als junge Frau beschreitet sie neue Wege, engagiert sich für Frauenfragen,
versucht sich erfolgreich als Opernsängerin in Tunis und Indochina.
Studiert Tibetologie und Buddhismus und heiratet einen reichen Industriellen,
der ihr ein Leben lang ein treuer Freund bleibt, sie finanziell unterstützt, obwohl sie
sich in weiterer Folge jahrzehntelang nicht sehen.
Ihre generelle Männerabneigung ist legendär.
Mit 23 Jahren bricht sie zu ihrer ersten Asienreise auf. Der Kontinent lässt sie nicht mehr los, sie unternimmt unzählige Pilgerfahrten, teilweise als Mann verkleidet. Ihre zweite Reise dauert 14 Jahre. Sie wird tibetischer Lama, lebt ein Jahr als Einsiedlerin im Himalaya. Lernt den jungen Lama Yongden kennen, der sie fortan begleitet - auch auf der abenteuerlichen Durchquerung Tibets, wo sie die verbotene Stadt Lhasa besucht. Ihren Lebensunterhalt verdient sie mit Übersetzungen und dem Schreiben von Büchern. Im Alter von 78 Jahren lässt sie sich in Frankreich nieder, inzwischen hoch geehrt und berühmt. Sie adoptiert Lama Yongden -
sein einziger Fehler ist, dass er vor ihr stirbt.
Sie wird zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen, mit 100 lässt sie nochmals ihren Reisepass verlängern. Bald darauf tritt sie ihre letzte Reise an. Ihre Asche wird in den Ganges gestreut.
Welch Leben, welche Frau.
Wieviel Mut, Kraft, Energie und Wille haben sich hier in dieser nur 156 cm kleinen Person vereinigt.
Wieviel Ehrgeiz, Intelligenz und Durchhaltevermögen diese herausragende Frau besessen hat.
Es gibt eine Menge Bücher von ihr und über sie. Ein Lesevergnügen wenn man an Frauenschicksalen, Asien und Buddhismus interessiert ist!

Kommentare:

  1. für mich eine neuentdeckung. nun hast wohl du mich mit dem lesevirus für bücher über und zu dieser ausnehmend interessanten frau infiziert. ich sag danke dafür :)

    schönen wochenbeginn und einen guten tag, slg rena

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  2. rena:
    so sind die viren kreuz und quer in den blogs unterwegs.
    dir auch einen schönen wochenbeginn
    alles liebe
    ingrid

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  3. Schade, dass deine schönen und interessanten Texte immer mittelachsig erscheinen. Das liest sich SEHR schlecht und mildert das Lesevergnügen erheblich. Mich würde linksbündiger Flattersatz freuen.

    Lieber Gruß von Renate

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  4. hallo renate,
    du hast das bereits einmal geschrieben. für mich bedeutet das mittelachsige einen gewissen rhythmus.
    liebe grüsse
    ingrid

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