Donnerstag, 21. Oktober 2010
SCHRÄG
Mittwoch, 20. Oktober 2010
DUPLIZITÄTEN
Dienstag, 19. Oktober 2010
SCHLAMPIG
Es gibt Serien. Ich bin gerade in der Schal-/Halstuchverlierphase. Im vergangenen Winter habe ich 2 Stück geschafft (darunter mein in wochenlanger Arbeit selbstgestrickter Cache Coeur). Heuer geht es schon wieder los. Ein frisch erstandenes Gucci-Tuch (allerdings vom Flohmarkt, aber trotzdem) blieb hinter mir auf der Strecke. Aller guten Dinge sind drei, hoffe ich. Gerne möchte ich wissen, wer all die Halstücher von mir hat. Wenn ich weniger schlampig wäre und mehr achtsam, ja dann .... hätte ich andere Probleme.
Montag, 18. Oktober 2010
HÜHNER IM PARADIES
"Eva ist mein Name, lass uns von diesen Äpfeln kosten."
"Ja, wir wollen den paradiesischen Überfluss nutzen."
Da gingen den beiden die Augen auf, und es wurde ihnen bewusst, dass sie nackt und am Grill gelandet waren.
Sonntag, 17. Oktober 2010
FOTOS
dann sehe ich die nettesten Motive
die alle unfestgehalten
kaum ins Gedächtnis geprägt
verblassen müssen
mit keinem geteilt werden können.
Schade darum.
Samstag, 16. Oktober 2010
LESEFUTTER
Rafik Schami
Reise zwischen Nacht und Morgen
"......Ich habe mal eine verrückte Geschichte gelesen über einen Jungen, der sich in eine ältere Frau verliebt hatte, und sie liebte ihn noch feuriger, als er es sich in seinen kühnsten Träumen hätte wünschen können.....Und bei jedem Treffen wurde er ein Jahr älter und sie ein Jahr jünger, bis er sie überholte, und er wurde immer weiser und ängstlicher und sie immer mutiger und verrückter, und das führte dazu, dass sie den Weg zueinander am Ende nicht mehr fanden, weil sie zu jung geworden war und er zu alt ...."
Freitag, 15. Oktober 2010
HERBSTSPAZIERGANG
Hier gibt es jede Menge hübsche Ein- und Ausblicke.
Donnerstag, 14. Oktober 2010
VOM EINPARKEN
Die beste Autofahrerin bin ich schon lange nimmer. Ich habe zwar viele Kilometer auf den Straßen zugebracht, aber der Zahn der Zeit nagt auch an der Fahrtüchtigkeit. Und plötzlich kann ich nimmer Einparken. Da gibt es doch das Buch und den Film: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken". Noch nie hatte ich Probleme damit (auch nicht mit dem Zuhören der Männer - anscheinend habe ich sie dazu gezwungen, oder es ist mir nicht aufgefallen, wenn sie es nur vorgetäuscht haben) und plötzlich brauche ich Parklücken für Lastwagen um das Auto halbwegs zu platzieren. Hab mir so ein Kunststück geleistet, beim 3. Versuch hatte ich es immer noch nicht geschafft, dann ist der Besitzer des Wagens davor mit Angstschweiß auf der Stirn erschienen und hat mir seinen Platz frei gemacht, damit ich es auf doppelter Länge mit neuen Anläufen möglicherweise doch zusammenbringe. Irgendwie bleibt mir im fortschreitenden Leben keine Niederlage erspart.
Mittwoch, 13. Oktober 2010
WELTKULTURERBE
Die Häuser sind aus dem 19. Jahrhundert, Bauernbarock.
Das Dorf wurde zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.
Ganz hübsch, aber es gibt nettere Dörfer ohne Weltkulturerbe.
Dienstag, 12. Oktober 2010
Montag, 11. Oktober 2010
ALKOHOLPROBLEM
Ich trinke zu wenig.
An Tagen, wenn mein bester Freund beschließt, neben einem Herzschrittmacher womöglich auch Krebs zu haben, ich bei einem wichtigen Termin plötzlich nicht mehr klar sehe, sondern die Augen Blitze kaleidoskopartig erzeugen, dann möchte ich gerne mal ein klein wenig Kummer in einer Flasche ersäufen. Die Tröstungen und die Entspannungsmöglichkeiten der edlen Reben in Anspruch nehmen, aber leider vertrage ich fast nichts mehr. Kann nimmer schlafen, kriege Herzrasen und das hieße den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Wenn ich dann eine Frau auf der Straße sehe, mit dem Weinsackerl, eine amerikanische Touristin, die mich anspricht, weil sie ihr Hotel nimmer findet, dann beneide ich sie sogar ein wenig. Leider konnte ich ihr nicht helfen, wusste die Adresse auch nicht. Einige Stunden zuvor bin ich durch die Wachau gefahren, da waren Leute bei der Weinlese, sie hatten einen Bus umgebaut, mit Bänken und Tisch zum Jausnen - Weinbauern sind meist gemütliche Leute, die das Wohlleben zu schätzen wissen.
Ich möchte nicht missverstanden werden - ich kann Menschen, die zu viel trinken überhaupt nicht haben, aber ich bin der Meinung, ein edler Tropfen ab und an und hie und da gehört zu den Genüssen des Lebens und lässt die strengen Konturen mancher Tage weicher erscheinen.
Sonntag, 10. Oktober 2010
KOMMENTARE
Kommentare kommen zurück,
die manchmal alles verändern
neue Aspekte zeigen
Blickwinkel öffnen
auf völlig andere Seiten hinweisen.
Bildung und Information gibt es nebenbei.
Manchmal freue ich mich so,
dass ich ganz gerührt bin.
Für diese Wortgeschenke möchte ich euch heute danken.
Samstag, 9. Oktober 2010
HERBSTBLÄTTER
Der wilde Wein zeigt, was wild heißt.
Fast zugewuchert ist mein Eingang.
Ein Vorhang aus bunten Blättern
ist von den Monaten des Wachsens geblieben.
Die Gartenschere wird frei machen,
was ohnedies bald kahl sein wird.
Freitag, 8. Oktober 2010
LIEBLINGSVÖGEL
Der Spechtbesuch hat mich inspiriert, über meine Lieblingsvögel zu schreiben. Favoriten sind Keas = Bergpapageien. Sie leben in Neuseeland und sind so etwas von witzig. Diebische Zerstörer, furchtlose. Knabbern alles an, fressen am liebsten Plastik und nichts ist vor ihnen sicher. Ich kann sie leicht entzückend finden, bei mir richten sie ja keinen Schaden an. Ich war vor vielen Jahren in Neuseeland und habe einige Tage in einem Bungalow mit Blick auf den Mount Cook gewohnt. Einmal hörte ich vor der Tür lautes Geklapper und trat barfuß ins Freie. Eine Gruppe der Vögel machten sich bei den Mistkübeln zu schaffen. Neugierig wackelten sie auf mich zu - der typische Papageienwalk - und begannen, vorsichtig meine Zehen zu probieren. Damit haben sie sich natürlich in mein Herz gekostet.So einen Unzertrennlichen - Rosenköpfchen, eine kleine Papageienart hatte ich einmal. Man soll sie nicht allein halten, aber ich hatte nur einen. Und der war entzückend. Morgens kam er ins Bett geflattert und ist mal die Bettdecke zur Begrüßung rauf- und runtermarschiert. Er war zärtlich und kommunikativ und allseits beliebt. Ich habe damals einige Jahre im Ausland in einem Hotel im 12. Stock gelebt und einmal habe ich vergessen, die Oberlichte zu schließen. Als es mir eingefallen ist, war es zu spät, der anhängliche Kleine hatte bereits den Weg ins Freie geschafft. Vor dem Hotel hat man ihn noch gesehen, aber als ich auf die Straße gekommen bin, war er schon verschwunden. Ich habe mir nochmals einen besorgt, aber der war nur langweilig und ich habe ihn nach einiger Zeit verschenkt.
Mit Papageien zu leben macht Freude, die Vögel sind intelligent und witzig. Meine Katze hätte sicher auch ihre helle Freude an der Gesellschaft.
Mit Papageien zu leben macht Freude, die Vögel sind intelligent und witzig. Meine Katze hätte sicher auch ihre helle Freude an der Gesellschaft.
Donnerstag, 7. Oktober 2010
SCHREBERGARTEN
Das kleine grüne Glück auf wenigen Quadratmetern ist meist wohlgepflegt, denn die Vorschriften im Verein sind streng, da gibt es Kontrollorgane, die das Statutenwohlverhalten überprüfen. Ich gehe gerne durch die Gärten und schaue über den Zaun ins traute Familienleben. Alles ist so nett und putzig. Zwerge sind ein Muss - ohne zierendes Figurenwerk geht gar nichts. Vielleicht gehört das zu den Vorschriften. Ein Objekt der Begierde gibt es für mich auch - in Wien die Parzellen an der Alten Donau.
Mittwoch, 6. Oktober 2010
DER ALTE SPECHT ...
das sind die Anfangsworte eines Wienerliedes.
Mein alter Buntspecht hat lautstark an das Fenster geklopft.
Es war nicht leicht, die Fotos zu machen, denn wenn ich nach der Kamera gegriffen habe, war er auch schon dahin. Aber da Vögel eitel sind, wollte er ins WWW und ist wiedergekommen.
Dienstag, 5. Oktober 2010
MONTAG UND HIRSCHALM
Nachdem der Nebel bei mir bleiben will,
habe ich die Webcams rundherum gecheckt
und auf der Hirschalm war die Sonne da.
Hirsche gefüttert
den Käfern beim Krabbeln zugesehen
die letzte Libelle betrachtet
herbstzerfranste Blumen fotografiert
die Sonne auf die Nase scheinen lassen
in der Wärme eingeschlafen
die Gedanken ziehen
und die Zufriedenheit tiefer in den Bauch sacken lassen -
es gibt Tage an denen ist nichts auszusetzen.
Montag, 4. Oktober 2010
SONNTAG UND AUSFLUG
Das Mühlviertel ist gleich nebenbei.
Dort war das schönste Strahlewetter,
20 Grad in der Sonne,
Mittagessen im Freien mit Blick ins Land.
Ein kleines Stück gegangen,
Pferde gestreichelt,
in einer der besten Konditoreien breit und weit gewesen.
Gut ist so ein Herbsttag,
auch wenn bei mir der Nebel sein mag.
Sonntag, 3. Oktober 2010
LANGLEBIGKEIT
Mangelernährung lässt uns langsamer altern. Die Menschen, die heute richtig alt sind, haben die entbehrungreichen Kriegsjahre erlebt. Ständig satt zu sein und von allem viel zu viel zu kriegen ist schlecht für die Lebenserwartung.
Man nimmt auch an, dass zukünftig die Leute nimmer so alt werden, trotz oder vielleicht auch wegen all der medizinischen Hightech-Errungenschaften. Einfach weil die Wachstumsbedingungen von Anfang an nicht mehr so ideal sind. Denaturierte Lebensmittel, Umweltverschmutzung, Elektrosmog... etc.
Auch sollen wir den Peak-Population (so wie Peak-Oil) bald erreichen. Von da an geht es mit der Weltbevölkerung bergab.
Warum ich das alles schreibe? Ich finde es interessant und möchte es einfach so stehen lassen.
Samstag, 2. Oktober 2010
AUF DER SUCHE NACH DEM WUNDERBAREN
da bin ich auf der Suche nach dem Wunderbaren.
Ist es nah
oder doch fern?
Manchmal ist es zu finden.
Freitag, 1. Oktober 2010
KLEINER ÄRGER
Wenn das Telefon läutet, ich abhebe und mir dann wieder jemand irgendetwas verkaufen will, ärgere ich mich meistens. Ich lege sofort auf, aber trotzdem bin ich über die unerwünschte Unterbrechung verstimmt, besonders wenn ich vom entferntesten Winkel angerast komme. Diese Werbung ist ja verboten, aber keiner hält sich daran. Gestern hat die Frechheit um an Geld zu kommen einen neuen Höhepunkt erreicht - ich habe ein Schreiben vom österreichischen Tierschutzverein bekommen, dem eine Antwortkarte beigelegt war, mit der ich eine Beratungsbroschüre für meine Testamentsabfassung anfordern könnte.
Das finde ich unglaublich dreist und ich denke, da wird es eine Menge Beschwerden hageln. Aber sicher wird es auch einige hübsche Sümmchen in die Kasse des Vereins spülen.
Donnerstag, 30. September 2010
KÄSE
"....Ich liebe französischen Käse. All diese kleinen, weißen, fettigen, weichen Stückchen, die von weitem schon so stinken, als ob man eine Ziege geköpft und in seinem Kofferraum drei Wochen lang herumgefahren hat. Mmmmmh. Am besten ist Käse, der so riecht wie eine Ziege am Arsch. Also nach ranziger Milch und Bakterien und dreckigem, kleinen Stall vor einer weiß gekalkten Hütte, von der aus der alte, faltige, sehr sympathische Ziegenkäsebauer mit der Pfeife und dem lustigen Halstuch die Lieblinge überwachen kann. So eine richtig glückliche Ziege mit großer Familie, die sich gerne an jede Begegnung mit dem Bock erinnert. Eine Genießerziege. Und dann muss man dem Käse natürlich genügend Wärme und Zuneigung geben, damit er einem entgegenläuft....."
Mittwoch, 29. September 2010
WIE DAS LEBEN SO SPIELT
Protagonisten: mein damaliger Mann + ich
Ort: gemütliches Mittagessen im Freien mit Blick auf einen Kirchturm
Ich frage: "Hast du eine Freundin?"
Der Mann antwortet: "Ja."
Und in dem Moment stürzt mein Wolkenkuckucksheim ein, die heile Welt bricht zusammen, der Kirchturm wackelt, das Mittagessen brauche ich nimmer. Nichts ist nach der Sekunde so, wie es vorher war.
Und ich hätte es längst wissen müssen, er hatte sich neue sexy Unterhosen gekauft.
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