Freitag, 21. August 2009

DONNA'S SCHREIBPROJEKT AUGUST 2009

Missmutig räumte sie die Geschirrspülmaschine aus. Ob aus diesem verkorksten Wochenende noch irgendetwas herauszuholen war......

"Ich geh' mal kurz Zigaretten holen, stellt bitte die restlichen Teller in den Schrank", rief sie beim Zuschlagen der Eingangstür.
Peter, ihr Mann und die halbwüchsigen Zwillinge Andreas und Dagmar sahen einander beim Frühstückstisch sitzend fragend an, Dagmar erhob sich zögerlich, um den Auftrag auszuführen.
Sie warteten den gesamten Vormittag auf die Rückkehr der Mutter, am Nachmittag waren sie besorgt, am Abend telefonierten sie reihum alle Freunde, Verwandte und Krankenhäuser der Kleinstadt ab. Das Verschwinden der Mutter war ihnen unbegreiflich, Susanne war immer zuverlässig, angepasst und pflichtbewusst gewesen.
Die Polizeiakte wurde nach einigen Monaten geschlossen. Susanne K. blieb unauffindbar. Sie hat nie geraucht.

Kommentare:

  1. Klein, aber fein, deine Geschichte. Gefällt mir gut!

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir!
    LG - Donna

    AntwortenLöschen
  2. das klingt spannend, wie geht das weiter? solche sachen passieren ja wirklikch ... lass mich raten ... sie ist von einem schööönen mann im auto abgeholt worden und auf eine trauminsel gebracht worden, wo sie glücklich und zufrieden fern von geschirrspülern und quengelnden kindern und kompliziertem mann mit einem anderen komplizierten mann ... wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ...lgkri

    AntwortenLöschen
  3. Toll, wie komplett eine so kleine Geschichte sein kann. Normalerweise sind es ja die Männer, von denen man in der Zeitung liest, dass sie nur mal eben Zigaretten holen waren und dann erst nach 30 Jahren wiederkommen, wenn überhaupt ...

    AntwortenLöschen
  4. eine tolle Idee,
    open - end,
    bitte mehr Geschichten !!
    liebe Grüße Elfi

    AntwortenLöschen
  5. Nein, zimperlich ist diese kurze, rabenschwarze Geschichte gewiss nicht!

    Aber sie gefällt mir!

    Gruss, Brigitte

    AntwortenLöschen
  6. Na, das nenne ich mal eine Kurzgeschichte...
    Vor allem so emanzipiert... LG, Petra

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Ingrid!
    Weiß Du, dass es bei uns in Lichte einen solchen Fall gab?

    Die Frau, schon viele Jahre verheiratet, Kinder, ging einfach irgendwann weg, und blieb verschwunden, bis zum heutigen Tag.

    "Sie" wird schon ihren Grund gehabt haben (bei dem Mann)!
    Liebe Grüße
    Grey Owl

    AntwortenLöschen
  8. ist sie nicht auf diese legendäre insel der 50jährigen
    die frau gleich hinter dem zigarettenautomat findet ???

    AntwortenLöschen
  9. Wow! - das hat was. Deine Geschichte gefällt mir supergut. Im Grunde ahnt man ja schon am Anfang das Ende, das auch nicht lange auf sich warten lässt. Aber schon allein die Tatsache, dass sich hier mal eine Frau mit diesem oft zitierten Zigarettensatz verabschiedet, das ist genial. Und natürlich die Pointe, dass die Dame nie geraucht hat. Genial - sagte ich das schon?
    Lieben Gruß
    Elke

    AntwortenLöschen
  10. Kurz und schmerzlich.
    Noch ne Unglückliche.
    Das ist ja scheinbar weit verbreitet. :-)

    AntwortenLöschen
  11. vielen dank für all eure kommentare und ein besonderes dankeschön an donna, die sich die mühe mit dem schreibprojekt macht.

    AntwortenLöschen
  12. Darüber muss ich erst einmal schlafen, sehr skuril. Lg.igu!

    AntwortenLöschen
  13. ganz schräg und knallkurzhart!
    solche gedanken trieben mich oft, sehr oft....

    AntwortenLöschen
  14. Sie war noch niemals in NewYork, sie war noch niemals auf Hawai...
    Eine fabelhafte ShortShortStory!
    Liebe Grüße bigi

    AntwortenLöschen
  15. nochmals danke für eure lobenden kommentare.
    ja, susanne k. ist in hawaii mit einem jüngeren lover und es geht ihr blendend.
    sonntagsgrüsse an alle
    ingrid

    AntwortenLöschen
  16. Lach ... vermutlich dachten die Drei auch noch, sie hole die Glimmstengel für ihre Lieben.

    Toll geschrieben - witzige Pointe.

    Liebe Grüße,
    Sunny :)

    AntwortenLöschen
  17. Über die Geschichte musste ich lachen - so kurz und prägnant. und das Foto dazu!

    AntwortenLöschen
  18. vielleicht braucht die geschichte dann doch eine fortsetzung übers leben auf hawaii!

    AntwortenLöschen