Sonntag, 13. Dezember 2015

HYPOCHONDRISCHES


Ein bisserl ein Hypochonder bin ich.
Und so ein Körper, der sich dem Ende zuneigt,
der hat ja immer wieder etwas Neubeschwerliches.
Zuerst lese ich im Internetz,
dann stelle ich fest,
dass es sicher Krebs ist, welcher auch immer.
Dann probiere ich alles Mögliche aus
oder auch gar nix
und nach einigen Wochen oder Monaten gehe ich zu irgendeinem Arzt
und der stellt dann z.B. fest,
dass ich völlig ausgetrocknete Schleimhäute habe,
nachdem ich ständig gehüstelt und mich geräuspert hatte.
Und mit diesem Wissen kann man die Sache wieder vergessen
und die Beschwerden vergehen.
Kein Hüsteln und kein Räuspern mehr.
Nie mehr.
Teile, die man mir wegschneiden wollte,
bleiben auch in ihrem Status quo,
wenn ich ihnen keine Beachtung schenke.
Mich verblüfft der Mechanismus immer wieder.
Solange ich keine Diagnose von einem Weißkittel habe,
muss ich leiden,
wenn das Ding benannt ist,
interessiert es mich nimmer und es kann verschwinden.
Passiert immer wieder.
Nur leider beim Zahnarzt geht es nicht,
da muss ich durch alle Behandlungen durch.

Samstag, 12. Dezember 2015

ALTE MAUERN


Stift Zwettl in der Dämmerung.
Schöne mystische Stimmung.
 


Freitag, 11. Dezember 2015

ZAUBERGARTEN


Im Zaubergarten war ich wieder.
Immer schön.
Still und fremd.
Aus der Zeit gefallen.
 



Donnerstag, 10. Dezember 2015

MASSEN DER MENSCHEN


Wien ist fest in italienischer Hand.
Die ganze Stadt ein einziger Adventmarkt.
Punschstandlfestival.
In der "Presse" war ein Artikel über das Verhalten der Menschen in der Masse.
"Massen machen Menschen dümmer, unverantwortlicher, kritikloser,
 leichter lenkbar, gewaltbereiter, grausamer."
"Tiere, die man solch einem Gedränge aussetzt,
wie es Menschen in der Vorweihnachtszeit immer wieder erleben,
bringen sich gegenseitig um.
Der Mensch bleibt dagegen weitgehend gelassen."
"Massen reduzieren das logische, vernünftige Denken."
etc.
Mir ist das sowieso ein wenig unbegreiflich,
warum sich Menschen freiwillig so zusammenhaufen.
Ja, manchmal mache ich es auch.
Es ist so warm und gemütlich zu vielen.
Aber gesund ist das nicht.





Mittwoch, 9. Dezember 2015

DAS BESTE JUNKFOOD DER WELT


Ein bisserl süchtig bin ich.
Käswurstsemmelsüchtig.
Mit einem Gurkerl drinnen.
Das beste Junkfood der Welt.
Naja, Leberkässemmel kann es auch sein.
Dafür lasse ich manchmal jedes richtige Essen stehen.
An bestimmte Orte ist der Gusto gebunden.
Z.B. an diesen Teich.
Im Sommer beim Baden.
Wie man sieht, schmeckt es im Winter durchaus.
Zwei müssen es sein.
Denn mit einer werde ich nicht satt.
Und im Sommer kann man ein wenig davon den Enten geben.


Dienstag, 8. Dezember 2015

VOM FREISEIN


Wenn man frei ist,
ist das Leben auch leer.
Menschen fürchten sich davor,
müllen die Zeit mit tausend Unnötigkeiten zu,
verstricken sich im Alltäglichen,
im Banalen.
Sie wuseln herum,
basteln und werken,
tun und machen.
Denken:
nur mit ständiger Beschäftigung
bin ich .....
Tätigkeiten legitimieren das Sein ....




Montag, 7. Dezember 2015

VON WÜNSCHEN UND HEXEN


Wenn man einen Wunsch ans Universum abgibt,
muss man ihn loslassen, darf nicht ständig an ihn denken,
sonst überschreibt man ihn.
Dazu fiel mir Faina ein.
Eine Massagehexe aus meiner Moskauzeit.
Sie konnte Erstaunliches.
Warzen waren kein Problem für sie -
ein Stück rohes Fleisch aufgelegt,
ein Zauberspruch gemurmelt
und das Fleisch in der Erde vergraben.
An die Warze durfte man nimmer denken,
Und irgendwann, wenn das Fleisch verfault war, 
besah man die Stelle und das Gewächs war weg.
Der Zauberspruch war leider geheim.
Faina war sehr speziell,
ich mochte sie,
aber sie krallte sich bedenkenlos freilaufende unbewachte westliche Männer.
Und bei den Tricks, die sie kannte,
war das sicher kein Problem.


Sonntag, 6. Dezember 2015

WEIHNACHTSMUSEUM


In Harrachstal gibt es ein kleines 
Weihnachtsmuseum
Immer wieder nett anzusehen.




Samstag, 5. Dezember 2015

BLOGSTELLERIN



Nach 2600 Posts in siebeneinhalb Jahren habe ich mir einen Titel verdient:
Ich bin eine Blogstellerin.
;-)

Freitag, 4. Dezember 2015

EWIGES LEBEN




Bin nicht jung
bin nicht alt
bin nicht warm
bin nicht kalt
bin nicht Fleisch
bin nicht Stein
bin Energie
unsterblich
und veränderbar
geborgen in Raum 
geboren in Zeit
bin Mensch
auch Geist
nichts hält mich
denn ich bin frei


Donnerstag, 3. Dezember 2015

VOM KOCHEN


Die Küche.
Schon in die Jahre gekommen,
aber ich mag sie immer noch.
Und das Schönste an dem Raum:
die Tür führt ins Freie.
Köchin bin ich gar nicht.
Und damit es wenig Arbeit macht,
koche ich meist das Gleiche
und das für 2 Tage.
Am liebsten Eintöpfe,
da wird alles hineingeschnipselt,
was gerade zu finden ist.
Und ohne Paprikapulver geht gar nix.
Wien ist doch schon sehr am Balkan.
Meist finde ich das Essen ziemlich köstlich
und womöglich mache ich es dann nochmals.
Bis ich es dann wirklich nimmer mag.
War gerade mit Chili con Carne so.
Das brauche ich jetzt lange nimmer.
Ich verwende hauptsächlich Gusseisengeschirr -
Essen daraus schmeckt einfach besser.
Irgendwie archaisch.


Mittwoch, 2. Dezember 2015

ENERGIEFELD



 Nachtrag zum Fürchtpost vor ein paar Tagen.
Alles hat ein Energiefeld.
Auch Ereignisse.
Auch schreckliche Ereignisse.
Je mehr Menschen sich damit beschäftigen,
desto mehr wird dieses Feld verstärkt.
Auch Widerstand und Gegnertum machen eine Sache größer.
Wie ein Ballon, der aufgeblasen wird.
Gegner und Befürworter blasen in den selben Ballon.
Weil das Ding sie betrifft/betroffen macht.
Deshalb frage ich mich bei allem, was da so fernab von mir passiert:
Will ich wirklich meine Energie dafür hergeben?
Will ich die Sache größer machen, als sie ohnedies schon ist?
Es genügt, wenn wir uns um Dinge kümmern,
die uns wirklich hautnah betreffen.



Dienstag, 1. Dezember 2015

ADVENTMARKT


Zum Wochenende war ich kurz am Adventmarkt.
Ist ja nicht so meines,
wüsste nicht, was ich kaufen sollte,
könnte nur Punsch trinken
und dafür war es zu zeitig.
Die Alpakas, die 2 Tage lang in den Menschenmassen stehen müssen,
tun mir immer Leid,
ich habe ja Mitleid mit allen Tieren.
das oberste Foto ist unscharf,
aber hat das Alpaka nicht ein sagenhaftes Gesicht?



Montag, 30. November 2015

MOORWEG


Der Teich ist gefroren.
Plötzlich - für Monate.
Es liegt gerade so viel Schnee, dass man noch gut überall gehen kann.
Das mag ich gerne.
Wenn es mehr wird, kann man zu Fuß nimmer in den Wald.
Ich weiß nicht, warum ich so gerne den Moorweg gehe.
Es ist mein Gedankenklarweg,
der Nachdenkweg,
der Naturgenußweg,
der Einsfühlweg,
der Glücklichseinweg -
ein ganz spezieller Pfad für mich.
Magisch.
Und ich muss ihn in der richtigen Richtung beschreiten,
verkehrt herum
ist alles nur halb so gut.


Sonntag, 29. November 2015

WOZU BRAUCHE ICH EINEN COMPUTER?


Mein alter Rechner liegt ja in den allerletzten Zügen
und ich komme eigentlich gut ohne ihn aus.
Das mehrere mache ich am Tablet,
das ich sehr mag,
und das kleine Notebook gibt es für den Rest.
Jetzt hat es beim Disconter einen Computer gegeben,
(ich kaufe meist beim Disconter. Da brauche ich mich nicht zu entscheiden und auch nicht über die Produkte ausführlich zu informieren.
Da nehme ich einfach, was es gibt.Und die Qualität entspricht immer meinen Ansprüchen.  Ich wäre in der Hinsicht die geeignetste Einwohnerin in einem kommunistischen Staatssystem. Habe ja auch lang genug in Moskau gelebt und dort gelernt:
gekauft wird, wenn es etwas gibt, nicht wenn man etwas möchte.)
Jedenfalls bin ich ohne Computer heimgekommen.
In Wahrheit brauche ich ihn nur für Fotos.
Zum Speichern und für ein bisserl Bearbeitung.
Und das Einrichten und alles raufspielen, was ich dann doch benötige,
dazu habe ich noch immer keine Lust.
Vielleicht ist ein Leben ohne Rechner möglich?
Ich bin im Selbstversuch. 
;-)





Samstag, 28. November 2015

BEIM FÜRCHTEN SOLL MAN SICH NIX ABGEHEN LASSEN


Das Fürchten können wir uns kaum abgewöhnen.
Ob es wohl eine Fürchtsucht gibt?
Das schaurige Gefühl öfter und mehr haben zu wollen.
Diffuse und konkrete Ängste begleiten uns durch die Zeit.
Ich schau keine Filme,
in denen irgendetwas Schreckliches passiert.
Mir sind die normalen Nachrichten,
die bis zu mir durchdringen, Nervenkitzel genug.
Aber vielleicht produziert die Sucht/Suche nach ständig neuen Schrecklichkeiten in der Welt
diese überhaupt erst.
Ich stelle jetzt einmal die Behauptung auf:
wenn keiner ein Interesse an immer bedrohlicheren Taten zeigen würde,
würden viele nicht passieren.
Ohne Publikum wäre doch das meiste uninteressant.



Freitag, 27. November 2015

DAS UND DIES


Seit man mir im Fernsehen erzählt hat,
dass eine Novemberdepression keine richtige ist,
sondern auf unsere weit in der Vergangenheit liegenden Vorfahren zurückgeht,
die den Winter energiesparend, antriebslos verschliefen,
geht es mir besser.
Ich bin halt noch steinzeitlich orientiert.
Außerdem kann man bei einer richtigen Depression nicht schlafen und nix essen.
Nix essen: das gibt es ja bei mir überhaupt nie.
---
Weil es so viel und früh dunkel ist, verbringe ich viel zu viel Zeit vor dem Fernseher.
Was haben die Menschen in der Vorbildschirmzeit getan?
Ich denke, da gab es keine Singles.
Erst Fernsehen und Internetz machen das Alleineleben möglich.
Aber ich glaube, langsam bin ich mit dem Flimmerkistel durch.
Geht mir schon gewaltig auf die Nerven.
---
Weil ich mich zu wenig bewege, habe ich sogar überlegt,
ob ich mich im Fitnessstudio anmelden soll.
Aber wahrscheinlich werfe ich mein Geld lieber für etwas anderes aus dem Fenster.
---
Die Katze hat ihr winterliches Katzengras bekommen
und sich darauf gestürzt,
wie eine hungrige Kuh auf Grünfutterentzug.


Donnerstag, 26. November 2015

KUNST


Die Kunsthalle Krems zeigt Arbeiten der Künstlerin
Zu Kunst habe ich meine eigene Einstellung.
Muss mich überraschen, wenn sie mich zum Lachen bringt, noch besser.
Schwülstige Erklärungen mag ich nicht lesen,
Bilder müssen zu mir sprechen.
Und Schreckens-/Konfliktaufarbeitungen brauche ich schon gar nicht.
Die Ausstellung hat mir sehr gefallen.
Spannend.
Bunte Ideen.
Quantenphilosophie aufs Papier gebracht , ist mir dazu eingefallen.
Und dann noch bei Wein und Kaffee in der Sonne an der Donau gesessen.
Alles wunderbar.




Mittwoch, 25. November 2015

VERNETZT


Die Bücher, die ich manchmal lese, sind viel zu gscheit für mich.
Verstehe ich sowieso nicht.
Aktuell:
Quantenphilosophie und Interwelt
Ulrich Warnke
---
Das mit den Energiewirbeln und dass alles nur aus verdichteter Energie besteht,
auch der Tisch, das kann ich vielleicht noch irgendwie verstehen. Obwohl es schwer zu akzeptieren ist, dass es sich die Protonen, Elektronen und Neutronen nicht ab und an anders überlegen und ihren Zusammenhalt verändern.
Vom Tisch zum Vorhang z.B. 
Auch dass alles mit allem verbunden ist, 
ist bei den schönen Dingen gut vorstellbar.
Ich kann mich gut eins mit Bäumen, Tieren, Natur fühlen.
Aber vernetzt zu sein mit Gewalt, Katastrophen und Menschenmassen, da stoße ich schnell an die Grenzen meiner Akzeptanz.
Die Erschaffung unseres Lebens mit der Kraft der Gedanken ist faszinierend,
wenn das noch auf einer bewussten Ebene geschehen könnte,
das wäre wunderbar.
Ich bin die Göttin meines Seins.
Jedenfalls alles ziemlich kompliziert -
vielleicht sollte ich doch lieber Rosamunde Pilcher lesen.



Dienstag, 24. November 2015

VERSÖHNLICH




Zuerst war ich die Hirsche füttern.
Immer wieder entzücken mich ihre samtweichen Äser,
mit denen sie das Dargebotene (aktuell Äpfel) aus der Hand nehmen.
Das meiste werfe ich über den Zaun, damit möglichst alle etwas bekommen.
Sonst profitieren nur die besonders wehrhaften und natürlich der Chef.
Dann bin ich den Lieblingsmoorweg gegangen -
Welcome Winter hab ich auf die Rasttische geschrieben -
damit mein guter Wille dokumentiert wird.
Willkommenskultur steht gerade hoch im Kurs
und es war wirklich angenehm und hübsch.
Die kalte Luft mit dem Geruch nach Schnee,
das stetige feine Herflankeln,
die Stille, das Grauweiß ...
Alles gut.
Welcome Winter, 
temporärer Flüchtling aus dem hohen Norden





Montag, 23. November 2015

VOM LÜGEN

Manchmal geht mir die ewige Lügerei sowas von auf die Nerven.
Wir misstrauen Medien, Politikern, Werbung, Ärzten, Kirchen etc.
Eigentlich jedem.
Weil ständig gelogen wird und das noch dazu schamlos.
Die Leute sind alle katholisch,
da muss man doch wahrhaft und ehrlich sein!?
Wenn mir die Radiowerbung z.B. erzählt,
die Fische kommen aus einer besonders nachhaltigen Aquakultur -
was soll das heißen? -
ich habe Aquakulturen gesehen und auch einen Film darüber.
Todeszonen im Meer, dort gedeiht nix mehr,
außer den Fischen, die bei uns auf den Teller kommen.
Besonders nachhaltig - besonders nachhaltig zerstört?
Wahrscheinlich möchte ich meine Kinderwelt zurück,
in der man vorerst alles glaubt,
bis man darauf kommt, dass Eltern auch lügen.
Leben ist Lüge?



Sonntag, 22. November 2015

AUF ROSEN GEBETTET


Weil sich so gar nix tut,
das Wetter durchaus bescheiden ist,
muss ich die banalsten Dinge erzählen.
Ich habe gerne nostalgisch/kitschiges Bettzeug,
schlafe dann auf Rosen gebettet
und bei meinem letzten Caritas Besuch in Wien  konnte ich diesem original verpackten
Schatz nicht widerstehen.
Aus dem großen Sommerzimmer, das ich nicht heizen mag,
bin ich ins kleine Gästezimmer gezogen.
Gemütlich.
Meist schlafe ich mit dem Gesicht ins Kissen gewühlt
und wundere mich dann, wenn ich am Morgen ganz verdrückt aussehe.
Wahrscheinlich werde ich die neuen Augen bald kaputt gemacht haben.
;-)


Samstag, 21. November 2015

WETTER




Wenn der Wind ums Haus heult,
es endlich ausgiebig regnet,
der erste Schnee angesagt ist,
die Katze im gemütlichen Winterschlafmodus ist,
die Meisenknödel bereit liegen,
die Äpfel darauf warten, dass ich sie zu den Hirschen bringe,
dann möchte ich mich in Wahrheit schon in den Frühling beamen
und die kommenden Monate einfach überspringen.