Ich merke, dass ich die Krebsdiagnose jedem erzähle.
Ich schäme mich gar nicht.
Vielleicht habe ich falsch gedacht, schlecht gelebt,
zulange eine Hormonersatztherapie gemacht,
oder was auch immer.
Ist mir völlig egal.
Jetzt merke ich, dass es mir gut tut,
wenn ich offen damit umgehe.
Manche Menschen haben Empathie und ich kriege Angebote,
die mir die Tränen der Rührung in die Augen treiben.
Andere ducken sich weg und wollen es nicht hören.
Aber das ist gar nicht mein Problem,
denn ich bin krank -
na, und.
Und ich werde eine Menge Hilfe brauchen.
Und vielleicht kriege ich sogar einen Behindertenausweis fürs Auto -
den begehre ich ja schon lange.
Nie mehr Parkplatzsorgen.
Hoffentlich habe ich bald genug Kraft zum Rollern.
Jedenfalls eine Motivation so schnell wie möglich mit dem Muskelaufbau zu beginnen.
Schau ma mal.
Alles ist gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist noch nicht das Ende.