Samstag, 21. November 2015

WETTER




Wenn der Wind ums Haus heult,
es endlich ausgiebig regnet,
der erste Schnee angesagt ist,
die Katze im gemütlichen Winterschlafmodus ist,
die Meisenknödel bereit liegen,
die Äpfel darauf warten, dass ich sie zu den Hirschen bringe,
dann möchte ich mich in Wahrheit schon in den Frühling beamen
und die kommenden Monate einfach überspringen.




Freitag, 20. November 2015

NOVEMBERBLUES


Habe ich schon gesagt,
dass ich den November nicht mag?
Mit dem Dezember geht es mir nicht viel besser.
Das Dunkle und die Kürze der Tage sind nicht meines.
Und der Sturm, der ums Haus heult,
macht auch keine Freude.
Seit Jahren rede ich davon,
im Winter eine längere Zeit im Süden zu leben.
Wahrscheinlich bleibt es bei der Darüberrederei,
denn solange es die alte Katze gibt,
wird das nix.
Und die möglichen Ziele werden laufend wegterrorisiert.
So kann ich weiterhin auf die schwankenden Baumwipfel starren
und darauf warten, dass es Jänner wird,
denn ab dann geht es bergauf.
Mit der Tageslänge und mit meiner Lebensenergie.



Donnerstag, 19. November 2015

DAS UND DIES


Was unterwegs zu erleben ist:
*ein Kater mit epileptischen Anfällen
*Aufschrift im Waffengeschäft: "Freie Bürger tragen Waffen, Sklaven nicht."
Ich bekomme seltsame Mails, die mich ratlos zurücklassen.
Gerade kriege ich wieder das Gefühl:
alle irre,
nur ich nicht.
Möglicherweise ist es auch umgekehrt.


Mittwoch, 18. November 2015

DAS ENDE DER TRÄGHEIT


Wenn die uns bekannte Welt auseinanderbricht,
nichts mehr so ist,
wie es gestern noch war,
die Veränderungen schneller sind,
als unsere Anpassungsfähigkeit,
dann ist es gut,
eine innere Heimat zu haben,
das Wissen zu spüren,
dass die Erde trägt,
wenn es auch so aussieht,
als wollte sie uns gerade abwerfen,
durcheinanderschütteln,
wachrütteln,
nimmer schlafen lassen
in unserer dumpfen Trägheit.
Dabei geht es doch nur um Bewusstseinserweiterung.




Dienstag, 17. November 2015

KURZ IN DER GROSSEN STADT


"Ärmlich, aber sauber"
solle man aufs Finanzamt gehen.
Einen leicht abgewetzten Hemdkragen,
könne man haben,
aber der Gesamteindruck müsse ordentlich sein.
Ein Freund sagte das immer.
Dasselbe gilt wohl auch für den Beautydocbesuch,
obwohl es mir schon seit Wochen nicht gelingt,
einen Kamm in der Handtasche mitzuhaben.
Jedenfalls neben alternden Schauspielerinnen
und jungen Schönen aus dem arabischen Raum,
fühle ich mich mit den Neuaugen sehr wohl.
Kann gar nicht sagen,
was es für ein gutes Gefühl ist,
wieder richtige Augen zu haben.
Wien war frühlingshaft warm.
Kaffee im Freien
und glücklicherweise nach 5 Stunden fertig mit Stadt.
Seit ich wohnungslos bin, entfremden wir uns zusehends.
Das Wien und ich.





Montag, 16. November 2015

TRISTESSE


Wenn es jetzt um 5 Uhr bereits Nacht ist,
die Dörfer im Wintertiefschlafmodus versinken,
dann kann man ein Gefühl für Tristesse kriegen.
Alles schaurig schön.
So wie dieser Bahnhof,
an dem so eineinhalb Züge pro Tag vorbeikommen.
Naja, möglicherweise sind es auch fünf oder sieben.
Ich habe versucht dort einfach herumstehen,
diese Stimmung vom Ende der belebten Welt auszukosten,
wurde aber vom einzigen Zugwartenden gleich angesprochen
und in die Funktionen des Bahnhofes und der Transportmittel eingewiesen.
Bin dann gegangen,
weil ich wollte mich nicht erklären,
nicht sagen, 
ich steh da nur,
weil es so schön ist
im Dunkeln auf leere Schienen,
einen verlassenen Bahnsteig zu starren
und nirgends hinzuwollen/hinzumüssen,
einfach nur die tickende Uhr zu betrachten
und die Zeit ins Nichts rinnen zu sehen.



Sonntag, 15. November 2015

HINTERGLASBILD


An einem uralten Baum  beim Schloss Rosenhof hängt ein Hinterglasbild.
Diese Art der Volkskunst
wurde von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe des Ortes Sandl erklärt.
Seit dem 18. Jahrhundert kennt man in der Gegend das Kunsthandwerk,
welches für das arme Land ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war.


Samstag, 14. November 2015

BAUMHAUS UND THEATER



Das wollte ich schon lange -
das Baumhaus Hotel in Schrems ansehen.
Nett.
So zu wohnen, neben Eichhörnchen und Vögeln muss hübsch sein.
Anschließend war ich wieder einmal im 
Ein Stück von Woody Allen mit Oliver Baier in der Hauptrolle.
Tränen gelacht.
Köstlich gespielt.
Ein bisserl etwas ist auch im Waldviertel los.







Freitag, 13. November 2015

ELEGISCH


Es müssen ja nicht immer die gleichen Waldseen sein:
Der Anblick alter Gemäuer, der Ländereien, Teiche
versetzt sofort in eine Traumweltstimmung,
hebt heraus aus der Realität,
macht glücklich, 
elegische Nostalgie pur.








Donnerstag, 12. November 2015

IM WALD



Das eigene Holz zu verheizen -
ich gewöhne mich daran.
Viel kann ich bei den Arbeiten nicht helfen,
nur ein wenig die gesägten Scheite herumtragen, aufladen, abladen,
den Bäumen beim Fallen zusehen,
an das Gelesene über Baumgemeinschaften denken ...
trotzdem - alles gut und befriedigend.
Bis das Holz im Ofen landet, nimmt man es geschätzte 10 mal in die Hand.
Ehrlich verdiente Wärme.


Mittwoch, 11. November 2015

TRAUMPRINZ


Manche Dinge, die ich lese,
finde ich so genial und wundere mich, dass ich nicht schon früher darauf gekommen bin.
Wir werden Sex mit Robotern haben.
Die Überschrift eines Interviews mit Martin Walker in der "Presse".
Er sagt manches, wo ich gar nicht seiner Meinung bin,
aber die Robotergeschichte finde ich spannend und durchaus zukunftsreal.
Wenn wir schon gechipt werden,
und da bin ich ganz sicher, dass das kommen wird,
wenn wir einen durch und durch gläsernen Lebenswandel haben werden,
dann müssen auch Vorteile dabei sein.
Und den Roboter für das Liebesleben stelle ich mir amüsant vor.
*Man kann ihn genau nach Maß schnitzen lassen
*er redet nicht zurück
*ihm ist es egal, wie man aussieht
*er findet dich immer schön
*er macht, was man sagt
*er liegt schon vorgewärmt im Bett
*er braucht keine Seelenbetreuung
*er hat keinen Männerschnupfen
*und wenn er einem auf die Nerven geht, entfernt man einfach den Akku
*geht er kaputt, wird er gegen das nächstbessere Modell getauscht
und in Afrika als Elektromüll entsorgt.
Der Traumprinz schlechthin.
Liebe? Ach, ich möchte nicht wissen, wie viele Männer ihr Auto wichtiger nehmen,
als ihre Familie.
Und in dem Interview steht auch, dass Roboter nicht lügen können.
Schöne neue Welt.
Ein bisserl langweilig vielleicht der Roboterprinz.




Dienstag, 10. November 2015

DER VATER MEINES VATERS


Den Großvater mochte ich gerne,
wenn er auch immer zu meiner Großmutter sagte:
"Du bist dumm."
Aber das war sie auch, dumm, hässlich und schlechtriechend.
Und schlechtkochend.
Ganz riesige Margarinecremetorten, süß und rosa oder gelb.
Und dunkles Bier mit Zucker und Eigelb.
Mit ihm konnte ich um Geld Karten spielen.
Das war verboten.
Küchenpsychologie:
Vielleicht habe ich deswegen nie die Frauensachen gemacht,
weil die Frauen in unserer Familie dumm waren
und nur die Männer intelligent.
D.h. meine Mutter war nicht dumm,
sie war originell.
Immer für überraschende Handlungen gut.
Wie auch immer,
ich war schon von klein auf die einzige undumme Frau.
Die Rolle war ok.
Vaterkind für die technischen Dinge zuständig.
Was mir jetzt in der Einsiedelei sehr zu gute kommt.


Montag, 9. November 2015

DIE MANDARINENVERSCHWÖRUNG

Verschwörungstheorien sind zur Zeit allseits beliebt
und ich finde auch immer:
"Nichts ist nie so, wie es scheint."



Langsam glaube ich an die Mandarinen- und Weintraubenverschwörung.
Ich kann hier Obst nur im Supermarkt kaufen,
Äpfel gibt es heimisch und sonst wächst eher nix.
Der Wald mit den Beeren hat heuer ziemlich ausgelassen.
Ich esse gern und viel Obst.
Jetzt stehe ich ratlos vor dem Angebot,
finde, dass im letzten Jahr die Qualität so viel schlechter geworden ist.
Qualität kann man zu dem Verkauften ja kaum mehr sagen.
Die Mandarinen waren um diese Zeit immer saftig und aromatisch,
heuer sind sie riesig und schmecken nach Stroh.
Meine Lieblingsweintrauben hat es in diesem Jahr gar nicht gegeben.
Alle anderen waren unessbar.
Groß und geschmacksbefreit.
Pflaumen gibt es in XXXL -
ich mag keine Riesenfrüchte, die mit Luft und Wasser gefüllt sind.
ich möchte Obst, das Süße, Säure, Aromen von Sonne, Luft und Regen hat.
Jedenfalls bleibt mir jetzt meist nur der Griff zu Bananen,
die gibt es noch in Normalgröße.
Und sie schmecken langweilig wie immer.
Ganz sicher bin ich,
dass irgendeine böse Lobby hinter den Angriffen auf meine Geschmacksnerven steht -
sie wollen mich in die Hände der Wurstmafia treiben.
Schwein statt Mandarinen.
Wenn ich länger darüber nachdenke,
kann ich es sicher mit plausiblen Theorien untermauern.
;-)


Sonntag, 8. November 2015

SONNENSONNTAG


Das wünsche ich euch für heute:
Seele baumeln,
Füße von sich strecken,
genießen,
zufrieden sein.
Einfach einen Traumsonntag.


Samstag, 7. November 2015

AUS DEM FENSTER SCHAUEN


Ein Blick aus dem Fenster lohnt sich bei mir immer.
Marder bei der Apfelernte.
Pfeilschnell muss ich die Knipse holen,
denn die Tiere sind genauso gschwind wieder weg, wie sie auftauchen.
So ein Besuch freut mich sehr.



Freitag, 6. November 2015

WUNDERBARORTE


Jetzt versuche ich mich an der Liste der Wunderbarorte (können auch Wunderbarsachen, die man machen kann, sein):
*Waldviertel und bei mir daheim
*Meer im Süden, Spanien, Italien
*Ibiza
*Hawaii
*Südafrika
*manche Träume
*Kaffeehaus am Morgen
*Märkte in allen Ländern, am besten auch am Morgen
*Wald und Steine
*Tierbeobachtungssafari in Afrika
*einem Handwerker bei der Arbeit zusehen
*Kirchenkraftorte
*Fliegen, am besten in einem kleinen Flugzeug
*gemütlicher Abend mit Freunden beim Heurigen
*in einer Schokoladenfabrik in Frankreich zusehen, wie Veilchen in Schokolade getaucht werden
*Parfum riechen
*mit bloßen Händen in Erde oder Brotteig wühlen
*Katze streicheln
*alles was mit Sex/Liebe zu tun hat
usw. usf.






Donnerstag, 5. November 2015

FÖHN


Stellenweise waren richtig warme Tage in dieser Woche.
Starker Föhn.
Hab den Roller aus der Winterverpackung geholt und bin durch die Gegend gegondelt.
Für mich könnten diese wunderschönen Tage nahtlos in den Frühling übergehen.


Mittwoch, 4. November 2015

UNTERHALTUNG


Wenn es jetzt so zeitig dunkel wird,
sind die Abende langweilig
und ich möchte euch die Veranstaltungen zeigen,
aus denen ich wählen könnte:
*Vortrag: Plastikmüll ade
*Landjugendball
*Damenturnen
*Jahreskreis-Tanzerei
*Tortenverzierkurs
*Vortrag: 3.Zähne, Zahnimplantate
*Rinderfachtag: Mehr Erfolg im Kuhstall
*Imkerstammtisch 
*Pralinen, selbst gemacht
*Männerkochkurs
*Bauchtanz für Anfängerinnen
*Vortrag Herzensangelegenheiten
*SturzMobil: Sturzfrei durch den Alltag
*Zankerlschnapsen der Wasserrettung
*Auszahlung des Sparvereins Ameise
Ihr seht, da ist für jeden etwas dabei.
Nur für mich nicht.
;-)

Dienstag, 3. November 2015

SCHRECKLICHORTE


Die Anregung einer Liste der seltsamsten, ungeliebtesten Orte habe ich von Frau Wildgans
entliehen.
Meine Schrecklichorte, an denen ich jetzt keinesfalls, nie sein möchte:
*Flüchtlingslager
*unter Wasser (beim Tauchen)
*Schlachthof
*sehr großes Einkaufszentrum/Kaufhaus
*in einem arabischen Land
*auf einem sehr hohen Berg (Mount Everest)
*bei einer großen Familienfeier (Hochzeit, etc.)
*in einem Altersheim
*unter Jägern
*in der Wohnblockeinöde einer großen Stadt
*Kalkutta
*Krankenhaus mit einer ansteckenden Krankheit
*Großfamilie
*in Japan
*Tierkörperverwertung
*in einer Höhle als Höhlenforscherin
*unter Mäusen und Ratten
*in einer Warteschlange, wo die Wartezeit länger als 10 Minuten dauert (wenn einmal ein Stau bei der Himmelstür sein wird, werde ich wahrscheinlich in die Hölle ausweichen)
*Beamtin im Finanzamt oder sonstigem Amt, jedem Amt
*usw, usf

Montag, 2. November 2015

IRGENDWAS IST IMMER

Ich habe schon länger nicht gejammert,
aber so ein Körper, der in die Jahre kommt,
ist nervig.
Der Spruch:
"Wenn du über 50 aufwachst und es tut dir nix weh,
dann bist du tot",
der hat schon etwas Wahres.
Jetzt habe ich mich ausführlich um die Augen gekümmert,
mit dem bisherigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden.
Inzwischen haben diverse Gelenke beschlossen,
dass sie mehr Aufmerksamkeit benötigen,
so Kleinigkeitenmäßig zwickt es auch hier und dort und da.
Langsam bin ich körpergrantig und werde wahrscheinlich den kommenden Zahnarztkronentermin verschieben. 
Irgendwie habe ich gerade genug davon, dass an mir herumgetan wird.
Mit einer Backenzahnruine kann ich noch einige Wochen leben.
Und vielleicht freut mich das Abschleifen und Imstuhlverkrampfen im Jänner mehr.


Sonntag, 1. November 2015

SO IST ES


Mein richtiger Computer ist, seit er die neue Festplatte hat,
ganz langsam. Das heißt, ich schalte ihn kaum mehr ein.
Und schreibe jetzt alles auf dem kleinen Notebook.
Da kann ich Fotos eher gar nicht bearbeiten.
Und mein Fotoapparat ist, glaube ich, auch schon so alt und innen staubig,
dass die Bilder nimmer besonders schön werden.
Damit möchte ich sagen,
hier im Blog waren schon einmal bessere Zeiten.
Gerade jetzt habe ich
keine Lust auf  Stress mit einem neuen Computer und einer besseren Kamera.
 Aber irgendwann wird alles wieder besser. 
Möglicherweise.