Dienstag, 20. Dezember 2011

BARCELONASPLITTER UND BEZAUBERNDE MOMENTE

Der Frühmorgenschwimmer gehört zu den unentwegten Sportlern -
ich war mit Wintermützerl unterwegs. Eiskalte Winde fegten in der Früh über den Strand.

Die Sandskulpturenpenner.


Hundertjährige Phygtolacca dioica - Elefantenbäume.

Am Placa de Sant Jaume vor der katalonischen Landesregierung ist diese begehbare Kulissenkrippenlandschaft aufgebaut, den ganzen Tag werden Weihnachtslieder gepielt.
Die Menschen strömen vorbei, fotografieren.
Einfach, bescheiden, fröhlich.

Montag, 19. Dezember 2011

SELIG SPRECHEN


Parc Güell von Antoni Gaudi.
Wenn ich jetzt schreibe, vieles erinnert mich hier an die alte Geisterbahn im Wiener Prater, dann klingt das respektlos vor einem weltberühmten Architekten, der ganze Generationen inspiriert hat. Trotzdem schauen die Gebilde und Auswüchse auf diesem Hügel für mich irgendwie krank aus.
Die weiteren Gebäude von Gaudi in Barcelona konnte ich nur im Vorbeifahren ansehen, die Zeit war viel zu kurz.
An seiner Seligsprechung wird gearbeitet - vielleicht weil er zeitlebens unbeweibt war.
Der Arme ist dann unter einer Straßenbahn zu Tode gekommen.
Meine Seligsprechung kriegt Ludwig Mies van der Rohe. Der Pavillon zur Weltausstellung 1929 ist eine detailgenaue Rekonstruktion - das Original ist verschwunden. Edle Materialen, Marmor und Onyx, Glas, Stahl, Stein.
Nur einige Wände - und natürlich die berühmten Barcelona-Sessel - erzeugen ein Gefühl von absoluter Perfektion. Das Gebäude ist wie ein Punkt - dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Es ist sicher dem Goldenen Schnitt entsprechend gebaut worden. Wunderbar.

Sonntag, 18. Dezember 2011

BARCELONA

Drei Tage war ich in Barcelona.
Schön. Stressig. Zu kurz.
Gebäude, wie Musik.
Geschäfte, die es bei uns gar nimmer gibt.
Vielfältig und speziell.


Kerzen seit 250 Jahren.

Jugendstilbriefkasten aus Marmor.
Schildkrötenpost?

Vor der Kathedrale der Weihnachtsmarkt.
Hauptsächlich Krippen, Figuren und weihnachtliches Grün wird verkauft.
Keine grelle Kitschorgie.
Kein Punschstandl breit und weit.
Nett in seiner bescheidenen Schlichtheit.

Dienstag, 13. Dezember 2011

PAUSE

Ich mache mal Pause.
Eine schoene Zeit mit vielen Erfreulichkeiten wuensche ich euch!

Montag, 12. Dezember 2011

MEIN NEUES SCHÄTZCHEN

Ein Schätzchen habe ich gekauft. Für unterwegs. Ein Spielzeug.
Ganz verliebt bin ich in den 25 cm kleinen Tablet-PC.
Manchmal kann neue Technik auch mein Herz höher schlagen lassen.
Großflächig bin ich ja elektronikresistent, die Liste der Dinge, die ich nicht brauche, ist lang.
Kein iPhone, kein MP3 Player, kein DVD-Recorder kugeln bei mir herum. Mein Fernseher ist alt, die sonstigen Unterhaltungsmedien auch, sie werden ersetzt, wenn sie im Dienst versagen. Wegen Altersschwäche aufgeben.
Aber dieses kleine Schätzchen hat es mir angetan. Jetzt bin ich auch unterwegs internetzlich eingebunden.
D.h. so ganz funktioniert es noch nicht und ich habe gerade keine Zeit mich damit zu befassen,
aber demnächst wird es immer dabei sein und ich fürchte, McDings wird an mir verdienen, denn dort gibts freies Wlan.

Sonntag, 11. Dezember 2011

KRIPPE

Eine Waldviertler Krippe.
Einfach
kalt
verschneit -
das arme Kind.

Samstag, 10. Dezember 2011

BEIM ALTEN FLUSSBAD IN ZWETTL


Nur in der kalten Jahreszeit führen mich meine Wege zum alten Flußbad in Zwettl.
Schräg vis-a-vis ist die Bründlkirche mit heilkräftigem Wasser.
Einige Häuser - neu bunt angemalt - drücken sich an den steilen Hang, in den der Kamp sich in jungen Jahren eingegraben hat.
Vielleicht kommt mir das Nostalgieörtchen einmal im Sommer in den Sinn.
Sonnenbaden, wie anno dazumal.


Freitag, 9. Dezember 2011

NOCH NICHT BEREIT

Ich könnte Schneebilder posten
Bäume zeigen
die dick verschneit
Zeugnis von Winter geben.
Ich bin noch nicht bereit für die schweigende Zeit
schwer fällt mir
das Leichentuch der Natur zu akzeptieren
was nicht sein darf, nicht sein kann,
deshalb mag ich nicht fotografieren
und in meinen Bildern bleibt einige weitere Tage
der vergangene wunderbare Herbst.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

ZIEMLICH UNWIRTLICH

Das Foto habe ich vor 2 Tagen aus dem Auto gemacht -
so unwirtlich war es im Freien,
dass ich nicht einmal aussteigen wollte.
Ist ja normal für die Jahreszeit
und Niederschlag können wir gut brauchen -
trotzdem -
warm und Sonne mag ich lieber.
Jetzt kann ich mich monatelang durchs Wetter jammern.
Inzwischen wären Schneebilder zu machen,
die müssen aber ein wenig warten,
gibt es wahrscheinlich noch zur Genüge.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

WIR STERBEN NIE!

Einen Zeitungsartikel (Die Presse - Walter Wippersberg) mit der Überschrift: "Wir sterben nie!" las ich dieser Tage.
"Unsere Vorfahren retteten ihre Seele, wir retten unsere Figur."
Das Thema stößt mich immer wieder sauer auf, rüttelt an meinem schlechten Gewissen und doch weiß ich, dass die Gesundheits-/Schönheitsdiktatur dazu gemacht ist.
Gemacht wird, dass wir uns erbärmlich fühlen, wenn wir den ständig auf uns einprasselnden Maximen nicht entsprechen.
Dieses goldene Kalb, um das wir uns trimmen sollen, ist dürftiger als vorangegangene.
Die Krankenversicherung, die auch meine ist, bietet jetzt eine Reduktion des Selbstbehaltes, wenn man mit dem Hausarzt vereinbarte Gesundheitsziele erreicht.
Ich will nochmals zitieren:
"Man kann darüber streiten, ob es sich bei der Anbetung der Gesundheit um eine richtige Religion oder doch nur um ein Religionssurrrogat handelt....Nur von Gesundheitswahn zu reden griffe jedenfalls zu kurz. Ich glaube, dass wir es in der Tat mit einer voll ausgebildeten Religion zu tun haben....Manche Riten und der bevormundende Blick auf den Menschen stammen aus der Verlassenschaft des Katholizismus, die puritanische Lust- und Genussfeindlichkeit kommt vom calvinistischen Protestantismus her, hinzu gesellen sich ostasiatische Elemente und vor allem ein sehr heutig-westlicher Glaube an die Wissenschaft, die medizinischen Studien (wie glaubwürdig oder auch abstrus sie sein mögen) sind die Dogmen dieser Religion."
...." Dümmer und erbärmlicher als die Gesundheitsreligion war noch keine. Ganz und gar diesseitig, wie sie ist, besteht das einzige Ziel für die Gläubigen darin, so lange wie nur möglich hier auf Erden zu verweilen. Anhänger älterer Religionen hofften immerhin noch auf ein ewiges Leben."
Der Wirtschaftsfaktor dieses Hype ist enorm, viele Industrien leben davon, die Medienlandschaft hat ein weites Betätigungsfeld und es ist nur zu wahr, dass nur in unserer sinnentleerten Zeit, diese lustfeindliche Diktatur entstehen konnte.
Unser Körper als Mittelpunkt, unser Körper als Sinn ansich.

Dienstag, 6. Dezember 2011

TRÄUME

So wie Wasser fließt
kommen in meinen Träumen
vergangene Kränkungen
 unendlicher Zahl
vor
verhindern
im Wachen
Schritte zurück
in neue Verletzungen

Montag, 5. Dezember 2011

ZIEMLICH UNPASSEND

Es gibt Bekleidungsstücke,
die sehen nur vorm Spiegel,
solange frau ruhig steht,
sich nicht bewegt,
alles zurechtzupft,
gut aus.
Diese Jacke ist so eine -
viel zu weit unten,
viel zu labbrig,
eigentlich unmöglich.
Also, vor dem Spiegel geht sie einigermaßen,
aber sie ist bewegungsuntauglich.
Der Zahn der Zeit hat mich Hüftfett verlieren
und Bauchfett gewinnen lassen -
ich hab die Problemzoneninkompatibilität schon beim Kauf gesehen,
aber irgendwie wollte ich das bunte Ding trotzdem,
dachte es wird schon gehen.
Auch Ziehen und Zerren beim Waschen hat nichts gebracht -
jetzt kann ich sie nur anziehen,
wenn ich unterwegs den Mantel nie ausziehe.
?

Sonntag, 4. Dezember 2011

FERNSEHEN

Ziemlich oft läuft bei mir der Fernseher.
Ich sehe fast nur Krimis, die von der harmlosen Sorte, wie Tatort und dergleichen. Ohne Blut und Grauslichkeiten. Kaum andere Filme, außer es gibt einmal einen guten Kinofilm, den ich nicht kenne.
Warum ich die Kriminalfilme mag, kann ich nicht ergründen. Sie sind weder besonders spannend, noch besonders unterhaltend, noch besonders gut gespielt.
Beruhigt es, wenn die Anderen, die Bösen morden und töten?
Hält die Theorie, dass die eigenen schwarzen Seiten neutralisiert werden?
So viele dunkle Persönlichkeitsflecken kann ich gar nicht haben.
Lesen mag ich Krimis nicht, interessiert mich schlicht und ergreifend nicht.
Ist mir zu langweilig.
Was ist eure Meinung dazu?

Samstag, 3. Dezember 2011

LETZTE ROSEN


Letzte Rosen an einer geschützten Hausmauer -
dieser Tage in der Wachau.
Das Seltene, Überraschende, Verspätete ist doppelt schön!

Freitag, 2. Dezember 2011

SCHÖNBÜHEL - WACHAU

So wenig Wasser ist gerade in der Donau.
Es soll bald regnen und schneien.
Sonst wird es eng für die Schifffahrt.

Schloss Schönbühel.

Kleine Inseln und Stromschnellen gibt es durch das Niedrigwasser.

Das Kloster in Schönbühel.
Ein wunderbarer Ort -
jetzt sind keine Touristen unterwegs.
Alles ganz still und beschaulich.
Ich bin eine Weile in der Sonne gesessen
und habe die Magie des Platzes genossen.

Stift Melk -
Bilder davon gibts ein anderes Mal -
diesmal hat es nur zu einem köstlichen Mittagessen hier gereicht.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

MUSTER


Bizarre Muster
Kälte und Wind
bezwingen Wasser
oberflächlich
Blätter tanzen am Glatten
der ungewöhnliche Anblick erfreut mich