Samstag, 20. November 2010

ZIEMLICH GRANTIG



Die ersten Flocken hat es gegeben. Der Schnee bleibt noch nicht erhalten, aber für nächste Woche ist kaltes Wetter vorausgesagt. Aus diesem Grund habe ich mich heute zum dritten Mal ins Schuhgeschäft begeben und versucht für die gebrochene Zehe etwas Wintertaugliches zu erstehen. Die Stiefel, die ich bereits gekauft habe, tun nur mehr weh und ich habe sie gegen heuer so moderne unaussprechliche Klumpfußtreter getauscht. In denen schmerzt die Zehe auch, was sie vor 2 Wochen, bei der ersten Probe noch nicht getan hat. Denn ich werde von meiner Zehe tyrannisiert, die langsam alle Schuhe verweigert. Barfuß ist prima, Sandalen auch und die Crocs werden akzeptiert. Nur bei diesem Wetter ist das nicht ideal, ich muss immer wieder ins Freie und wenn ich ausrutsche ... mag gar nicht daran denken.
Jedenfalls bin ich leicht grantig, meine Zehe spinnt. Im Haus spüre ich sie gar nicht, ich kann auf Spitzen gehen, nichts schmerzt, aber Schuhe sind unmöglich. Die vor 2 Wochen tragbar waren, kann ich heute gerade noch mit zusammengebissenen Zähnen aushalten.
Eines ist klar - Zehen breche ich mir nur mehr im Sommer.

Freitag, 19. November 2010

PROSIT NEUJAHR 2011

Der schwarze Geselle war dieser Tage da. Zum Kehren und er hat mir gleich seinen Kalender für 2011 gegeben. Ich finde diese altertümlichen kitschigen Blätter nett, es gibt Dinge, die ändern sich nie. Ich kann das Ding zwar nicht brauchen und könnte ohne auch ein Jahr älter werden, aber wer weiß, vielleicht nützen die Rauchfangkehrerglückwünsche doch - die ich hiermit an alle Blogleser/innen weiterleiten möchte.

Donnerstag, 18. November 2010

ARZTRUNDE

Manche Dinge müssen sein.
Ich drehe dieser Tage meine jährliche Arztrunde.
Der November ist gut dafür.
Da gibt es viel Drinnenbleibwetter und das kann ich auch in diversen Wartezimmern versitzen.
Ich bin ja eine, die nur im äußersten Fall zu den Medizinern geht, aber manchmal ist es notwendig, und das will ich jetzt abarbeiten.
Immer alle Termine auf einmal und dann vergesse ich die Sache wieder bis zum nächsten Schmuddelwetternovember.
Heutiger Dialog:
Arzt: Auf dem letzten Befund steht Kontrolle in 4 Monaten, das war vor 2 Jahren. Wieso sind Sie nicht gekommen?
Ich: Wissen Sie, ab einem gewissen Alter muss man sich entscheiden, ob man die Restlebenszeit in Wartezimmern verbringt. Ich habe beschlossen, dass mir mein Körper schon mitteilen wird, wenn etwas nicht in Ordnung ist.
Arzt: Hoffentlich haben Sie guten Kontakt zu ihrem Körper.

Mittwoch, 17. November 2010

IM MÄNNERPARADIES



Der Heizkörperlackbedarf hat mich nochmals ins Männerparadies geführt.
Es drängt sich die Weihnachtsdeko auf den Verkaufsflächen - da komme ich ja leicht vorbei. Aber einige Dinge haben mich sehr in Versuchung geführt, solche Einkaufsmeilen wecken Begehrlichkeiten für die kein Bedarf besteht. Und es ist mir auch bei den angestrengtesten Überlegungen nichts eingefallen, wofür ich stapelbare Alukisten brauchen könnte. Aber schön sind sie schon. Sehr schön.
Ich werde darüber schlafen, vielleicht erscheint mir im Traum ein Alukistenverwendungszweck.

Dienstag, 16. November 2010

VON DER ÖSTERREICHISCHEN POST

Bei mir hat vor kurzem die Post zugesperrt. Meine nächste Filiale ist jetzt 24 km weit entfernt und dort ist es im nächsten Jahr vorbei. Ja, es gibt Postpartner, aber die zähle ich nicht (ich habe wenig Lust zwischen Wurstsemmeln meine Briefe aufzugeben). Letztendlich wird es im ganzen Bezirk nur mehr ein Postamt geben, 36 km von mir weg. Der Kahlschlag ist schrittweise erfolgt, auf die Menschen, die dort arbeiteten, wurde keine Rücksicht genommen, sie wurden mit unzumutbaren Arbeitsbedingungen konfrontiert, der Druck laufend erhöht, etc. Die österreichische Post ist ein börsennotiertes Unternehmen, der Gewinnmaximierung wird alles untergeordnet. Da werden die alten Strukturen zerschlagen, Mitarbeiter wie Kegel herumgeschoben und die Kunden müssen sich anpassen. Wenn das Service fehlt, ist es über kurz oder lang mit den Gewinnen auch vorbei.
Ich bin verärgert, für mich ist vieles umständlicher und komplizierter geworden.

Montag, 15. November 2010

HALBMONDUNTERGANG


Orangeroter Halbmonduntergang
blasses fernes Herbststernenfirmament
geradlinig von Himmelsschiffen durchschnitten -
das ist die Nacht, in die ich trete

Sonntag, 14. November 2010

WAS WÄRE, WENN ....

Wegkreuzungen hat das Leben.
Manchmal überlege ich,
was wäre, wenn ich seinerzeit statt links zur anderen Seite hin gegangen wäre.
Müßig sind diese Gedanken,
rein hypothetisch,
sie entziehen sich jeder Nachprüfungsmöglichkeit.
Ob mein Leben dann immer noch mein Leben wäre?
Oder doch ein anderes, das eine etwas andere Person aus mir gemacht hätte?
Bleibe ich immer ich, egal was ich tue?
Aber wenn ich jetzt ich bin, was wäre ich dann geworden?
Kann ich jetzt ich sein und hypothetisch wäre ich dann auch ich?
Oder spielt das alles keine Rolle, bleiben wir unbeeinflusst von unseren Schritten, doch immer die selben?
Der Denkwirbel ist unauflösbar, und eigentlich nebensächlich. -
Trotzdem frage ich mich, was wäre, wenn....???

Samstag, 13. November 2010

BEI REGEN

Eine bekennende Kaffeehausliebhaberin bin ich.
Was gibt es Schöneres, als bei Regenwetter in einem heimelig gemütlichen Lokal zu sitzen, alle Tageszeitungen zu lesen, einen guten Kaffee zu trinken und möglicherweise ein Törtchen oder einen Kuchen für den süßen Gusto zu genießen...
Die Kaffeesiederei Blumensträußl in Grein an der Donau ist ein Biedermeier-Kaffeehaus im Originalzustand. Von den Kirschholztischen, über die sonstige Einrichtung, den meisten Beleuchtungskörpern, den Kachelöfen - alles ist beinahe 200 Jahre alt, vom Feinsten und wunderschön.
Da lässt sich auch schlechtes Wetter gut aushalten und es kann sogar der Wunsch entstehen, dass die Sonne noch ein Weilchen auf sich warten lassen möge.

Freitag, 12. November 2010

VON DER HAUSARBEIT UND DERGLEICHEN


Da ich mich schonen soll, habe ich begonnen im Haus herumzuarbeiten. Die Dinge zu tun, die seit ewig unerledigt herumliegen. Die auf Ausnahmesituationen wie gerade jetzt warten. So Hausarbeit ist ja gar nicht meines, langsam frage ich mich, was überhaupt meines ist, außer den ganz vergnüglichen Dingen?
Für jene, die es genau wissen wollen, ich habe angefangen Heizkörper zu streichen (die ideale Jahreszeit dafür), habe den Kühlschrank ausgewaschen (mit Entsorgung der Gammellebensmittel) und noch so einiges an Supertätigkeiten erledigt. Ein klein wenig zufrieden bin ich mit mir und den getanenen Arbeiten, aber der Überwindungsfaktor war ein hoher. Das ergibt kein ausgewogenes Aufwand/Ergebnisverhältnis.
Ich glaube, ich bleibe grundsätzlich lieber bei den vergnüglichen Dingen des Lebens.

Donnerstag, 11. November 2010

SCHÖNHEITSKÖNIGINNEN





Heute ist die Wahl zur Mrs. Hochlandrind -
der Trend zu Stirnfransen ist auch in dieser Saison nicht zu übersehen.

Mittwoch, 10. November 2010

EIN BISSERL JAMMERN

Ein bisserl jammern muss ich heute.
Meine gebrochene Zehe legt sich unternehmungsmäßig quer.
Statt besser zu werden, tut sie immer mehr weh.
Wahrscheinlich war ich in den letzten Tagen zu viel unterwegs.
So richtig schmerzfrei kann ich nur mit Crocs gehen -
das ist jahreszeitunadäquat.
Verband konnten die mir im Sanitätsgeschäft auch keinen verkaufen,
anscheinend gibt es für kleine Zehen nichts.
Ich sehe schon meine Wochenendpläne schwinden -
ohne Schuhe mag ich nicht in die große Stadt -
kleine Ursache - große Wirkung.

Dienstag, 9. November 2010

KRAFT SCHÖPFEN

Ins Dunkle eintauchen
Kraft schöpfen
aus der unendlichen Quelle
des universellen Unterbewusstseins

Montag, 8. November 2010

ANDENKEN


Sand und Strand,
diese Bilder ewiger Bewegung der Wellen im sanften Rhythmus der Zeit,
das sind meine Andenken ans Meer.
Bessere Mitbringsel als Billig-T-Shirts vom Markt.
Aber die habe ich auch heimgebracht.

Sonntag, 7. November 2010

TRÄUME


Diese späten Herbsttage sehen aus wie Frühling
saftig grün ist das Land
ein warmer Föhn zerrt am Mantel
und selbst die Dunkelheit ist voller Wärme und leicht.
Ich träume intensiv und schön
von sehr eleganten neuen Wohnungen
viel luxuriöser, als ich sie wünschen möchte,
dicken zärtlichen Männern
und anderen wunderbaren Erlebnissen.
Gut ist das alles. So könnte es bleiben.

Samstag, 6. November 2010

VOM NOVEMBER


November ist.
So viel Nachdenkliches geistert durch die Blogs.
Mich stimmen die warmen Tage heuer fröhlich.
Das Dunkle macht mich heiter.
Nichts Schweres lastet.
Friedhöfe mag ich ganzjährig, diese Stätten der Ruhe und Stille.
Ich besuche sie, wenn sie am Weg liegen.
Meine Vorvorderen begleiten mich in Gedanken.
Die brauchen keine spezielle Erinnerung,
sie kommen und gehen in Träumen und Einfällen,
ganz wie es ihnen beliebt.
Als Wienerin ist mir der Tod präsent,
das Endliche habe ich immer vor Augen.
Die Angst davor stellt sich möglicherweise noch einmal ein -
jetzt kann ich sie nicht spüren.
Wenn ich sterbe -
meine Asche soll in die Donau verstreut werden -
nichts soll von mir bleiben -
spurlos in den Gedanken verblassend -
möchte ich entschwinden.

Freitag, 5. November 2010

MITTELMEERKATZEN


Wenn ich könnte,
alle Katzen würde ich retten,
die Hunde auch,
alle Vögel möchte ich füttern,
keinem Tier dürfte Leid geschehen.
An meinem Mitgefühl für Menschen arbeite ich noch.

Das Herz bricht mir, wenn ich daran denke, dass die Hotelanlagen jetzt zusperren, die Katzen, die dort leben und vom Buffet monatelang gefüttert wurden, das nächste halbe Jahr irgendwie durchkommen müssen. Nur fünf Tiere gab es in dem Club wo ich war, sie waren jung und werden wohl den Winter nicht überstehen. In der ganzen Gegend habe ich keine älteren Katzen gesehen. Anscheinend überleben nur einige wenige.

Konrad Lorenz: "Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies."

Donnerstag, 4. November 2010

TÜRKISCHE IMPRESSIONEN

Muster
Olivenernte



Am Markt






Göttinnenfrüchte für köstlichen Paradiessaft


Mittwoch, 3. November 2010

DAHEIM



Warm und wunderbar ist es.
Herbst in allen Farben.
Mein Hausbaum ist gefällt,
er fehlt mir,
kahl ist die Stelle,
manchmal siegt die Vernunft über das Bewahrenwollen.
Die Katze ist rund und fett,
hat in meiner Abwesenheit Doppelportionen gefressen.
Im Haus sind Kampfhaarbüschel verteilt,
sie streitet mit Eindringlingen,
erfolglos.
Gestern ist sie wieder mit Blutohr und zerstrubbeltem Fell gekommen.
Streitkampfkatze.
Gut ist es daheim.

Dienstag, 2. November 2010

SCHÖNHEITS-OP


Beim Fernschauen und weil sie da ja oft die Politiker herzeigen und die altern in einem Jahr um fünf, da dachte ich mir, dass man als Wähler das Recht auf Schönheitsoperationen derselbigen hätte. Wenn ich sie wähle und sie sind nach kürzester Zeit nur mehr die Schatten ihrer selbst, sozusagen Wahlabklatsche, dann sind sie ja nimmer das was ich wollte. Das sind sie vielleicht aus anderen Gründen auch nicht mehr, aber wenigstens die Optik sollte stimmen. Wenn ich mir die Bundesmerkel anschaue (die ja ausserhalb meines Wahlvermögens liegt), dann fällt mir immer eine Sprechpuppe im Wiener Prater ein, die hatte auch diese Frustmund/kinnfalten, aber die brauchte sie, denn die bewegte den Unterkiefer rauf und runter beim Reden. Das war sozusagen ihr Markenzeichen.
Ich meine, wenn man mir keine Schauspieler zumutet, die hautungebügelt vor die Kamera treten, dann hätte ich doch auch Anspruch darauf die staatstragend Agierenden straff und geschönt vorgeführt zu kriegen. Der italienische Berlusconi weiß, was er sich, den jungen Frauen und dem Volk schuldet.
Bei unseren Vor-Männern denke ich z.B. an Fettabsaugung monatlich, Haareinflechtungen und Ganzkörperrasur. Ich habe da jeweils bestimmte Typen im Auge. Möglicherweise sind sie mir dann auch nicht sympatischer, aber optisch kämen sie besser rüber. Und das wäre doch auch schon etwas für mein Geld!? Und von wegen Glaubwürdigkeit - wer erwartet von unterdurchschnittlichen Schauspielern Wahrheit?? Das ist in dem Job nicht vorgesehen.

Montag, 1. November 2010

IM TÜRKENLAND


Richtig All-Inclusive-Touristen-Club-Urlaub habe ich gemacht. Eigentlich wollte ich ja viel sportlicher sein, aber es blieb beim guten Willen. Die Nordic Walker waren für mich Couch Potato ganz schön schnell unterwegs, und dann kam mir ja "leider" die Zehe dazwischen.
Ich habe jede Menge Bücher gelesen und
so viel geschlafen, dass ich jetzt leergeträumt bin.
Magische Momente - die Kamele zu Besuch im Hotel.

Alles Römer in Side

Viagra habe ich nicht gekauft -
Medikamenten-Urlaubsshopping ist der Renner in der Türkei

So kann das Wetter auch sein. Sturm und Gewitter, der Hotelsportsteg wurde vom Meer geholt. Die wilde Nacht hat überall ihre Spuren hinterlassen.

Sonntag, 31. Oktober 2010

ICH HAB'S GETAN

Parasailing - ich hab's getan. Und es ist urgeil. Wahnsinnig schön. Möchte ich sofort wieder - 170 m über dem glitzernden Meer schweben. Alles ganz klein unten, Blick in die Weite - Tränen des Glücks in den Augen.
Fallschirmspringen wollte ich ja immer schon mal, aber das traue ich mich nimmer, habe kein Vertrauen in meine Gelenke.
Wenn das Abheben, das Herauslösen aus dem Normalen immer so leicht wäre!

Die Schmunzelgeschichte dazu: Mit einem Motorschlauchboot werde ich zu dem Parasailingboot gebracht. Der Oberbootsmann sieht aus wie ein Pirat, drahtig, wettergegerbt, ein Tuch (wohl Glatzenkosmetik) malerisch um das Haupt geschlungen. (Leider war es nicht Johnny Depp). Er macht mich sofort an, ob ich mit ihm am Abend etwas trinken gehe. In Anbetracht meiner ungewissen Zukunft, ich lege sozusagen mein Leben in seine muskulösen Hände, antworte ich: "Schau ma mal". Ich denke, bei einer sofortigen Absage macht er vielleicht den Karabiner nicht ordentlich zu und das war dann mein letzter Höhenflug im Diesseits. 170 m im freien Fall - da braucht frau auch keine Schwimmweste mehr. Nach der heilen Landung hab ich seine Angebote abgelehnt - so alt, schiach, dicklich kann ich gar nicht werden, dass ich nicht an und ab ein Jagdopfer abgebe. Ich hätte ja nie und nimmer .... - was sich da in einem langen Touristinnensommer an Pestilenzen ansammeln kann ... igitt

Das Traurige an der Geschichte - geflogen wäre ich ganz gerne nochmals, wollte dann aber nimmer mit dem Boot ......... siehe oben.

Donnerstag, 28. Oktober 2010

PAUSENFOTO

Ein Waldviertelherbstfoto in der Pause.
Grusskartenzwischentext.
Es geht mir gut. Sonne scheint meistens, wenn es nicht regnet. Essen gut und viel zu viel. Gestern kleine Zehe gebrochen. Warum steht sie in der Gegend herum, wenn ein Brett im Weg ist!
Freue mich auf euch und daheim und ueberhaupt.

Freitag, 22. Oktober 2010

KURZE PAUSE

Ich bin dann mal kurz nicht da.
Schöne Tage für euch alle und vergesst mich bitte nicht.