Vor 100 Jahren schreibt Gertrude Bell über ihre Arbeit im Irak:
"Die Menschen leben in Zelten oder Schilfhütten, sie sind Nomaden.
Sie haben nie erlebt, dass man sie kontrolliert, abgesehen von der für sie abstrakten
Vorstellung einer türkischen Autorität...
Persönliche Unabhängigkeit ist bei ihnen Tradition ...
Solche Menschen werden nicht von einem Tag auf den anderen europäische Ambitionen übernehmen
oder europäische Methoden willkommen heißen. Man darf sie auch nicht unter Druck setzen.
Ob das, was wir ihnen beibringen können, sie glücklicher machen wird, oder das Lernen und
die unvermeidlichen Lektionen ihnen die sprichwörtliche Weisheit vermitteln werden,
bleibt abzuwarten. Wenn der Lernprozess einen Sinn haben soll,
wird er in jedem Fall langsam ablaufen und lange dauern müssen."
aus "Königin der Wüste" von Janet Wallach
Irgendwo in dem Buch - ich finde die Stelle nimmer - steht, dass die Menschen keinen Heimatbegriff wie wir kennen. Clan, Stamm geben Halt.
Ja, schwierig, auch 100 Jahre später,
wenn auch heute die Menschen aus Städten zu uns kommen.
"Die Menschen leben in Zelten oder Schilfhütten, sie sind Nomaden.
Sie haben nie erlebt, dass man sie kontrolliert, abgesehen von der für sie abstrakten
Vorstellung einer türkischen Autorität...
Persönliche Unabhängigkeit ist bei ihnen Tradition ...
Solche Menschen werden nicht von einem Tag auf den anderen europäische Ambitionen übernehmen
oder europäische Methoden willkommen heißen. Man darf sie auch nicht unter Druck setzen.
Ob das, was wir ihnen beibringen können, sie glücklicher machen wird, oder das Lernen und
die unvermeidlichen Lektionen ihnen die sprichwörtliche Weisheit vermitteln werden,
bleibt abzuwarten. Wenn der Lernprozess einen Sinn haben soll,
wird er in jedem Fall langsam ablaufen und lange dauern müssen."
aus "Königin der Wüste" von Janet Wallach
Irgendwo in dem Buch - ich finde die Stelle nimmer - steht, dass die Menschen keinen Heimatbegriff wie wir kennen. Clan, Stamm geben Halt.
Ja, schwierig, auch 100 Jahre später,
wenn auch heute die Menschen aus Städten zu uns kommen.
Schön sieht der Winter bei dir aus. Hier stürmt oder regnet es seit Tagen.
AntwortenLöschenTja, die globale Vernetzung weist immer mehr Risse auf. Von wegen europäischer Ambitionen...
Wie weitsichtig sie war, die Gertrude Bell!
Dir einen schönen Wintertag und viel Vorfreude aufs Reisen!
Herzlich,
Brigitte
schnee: schon wieder weg der schnee. regnerisch. aber nach dem schnee ist vor dem schnee.
Löschenweitsichtig: vor 100 jahren war auch krieg in der gegend und bei uns.
alles liebe in deinen tag
Weitsichtig und mit viel Respekt.... So kommt mir diese Autorin rüber!
AntwortenLöschenWünsche dir einen schönen Tag in deiner Winterzauberwelt!
respekt ist ein grundrecht für alle menschen, tiere, pflanzen, steine, bäume, für die ganze welt.
Löschenliebe grüße ins tierparadies
Ich kannte sie und das Buch nicht. Aber ... nun möchte ich es lesen, es klingt gut!
AntwortenLöschenEin schönes Bild zeigst Du uns da.
Hier soll der Winter nun auch einkehren
herzliche Grüsse
Elisabeth
das buch habe ich auch zufällig im büchertempel mitgenommen. es ist dick und trocken. aber interessant. die frau, die region. über die ich ja null weiss.
Löschenliebe grüße
Der gestrige und ebenso der Beitrag von heute, haben mir sehr gut gefallen. Mit vielen deiner Gedankengänge stimme ich überein und es fasziniert mich immer wieder wenn ich erkenne, wie nahe mir ein Mensch sein kann, der mir an sich fremd ist, sich in vielen Charakterzügen von mir manchmal extrem unterscheidet. Und doch - immer wieder entdecke ich herrliche Momente der Übereinstimmung.
AntwortenLöschenEin herzliches Danke besonders für die 2 letzten Beiträge.
Lieben Gruß, Edith
danke für deinen kommentar. freue mich darüber.
Löschenliebe grüße
Dieses Buch habe ich auch gerade gelesen - serh interessant, ein Buch über eine Getriebene, exzentrische, abenteuerlustige und zudem mutige Frau.
AntwortenLöschenHG
Birgit
wie schön. ja, interessant ist das leben und das buch.
Löschenliebe grüße