Mittwoch, 5. August 2015

TRABER


Auf der grünen Wiese dem Traber begegnet.
Grün ist die Wiese nicht mehr, es ist sehr trocken bei uns.
Und die nächste Hitzewelle ist da.
Gerade habe ich das Gefühl,
die Welt/wir stehen vor so vielen unlösbaren Problemen,
wie noch nie.
Ziemlich ausweglos scheint alles.
Und dabei bin ich nicht negativ,
aber die Krisen haben Dimensionen angenommen,
die auf eine sanfte Weise nicht mehr zu ordnen sind.
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Ich weiß nicht, ob Pferde das Rennen mit dem Sulky mögen.
Aber ich sehe das gerne.
Erinnert mich an meinen ziemlich ersten Nebenjob.
Ich war sehr jung,
14 oder 15,
Habe als als Totalisateur in Wien in der Krieau gearbeitet.
Es war damals ziemlich schäbig dort, sehr verraucht,
recht abgesandelte Spieler -
und es hat Spaß gemacht,
diese morbide Atmosphäre der Gier nach ein bisserl Glück.
Die heiseren Anfeuerungsschreie, das ordinäre Schimpfen auf Pferd und Fahrer,
am Ende des Tages der Boden übersät mit ungültigen Wettscheinen,
womöglich ein Stierler, der im Weggeworfenen noch den großen Gewinn finden wollte.
Pralles Nischenleben.


Kommentare:

  1. Deine prallen Lebensgeschichten faszinieren mich sehr! Zumal du sie so wunderbar erzählst - zum Neidischwerden!
    Und der Traber passt!
    Lieben Gruss in die Hitze der Tage,
    Brigitte

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    1. danke. ist wirklich selten, dass man hier einen traber auf der braunen wiese sieht.
      alles liebe in deinen tag

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  2. Tolle Begegnung! Und vielleicht braucht man in diesen Zeiten wieder eine Nische für den Rückzug, anders ist das ja nicht auszuhalten, und wenn man mangels Nische durchdreht, ist auch niemandem geholfen.

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    1. ja, ich habe die mediale beschallung ziemlich gestrichen. ist besser so, wenn ich es gerade schwer aushalte.
      lg

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