Dienstag, 23. August 2016

DAS UND DAS


 Der Restsommer strengt sich nochmals an.
Bezaubernde Tage voller Abschieds-Wehmut.
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Rollern:
Wiedermal eine gesperrte Straße gefahren.
Ich trainiere anscheinend Motocross.
Alles gut.
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Die Städterin bleibe ich auf ewig.
Wenn hier im Supermarkt der Dorftratsch abgehalten wird,
die Durchgänge blockiert werden,
steigt sofort mein Adrenalinspiegel.
Ist ja nicht so,
dass ich keine Zeit hätte,
aber da ich nicht so gerne einkaufe,
habe ich normalerweise die Regalreihen im Eiltempo erledigt,
wenn ich nicht gestoppt  werde.
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Heuer merkt man die Mehrtouristen,
besonders im Mühlviertel.
Nachdem manche Urlaubsländer kriseln,
retten sich Familien ins Hierbeschauliche.

Montag, 22. August 2016

INDENTAGHINEINLEBEN


Wenn ich am Montag den Kalender umblättere
und da ist für die ganze Woche absolut nix ausgemacht,
entsteht ein Glücksgefühl in mir.
Alle, alle Zeit nur für mich und nur zum Vertrödeln.
Keine Verpflichtungen, keine Termine, einfach ein Nix.
Niemand wird mich verstehen,
aber das Indentaghineinleben ist nicht zu überbieten.
Und diesen Sommer habe ich nicht mal die Dinge, die ich eigentlich machen hätte müssen, getan.
Habe mich einfach allen Pflichten verweigert.
Sehr, sehr gut.

Sonntag, 21. August 2016

PARASOLSCHNITZEL


Eigentlich hab ich heuer von Schwammerln genug.
Mein Bruder hat mir diese Parasole gebracht
(ich hoffe, er hat sie nicht mit Knollenblätterpilzen verwechselt).
Haben recht gut geschmeckt -
aber natürlich waren sie für mich viel zu viel.
Und überlebt habe ich auch.
Ich nehme Parasole nicht,
wenn ich sie sehe.
Kenne sie nicht 100% und außerdem ist mir nicht immer nach Schnitzel zumute.
 Irgendwann ist die Katze vorbeigekommen und sie hat ein kleines kaltes Reststückerl bekommen, was ihr vorzüglich geschmeckt hat. 


Samstag, 20. August 2016

REKLAMATION


Besser tot überm Zaun hängen,
als zu reklamieren?
Nein, so stimmt es nicht.
Aber bei mir ist eine neu angebrochene Flasche Himbeersirup vom Discounter leicht schimmlig
 geworden.
Die ganzen Tage dachte ich, dass ich sie zurückbringen müsste.
Und jetzt war ich der Sache leid und habe die Flüssigkeit in den Ausfluss gekippt.
Die Mikroorganismen werden sich freuen.
Letztlich war der Gedanke, dass die paar Euro,
die ich da einspare mich weder reicher noch ärmer machen, ausschlaggebend.
Denn das Leben ist ein Fluss und das Geld auch.
Und ich stehe am Samstag in der Früh wirklich ungern bei der Supermarktkasse mit einer Reklamation und hinter mir stauen sich die Massen.
Konfliktscheu.
Nein, besser: ich mag es lieber entspannt und stresse mich und die Umwelt nicht wegen solcher Bagatellen.
Und beim nächsten Mal fällt die Entscheidung möglicherweise ganz anders aus.




Freitag, 19. August 2016

GESCHMACKLOS


Wer mich hier schon länger kennt,
weiss, dass ich unter akuten Anfällen von Geschmacklosigkeit leide.
Gerade wieder in einem Second-Hand-Shop des Roten Kreuzes passiert.
Feinste Seide, gute Marke -
das Gute-Laune-Hemd musste mit.
Damit kann ich von Ananas und Kaffee auf den Bahamas träumen.
Und das fast geschenkt.


Donnerstag, 18. August 2016

GLÜCKSSCHWEINE


So sieht ein glückliches Schweineleben aus.
Sieht man hier immer öfter.
Freileben statt Dunkelhaft.
Und das Schnitzel landet happy bei uns am Teller.



Mittwoch, 17. August 2016

ZIEMLICH PARADIESISCH


Bei meinem Lieblingsteich.
Der im Frühjahr ausgelassen war.
Sogar die Seerosen sind wieder gewachsen.
Sie sind zwar spät dran mit dem Blühen,
aber es wird sich schon noch ausgehen.




Momentan mag ich gar nicht in den Wald gehen,
überall stolpert man über Pilze.
Und ich kann sie nicht stehen lassen.
Bin da abergläubisch.
Denke, beim nächsten Mal verstecken sie sich vor mir.
Wie man sieht, wird man im Wald ständig beobachtet.
Unten das Bild ist ein neuer Teich.
Schaut zwar aus, wie alle anderen.
Aber ich bin eine unbekannte Strecke im größten Waldgebiet Österreichs gefahren.
Sehr schön.
Auf einem Bankerl habe ich meine obligaten Wurstsemmeln,
die zu längeren Rollerausflügen gehören, verzehrt.
Es ist überall so still.
Kein Mensch breit und weit,
keine Straßen, nicht mal Flugzeuge.
Paradiesisch.


Dienstag, 16. August 2016

HOLZPROJEKT


 
Am Frauenwieserteich haben Schüler diesen hübschen Holzstoß
geschlichtet.
Kinderarbeit wird zum Projekt.
Nein, ohne Spaß, diese Beschäftigung finde ich sinnvoll.
 

 
 
NACHTRAG:
Damit die Schüler/Lehrer nicht unbelobt bleiben:
Polytechnische Schule Griesbach war da am Werken.
 

Montag, 15. August 2016

SONNTAG IM WALDVIERTEL

 
Es festelt allerorten,
Feuerwehr-, Gartenfest, Heuriger, Wandertag, Bauernmarkt -
mir fällt gar nicht alles ein, was landaufab geboten wird.
Kleine und große Menschen strömen bereitwillig zu den Vergnügungen,
aufgebrezelt oder schlicht,
das Feiern mit reichlich Speis und Trank gehört
zu den liebsten Beschäftigungen des ländlichen Lebens.
Man kann gar nicht früh genug damit beginnen.
 
 

Sonntag, 14. August 2016

BESUCHERSESSEL


Gefunden in Grein.
Verschiedene Sesselkreationen sind an der Donau ausgestellt.
Den habe ich
"Besuchersessel" getauft.


Samstag, 13. August 2016

VOM ROLLERN


Über 3000 km bin ich heuer in der Gegend herumgerollert.
Meist auf kleinen Straßen und Wegen.
Wenn man mich nach dem Vergnügen daran fragt,
kann ich sagen:
es macht den Kopf frei,
zeigt andere Blickwinkel,
nimmt ein wenig Erdenschwere,
die Luft streicht um den Körper,
die Mücken fliegen ins Gesicht ...
Es ist einfach gut.
 



Freitag, 12. August 2016

RESÜMEE


An einem dieser seltenen heißen Tage war ich beim Höllfall.
Der Sommer, der hier seltsam war,
er geht mit Riesenschritten.
Mir wird er in Erinnerung bleiben,
als einer, wo ich die leichte Kleidung nicht brauchte,
viel zu wenig glücklich war -
was keinesfalls dem Sommer zuzuschreiben ist,
mich mit Rückenschmerzen rumplagte,
und ständige Schmerzen ziehen runter,
3000 km in der Gegend herumrollerte,
zu wenig herzlich lachte,
die Waldteiche meist von außen betrachtete ....
Aber ein Ende ist immer auch ein Anfang.



Donnerstag, 11. August 2016

GLOBALISIERUNG

Bei Frau Vorspeisenplatte habe ich von Bandelettes gelesen
und die Anschaffung so eines Oberschenkelschoners sofort beschlossen.
Frau Vorspeisenplatte hat ihre in den USA bestellt,
ich wollte besonders klug sein und habe bei A. nachgesehen,
ob es sowas nicht näher gibt,
und bin gleich fündig geworden.
Der erste Anbieter liefert nicht nach Österreich
aber Gogoo Club Bandelettes sind zu haben.
Besonders die Bezeichnung hat es mir angetan.
Bilder vom Poledance erscheinen vor meinem geistigen Auge.
Jetzt kriege ich die Versandanzeige -
die Dinger kommen aus China!
Sollen Mitte September hier eintreffen -
dann brauche ich sie wahrscheinlich heuer nimmer.
Denn da trage ich schon die Wollunterhosen.
Globalisierung kann mich verblüffen
und das inklusive Porto um 8,- Euro.
Jetzt schwimmt ein winziges Päckchen, versandfertig gemacht von zarten chinesischen Mädchenhänden,
 über alle Weltmeere, vorbei an Shanghai, Singapur und durch den Suezkanal über Rotterdam zu mir ins Waldviertel.
Der Gedanke macht mich glücklich.
Ein paar Mausklicks machen es möglich.
 

Mittwoch, 10. August 2016

LIEBLINGSFARBE


Eindeutig, was hier die Lieblingsfarbe der Eltern ist.
Oder findet vielleicht eine Farbtherapie statt?
Laubfroschknallfarbengrün.


Dienstag, 9. August 2016

BOTEN UND ZEICHEN


Ganz nahe der Straße war dieser Fuchs.
Aber bis ich die Knipse herausgekramt hatte,
war er bereits dahin.
Viele Tiere sehe ich gerade.
Empfinde sie als Boten aus einem anderen Reich.
Aus einem Reich, das ich vielleicht betreten kann,
aber nicht verstehe.
Wenn sich der Bussard vor mir in die Lüfte erhebt,
nimmt er ein Stück Sehnsucht mit.
Die Zeichen lesen zu können -
das wünsche ich mir.


Montag, 8. August 2016

MOHNTAG


Die allerletzten Mohnblüten.
Jetzt geht es wirklich ans Essen.


Sonntag, 7. August 2016

EINSIEDLERIN


Die größte Einsiedlerin bin ich.
Kümmere mich um gar nix, was ringsum mich passiert.
Ist mir wiedermal aufgefallen, als ich beim Rollern gemerkt habe,
dass Kirtag im Nachbardorf war.
Einmal werde ich aufwachen
und die Welt um mich herum wird verschwunden sein
und ich werde nichts davon mitbekommen haben.


Samstag, 6. August 2016

IN TREBON


Ziemlich unbeachtet steht die Urmutter in Trebon.
In diesem Jahr hat sie auch die meisten Haare verloren.
Viele Menschen gehen dort vorbei,
kaum einer nimmt sie wahr.



In einem dieser großen Fischteiche war ich baden.
Fische springen in die Luft.
Ist ein wenig so, wie in einem Aquarium zu schwimmen.
Immer wieder stößt man an einen Silberkörper.
Meinen Reinheitsanspruch kriege ich in dem Wasser  nicht erfüllt.
Aber nett war es doch.


Freitag, 5. August 2016

PLUMPSKLO


Sowas gibt es ja nimmer.
Glücklicherweise.
Zufällig habe ich eines gefunden und auch benützt.
Und es war obereklig.
Obwohl es recht sauber war.
Und Fliegen gab es auch kaum.
Aber der Geruch .....
In meiner Kindheit waren Plumpsklos noch öfter anzutreffen.
Besonders im Winter sind sie sehr ungemütlich.
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Und weil wir beim Thema sind:
im Traum auf einer Reise herumgeirrt und keine Toilette gefunden.
Die Frage beim Aufwachen:
was wäre passiert, wenn ich im Schlaf fündig geworden wäre???





Donnerstag, 4. August 2016

DIES UND DIES




 
Nicht ganz Verhüllungen von Christo.
Strohabdeckung in Tschechien.
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Das Internetz ist wieder bei mir,
ein Gewitter hat ja unser Zusammenleben kurzzeitig beendet.
Zu mir kommt der allernetteste, beste Servicemann.
Seit Jahren.
Hat mich immer wieder internetglücklich gemacht.
Ich danke ihm und allen Technikgöttern.
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Dafür möchte mich jetzt ein Zahn endgültig verlassen.
Termin ausgemacht.
Sehr blöd, denn es ist ein letzter in der Reihe
und Implantate möchte ich nicht.
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Einen neuen Badezusatz gekauft.
Riecht wie Hundepisse.
Orangenblüten.
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Und der Sommer bleibt,
wie gehabt.
Wetterwendisch mit enormen Regenmengen.
 



Mittwoch, 3. August 2016

WILDSCHWEINFRESSEN

Schwammerln gehe ich ja eher nicht suchen,
sondern pflücken.
Jetzt war ich doch noch einmal,
obwohl ich mich schon abgegessen habe,
aber eine Schwammerlsoße mit Knödel wollte ich noch.
Ich teile mir meine Plätze mit einem Wildschwein -
der Ort sieht immer ziemlich ungestüm aus,
halb abgefressene, umgeworfene Pilze.
Aber es bleibt genug für mich über.
Und ich lasse dem Herrn Eber auch etwas zum Fressen zurück.
Vielleicht ist es auch der Rehbock,
den ich jeden Abend sehe,
der die Früchte des Waldes mit mir abgrast.



Dienstag, 2. August 2016

ALLES HAT SEINE ZEIT



Wenn ich etwas übertreibe,
mache ich mir wenig Sorgen.
Denn ich weiß -
alles hat seine Zeit.
Wenn man genug lang in eine Richtung gegangen ist,
pendelt es sich irgendwann wieder ein.
Z.B. Schwammerln sind für heuer abgegessen.
Fernsehen ist gerade auch eher out.
Langweilt mich gewaltig.
Von eigenen Verboten halte ich nix,
Sorgen mache ich mir auch nicht,
 Gelassenheit den Extremen gegenüber,
bringt sie auch ohne schlechtes Gewissen in eine Mitte.



Montag, 1. August 2016

RÜCKENSCHMERZEN

 
 
Ziemlich begeistert bin ich gerade.
TAPEN hat meinem Rücken wiedermal geholfen.
Ich tu ja schon Monate herum,
eigentlich mein ganzes Leben,
aber jetzt war es besonders unangenehm und zermürbend,
weil die Schmerzen fast ständig da waren.
Vor einigen Wochen habe ich mich am Gammaswing aufhängen lassen.
Das war auch toll,
müsste ich aber ständig machen.
Und jetzt ist mir die Idee mit dem Tapen gekommen,
hilft eigentlich bei allen Gelenken.
Ich habe vor Jahren meinen Schnappdaumen weggekriegt.
Tapen kann man gut selber,
Anleitungen gibt es im Internet.
Einmal sollte man sich vielleicht die Technik von einem Masseur zeigen lassen.
Sehr zufrieden bin ich gerade.
Ohne Schmerzen ist mehr Leben.