Sonntag, 18. März 2012

VALENCIA - ALLERLETZTE STADTSPLITTER

Diese alten Schornsteine stehen unvermittelt im Häusermeer. Die dazugehörigen Fabriken wurden abgerissen. Gerade hab ich gelesen, wie begehrt und kaum mehr zu kriegen Lofts bei uns sind.

Marmorfußboden.
Ist der nicht wunderbar?
Nochmals der bezaubernde Hund

Valencia kommt auf meine Lieblingsstädteliste.
Nicht ganz oben, aber doch.
Da sind sonst noch:
Venedig
Venedig
Venedig
Stockholm
Kapstadt
vielleicht Prag, aber da war ich schon lange nicht.
Mehr fällt mir gerade nicht ein.

Gerüstaufbaumänner für die Fallas

Samstag, 17. März 2012

VOM REISEN

Beim Reisen bin ich ziemlich manisch.
Keine Ruhe, bis ich nicht alles gesehen habe.
Auf der Suche nach Geschichten, die mir das Land erzählt.
Die ich mit eigenen Gedanken verreimen kann.
Wenig Zeit für Essen und Rasten.
Manchmal komme ich an.
Dann falle ich ins Glück.
Intensiv.
'Am liebsten ergehe ich das Fremde,
die Schritte sind das rechte Maß.
Erfahren geht auch,
mit Bus oder Zug.
Viel freier Raum für Gedanken und Sinne.


Beim Essen bin ich nicht sehr experimentierfreudig.
Ich mag das meiste Getier, das im Meer schwimmt, nicht essen.
Dieses Tapas-Lokal ist berühmt.
3 Stück der appetitlichen Häppchen konnte ich probieren,
das Törtchen schmeckte leicht süß und nach etwas undefinierbar Fischigem -
nach weiteren Proben war mir dann nimmer.
Bezahlt wird nach Zahnstochern.


Tiere in der Markthalle, die ich lieber im Meer als auf meinem Teller weiß
Flamencotanzschuhe.

Freitag, 16. März 2012

FALLAS

Die Reise habe ich absichtlich in die ersten Märztage gelegt.
Denn es sind die Tage vor den Fallas.
Dem großen Stadtfest von Valencia. Hier wird mit viel Enthusiasmus und Lärm der Frühling begrüßt. Der heilige Josef hat seinen Anteil daran. Das große Fest soll sogar zum Weltkulturerbe erklärt werden.
Überall sind Vorbereitungen im Gange. Die Aufregung und Vorfreude ist zu spüren, an allen Ecken knallt es, die Valencianer sind begnadete Feuerwerker. Stände mit  Bunuelos - einer Hefebäckerei - und sonstigen Leckereien sind aufgebaut. Die haushohen Figuren, die zum großen Finale angezündet werden, stehen bereit.
Es gibt ein Fallas-Museum. Dort werden die preisgekrönten Figuren der vergangenen Jahrzehnte aufbewahrt. Die einzigen, die nicht verbrannt wurden.
Einen ersten Umzug hätte ich sehen können, aber über 2 Stunden darauf warten müssen, dafür wäre es ein Platz in der ersten Reihe gewesen. Habe mich dann dagegen entschieden, so unterschiedlich zu Veranstaltungen bei uns ist es auch wieder nicht. Meine letzte Hotelnacht war eine schlafgestörte - in den dunklen Stunden wurde im fernen Park getrommelt.
Das Pulsierende, die Lebensfreude, das Fröhliche, das Aufgeregte, das Vibrierende -
ich bin ihnen begegnet.




Donnerstag, 15. März 2012

VOM KLAUEN

Ich dachte immer, was ich hier schreibe und fotografiere,
sind meine Ideenkinder
und ich schicke sie hinaus ins WWW.
Was sie dort machen, bleibt ihnen überlassen.
Wie sie bei euch ankommen, in eure Tage schlüpfen ist schon außerhalb meines Einflusses.
Ich dachte immer, wenn sie jemand weiterverwendet, will ich großzügig sein, denn sie wachsen ständig nach.
Neuer Tag, neue Kinder, sie tummeln sich im Kopf und sonstwo und ich brauche sie nur ins Netz bringen. Naja, ein wenig Arbeit ist es schon. Und ganz manchmal freut es mich auch nicht so rasend. Aber meist habe ich meinen Spaß daran.
Jetzt habe ich erstmals einen Text von mir auf einem anderen Blog gefunden. 1:1.
Irgendwie fühle ich mich beklaut.
Weggewischt ist die ganze Großzügigkeit.
Auf der anderen Seite - solche Leute sind doch arm, die das tun müssen.
Die keinen Zugang zum unerschöpflichen Ideenkinderreservoir haben.
Damit kann ich mich ein wenig über den Frust hinwegtrösten.

Mittwoch, 14. März 2012

STADTSTREIFEN

 Straßenbilder.
Straßenbegegnungen.
Fotovoyeurismus.
Festgehaltene Momente.
Mit Valencia verknüpft.




Dienstag, 13. März 2012

ARCHITEKTUR VALENCIA

Architektur in Spanien ist kühn.
Klotzen nicht kleckern.
Monumental.
Gefällt mir gut.
Die Lust an der Form.
Alles schwingt,
ist Bewegung.


Die Stadt der Künste und der Wissenschaften geschaffen
von Santiago Calatrava.
Die Realisierung hat über 10 Jahre gedauert.
Gesamtfläche 350000 m2.
Die Baukosten sind expoldiert und auch die Betriebskosten sind kaum zu leisten.
Aber was soll's.
Bezahlen wird ohnedies die EU.
Und wir zahlen schon für weniger hübsche Dinge.


Man könnte den ganzen Tag schauen und fotografieren.
Die Blickwinkel sind immer neu,
überraschend, erstaunlich.
Formen, die spielen, sprechen, biegen, brechen.
Symbiose der Elemente.


Montag, 12. März 2012

VORERST

Jetzt lüfte ich das Geheimnis.
Ich war in Valencia.
Gut gefallen.
Das ist ein erstes Foto - bevor ich alle und mich sortiert habe.
"Was gibt es Schöneres, als junge Liebe und ewiges Meer?"

Sonntag, 11. März 2012

DANKE

Danke für eure anteilnehmenden Kommentare.
Das baut auf.
Es geht mir gut.
Nach einem Apothekengroßeinkauf habe ich das Bein und mich gut über die Runden gebracht.
Mit dem Erwerb eines Stockes habe ich kurz geliebäugelt - immer einen Sitzplatz im Bus - aber das hab ich dann wieder verworfen. Zu mühsam das Ding zu schleppen - und lassen die mich damit in den Flieger?
Jedenfalls - das Gefühl beim Stürzen die herannahenden Autos zu sehen - das brauche ich nicht öfter. Anscheinend ist der Laufstartmuskel gezerrt - wie ich losrennen wollte, war da kein Bein mehr.
Aber alles halb so wild und ich bin ja fast schon wieder daheim.
Und ganz wichtig: ich habe nix versäumt - so viel gesehen!

Freitag, 9. März 2012

VON DEN UNGLÜCKEN

Wenn frau schon leicht angeschlagen abfährt, 
sich dann im fremden Ausland beim Überqueren einer sechsspurigen Straße vor die herannahenden Autos der Länge nach hinschmeißt,
sich die gezerrte Oberschenkelmuskulatur noch weiter zerrt,
dann kann man das als kleines Unglück abtun,
denn es hätte noch viel schlimmer kommen können.
Fotos gibt es trotzdem schon viele.
Die kommen aber erst, wenn ich wieder daheim bin.
Wenn es mit dem Sightseeing nix mehr wird,
muss ich Aufnahmen vom Hotelzimmer machen.
Ich habe schon mehr gelacht,
aber alles was a Unglück is,
hat auch ein kleines Stückerl Mazel.
 Weil schlimmer gehts immer.

Donnerstag, 8. März 2012

AUSZEIT

Ich gehe dann mal kurz unter Palmen sitzen.
Bin gleich wieder mit Fotos und Geschichten da.

Mittwoch, 7. März 2012

KREISEL

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber ich bleibe immer wieder an den gleichen Punkten hängen.
Manche Geschehnisse kann ich von allen Seiten beleuchten, Lösungen suchen, und beim nächsten Mal hakt es wieder exakt an der gleichen Stelle.
Jahrelang.
Da müssen in den Abläufen irgendwelche blöde Hindernisse eingebaut sein,
Stolpersteine, Fußangeln oder so etwas.
Ich verstehe nicht, dass ich manche Probleme auf ewig nicht begreifen oder lösen kann?!
Gibt es eigentlich gar nicht!
Möglicherweise macht einem Teil in mir das Problemlösungsspiel Spaß.
Anders kann ich es nicht erklären.
Die Bewegung in der Endlosschleife.
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Die Fotos: erste warme Sonnenstrahlen und ein dick gefrorener kleiner Teich.

Dienstag, 6. März 2012

BÄUME


Diese mächtigen Bäume fand ich an einem frühlingswarmen sonnigenTag.
Wie oft sind sie schon in einen Neubeginn gestartet?
Wie oft ist ihr Saft von den Wurzeln bis in den letzten kleinen Zweig gestiegen?
Hat grüne Blätter geboren.
Alte Verletzungen durchbrechen die Rinde,
Krebsgeschwüre verformen den Stamm,
und es ist noch genug Leben da für viele kommende Jahre. 

Montag, 5. März 2012

ZARTFARBEN

Wenn Nebelschleier zarte Farben zeichnen
verschwimmen
Konturen
zu Bildern
der Schönheit und Zufriedenheit

Sonntag, 4. März 2012

BLUES


Wenn tagelang Winterwindsbräute Schnee vor sich hertreiben,
dann kann es sein, dass auch im Inneren der Schlechtwetterblues einkehrt.
Der Blick aufs ewig Unwirtliche,
gibt den verschütteten Tränen Anstoß sich mit dem Außen zu verbinden.
Alles Unbeweinte findet Platz in diesen dunklen Tagen.
Damit dem aufkeimenden Neubeginn nichts mehr im Wege steht.
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Irgendwann im Winter habe ich diese Zeilen geschrieben -
bei Sonnenschein mag ich sie posten,
damit der Frühling weiß,
wie er es gar nicht machen soll.

Samstag, 3. März 2012

SCHREIBMASCHINE

Es gibt Menschen, die greifen für Privates, Geheimes schon wieder auf die gute alte Schreibmaschine zurück.
Die zeitweise Abkehr von der Computerwunderwelt.
Ich habe einen Picasa-Photoshop installiert, den ich kaum bis nie verwende.
Ich speichere meine Bilder anders ab.
Der Photoshop mischt die Fotos wild durcheinander, hat verschiedene Systeme, ich habe mich noch nie damit beschäftigt.
Zufällig bin ich auf einen Ordner mit dem Titel: Gesichter gestoßen.
Ich habe nicht schlecht gestaunt über eine bunte Zusammenstellung aller Gesichter, die ich fotografiert habe. Statuen, Puppen, Menschen, auch solche, die ich gar nicht kenne, aus Fotos herausgeschnitten. Irgendwie ist mir da ganz anders geworden. Wiedermal habe ich gesehen, was ein Computerprogramm selbständig machen kann.
Bei meinem neuen Schätzchen werde ich jedesmal wenn ich ein App herunterlade, gefragt, ob ich dem Zugriff auf alle meine Dateien, inklusive der Telefonlisten, zustimme.
Möglicherweise ist die gute alte Schreibmaschine wieder ein lohnende Alternative.

Freitag, 2. März 2012

WIE FINDE ICH DENN DAS?

Manchmal kann mir das Schimpfen nicht verkneifen,
obwohl ich ansonsten Politik und Politiker als Theater fürs Volk betrachte,
aber ab und an
geht mir das Geimpfte auf,
wenn das Unfähigkeitsmaximum von unseren Vertretern bei weitem überschritten wird,
die Profillosigkeitsspitze mich in allen Fasern schmerzt.
Das ist passiert,
als unser Dauerlächelbundeskanzler sagte:
"ICH wollte nie eine Bank kaufen .. etc."
Was heißt da ICH?
Er kauft gar nix, zahlen tun wir.
Nur ist das im Bewusstsein der von uns gewählten Volksvertreter  total verloren gegangen.
Maximale Selbstüberschätzung.
Es fällt mir dazu das Peter-Prinzip ein. Nach der Theorie steigt ein Mensch so lange die Hierarchieleiter hoch, bis er an einen Platz kommt, an dem er unfähig ist.
Unsere Politiker haben den Höhepunkt der Leiter erklommen.
Alle.
Da bin ich ganz sicher.

Donnerstag, 1. März 2012

VOM WARTEN

 Ich bin eine, die immer zu früh dran ist. Wahrscheinlich wird mir das beim Sterben auch so gehen. Ich werde vor der verschlossenen Himmelspforte stehen (wo sonst) und die werden noch beim Frühstück sitzen. Oder Petrus wird gerade duschen.
Dieser Tage habe ich in einem kleinen Ort gewartet, der völlig aus der Zeit ist. Mir ist aufgefallen, wie gerne ich das mache. Diese Minuten, die ich mit Schauen, Wahrnehmen, Beobachten verbringe, sind geschenktes Erleben. Nie würde ich an diesen Punkten innehalten und einfach ins Sein fallen. Dinge sehen, die ansonsten achtlos im Abseits blieben.
Dieser Ort ist besonders aus Raum und Zeit. Das gibt es im Wald/Mühlviertel oft, aber dort empfinde ich es noch ein wenig mehr. In der Wartezeit wird man eingeschwungen auf die spezielle Energie des Platzes.
Warten kann Sinn bringen.
Lebenszeitspannengeschenke.