Mittwoch, 17. Januar 2018

LICHTWESEN

Es ist dunkel, so dunkel.
Nebel.
Die Abwesenheit von Licht.
Es hat mich in die Gegend nördlich des Polarkreises verschlagen.
In eine Gegend von der sich die Sonne abgewandt hat.
So fühle ich.
Manchmal schaue ich die Webcam vom Nordcap an
und da ist meist ein Goldstreif am Horizont.
Mehr Helligkeit als bei mir.
Dabei sind wir Lichtwesen.
Photonen befinden sich in unseren Körperzellen.
Gefühlte Monate habe ich mit niemandem gesprochen.
Denn keiner hat das, was ich suche.
Und sonst interessiert mich gerade nichts.
Auf YouTube schaue ich Videos.
Lauter gscheite Leute, die mir bewusstseinserweiternde Sachen erzählen.
Und ich weiß,
das Licht und der Goldstreif werden auch zu mir kommen.
Aber dieses völlige Beimirsein ist auch Glück.
Glück der Zufriedenheit macht sich in meiner Abgeschiedenheit breit.
Klausur.


Kommentare:

  1. Du bist wohl in eine Art Winterwachschlaf verfallen. Bald, bald wird dich ein Lichtstreif wieder zum Leben erwecken. Und bis dahin geniesse das dunkle, wohlige Beidirsein!
    Einen lieben Gruss aus dem Morgendunkel,
    Brigitte

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    1. dieser winter ist besonders dunkel.
      liebe grüße zu dir

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  2. Ingrid die Einsiedlerin....umgeben von BaumgespenStern!
    Am Abend ist es hier schon gut spürbar, dass die Tage länger werden.... Morgens hingegen noch überhaupt nicht!
    Wünsche dir einen heiteren Tag
    ❤️-lich
    Brigitte

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    1. ja, mit gespenstern der vergangenheit einsiedeln.
      hier auch: am morgen ist noch nix zu merken, aber am abend ist es länger hell. das heisst, es wird später von grau zu schwarz.
      liebe grüße zu dir

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  3. mit "dir" sein, das klingt gut, schön
    und "keiner hat das, was du suchst" lässt mich ein wenig lächeln, ich versuche mir vorzustellen wie du wohl bist, wie du lebst, was du wohl denken magst
    und so entstehen eigene Bilder, Geschichten und schon könnte sich eine Möglichkeit auftun es aufzuschreiben - dafür bedanke ich mich bei dir, auch wenn man sich nicht kennt, so vermute ich doch dass es einen Sinn macht - warum man da ist und wieso man genau jetzt das liest, was man liest.
    Ich wünsche dir Lichtfunkenbilder die dich strahlen lassen!
    Hab eine gemütliche Zeit.
    lieben Gruß
    Sophia

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  4. Ja gell, lieber mit niemandem reden, als Konversation machen über banale Dinge. Jedenfalls teile ich mit dir die Grundwahrnehmung "keiner hat das, was ich suche". Mir fällt auf, dass die Gefahr grösser wird, das zu vergessen, was man sucht so mit den Jahren.
    Und mich erinnert dein Text an ein Buch, das ich mit Faszination lese: "Erling Kagge - Stille. Ein Wegweiser".
    Ebenfalls nach Lichtstreifen suchend grüsst dich herzlich Ursula

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    1. sucht man nicht immer wieder anderes?
      liebe grüße

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  5. Liebe Grüße an Ingrid "Klausnerin"...

    Wir sind in Gedanken bei Dir!

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  6. licht nährt uns.
    und nahrung mit photonen gibt es auch.....allles frische grün......
    ich versuche mit algen ein bissi was zu erhaschen.
    die dürftigkeit des winters ist enorm.

    aber der mensch ist eh eine fehlkonstruktion.
    was wir alles brauchen,was uns vorenthalten werden kann.
    der körper mit seinen dauernden bedürfnissen,
    immer muss man sich schützen vor schmerz,krankheit,....

    schon die abwesenheit von den wichtigsten dingen,
    bringt uns in verzweiflung.
    und dann haben sie uns eingeredet,wir solllen hoffen...
    ganz offen? die da oben waren besoffen.

    also ich hätte die erde anders erschaffen und gestaltet
    hibisca

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    1. da bin ich bei dir. die erde wäre bei mir auch anders. nie mehr putzen.
      liebe grüße

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