Dienstag, 19. September 2017

LIEBER NICHT WÄHLERIN


Heute werde ich bei euch teilweise auf Missbilligung stoßen.
Ich gehe so gut wie nie wählen.
Vermeide es tunlichst,
meine Energie irgendwo dazuzugeben.
Wüsste gar nicht wo.
Denn diese Berge an Unwahrheiten sind für mich nicht unterstützbar.
Bestenfalls gehe ich zur Gemeinderatswahl, die ist kleinflächig überschaubar,
damit kann ich mich noch am ehesten identifizieren.
Und da sehe ich auch, was geschieht.
Die Leute kümmern sich dann um Güterwege und den Kindergarten.
Beim letzten Mal war zwar mein Wille da,
dann erwischte ich die Kirchenendzeit und Abstimmer waren beim Wahllokal bis auf die Straße hinaus angestellt.
So dringlich war mein Stimmenabgebbegehr dann doch nicht.
Grundsätzlich bin ich in dem Land, wo ich lebe, zufrieden.
Die Leute in der Politik sollen ihre Arbeit machen (mir ist es wirklich ziemlich egal mit welcher Farbe sie sich schmücken),
nicht streiten und auf die häßlich blöden Wahlplakate könnten alle den selben Spruch schreiben.
Hauptsache Strom kommt weiterhin aus der Steckdose und Wölfe werden nicht geschossen.
Ach, ja. Manche Gesichter möchte ich lieber nicht länger sehen.
Also gehet hin und wählet den Scheiß.


Kommentare:

  1. du sprichst mir aus dem herzen, wenn auch auf völlig anderer ebene als ich es im blog tat, aber sehr sehr wohltuend!
    danke

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    1. ja. der "stimmenfang" (welches wort!) ist diesmal besonders schlimm.
      lg

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  2. Das kann ich gut nachvollziehen.
    Hier stehen auch Wahlen an. Man kann brieflich abstimmen und das mache ich auch im Sinne von: "Wenn es nichts nützt so schadet es auch nichts."
    Lass es dir gut gehen und die Wähler das Richtige tun!
    Herzlichen Gruss.
    Brigitte

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    1. in wirklichkeit habe ich keine meinung. also weiss ich auch nicht, was das richtige wäre.
      liebe grüße zu dir

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  3. Ja, richtig, ich missbillige das. Das kleinere Übel ist auch eine Option, wenn sich sonst keine findet. Aber ich predige nicht und grüße Dich herzlich.

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  4. Nichtwählerin war ich sehr lange, bis ich mir eine politische Lektion von meinem Jüngsten erteilt wurde.
    Welch Glück ich in Österreich hätte meine Meinung frei zu äußern und es wäre die Pflicht meine Stimme abzugeben..........u.s.w.
    Seine Überzeugungskraft hat gewirkt.
    Wer nicht wählt, darf sich nicht beklagen!

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    1. ich bin mir durchaus bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann, in österreich zu leben. und ich beklage mich nicht. trotzdem bleibt meine stimme bei mir.
      lg

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  5. Für das (mein) Wahlrecht haben Frauen lange gekämpft, das will ich nicht einfach aufgeben. Hätten wir es nicht, das wäre für mich wirklich schlimm. So kann ich immerhin meine Haltung kundtun. Es gibt viele Länder, wo das nicht möglich ist... So gibt es verschiedene Meinungen zum Thema, die wir kundtun können, ohne gleich im Knast zu verschwinden. Dafür schätze ich mich auch sehr glücklich. Hab einen schönen Tag, liebe Grüße, Bettina

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    1. ja, wir können wählen. aber wer steht zur auswahl?
      liebe grüße

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  6. Was für ein Zimmer unter freiem Himmel hast du da fotografiert?

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    1. das freiluftzimmer gibt es in traunstein, dem ort, wo ich auf kur war.
      lg

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  7. ganz meine meinung!!!!!!!
    ich behalte auch meine stimme.
    ich möchte diese politkasper nicht legitimieren.(darum brauchen sie ja die stimmen von uns!!)
    sie brauchen unsere stimmen,damit sie den scheiß weitermachen.....
    und ihre taschen füllen....uns verraten und verkaufen.....

    wir haben keine wahl!
    es ist die gespielte demokratie.

    auf gemeindeebene ist es auschließlich verwaltung.
    merkls schoßhunderl zu wählen ist mir nicht möglich.
    diese wiederum ist die marionette des transatlantik
    und befolgt diese anweisungen.
    oder in frankreich das rothschild makronenkipferl.......

    die wahlversprechungen werden nie eingehalten.....
    lügen uns ins gesicht.

    den frauen früher ,die uns das wahlrecht erkämpft haben,
    gebührt respekt!!!!!

    würde wählen etwas bewirken, wäre es schon längst abgeschafft.
    sauwütende grüße
    hibisca

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    1. da sind wir uns einig. wahlversprechen: nix ist kürzer, als das gedächtnis eines wählers.
      liebe grüße unwütend

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  8. Wir haben seit über siebzig Jahren Frieden in Europa; ein Genuss, den meine Großeltern (mein Opa väterlicherseits war neun Jahre alt bei Ausbruch des ersten und vierunddreißig beim zweiten Weltkrieg. Was für eine Biografie ist denn dasbitte?) nicht gekannt haben.

    Zählt das vielleicht nix?

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  9. Was ich damit meine, ist: Demokratie hat nicht unwesentlich zu diesem Frieden beigetragen. Und Demokratie ist in Gefahr, wenn keiner wählen geht.

    Wir leben doch gut.

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    1. stell dir vor, keiner geht hin. dann würde sich vielleicht die Möglichkeit für mehr Demokratie auftun. das würde möglicherweise das verhalten der politiker verändern.
      ja, wir leben gut. weil die leute so brav, angepasst und fleissig sind.
      liebe grüße

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    2. Desinteresse ist der Anfang vom Ende. Eine ungültige Stimme abgeben zeigt da mehr und kann später nicht als Wählerfaulheit hingestellt werden. Lg aus Wien

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  10. Ich denke, dass, wenn niemand mehr zur Wahl geht, Regierung ohne unsere Stimmen stattfindet. Demokratie ist nichts fest Installiertes: Wo niemand wählt, verschwindet sie.

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