Dienstag, 31. Januar 2017

ICH WUSSTE ES NICHT

Wenn man sich selbst kennenlernen will,
kann man sich auch ins Krankenhaus legen.
Selbsterfahrung der besonderen Art.
Ich kriege eine Menge Lob über Blitzheilung, Aktivität, Schmerzlosigkeit, etc.
Was mich an mir so berührt, ist:
ich bin knochenhart. Zielorientiert.
Dafür nehme ich mich selbst in den Arm und bin stolz auf mich.
Anscheinend, wenn man so lebt; wie ich lebe,
seit ewig allein in einem Haus, den Naturgewalten ausgesetzt,
die langen strengen Winter voller Dunkelheit durchlebt,
dann ist so ein bisserl Bauchaufschneiden ein Klacks.
Ich wusste wirklich nicht,
wie lebensabgehärtet ich bin.
Und das beschert mir eine ganze Reihe Glücksmomente im Krankenhausbett.
Ich finde mich richtig klasse.



Kommentare:

  1. Das darfst du auch, Ingrid. Du bist sicher die beste Krankenhauspatientin weit und breit und überstehst den Eingriff wie eine Indianerin.
    Lass dich auch gedanklich ein wenig in den Arm nehmen! Und bleib, wie du bist: klasse!
    Lieben Morgengruss,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ingrid!

    Ich wünsche Dir alle Gute und baldige Besserung, bzw. wenn es Dir gut geht, eine baldige Entlassung.

    LG nach Zwettl
    Bernhard

    AntwortenLöschen
  3. man kann sich überall wieder neu kennenlernen,
    auch in der wüste.
    wenn man bei sich angekommen ist,braucht man nicht mehr so viel von außen.
    man kann sich selbst steuern,helfen,unterstützen,.......
    die hilfe durch die operation war nötig,
    der rest erledigt sich von selbst!
    wenn man mit sich umzugehen weiß,kann man vieles ablehnen,
    weil man auf den eigenen pool der alternativen
    zugreifen kann.

    ein hoch der entfalteten,entwickelten menschenseele.
    waldviertler sind auch seltsam,weil durch die natur,
    durch den überlebenskampf sehr geprägt.

    wer sich seine eigenart und seine eigenständigkeit
    nicht erhält bzw.daran arbeitet,wird in zukunft kein selbstbestimmtes
    leben mehr leben können.
    die künstlich geschaffene welt hat uns fast schon aufgesogen.

    ein hoch auf die heilung!
    hibisca

    AntwortenLöschen
  4. Ich berührt von Deinen Worten.
    Weiterhin gute Heilung!
    Ahoi
    Oona

    AntwortenLöschen
  5. Nie, nie hätte ich gedacht, dass ein Krebstagebuch aus dem "Schmerztempel" so amüsant sein könnte. Du bist eine hervorragende Schreiberin - vielleicht geht da mal was über den blog hinaus? Ich schicke dir gute Wünsche.

    AntwortenLöschen
  6. yeah du bist eine tapfere
    allerliebste grüße
    birgit

    AntwortenLöschen