Freitag, 24. August 2012

VON DEN DINGEN


Es gibt Dinge, die wollen nicht bei mir sein.
Habe ich auch nicht.
Z.B. eine Taschenlampe.
Die brauche ich nur anzusehen und sie zerfällt, leuchtet nimmer, ist defekt oder sonstwie unbrauchbar.
Lernstufe: Leben geht auch ohne Leuchtstab.
Jetzt spielt sich ähnliches mit meinen Telefonen ab.
Am Handy wollte ich endlich die Mailbox aktivieren, weil ich erreichbar sein sollte. Jetzt gelange ich gar nimmer in die Mailbox, Nachricht kann man mir natürlich auch nicht hinterlassen.
Daheim spinnt der Anrufbeantworter plötzlich auch,
er meldet sich nicht.
Mir wäre es im Prinzip egal, am liebsten würde ich eine Nachricht hinterlassen:
"Wenn Sie mich sprechen wollen, schreiben Sie mir bitte eine Ansichtskarte."
Ich glaube, auf richtig viel Verständnis würde ich damit nicht stoßen,
aber ich finde es komisch.
Und weil ich unheimlich angepasst bin,
werde ich mich halt weiter bemühen, die Dinge zu einer korrekten Funktion zu erziehen.


Kommentare:

  1. willst du angepaßt sein? ich habe einen freund, der sich absolut verweigert in diesen erreichbarkeitsdingen. kein handy, kein ab und wenn er nicht will, geht er nicht mal zuhauseseiend (wortgeschöpft) ans telefon. mails beantwortet er dann, wenn er will. der gipfel war, dass wir wegen seiner eigenartigkeit die freundschaft länger auf eis gelegt hatten.
    ich war lange genervt von ihm, wollte das nicht akzeptieren.
    eines tages kriege ich eine mail von ihm. da hatte er sein postfach entrümpelt und antwortete auf eine zwei jahre alte mail als hätte er sie gestern erhalten. ich schwankte zwischen wut, fassungslosigkeit und lachen, entschied mich für das letzte. seither fahre ich hin, wenn ich ihn sprechen will. und das klappt immer.
    und das mit der bitte um ansichtskarte schreiben, finde ich eine tolle idee. wenn deine gerätschaften nicht arbeiten wollen, gibt es einen grund....
    grüße
    m.

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    1. ich hab kein problem damit, wenn ich nicht erreichbar bin. aber andere leute schon.
      ;-)
      die geschichte von deinem freund ist witzig.
      liebe grüße in den norden

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  2. Mir gefällt deine Art, über den Dingen zu stehen, Ingrid. Ein bisschen Verweigerung (auch von den Dingen) ist oft gar nicht so schlecht. Und das mit den Postkarten würde mir auch gefallen.

    Also: Schöne Aussichten dir, vom Balkon aus oder von der Sommerwiese.
    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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    1. dinge spielen mit uns. es gibt bei mir immer wieder zeiten, da wird es ganz schlimm und dann funktioniert wieder alles lange klaglos. gerade jetzt bin ich in einem dingechaos.
      aussicht ist im mühlviertel.
      lg in deinen nachmittag

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  3. Die Dinger werden aber auch immer komplizierter, können immer mehr und sind unglaublich anfällig! und Gebrauchsanweisungen doch einfach immmmmer viel zu klein geschrieben...
    Ich mag die ganze Telefoniererei übrigens nicht sehr! Telefonate sind immer wieder wie Überfälle... Postkarten und Mails kommen dann wann frau die Bereitschaft hat den Briefkasten zu konsultieren. Jede(r) ist sein eigener Zirkusdirektor!!!
    Wünsche dir einen unangebundenen und ungestörten Tag
    ♥-lich Brigitte

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    1. ich telefoniere auch nicht viel. immer weniger.
      und ich bin gerne herrin über meine zeit. mag oft nicht, wenn mich das telefon unterbricht.
      habs gut in deinem paradies
      liebe grüße zu dir

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  4. liebe Ingrid, die erklärung für das nichtfunktionieren gewisser dinge findest du auf youtube: warum dinge kaputtgehen ... bei dem gedanken, wieviele menschen in bitterster not leben und was man mit dem ersparten geld helfen könnte, wenn diese "geplante obsoleszenz" nicht wäre ... lg kri

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    1. ja, das auch. genau ablauf der garantiezeit verenden die technischen dinger. aber bei mir funktionieren sie nicht, weil sie nicht wollen. ;-)
      lg zu dir

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  5. "Wenn Sie mich sprechen wollen, schreiben Sie mir bitte eine Ansichtskarte."

    Made my day !!!

    :-)))

    (Übrigens besitzen mein Mann ich und ich seit Jahren keinen Festnetzanschluss mehr, und MEINE Handynummer haben nur geschätzte 20 Menschen. Handverlesen, versteht sich.)

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    1. ich sollte aus bestimmten gründen erreichbar sein. festnetz und handy habe ich, weil bei mir der mobilnetzempfang so bescheiden ist, dass ich doch eher mit dem festnetz spreche.
      lg nach wien

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