Sonntag, 29. November 2020

HAUSBAUM UND SYNAPSEN



Kalt ist es geworden.
Solange die Sonne scheint,
ist dagegen nichts einzuwenden.
Am Hausbaum sind die Vögel angekommen.
Die üblichen Verdächtigen.
Meisen, Goldammer, Kleiber, Eichelhäher.
Seit ich den Marder mit Musik beschalle,
höre ich ihn seltener.
Aber ab und an gibt es Kampf, Poltern und Gepfauche.
Heute Nacht nagte eine Maus in den Balken -
wozu halte ich Marder, wenn Mäuse noch ihr Leben haben?
---
In meiner Vorstellung denkt das Hirn in immer gleichen Bahnen.
So wie ein Zug, der auf Schienen fährt.
Reiz-Gedanken-Gefühl oder so ähnlich.
In den letzten Tag ist die Lokomotive bei mir irgendwo abgebogen.
Befährt die Strecke nimmer.
Viele Ängste und Unangenehmes werden neuerdings nicht mehr angelaufen.
Stationen geschlossen.
Ich verstehe es nicht,
bin noch misstrauisch,
weil ich es nicht erklären kann
und auch nicht weiß,
was/wo der Auslöser war.
Momentan einfach kein Anschluss mehr auf diesem Bahnsteig.
Mir soll es recht sein,
da die Verbindung häufig benutzt und unschön war.
Vielleicht Sparmaßnahmen bei den Synapsenschaltkreisen.
----
Und ich habe einen gefrorenen Teich singen gehört.
Noch nie vorher erlebt.
Viele verschiedene Töne.
Eigenartig.





 

Kommentare:

  1. Die Eistage, die du so wunderschön fotografiert hast, scheinen auch ihr Gutes zu haben. Lassen vielleicht nur noch wärmende Gedanken zu...
    Alles Liebe und sonntägliche Grüsse,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  2. der erste schnee kommt demnächst.
    lieben sonntagsgruß

    AntwortenLöschen
  3. Die Zeit ist gekommen, wo unsere Gehirne die altgewohnten und überflüssig gewordenen Bahnen verlassen. Du bist auf dem besten Weg, liebe Ingrid. Ich übe noch ;-)
    Ein singender Teich, wie wunderbar! Das würde ich auch gern mal hören.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. singender teich: waren seltsame töne. ich konnte es zuerst kaum fassen. auch vorher nie gehört.
      liebe grüße

      Löschen
  4. Herzlichen 1.ADVENT-Sonntags-Gruß zu DIR und der schönen NATUR/Landschaft schicke ... Annette ♥

    AntwortenLöschen
  5. ein Teich, der singt... das ist schön und passt für mich zum Sonntagmorgen, danke dir dafür, lg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. es gibt immer wieder dinge zu entdecken, die frau vorher noch nie gesehen/gehört hat. das ist doch toll?
      liebe grüße

      Löschen
  6. Vielleicht haben die frierenden Teichnymphen gesungen? Und dann noch Goldammern und Kleiber!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. goldammer sind im winter bei mir immer viele. 30 oder so. heuer noch nicht. aber das wird. wie kriegen die nymphen luft beim singen?

      Löschen
  7. Feinstoffliche Klänge, wie wunderbar. Wenn das Eis gefroren ist und es scheint die Sonne drauf,
    dann ergibt das Spannungen. Möglich , dass dadurch Klänge zu hören waren.
    Ein besonderer Klang aus der Tiefe, wie auch immer.
    Schönen kalten Sonntagabend
    hibisca

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. war unglaublich. der schall breitet sich am eis schneller aus. ich setze morgen einen link. habs im netz gefunden.
      und jetzt kommt schnee.
      liebe grüße

      Löschen
  8. Ui, bald kannst du Schlittschuh laufen! Bei uns noch kein Schnee, nur wieder gräulich..

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. es ist so kalt in der nacht. das eis ist sicher schon dick genug. aber eislaufen, das war einmal.
      liebe grüße

      Löschen