Samstag, 21. November 2020

HANDWERK


Aus Gründen
habe ich meine alten Fleckerlteppiche zusammengesucht.
Die in Scheunen, etc. vor sich hingammelten.
Alles selbst gewebt.
Die hellen Läufer sind aus ungesponnener Schafwolle.
Früher standen in vielen Häusern Webstühle.
In den langen dunklen Wintern wurde Leinen und eben auch aus alten
Flicken Teppiche gewebt.
Ich hatte lange Jahre einen Webstuhl geborgt,
bis er in ein Bauernmuseum wanderte.
Bei mir rastet noch ein Webstuhl aus einer Weberei aus Tirol vor sich hin.
Ich mache ja sowieso nix mehr
und dieser professionelle Webstuhl ist kompliziert.
Man kann damit richtige Stoffe mit den verschiedensten Bindungen produzieren.
Also, die schönsten Dinge.
Außerdem fehlen mir mittlerweile alle Gerätschaften,
um eine Kette herzustellen.
Fleckerlteppiche: 
die Menschen hier waren arm
und verdienten sich ein Zubrot mit der Herstellung.
Auch gab es regionale Webereien,
die diese Ware produzierten.
Dann verkauften große Möbelhäuser Billigststücke aus Fernost
und damit kam das alte Handwerk fast gänzlich zum Erliegen.
Handwerk:
ich bin der größte Zuschaufan,
wenn jemand etwas mit seinen Händen produziert.




 

Kommentare:

  1. Die Webstücke sind grossartig. Vor vielen Jahren besuchte ich mal einen Webkurs und versuchte mich in deiser bewundernswerten Kunst. Aber so richtig gepackt hat es mich nicht.
    Das Zuschauen dagegen beherrsche ich ziemlich gut. :--)
    Lieben Morgengruss zu dir,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. also, von großartig weit entfernt. und schon uralt.
      alles liebe in deinen tag

      Löschen
  2. Die Teppiche hast Du alle selbst gewebt? Respekt! Ich liebe altes Handwerk.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. fleckerlteppiche sind keine kunst. das schwierigste daran ist die kette auf einem großen webstuhl herzustellen.
      liebe grüße

      Löschen
  3. TOLLE TEPPICHE ... sollten liegen und bewundert werden !?!

    Das Handwerk wird um so höher stehen,
    je mehr und glücklicher es bemüht ist,
    dem Nützlichen das Schöne zu verbinden.

    Heinrich Wilhelm Josias Thiersch (1817 - 1885)

    Hatte, als Kind einen kleinen Webrahmen, und mit welcher FREUDE ich da kleine Teppiche herstellte !!!
    Früher war ich Feinmotorikerin ... im ALTER - leider - jetzt grobmotorisch unterwegs ;( *seufz*

    Herzlichen Samstags-Gruß von Annette ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. vielleicht magst du nochmals fein oder grob anfangen? für manche dinge, die spaß machen, ist es nie zu spät.
      liebe grüße

      Löschen
  4. Meine Oma machte aus alten Kleidern,Stoffen usw.dünne Streifen,diese wurden in meterlange Zöpfe verflochten,auf riesige Kugeln aufgewickelt,zur Weberei gebracht und zu Teppichen verwebt.Nachhaltigkeit Anno dazumal.Gefaalen mir deine Teppiche,schönen Tag

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja. nachhaltig. nix wurde weggeworfen. alles verwertet.
      liebe grüße

      Löschen
  5. Ich habe als Kind aus alten Kleidern streifen geschnitten und aufgewickelt.
    Diese bunten Fussbälle brachte Papa dann nach Dietmans . Dort wurden sie zu Fleckerlteppichen
    verwoben. Heute ist dort ein Museum.
    Überall ist heute das Billigzeug aus China.
    So haben wir uns ruinieren lassen. Dazu gibt es jetzt die Fledermauspest.
    Schönes Wochenende
    hibisca

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. der weber aus dietmans hat mir dazumals die kette gemacht. was wirklich aufwändig und kompliziert ist.
      liebe grüße aus dem sonnig verschneiten waldviertel

      Löschen
  6. tolle teppiche, weil selbstgewebt. leider kann ich nur mit handwebrahmen etwas, vielleicht so kram, den ich nicht will und zu schade für en wollverbrauch...ich kann florale dinge herstellen, ist kurzlebiger.
    hab es gut und bleib gesund, gruss roswitha

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. alles handwerkliche, was freude macht, ist gut und schön.
      liebe grüße

      Löschen
  7. Einen späten, schönen guten Samstags-Morgähn <3! Dann wirds ja jetzt schön heimelig bei Dir mit all den hübschen Flickenteppichen! Ich muß gestehn (da es diese Tradition hier in Hessen in meiner Kindheit anscheinend schon nicht mehr gab), daß ich nur die billige Version kenne. Aber auch die hat mir in meiner Azubi-Bude gute Dienste geleistet. In Brasilien dann hab ichs wieder als Handwerk erlebt.
    Bin grad nach einer durchgearbeiteten Dienst-Nacht im OP vorgestern immer noch etwas lahm. Mittlerweile brauch ich für solche Nächte zum Ausgleich 2 Tage...gut, daß Wochenende ist! Muß heut einfch mal raus, in eine hübsche Nachbarstadt spazierengehn. Bin sehr froh, daß das hier trotz allem geht! Alles Liebe und mach's Dir gemütlich :) Ursel vorm Ofen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. die teppiche liegen schon lange nimmer bei mir. werden verschenkt.
      ja. ich kann dir das glauben, dass du die nachtschicht nimmer so locker wegsteckst.
      habs gut und liebe grüße

      Löschen