Mittwoch, 1. August 2018

MEDIZIN

Eine andere Lieblingsstelle aus dem Buch von Johannes Jacob Wecker, das Anfang des 17. Jahrhunderts erschienen ist:
Gräde oder Bein so im Hals bestecken aus zuziehen.
So einem etwas im Hals bestecket, mache ihn von stundan Gurgeln mit Öl und Salzwasser
und gebe ihm Scharlachsaft zu trincken oder gib ihm Essig mit Thymian zu trincken.
Danach lasse ihn Gurgeln mit warmen Wasser.
So dieses alles nichts hilfft, nimm ein stücklein Fleisch,
binde daran einen starcken Faden, lass es ihn hinab schlucken,
danach ziehe es mit dem Faden widerum obersich,
so gehen die Grad mit sampt dem Fleisch hinaus.
Das Buch beschreibt den Stand der Medizin vor 400 Jahren. Das sind 10 bis 12 Generationen.
Wenn man sich 10 Generationen in die Zukunft denkt und dass dann der Stand der heutigen Medizin genauso obskur und abstrus empfunden werden wird .....
Da mag sich jede/r den eigenen Reim darauf machen.



Hieronymus Bosch - Die Hochzeit des Frosches (Ausschnitt)

Kommentare:

  1. Eigentlich verwunderlich, dass sich die Menschheit damals nicht schon selber ausgerottet hat (dezimiert hat sie sich ganz bestimmt.) :-)
    Das Bosch-Bild passt hervorragend zu diesem Horror-Szenario.
    Einen schönen Gruss in den normalen Wahnsinn von heute,
    Brigitte

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  2. Na du hast da ja eine niedliche Lektüre... aber der gestrige Eintrag ist kaum zu toppen.... wo hast du denn dieses Werk gefunden? Der Herr Johannes Jacob dürfte ein fröhlicher Zeitgenosse gewesen sein... hoffentlich hast du ein Gegenmittel, wenn du von dem Ganzen eine Überdosis erwischt! Liebe Grüße in den heißen Tag, Bettina

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