Donnerstag, 12. August 2010

EKEL


Jeder hat die eigenen Ekelmonster.
Zu meinen gehören Ohrschlüpfer, die jetzt am Sommerende auf wieselflinken Beinchen ihren Weg in die Küche finden. Der Raum hat eine Türe ins Freie und da haben die Mehrbeiner leichtes Spiel in alle möglichen Ritzen und Ecken zu kriechen. Das Beste ist ja schon einmal, wenn ich den Ausgang öffne, und die herzallerliebsten Tierchen purzeln überrascht auf mich drauf. Igitt. Gerade hab ich ein Gurkenglas aus dem Kühlschrank genommen und beim Öffnen des Deckels ist ein putzmunteres Kerlchen in der Flüssigkeit gelandet. Wo kann der nur versteckt gewesen sein? Ich habe auch schon Besuch bewirtet, der dann am Tassenboden einen aufgebrühten Käfer gefunden hat ...urpeinlich. Dass sie am liebsten in meiner Brotdose wohnen, muss ohnedies klar sein.
Es soll Menschen geben, die kleine Nester in Bäumen für diese reizenden Tierchen bauen, um ihnen eine bessere Möglichkeit für ihre Vermehrung zu bieten. Weil prinzipiell sind Ohrschlüpfer Nützlinge, die Blattläuse fressen. Also, ich tät all meine Rosen und sonst auch noch einiges opfern, wenn sie mir vom Leib blieben.
Als Kind hat man mir diese Geschichten von den Ohrschlüpfern erzählt, die sich durchs Ohr bis ins Gehirn fressen ....
Das glaube ich nicht mehr, aber ich finde sie so eklig. Stehen in meiner Graus-Liste ganz weit oben, werden nur mehr von Kakerlaken getoppt.
Die gibts glücklicherweise bei mir nicht.

Kommentare:

  1. Von diesen possierlichen Tierchen sind wir bisher gottlob verschont geblieben. Im Haus haben wir auch keine unliebsamen Mitbewohner, aber draußen im Garten überrennen uns die Ameisen jeder Größe und Couleur in unvorstellbaren Massen. Wir wissen nicht, woher die kommen und vor allem wissen wir nicht, wie wir sie wieder los werden können.
    Und dann wären da noch die Schnecken in braun und grau, von denen Unzählige jeden Tag von mir mittels einer großen Schere brutal ermordet werden, bevor sie alles kahl fressen. Das ist sowas von grauslich, aber einer muss diese Arbeit ja machen.
    Und reden die Leut immer vom schönen Landleben.....

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  2. gerlinde:
    bei mir gibts glücklicherweise noch keine schnecken. aber langsam kommen sie auch. sehe schon vereinzelte. absolute ekeltiere. ameisen draußen sind mir egal, aber ich hab auch so viele wühlmäuse. sieht häßlich aus und die fressen auch alles auf. ja das landleben ...
    lg in die steirische grüne mark

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  3. zubetonieren und in die Stadt ziehen *fg*

    lg
    Karl

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  4. karl:
    ach geh. das kanns ja nicht sein. und in städten hab ich auch so meine erfahrungen. z.b. kakerlaken satt (war nicht in wien).
    lg

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  5. Die Viecherln sollten eigentlich auch natürlich Feinde haben, und wenn es sich nur um Pflanzen handelt, die in der Nähe der Tür einen Geruch verströmen, der sie fernhält ?

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  6. walküre:
    insekten sind feindlos. na, stimmt natürlich nicht, aber die greifen aus allen richtungen an. bei mir hilft wohl nur eine ohrenschlüpferdesensibilisierung.
    lg

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  7. seit ich einfach mit ihnen lebe komme ich gut mit ihnen aus
    gegen ekel hilft genau anschauen auch in vergrösserung
    und mit ihnen sprechen...
    giggle ja zum glück müsst ihr nicht mit mir im haus leben
    die mitbewohnerin nennt mich buddhistin und macht die lilienhähnchen nur noch heimlich tot

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  8. NUR NICHT vergrößern. die sind ja klein schon eklig genug.
    lg in den abend

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  9. Oh....ich glaub, ich sag´Dir meine lieber nicht. Du würdest Dich wahrscheinlich sehr wundern....

    Kakerlaken sind mir das aller erstemal in einem Ausländerwohnheim begegnet. Kannte ich vorher noch nicht. Der Typ macht das Licht an, und da fallen sie von der DEcke....in meinen Schuh,...und ich kreische los.....
    Hier im Haus gibt es Mäuschen, Silberfische und Spinnen.....
    Liebe Grüße
    Rosi

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  10. rosi;
    spinnen machen mir nichts, silberfischerln gibts bei mir auch, und bei mäusen bin ich hysterisch. die bringt die katze. du bist nicht allein, da bewegt sich einiges bei dir.
    lg

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  11. Wieder einmal lob ich mir das Stadtleben im 5.Stock.
    Hier brauchen wir nur Angst vor Wanzen, Flöhen und Läusen haben.

    Mit Fliegen kann ich leben, die erschlag ich mit der Zeitung und Motten lass ich auf die Klebemottenfalle setzen.

    Mörderisches Stadtleben. Lg.H

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  12. helga:
    so schlagt sich jede mit unerwünschtem getier herum. das leben wäre viel klinisch sauberer ohne.
    lg

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