Dienstag, 21. Januar 2020

ALT UND ALLEIN

Eine Phase der Menschenabkehr durchlaufe ich.
Und das ist ziemlich gut.
Nicht nur, aber was ist schon ganz gut.
In unserer Gesellschaft wird die Alterseinsamkeit als Schreckgespenst dargestellt.
Ich denke, alt und allein zu sein, ist ein natürlicher Zustand.
Darauf hat man ein recht.
Sich von der normalen Welt wegzubewegen, abzuwenden.
Alles schon erlebt und alles schon gemacht und alles schon gehabt.
Wir neigen dazu ewig die gleichen Kreise zu drehen.
Wiederholungsversuche bis zum Abwinken,
auch wenn es gar nimmer richtig ist.
Da ist die Alleinseinsentdeckung neu und bunt und gut auch.
Auf Entdeckungsreise in die Möglichkeiten der Gedanken und der Sinne zu gehen.
Ungestört vom Gegenüber.
Ganz nah bei sich mit endlos gedehnter Zeit zu sein.
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Fast alles gesellschaftlich negativ Besetzte lässt sich wenden und wird zu einer Chance.



Zu meinem Stein-Knochensammelsurium vorm Haus habe ich ein altes Wagenrad gelegt.
Und die passende Tarotkarte dazu gesucht.
Na bitte, was will frau mehr:
10speichig ist es ein Glücksrad.
Ein Symbol der Ganzheit in ständiger Bewegung.
Was kann da noch passieren?

 

Kommentare:

  1. Danke für diesen Blogbeitrag, die Verpflichtung zur ewigen Jugend ist fernab der Realität. Und es ist doch wunderbar, Zeit zum Denken zu haben, Zeit zum Betrachten eines Rades, zum Kruschteln irgendwo.
    Wiederholungen bringen meist keine Neuentdeckungen, habe ich eben beim Lesen gedacht. Also nutze ich die Veränderungen ebenso wie Du, liebe Ingrid. Hab es gut, Gruß Roswitha

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    1. das leben ist wandel und jede zeit hat ihre schönheiten.
      liebe grüße

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  2. Weltknuddeltag 2020
    21. Januar 2020 in der Welt

    KNUDDEL-Gruß
    in die Runde,
    lb Ingrid und Roswitha...
    mir geht es ähnlich,
    und DAS, ist GUT so ...♥

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    1. fein, dass du die ganze welt knuddeln magst.
      liebe grüße

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  3. wie passend ! ich dachte schon, das schicksalsrad hättest du
    gezogen, ........ich las nochmals........gut dazugelegt......

    wenn man das alleinsein selbst dosieren kann, dann ist es angenehm.
    wenn man nicht mehr imstande ist und allein sein muss......
    es nicht mehr in der hand hat.........
    dann wird alleinsein zur qual!
    es verändert sich das tempo, das gefühl von zeit.......
    man muss nichts mehr........man kann, wenn man will......

    mit zeit umgehen ist aber eine kunst

    zeitgrüße
    hibisca

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  4. So Einsiedlermenschen gab`s ja schon immer...
    Im Ernst: Ich versteh`s nur zu gut.
    Und dass du es positiv siehst, ist hervorragend. Jammert meine eine Freundin doch immer so herzerweichend über ihre vermeintliche Einsamkeit. Wobei,sie ist dauernd unterwegs, kann sich alleine nicht beschäftigen. Aber solchen deine Sicht aufbasteln, geht halt nicht.
    Gruß zu dir

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    1. wenn man zu zweit oder zu mehreren lebt, ist auch nicht immer alles einfach.
      liebe grüße

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    2. Nein, nicht immer einfach in so einer alten Ehe, manchmal auch lustig. Man kennt sich halt.
      Eben was im TV gesehen über eine Alters-WG in Berlin, lauter Akademiker, die sich brüsten, drei verschiedene Tageszeitungen am Morgen zu lesen usw.- nö, nicht meines...deines vermutlich überhaupt gar nicht...widewidewitt...

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